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Montag, 2. April 2018

Esst ihr auch an Gründonnerstag Spinat?

Cremiger Spinat, pochiertes Ei und Kartoffeln


Es ist Ostermontag und ich bin schon ein bisschen spät dran für ein Gründonnerstag-Essen, aber ich bin sicher: der nächste Gründonnerstag kommt bestimmt und dann gibt es, genauso wie in jedem Jahr, wieder Spinat. So hat das meine Mutter schon gemacht und ich führe diese liebgewonnene Familien-Tradition fort. 

Auch wenn ich normalerweise Spinat lieber als Blattspinat in ganzen Blättern auf italienische Art zubereitet mag, gerne auch mit Pinienkernen und Rosinen und vielleicht auch etwas Chili, muss es an diesem Tag der cremige Spinat mit Rahm sein. 

Ich dünste klein geschnittene Schalottenwürfel in etwas Butter an, giesse mit etwas Sahne (oder auch gerne mit Mandel- oder Hafer-Cuisine) auf, lasse es cremig einkochen und gebe den zarten jungen Babyspinat dazu, würze mit Salz, Pfeffer und Muskat, lasse das Ganze zusammenfallen bei starker Hitze und halte dann kurz den Pürierstab rein. Das mache ich tatsächlich nuuuur an Gründonnerstag so! Dazu muss es dann Pellkartoffeln geben und natürlich pochierte Eier. 

Bei meiner Mutter gab es wachsweich gekochte Eier dazu; das Pochieren erschien ihr sicherlich zu aufwändig und auch zu wenig gelingsicher. Kein Wunder, sie kannte ja Roberts Methode, (klick hier) Eier zu pochieren noch nicht:


1. Ei mit dem Eierpiekser pieksen.
2. Das rohe Ei in der Schale mit einem Löffel in einen Topf mit siedendem Wasser und einem grossen Schuss Essig legen.
3. Langsam auf Zehn zählen.
4. Ei herausnehmen, an einer Kante aufschlagen und vorsichtig, aber direkt in den Topf gleiten lassen. Hitze reduzieren.
5. Nach ca. 3 Minuten wieder herausheben.

Die zehn Sekunden vorgaren verfestigen das Eiweiss soweit, dass es, richtig gemacht, immer noch gut aus der Eischale gleitet, im ruhigen Wasser aber kaum mehr zu Fransen führt und das Eigelb gut vom Eiweiss umhüllt ist. Essig beschleunigt das Gerinnen des Eiweisses.
Vielleicht bringe ich aber doch im nächsten Jahr ein wenig Abwechslung in die Geschichte und serviere anstelle der Pellkartoffeln mal Michas gebratene Semmelknödel (klick hier). Und dann könnte ich auch gleich Felix! (klick hier) Art, Eier zu pochieren, nämlich in der Folie, ausprobieren.
Wie dem auch sei, ich hoffe, ihr hattet wunderschöne Ostertage. Bei uns hat sich zumindest heute das Wetter mal von seiner besseren Seite gezeigt.

Montag, 19. Februar 2018

blitzschnell, einfach, köstlich: Lamm, Kichererbsen, Raz el Hanout


Julia vom Blog https://germanabendbrot.de/ hat mich zu diesem köstlichen, einfach und schnell zubereiteten Gericht inspiriert. Ich habe zwar überlegt, ob ich euch dieses nicht gerade gelungene Foto zumuten kann, aber dafür ist das Gericht sooo köstlich schmeckend, dass ich es euch auch nicht vorenthalten möchte.

