Mittlerweile kann man die Jakobsmuscheln kaum noch mit ihrem Corail (dem roten Rogen) kaufen, d.h. wenn ich ganze frische Muscheln bekomme, schlage ich sofort zu und öffne und putze sie selbst. Das ist nicht viel Arbeit, geht ganz leicht und macht mir Spass und vor allem: ich habe Coquilles St. Jacques MIT Corail.
Ich habe euch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Fotos vorbereitet:
Zunächst eine Flasche Crémant öffnen, ein Glas für die Köchin ausgiessen (ohne Foto)
Eine Muschel in die Handfläche legen, die gewölbte Seite nach unten, die Seite mit der flacheren Schale nach oben. Ein spitzes kurzes Küchenmesser, am besten ein Officemesser zur Hand nehmen (kein Austernmesser) und zwischen den beiden Schalenhälften vorsichtig hineingehen und die Öffnung ein wenig weiten, dabei versuchen, an der Hälfte der oberen flachen Schale zu arbeiten, dann spürt man schon den Widerstand und man kann den Muskel durchtrennen.
Keine Perle gefunden? Schade, dann ein Schlückchen Crémant nehmen und weiter gehts. Mit dem Messer vorsichtig an der Schale entlangschaben, bis man die Muschel samt Innereien gelöst hat. Die Muschel mit dem anhaftenden Corail aus dem Kranz herausschneiden und von überflüssigen Häuten befreien. Waschen und trocken tupfen, das wars schon.
Schon mal den Backofen auf 220 Grad O/U vorheizen. Die Muschel zurück in die gesäuberte Muschelschale setzen.
Nun kommt die geniale Butter zum Einsatz. Einfach einen Klecks auf jede Muschelhälfte setzen, mit der oberen Schalenhälfte verschliessen, das Ganze kann man dann sogar mit Teig schliessen, so wie Katia (klick hier).
Doch dazu war ich zu faul. Also, einfach so in den Ofen, ca. 12 Minuten, die Jakobsmuscheln sollten innen noch glasig sein.
Dann nur noch ein Stück knuspriges Baguette dazu. Und falls noch etwas Crémant übrig ist....
Köööstlich! Dieser Duft, dieser Geschmack. Einfach, schlicht, genial.