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Sonntag, 28. Juli 2019

#Wir retten was zu retten ist: Die legendären Ricotta Gnocchi mit Butter und Salbei







Heute wird wieder gerettet! Die Mitglieder unserer bereits seit März 2014 existierenden Rettungstruppe haben beschlossen, diesmal Gnocchi, Spätzle und Ähnliches in all seinen Variationen vor der Fertigfutter-Industrie zu retten und zu zeigen, wie einfach und köstlich es doch mit Selbstgemachtem schmeckt, ganz zu schweigen von den diversen Horror-Ingredienzien, die sich da auf der Zutatenliste von Fertigprodukten tummeln und die wir nun doch nicht wirklich essen wollen, oder?

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an unsere Administratoren Britta (nebst Ehemann)Barbara und Tamara für ihr Engagement und die Zeit und Mühe, die sie in unser Rettungsprojekt #wirrettenwaszurettenist investieren.

Mein Beitrag sind diese einfach und wirklich schnell gemachten Ricotta-Gnocchi. Ihr braucht hierfür tatsächlich nicht mehr als 15 min!!! Probiert es aus - es lohnt sich!

Das Originalrezept für die 15-Minuten-Ricotta-Gnocchi, das von Nicky
stammt und aus deren wundervollem Kochbuch ich schon häufig Rezepte nachgekocht habe, machte bereits in zahlreichen Foodblogs die Runde, u.a. zu sehen bei Barbara mit einem Rucola-Walnuss-Pesto oder bei Petra von Chili und Ciabatta, die auch gleich eine schöne Geschichte dazu erzählt. Bei Zorra wird sogar eine Videoanleitung geliefert.  ich habe sie schon in unzähligen Varianten zubereitet, z.B. mit Bärlauch, Wildkräutern, Spinat, Kurkuma etc., doch für unsere heutige Rettungsaktion muss es der Klassiker sein.





ich nehme (für 2 Personen:

  • 250 g Ricotta (schmecken auch wunderbar mit Ziegenfrischkäse)
  • 1 Eigelb 
  • 1/2 Tel. feines Meersalz
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • frisch gemahlener weisser Pfeffer (moi: Kampot-Pfeffer)
  • 30 g frisch geriebener Parmesan
  • 50 - 75 g Mehl (plus Mehl zum Bestäuben)
  • 2 EL Butter (moi: Salzbutter)
  • ein paar Salbeiblätter


und los gehts:

  • Evtl. vorhandene Flüssigkeit vom Ricotta abgiessen, mit Eigelb, Gewürzen und Parmesan in eine Schüssel geben und gut verrühren. 
  • Das Mehl zugeben und nur kurz unterrühren. Der Teig ist recht klebrig, aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen. Mehr Mehl würde zu zähen Gnocchi führen und gerade das Wunderbare an diesen Gnocchi ist ja, dass sie so schön samtig-fluffig sind. Ich bin mit 50 g Mehl ausgekommen, werde jedoch beim nächsten Mehl 70 g nehmen, so ein kleines bisschen fester wäre nicht schlecht gewesen.
  • Wichtig ist jetzt, dass das Arbeitsbrett dünn mit Mehl bestäubt wird, dann werden die Gnocchi mit mehlbestäubten Händen fingerdick ausgerollt und mit einem Messer, das ebenfalls in Mehl getaucht wird, in kleine Teigkissen geschnitten. Zügig arbeiten, zu lange Wartezeit lässt die Gnocchi wieder an der Arbeitsfläche kleben.
  • In der Zwischenzeit einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen, eine gute Handvoll Salz hinein und kurz bevor die Gnocchi ins Wasser kommen, einen kleinen Wirbel im Kochtopf veranstalten (dies verhindert ein Klebenbleiben am Topfboden) und dann ca. 2 - 4 min ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. 
  • Währenddessen in einer Pfanne die Salbeiblätter in Butter knusprig braten.
  • Die Gnocchi mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen, in der Salbei-Butter schwenken und sofort servieren, wer mag mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.
Schaut mal bei meinen Mitretterinnen und -rettern vorbei, was es dort an Köstlichkeiten gibt:



Brittas Kochbuch - Basilikum-Gnocchi auf Tomatensauce "Cakes, Cookies and more" - Käse-Knöpfli Madam Rote Rübe - Brotkrumen-Puffer à la Migas al Alentejana mit Gurkensalat BrigittasKulinarium - Ricotta-Spinat-Gnocchi / Strangolapreti lieberlecker - Ricotta Gnocchi Pane-Bistecca - Ricotta-Parmesan Gnocchi BackeBackeKuchen - Kürbis-Kamut-Gnocchi in Champignonsauce CorumBlog 2.0 - Rote-Bete-Gnocchi mit Zucchini-Pesto Unser Meating - Mamas Spätzle Das Mädel vom Land - Melde-Gnocchi mit Vanille und Haselnussbutter genial lecker - Rote Bete-Reibekuchen Bonjour Alsace - Rezept

Samstag, 13. Januar 2018

Maronen-Gnocchi mit gebratenem Rosenkohl und Chorizo

Maronen-Gnocchi mit gebratenem Rosenkohl und Chorizo - ein herrliches Gericht für Herbst und Winter



Dieses Rezept habe ich in der aktuellen Ausgabe 2/2018 des Feinschmeckers entdeckt und sofort beschlossen, dass es dies bei uns geben wird. Ich musste nur noch schnell die Zutaten besorgen und los gings. Ein wenig habe ich das Rezept abgewandelt: Da ich mir nicht vorstellen kann, dass die ohnehin schon süsslich schmeckenden Maroni noch zusätzlich mit Honig gesüsst unserem Geschmack entsprechen, habe ich diesen weggelassen. 

Ansonsten muss man richtig grosszügig mit Salz sein, die Maronen-Gnocchi können eine ganze Menge vertragen und ein leicht gehäufter Esslöffel ist okay, sogar, wenn man später noch das Kochwasser salzt. Also nur Mut!

Uns hat diese Pfanne ausgezeichnet geschmeckt und es wird sie sicherlich noch öfter geben. Nur Monsieur ist kein grosser Fan von Chorizo - beim nächsten mal werde ich es evtl. mit einer anderen Wurst, vielleicht Salsiccia, probieren.





ich nehme (für 4 Personen):

400 g mehligkochende Kartoffeln
250 g vorgegarte Maronen (vakuumpack)
2 EL Kastanienhonig (moi: weggelassen)
150 ml Sahne
2 Eigelbe
150 g Mehl (moi: Dinkelmehl)
1 leicht gehäufter EL Fleur de Sel, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
400 g Rosenkohl
200 g Chorizo, in Scheiben bzw. Halbmonde geschnitten
30 g Butterschmalz
50 g Butter

und los gehts:

Kartoffeln mit der Schale in den Dampfgarer geben und in ca. 30 min bei 100 Grad garen. Noch heiss schälen und durch die Kartoffelpresse geben.

Während die Kartoffeln garen, die Maroni hacken und in Sahne für ein paar Minuten sanft einkochen lassen (Honig habe ich weg gelassen, die Maroni sind süss genug). Anschliessend mit dem Zauberstab fein pürieren.

Das Maronipüree, Eigelbe und Mehl zu dem Kartoffelpüree geben, salzen und pfeffern. Keine Angst, die Masse schmeckt ziemlich salzig, aber genau so ist das richtig, beim späteren Garen verliert sich der Salzgeschmack.

Alles zu einem glatten Teig verkneten und zu ca. 2 cm dicken Rollen formen. Diese in kurze Stücke teilen. 

Rosenkohl putzen, halbieren und in kochendem Salzwasser 4 - 5 min weich garen (moi: Dampfgarer 120 Grad, 2 Min.)

Gnocchi in sanft köchelndem Salzwasser ca. 5 Min. garen, mit einem Schaumlöffel herausheben, abtropfen lassen und in heissem Butterschmalz zusammen mit dem Rosenkohl in einer grossen Pfanne bei mittlerer Hitze ca. 8 Min. braten. Dabei gelegentlich mit einem grossen Pfannenwender mischen.