Ein wenig habe ich es abgewandelt, da sich einige Gemüse nicht in meinem Vorrat befanden, die habe ich einfach ausgetauscht durch z.B. Baby-Spinat und Karotten, ausserdem mag ich zwar Kichererbsen, aber nicht so gerne die aus Dosen. Da es trotzdem immer schnell gehen soll, gibt es bei mir immer einen Grundvorrat von bereits fertig gegarten und gehäuteten Kichererbsen im Tiefkühler. Für die köstlich schmeckende Gewürzmischung Raz al Hanout habe ich immer den von mir selbstgemachten im Vorrat (klick hier). Auch habe ich die Fleischmenge ein wenig reduziert und dafür die Gemüsemenge erhöht. Meine abgewandelten Mengen sind in Klammern angegeben.

ich nehme (für 2 Personen):


  • 300 g Lammkeule (moi: 160 g), in maximal 1 cm kleine Würfelchen (optisch schöner beim nächsten Mal: in schmale Streifen geschnitten)
  • 1 Dose Kichererbsen (400 g), abgetropft (moi: fertig gegarte Kichererbsen aus dem Tiefkühler (ca. 150 g)
  • 1 EL Olivenöl
  • 3 EL Raz el Hanout (gibt es fertig zu kaufen - bitte auf die Inhaltsstoffe achten! - besser ist selbst gemacht
  • Saft von einer halben, kleinen Zitrone
  • 1-2 EL gehackte Minzeblätter (am besten eine milde Minze, keine, die wie ein Kaugummi schmeckt!)
  • 1/2 rote Chili, ohne Kerne und in feine Ringe geschnitten (moi: ich mag es gerne schärfer, daher mit Kernen!)
  • 1 Stange Sellerie, in feine Scheiben geschnitten
  • (moi: zusätzlich: 1 Karotte, in Scheiben geschnitten)
  • 1 Handvoll grob gehackter Rucolablätter (moi: ersatz durch 150 g Babyspinat)
  • eine Prise Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 150 g cremiger Feta
  • glatte Petersilie

und los gehts
  • Das Öl in der Pfanne erhitzen und das Lamm darin anbraten.
  • Raz el hanout und die Chiliringe hinzugeben, gut verrühren und ebenfalls leicht mit anbraten, bis ein feines Aroma aus der Pfanne aufsteigt.
  • Die abgetropften Kichererbsen und die Selleriescheiben (und die Karotten) hinzugeben, am Schluss den Baby-Spinat) und einige Minuten mitgaren lassen.
  • Zitronensaft, Minze, Salz und Pfeffer hinzugeben. Alles gut umrühren.
  • Den Pfanneninhalt in zwei tiefe Teller geben und mit dem Feta garniert servieren. Ein paar Blättchen glatte Petersilie können auch nicht schaden.
Danke, liebe Julia, für dieses köstliche, einfach und schnell zubereitende Gericht! Dies wird es künftig öfter bei mir geben!

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Kartoffelpüree, Spinat, pochiertes Ei und schwarze Périgord-Trüffel

Kartoffelpüree, Spinat, pochiertes Ei mit schwarzen Périgord-Trüffeln



Von unserem Perlhuhn en demi-deuil hatte ich noch eine kleine Menge Trüffel übrig, die mich zu diesem köstlichen Gericht inspirierten.

Dabei darf das Kartoffelpüree ruhig etwas üppiger ausfallen, d.h. eine grosszügige Menge an Butter macht sich dabei ausgesprochen gut. Man braucht es ja nicht gleich so weit wie Monsieur Robuchon zu treiben, der Kartoffeln mit Butter zu jeweils gleichen Mengen verwendet. Das muss man sich mal vorstellen: 500 g Kartoffeln mit 500 g Butter... die Waage juchzt vor Freude.

Auf das cremige Kartoffelpüree bettet man nun den Spinat und darauf kommt dann das pochierte Ei. Ganz einfach, wenn... ja, wenn da nicht das Pochieren des Ei wäre. Dies scheint ja zu den höheren Weihen der Kochkunst zu gehören. Mir ist es trotz zahlreicher todsicherer Tips noch nie richtig gelungen und irgendwann habe ich es dann aufgegeben. Doch seit ich Roberts Methode kenne, erledige ich das Pochieren mit links und locker aus dem Handgelenk - es funktioniert IMMER.




ich nehme (für 2 Personen):


