Posts mit dem Label Gratin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gratin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 8. Februar 2021

Nudelauflauf mit Linsen und Rosenkohl

 

Nudelauflauf mit Linsen und Rosenkohl


Dieses Rezept habe ich zu, na ja, fast 100 Prozent, aus der Essen&Trinken, Ausgabe Januar 2021, übernommen.  Monsieur war überhaupt nicht begeistert, mir haben die Cremigkeit der Nudeln und vor allem die Butter-Cranberries sehr gut gefallen.



ich nehme (für 4 Personen):

  • 70 g Butter plus etwas für die Form
  • 30 g Dinkelmehl
  • 600 ml Milch
  • Salz, Muskat, weisser Pfeffer
  • 80 g frisch geriebener Parmiggiano della mucca rossa
  • 120 g Cheddar (moi: Comté)
  • fein geriebene Schale von 1 Bio Zitrone
  • 20 g Cranberrys
  • 80 g rote Linsen
  • 300 g Rosenkohl, geputzt
  • 400 g kurze geriffelte Nudeln (z.B. Tortiglioni oder Spirali)


und los gehts:

30 g Butter in einem Topf zerlassen. Mehl einrühren und unter Rühren hell anschwitzen. Nach und nach bei milder Hitze mit dem Schneebesen die Milch unterrühren. Die Béchamel-Sauce bei mittlerer Hitze unter Rühren 10 min einkochen lassen. Mit Salz und Muskat abschmecken und beiseite stellen. Beide Käsesorten getrennt reiben und den Cheddar in der Sauce schmelzen lassen, Zitronenabrieb dazu, eventuell 2 - 3 EL warmes Wasser unterrühren. Restliche Butter in einer Pfanne zerlassen, Cranberrys halbieren und zugeben, leicht salzen und beiseite stellen.

Linsen in leicht kochendem Wasser ca. 8 min garen, in ein Sieb giessen und abtropfen lassen. Den geputzten Rosenkohl in jeweils 3 Scheiben schneiden, 5 Minuten in kochendem Salzwasser garen.

Nudeln nach Packungsanleitung in kochendem Salzwasser sehr bissfest garen. In ein Sieb abgiessen, dabei 100 ml Nudelwasser auffangen (sehr wichtig!). Nudeln in einer Schüssel mit Rosenkohl, Béchamel und Linsen mischen, dabei das Nudelwasser zugeben, um eine schöne Cremigkeit zu erlangen. In einer gebutterten Auflaufform verteilen, Parmesan darüber verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad  auf der 2. Schiene von unten ca. 20 min. bissfest garen, bis die Oberfläche knusprig und goldbraun ist. Auflauf aus dem Backofen nehmen, mit der Cranberry-Butter beträufeln, mit Pfeffer bestreuen und servieren.



Dienstag, 14. Januar 2020

Gefüllter Chicorée mit Hack und Gemüse





Dieses Rezept habe ich im Essen & Trinken Sonderheft "Gesunde Küche 2019" entdeckt. 

Da ich ein grosser Fan von Bittergemüsen und - salaten bin, sprach mich dieser gefüllte Chicorée sofort an. Das Gericht lässt sich einfach und schnell zubereiten bzw. es kann auch wunderbar vorbereitet werden.

Sogar Monsieur war begeistert und wir haben beschlossen, dass es dieses Chicorée-Gratin in das Repertoire unserer Lieblingsessen schafft.




ich nehme (für 4 Personen):

Hackfüllung:

  • 2 Karotten, geschält, klein gewürfelt
  • 1 Stange Lauch, in feine Ringe geschnitten
  • 1 grosse Petersilienwurzel, geschält, fein gewürfelt
  • 1 Stange Staudensellerie, in feine Ringe geschnitten
  • 1 Zwiebel, geschält, klein gewürfelt,
  • 2 Knoblauchzehen. geschält, klein gewürfelt
  • 1 EL Olivenöl
  • 350 g gemischtes Hack (ich: halb Kalb, halb Rind)
  • Salz, Pfeffer,
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g Füllmenge)
  • 6 Stiele Oregano (ersatzweise glatte Petersilie + 1 EL getrockneter Oregano)
  • 1 TL Honig