Dann die Chorizo dazu geben und weitere 5 min mitbraten. Butter unterschwenken, nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp: Sowohl Gnocchi als auch Rosenkohl lassen sich am Vortag zubereiten und können dann am nächsten Tag in der Pfanne gebraten werden. Dann ist dieses köstliche Gericht blitzschnell zubereitet.






Samstag, 16. Mai 2015

Blog-Buster: Ricotta-Gnocchi, blitzschnell, köstlich, genial



Diese blitzschnellen Gnocchi sind tatsächlich in 15 Minuten fertig - ehrlich! Aber das wisst ihr ja schon längst, denn es gibt sicherlich keinen, der sie noch nicht gemacht hat, oder?

Sie stammen ursprünglich von Nicky, wandern aber bereits seit Jahren durch diverse Blogs. Vor allem Madame Micha hat sich in unzähligen Varianten um diese köstlichen fluffigen kleinen Dinger verdient gemacht und bei zorra gibt es sogar ein Video zu sehen - da kann bei der Zubereitung wirklich nichts mehr schief gehen. 

Ich habe sie bereits auf meinem Tessin-Blog in der Variante mit Bärlauch oder mit Wildkräutern veröffentlicht, doch da 'Bonjour Alsace' unser Familienkochbuch ist, muss die Original-Fassung hier auch noch Einzug halten, diesmal ganz klassisch zubereitet mit Butter und Salbei.

Voilà, für dich, lieber Yannick.




ich nehme (für 2 Personen):





  • 250 g Ricotta
  • 1 Eigelb 
  • 1/2 Tel. feines Meersalz
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • frisch gemahlener weisser Pfeffer (moi: Kampot-Pfeffer)
  • 30 g frisch geriebener Parmesan
  • 50 - 75 g Mehl (plus Mehl zum Bestäuben)
  • 2 EL Butter (moi: Salzbutter)
  • ein paar Salbeiblätter


und los gehts:


  • Evtl. vorhandene Flüssigkeit vom Ricotta abgiessen, mit Eigelb, Gewürzen und Parmesan in eine Schüssel geben und gut verrühren. 
  • Das Mehl zugeben und nur kurz unterrühren. Der Teig ist recht klebrig, aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen. Mehr Mehl würde zu zähen Gnocchi führen und gerade das Wunderbare an diesen Gnocchi ist ja, dass sie so schön samtig-fluffig sind. Ich bin mit 50 g Mehl ausgekommen, werde jedoch beim nächsten Mehl 70 g nehmen, so ein kleines bisschen fester wäre nicht schlecht gewesen.
  • Wichtig ist jetzt, dass das Arbeitsbrett dünn mit Mehl bestäubt wird, dann werden die Gnocchi mit mehlbestäubten Händen fingerdick ausgerollt und mit einem Messer, das ebenfalls in Mehl getaucht wird, in kleine Teigkissen geschnitten. Zügig arbeiten, zu lange Wartezeit lässt die Gnocchi wieder an der Arbeitsfläche kleben.
  • In der Zwischenzeit einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen, eine gute Handvoll Salz hinein und kurz bevor die Gnocchi ins Wasser kommen, einen kleinen Wirbel im Kochtopf veranstalten (dies verhindert ein Klebenbleiben am Topfboden) und dann ca. 2 - 4 min ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. 
  • Währenddessen in einer Pfanne die Salbeiblätter in Butter knusprig braten.
  • Die Gnocchi mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen, in der Salbei-Butter schwenken und sofort servieren, wer mag mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.
Während der Zubereitung bin ich mal kurz aus der Küche ans notebook, um die Zutatenliste zu überprüfen. Der Tisch war schon gedeckt ... darauf das notebook .... Ich musste lachen - so etwas nennt man dann wohl ein "Food-Blogger-Gedeck" oder?



Nachtrag 07.06.2015: 
Weil mich Micha mit ihrem heutigen Beitrag wieder an ihr DUBB = Der-Unentdeckte-Blog-Buster erinnert hat, reiche ich die Ricotta-Gnocchi nachträglich dazu ein.