Kartoffelpüree:
  • 500 g Kartoffeln (mehligkochend)
  • ca. 200 ml Milch
  • Salz, Pfeffer (moi: mélange blanc von Ingo Holland)
  • soviel Butter, wie man verträgt (moi: Salzbutter von Bordier, ca. 75 g)
Spinat:
  • 500 g Blattspinat
  • 1 - 2 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat
pochierte Eier:
  • 2 Eier
  • 2 EL Weissweinessig
Trüffel

und los gehts:

Die Kartoffeln schälen, in Spalten schneiden und in Salzwasser ca. 30 min gar kochen. Schön trocken abschütten, sofort durch die Kartoffelpresse drücken, mit der heissen Milch und den Gewürzen mischen, ein gutes Stück Butter in Würfeln mit dem Schneebesen darunter geben und abschmecken.

Den Spinat in einem Topf mit der heissen Butter zusammen fallen lassen, würzen und auf dem Kartoffelpüree anrichten und kurz im Backofen warmstellen.

Ei mit dem Eierpiekser anpieksen. Das rohe Ei in der Schale mit einem Löffel in einen Topf mit siedendem Wasser und einem grossen Schuss Essig legen. Langsam auf Zehn zählen. Ei herausnehmen, an einer Kante aufschlagen und vorsichtig, aber direkt in den Topf gleiten lassen. Hitze reduzieren. Nach ca. 3 Minuten wieder herausheben. Eier kurz in kaltem Wasser abkühlen.

Auf dem Spinat anrichten, Trüffel darüber hobeln und geniessen.

Ich wünsche euch und euren Familien wundervolle Weihnachtstage, köstliche kulinarische Erlebnisse und vor allem: geniesst die Tage, macht euch keinen Stress!






Samstag, 13. Juli 2013

Mangold- oder Spinat-Gratin mit Tomaten - für akute Essnotlagen

Katha hat kürzlich ihren lauwarmen Bohnensalat für akute Essnotlagen vorgestellt, der mich begeistert hat und den ich sicherlich bei der nächsten Essnotlage auftischen werde.




Laut Katha besteht eine akute Essnotlage unter den folgenden 3 Voraussetzungen

1. Grosser Hunger auf "richtiges" Essen

2. So grosser Hunger, dass 15 Minuten Zubereitungszeit fast schon zu viel sind

3. Der Anspruch, dass "richtiges" Essen zumindest lauwarm zu sein hat.

Sie schreibt weiter, dass in jedem Fall alle Geschmacksrichtungen und mehrere Texturen in einem Gericht vereint sein müssen.

Nun, letzteres erfüllt mein Gericht nicht so ganz, aber es schmeckt grandios, ist schnell zubereitet und macht satt und glücklich. Man kann es heiss, direkt aus dem Backofen, geniessen, es schmeckt allerdings auch lauwarm ausgezeichnet. Es eignet sich als kleines Abendessen, vielleicht mit einem frischen Salat genauso wie als Beilage zum Grillen, vor allem lässt es sich (falls keine "Akute Essnotlage" vorliegt) wunderbar vorbereiten.




Ich nehme für 2 Personen:


  • ca. 8 grosse Blätter Mangold, in Streifen geschnitten und entweder im Dampfgarer blanchiert oder in der Pfanne gedünstet (Spinat als Ersatz geht auch, dann ca. 800 g putzen)
  • 1 Glas ofenconfierte Tomaten (mein vorletztes!)
  • 1 - 2 EL fettfrei in der Pfanne geröstete Pinienkerne, Mandelsplitter gehen auch
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Gruyère oder Büffelmozzarella zum Gratinieren
und los gehts:

In eine ofenfeste Form den blanchierten Mangold geben, kräftig würzen, evtl. mit 1 EL Olivenöl beträufeln. Mit den Pinienkernen bestreuen, die Tomaten darüber geben und mit Käse abdecken. So lange bei ca. 180 Grad im Ofen lassen, bis die Oberfläche goldgelb knusprig geworden ist und schön vor sich hin schmurgelt.