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Montag, 1. Juni 2015

Obsttag


Ich kam mal wieder zu spät und die Rhabarber-Saison in Nachbars Garten wurde von diesem durch Abschneiden bzw. Abdrehen der verbliebenen Stiele für beendet erklärt. Es heisst, ab jetzt entwickele er zuviel Oxalsäure. Doch offiziell geht die Rhabarber-Saison so lange wie es Spargel gibt, d.h. ihr werdet bestimmt noch welchen finden, um dieses Rhabarber-Ketchup zuzubereiten.

Ich hatte mir jedoch bereits morgens beim Aufstehen in den Kopf gesetzt, Ketchup für die Grillsaison etc. herzustellen. Alternativen mussten her. Da ich im Moment ohnehin damit beschäftigt bin, den Tiefkühler zu leeren, wühlte ich mich auf der Suche nach verwertbarem Obst durch die TK und wurde fündig: Ananas, Papaya und rote Johnnisbeeren. Perfekt, daraus wurden diese drei köstlichen Ketchup-Varianten, die man mindestens eine Woche durchziehen lassen sollte, danach schmecken sie am besten.

Als 'Basis' nahm ich die Zutaten meines Rhabarber-Ketchups, verdreifachte diese, verteilte sie auf drei Töpfe, gab in den ersten Topf Ananas und einen EL Curry dazu, in den zweiten Topf kamen die Johannisbeeren mit einem halben TL zerstossenen Korianderkörnern und in den dritten Topf Papayastücke mit einer fein gewürfelten Chilischote.

ich nehme:

für Ananas-Ketchup:

ca. 700 g Ananas, geschält, gewürfelt
250 g passierte Tomaten
150 g Zwiebeln
200 ml Rotweinessig
3 Nelken
2 kleine Lorbeerblätter
1 TL Senfsaat (moi: Senfmehl)
250 g Zucker
1 TL schwarzer Pfeffer
1 EL Curry (moi: Anapurna von Ingo Holland)

für Papaya-Ketchup:

ca. 650 g Papaya, geschält, gewürfelt
1 Chilischote, fein gewürfelt
250 g passierte Tomaten
150 g Zwiebeln
200 ml Rotweinessig
3 Nelken
2 kleine Lorbeerblätter
1 TL Senfsaat (moi: Senfmehl)
250 g Zucker
1 TL schwarzer Pfeffer

für Johannisbeer-Ketchup:

ca. 650 g rote Johannisbeeren
250 g passierte Tomaten
150 g Zwiebeln
200 ml Rotweinessig
3 Nelken
2 kleine Lorbeerblätter
1 TL Senfsaat (moi: Senfmehl)
250 g Zucker
1 TL schwarzer Pfeffer, zerstossen
1 TL Korianderkörner, zerstossen

und los gehts:

Die jeweiligen Zutaten in einen Topf geben und zugedeckt ca. 40 min köcheln lassen. Ist danach noch zuviel Flüssigkeit im Topf ein paar Minuten offen die Flüssigkeit verkochen lassen.

Nun den Zauberstab in den Topf halten und direkt mit sämtlichen Gewürzen mixen. Falls das Ketchup noch zu flüssig sein sollte, etwas einkochen lassen. In sterilisierte Flaschen abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Diese köstlichen Ketchup-Varianten bringe ich Sandra zu ihrem Blogevent, das sie bei zorra ausrichtet, mit, denn da wird gegrillt und hierzu passen diese Saucen am besten.


Blog-Event CIX - it's BBQ-time! (Einsendeschluss 15. Juni 2015)




Dienstag, 26. Juni 2012

Das unwiderstehliche Rhabarber-Ketchup oder wer nicht hören will muss fühlen



Rhabarber-Ketchup? Ich mag weder Ketchup noch Rhabarber, was soll ich dann mit Rhabarber-Ketchup?
Dieses Rezept machte die Runde in vielen Blogs, ich habe es zum ersten Mal gelesen bei  Irene, die wiederum hat es entdeckt bei Christina von feines Gemüse. Da war ich ja schon ganz gespannt, doch erst als ich es bei Tina von Lunch for One nochmals gelesen habe, war es um mich geschehen, doch da war es schon fast zu spät, sprich die Rhabarber-Saison beinahe vorbei. Vielleicht findet ihr noch ein bisschen Rhabarber auf dem Markt? Oder beim netten Nachbarn? Wenn, dann kann ich mich nur Christina anschließen: Lauft! Lauft! Lauft! DAS MÜSST IHR NACHKOCHEN!



Der Geschmack ist köstlich und passt sowohl als Dip zu z.B. Kartoffel-Wedges oder auch zum Grillen ganz allgemein. Ich habe auch schon Spareribs vom Kalb und Hühnerschenkel darin eingelegt und anschließend das Ketchup in einer kleinen Schale dazu serviert.

Zutaten:

750 g Rhabarber
250 g passierte Tomaten
150 g Zwiebeln
2 Chilischoten
200 ml Rotweinessig
3 Nelken
2 kleine Lorbeerblätter
1 TL Senfsaat (moi: Senfmehl)
250 g Zucker
1 TL schwarzer Pfeffer



Zubereitung:

Rhabarber waschen, die Schale mit den Fäden abziehen und in Stücke schneiden. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Chili ebenfalls fein würfeln (je nach gewünschter Schärfe mit Kernen). Mit den Tomaten und dem Rotweinessig in einen Topf geben, Nelken, Lorbeer, Pfeffer (NICHT IN EINEM EXTRA FILTER; SONDERN DIREKT IN DEN TOPF), Senfmehl und Zucker dazu und zugedeckt ca. 40 min köcheln lassen. Ist danach noch zuviel Flüssigkeit im Topf ein paar Minuten offen die Flüssigkeit verkochen lassen.

Nun den Zauberstab in den Topf halten und direkt mit sämtlichen Gewürzen mixen. Falls das Ketchup noch zu flüssig sein sollte, etwas einkochen lassen. In sterilisierte Flaschen abfüllen.

Und: nächstes Jahr bin ich schneller - jetzt ist es zuuu spääät und alles Wehklagen hilft nicht mehr.