Montag, 13. Mai 2013

Bärlauch-Gnocchi treten gegen saarländische Schneebällchen an




Wie es der Name schon sagt, sind Schneebällchen diese lockeren weissen Bällchen. Sie werden im Saarland traditionell als Beilage zum Sonntagsbraten, meistens Sauerbraten, gegessen. Man kann sie allerdings auch als eigenständiges Gericht zubereiten, dann werden sie mit Butter und Croutons oder mit ausgebratenem Speck übergossen. 





Gerhard ist bei uns DER Schneebällchen-Spezialist. Die Zubereitung hat er noch von seiner Oma gelernt. Von ihr hat er auch gelernt, dass die Kartoffeln bereits am Vortag gekocht und durchgepresst werden müssen. Das war früher sicherlich sinnvoll, da die Kartoffeln in Wasser gekocht wurden und anschliessend ausdämpfen und soviel Feuchtigkeit wie möglich abgeben sollten, damit man anschliessend weniger Mehl braucht. In Zeiten des Dampfgarers geht es sicherlich auch mit am gleichen Tag gekochten Kartoffeln. 

Mindestens einmal pro Monat braucht mein Mann diese kleinen runden Dinger, die sich allerdings nicht mit neuen Kartoffeln zubereiten lassen. Dann müssen wir uns halt beeilen und noch eine grosse Portion zubereiten, die dürfen dann in den Tiefkühler zur Überbrückung, bis es wieder Schneebällchentaugliche Kartoffeln gibt.

Nun ist allerdings auch noch Bärlauch-Saison und im Kühlschrank wartet Bärlauch, der verarbeitet werden will.



Ich bin nicht so der grosse Schneebällchen-Fan - dafür mag ich aber Gnocchi. Gut, dann machen wir mal wieder getrennte Küche, Monsieur ist für die deutsche Hausmannskost zuständig, ich für die italienische Küche.




wir nehmen:

für die Schneebällchen/Gnocchi:

ca. 1,5 kg festkochende Kartoffeln
2 kleine Eier
ca. 150 g Mehl (Weizenmehl Type 550)
Salz, Pfeffer, Muskat

zusätzlich für die Schneebällchen:

50 g fetter Räucherspeck (Lardo geht auch), klein gewürfelt

für die Gnocchi:

1 Bund Bärlauch, Stiele entfernt, fein gehackt
1 - 2 EL Salzbutter
frisch geriebener Parmesan

und los gehts:

Die Kartoffeln schälen, vierteln und kochen (moi: Dampfgarer). Noch heiss durch die Kartoffelpresse drücken und auskühlen lassen. Sobald der Teig vollständig abgekühlt ist die Eier und nach und nach das Mehl darunter mischen, NICHT kneten! Man kann dazu einen Gummispatel verwenden, besser geht es jedoch mit den Händen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig würzen. 




Vom fertigen Teig ca. 500 g für die Gnocchi abnehmen, die Hälfte des Bärlauchs darunter mischen, zu daumendicken Rollen formen, kleine Stücke abschneiden (wer mag rollt sie über den Gabelrücken für die typische Gnocchi-Riffelung) und auf einem bemehlten Brett bis zur Weiterverarbeitung ruhen lassen. Nicht zu lange - der Teig wird sonst wieder klebrig.




Der restliche Teig wird rund zu kleinen Schneebällchen geformt. Wasser (in zwei unterschiedlichen Töpfen) aufstellen, kräftig salzen. In der Zwischenzeit den Speck knusprig auslassen. Für die Gnocchi die Salzbutter mit dem restlichen Bärlauch in ein Pfännchen geben.

Sobald das Wasser kocht die Schneebällchen bzw. Bärlauch-Gnocchi portionsweise hineingeben, Hitze sofort reduzieren und die fluffigen Dinger ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Noch 2 Minuten ziehen lassen, dann mit einer Schaumkelle herausnehmen und sofort in eine vorgewärmte Schüssel geben.

 Die Schneebällchen mit dem heissen Speck und etwas von dem ausgelassenen Speckfett übergiessen (der Saarländer sagt, es muss zischen). Die Bärlauch-Gnocchi mit der heissen, leicht angebräunten Bärlauch-Butter übergiessen und auf dem Teller mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.