Béchamel und Chicorée:

  • 30 g Butter
  • 30 g Mehl
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 3 - 4 grosse Chicorée
  • 8 Scheiben Bacon
  • 50 g Alpkäse, grob gerieben
und los gehts:
  • Für die Hackfüllung das Gemüse einschliesslich Zwiebeln und Knoblauch vorbereiten und im Olivenöl bei kräftiger Hitze anbraten, Hack dazu, Tomatenmark, evtl. Hitze erhöhen, salzen, pfeffern und mit Honig würzen.
  • Stückige Tomaten zugiessen und alles bei mittlerer Hitze offen ca. 20 min offen köcheln lassen. Oreganoblätter von den Stielen zupfen, 2/3 davon zum Hack geben. Mit Salz, Pfeffer und Honig würzen und etwas abkühlen lassen.
  • Für die Béchamel Butter im Topf zerlassen, das Mehl auf einmal zugeben und etwa 1 Minute unter Rühren anschwitzen. Brühe und Milch nach und nach zugiessen, dabei mit dem Schneebesen kräftig unterrühren. Die Sauce ca. 10 Min bei kleiner Hitze kochen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und vom Herd nehmen.
  • Chicorée putzen, waschen und 32 grössere Blätter vorsichtig abtrennen. Restl. Chicorée anderweitig verwenden (ich habe einen Salat als Beilage daraus gemacht, der allerdings nur für zwei Personen reicht, evtl. mit Karotten oder einem anderen Blattsalat ergänzen). Jeweils 2 Blätter Chicorée aufeinanderlegen, etwas Füllung hineingeben, dann jeweils 2 Blätter als Deckel darauflegen und vorsichtig mit je 1 Scheibe Bacon umwickeln. die Hälfte der Béchamel in eine Auflaufform giessen und gefüllten Chicorée hineinlegen.
  • Restl. Sauce in breiten Streifen über den Chicorée giessen. Käse fein reiben und darüber streuen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 30 Min. überbacken. herausnehmen und mit den restl. Oreganoblättern garniert servieren.
Tipp: Wir haben zu zweit tatsächlich auch nur die Hälfte geschafft, den Rest haben wir am nächsten Tag mit etwas Fond begossen und wieder kurz gratiniert, es hat fast noch besser geschmeckt, d.h. das Rezept lässt sich auch wunderbar vorbereiten.

Samstag, 23. Dezember 2017

Zucchini-Pulpo-Gratin mit Kichererbsen-Nudeln

Zucchini-Gratin mit Tintenfisch und Kichererbsen-Nudeln



Hier gibt es noch schnell vor den Feiertagen, an denen es bei uns ein wenig üppiger zugeht, ein fleischfreies, schnelles Gericht, das ich aus meinen Vorräten gezaubert habe. 




Zucchini oder andere Gemüsevorräte finden sich immer in meinem Kühlschrank, Fangarme von Tintenfisch bzw. Pulpo gibt es auch meistens im Vorrat, dann noch Tomaten, etwas Käse und vor allem immer gibt es immer diverse Päckchen von knapp al dente gegarter Pasta in meinem Tiefkühler, die ich zu einem Gratin verarbeiten kann, wenn es mal schnell gehen muss.

Die Zutaten, die ich euch hier aufliste sind variabel und lassen sich an eure Vorräte anpassen - Hauptsache, es muss sich niemand mehr in den Einkaufs-Trubel stürzen und es geht schnell, schmeckt köstlich und braucht keine lange Vorbereitungszeit.

ich nehme (für 2 Personen):


  • 2 kleine Zucchini (in Scheiben gehobelt)
  • 2 Tomaten (in Scheiben)
  • 2 Oktopus-Fangarme, in Stücke geschnitten
  • 2 EL Crème fraîche od. Frischkäse
  • 140 g Pasta, knapp al dente gekocht (moi: Kichererbsen-Nudeln von Ingo Holland)
  • Salz, Pfeffer, Thymian
  • Reibekäse, je nach Geschmack oder eine Mischung aus geriebenem Feta und Hartkäse


und los gehts:

Die Pasta auf den Boden einer feuerfesten Form geben, Tintenfischstücke darauf, würzen, Frischkäse oder Crème fraîche darauf verteilen, die Tomatenscheiben und darüber die Zucchini-Scheiben geben, kräftig salzen und pfeffern, wer mag gibt noch Thymianblättchen darüber. Mit Käse bestreuen und bei ca. 180 Grad ca. 45 Minuten backen.

Samstag, 28. Juni 2014

Gratin Dauphinois - unser Kartoffel-Gratin

Nach den vielen Reiseberichten wird es Zeit, dass hier mal wieder richtig gekocht wird. Gerhard hat sich Kartoffel-Gratin gewünscht. Ich nenne es "unser Kartoffel-Gratin", da es nicht das klassische Gratin Dauphinois ist, in das lediglich Kartoffeln, Sahne, Salz, Pfeffer und evtl. noch etwas Muskat gehören, in unseres kommt noch Käse - und ein kleines i-Tüpfelchen, doch dazu im Rezept mehr ...



Wichtig ist eine gute festkochende Kartoffel und ein richtig guter, echter Gruyère, nehmt nicht dieses Gummi-Zeugs, sondern nur den echten. Falls ihr den nicht bekommt, rate ich eher zu frisch geriebenem Parmesan.

Dieses Gericht ist kein Leichtgewicht und eignet sich nicht für Diättage, probiert es erst gar nicht mit entrahmter Milch etc.... es wird nicht cremig werden, doch gerade diese Cremigkeit ist das Köstliche an dem Gratin.





























ich nehme (für 2 Personen)


  • 8 kleine bis mittelgrosse Kartoffeln, geschält und auf der Mandoline in nicht zu dünne Scheiben gehobelt
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und halbiert
  • 1 TL Salzbutter
  • Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
  • 200 ml Sahne (evtl. etwas mehr)
  • ca. 4 EL Gruyère

und los gehts:

Die Gratinform mit den Knoblauchzehenhälften einreiben, danach mit etwas Butter ausfetten. Den Knoblauch heben wir auf!

Die Kartoffelscheiben ziegelartig, d.h. leicht überlappend in die Form schichten, salzen, pfeffern und mit etwas frisch geriebener Muskatnuss würzen. Dann die beiden Knoblauchhälften irgendwo darauf verteilen (wer sie anschliessend während des Essens findet, darf sie essen (ich) oder zur Seite legen (Monsieur).

Die zweite Schicht Kartoffeln ebenfalls darauf verteilen und kräftig würzen.

Die Sahne mit dem Käse mischen und über das Gratin giessen, das dann komplett bedeckt sein sollte. Ist nicht ausreichend Flüssigkeit vorhanden, muss halt mehr Sahne her oder - und jetzt kommt es: mein i-Tüpfelchen: zum Kochen gehört für mich ja ein ordentlicher Kochwein - bevorzugt wird allerdings Crémant (oder Champagner - heute gab es einen Rosé-Champagner). Ich nehme den leeren Sahnebecher und schwenke ihn ein wenig mit dem Kochwein aus. Das wird genügen, um das Gratin mit Flüssigkeit komplett zu bedecken. Wer keinen Kochwein hat, muss mit Sahne nachhelfen ;-)

Bei 180 Grad (O/U-Hitze) ca. 45 min backen. Die Kartoffeln sollten weich (Messerprobe) und die Sahne cremig eingekocht sein.





Mit einem grünen Salat ist dies ein schönes Hauptgericht. Traditionell wird das Gratin in Frankreich als Beilage zu einem Stück Fleisch serviert.




Samstag, 13. Juli 2013

Mangold- oder Spinat-Gratin mit Tomaten - für akute Essnotlagen

Katha hat kürzlich ihren lauwarmen Bohnensalat für akute Essnotlagen vorgestellt, der mich begeistert hat und den ich sicherlich bei der nächsten Essnotlage auftischen werde.




Laut Katha besteht eine akute Essnotlage unter den folgenden 3 Voraussetzungen

1. Grosser Hunger auf "richtiges" Essen

2. So grosser Hunger, dass 15 Minuten Zubereitungszeit fast schon zu viel sind

3. Der Anspruch, dass "richtiges" Essen zumindest lauwarm zu sein hat.

Sie schreibt weiter, dass in jedem Fall alle Geschmacksrichtungen und mehrere Texturen in einem Gericht vereint sein müssen.

Nun, letzteres erfüllt mein Gericht nicht so ganz, aber es schmeckt grandios, ist schnell zubereitet und macht satt und glücklich. Man kann es heiss, direkt aus dem Backofen, geniessen, es schmeckt allerdings auch lauwarm ausgezeichnet. Es eignet sich als kleines Abendessen, vielleicht mit einem frischen Salat genauso wie als Beilage zum Grillen, vor allem lässt es sich (falls keine "Akute Essnotlage" vorliegt) wunderbar vorbereiten.




Ich nehme für 2 Personen:


  • ca. 8 grosse Blätter Mangold, in Streifen geschnitten und entweder im Dampfgarer blanchiert oder in der Pfanne gedünstet (Spinat als Ersatz geht auch, dann ca. 800 g putzen)
  • 1 Glas ofenconfierte Tomaten (mein vorletztes!)
  • 1 - 2 EL fettfrei in der Pfanne geröstete Pinienkerne, Mandelsplitter gehen auch
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Gruyère oder Büffelmozzarella zum Gratinieren
und los gehts:

In eine ofenfeste Form den blanchierten Mangold geben, kräftig würzen, evtl. mit 1 EL Olivenöl beträufeln. Mit den Pinienkernen bestreuen, die Tomaten darüber geben und mit Käse abdecken. So lange bei ca. 180 Grad im Ofen lassen, bis die Oberfläche goldgelb knusprig geworden ist und schön vor sich hin schmurgelt.


Samstag, 22. September 2012

Ein typisches elsässisches Gericht: Munster chaud mit Kartoffeln



Der typische elsässische Käse ist der Munster, der seinen Namen von dem schönen Vallée de Munster in den Hochvogesen hat. Natürlich sollte es nur le vrai Munster, d.h. le Munster fermier,sein. Er muss richtig schön durchgereift sein, innen cremig, nicht bröselig - die Rinde wird mit gegessen. Er passt kalt zu einem kräftigen Stück Brot und dazu serviert wird Kümmel, der in Frankreich carvi heisst und nicht zu verwechseln ist mit cumin, denn das ist Kreuzkümmel.




Dieser Weichkäse hat einen ziemlich kräftigen Geschmack, besonders wenn er schön reif ist. Legendär allerdings ist sein kräftiger Geruch, der sich vor allem aufs heftigste in der Küche ausbreitet, wenn man ihn gebacken serviert. Erstaunlich ist dann allerdings der sehr milde, cremige Geschmack, der in überraschendem Kontrast zu dem kräftigen Geruch steht.

ich nehme für 2 Personen:

ca. 5 mittelgroße Kartoffeln, festkochend
ca. 180 g Munster
1 große rote Zwiebel, geschält und fein gewürfelt
1 - 2 TL Butter
1 - 2 TL Kümmel
Salz, Pfeffer
etwas Butter zum Ausstreichen der Form

los gehts:

Die Kartoffeln in der Schale knapp gar kochen (ca. 25 min), pellen und in Scheiben (oder halbe Scheiben) schneiden. In der Zwischenzeit die Zwiebelwürfel in etwas Butter bei aufgelegtem Deckel weich dünsten, etwas salzen und pfeffern.




Eine Gratinform ausbuttern, die Kartoffelscheiben dachziegelartig einschichten, kräftig salzen und pfeffern, die noch heißen Zwiebelwürfel darüber geben und mit dem in Scheiben geschnittenen Munster belegen. Kümmel darüber streuen und bei 200 Grad Ober- Unterhitze ca. 35 - 40 min backen bis die Rinde des Munsters schön knusprig geworden ist.

Dazu passt wunderbar ein grüner Salat