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Montag, 26. September 2022

Das "noch schnell ein paar Tomaten und Zucchini verbrauchen-Gratin"


Mit schnellen Schritten hält der Herbst auch in unserem Gemüsegarten Einzug. Ein paar Tomaten hängen noch am Strauch und ein paar Zucchini gibt es auch noch. Daraus lässt sich in Windeseile ein Gratin zaubern, das sich als Beilage oder kleines Abendessen eignet.

Einfach eine Gratin-Form mit etwas Olivenöl auspinseln, Tomaten und Zucchini in Scheiben schneiden und aufrecht stehend abwechselnd einschichten. Salzen, pfeffern, wer mag streut noch etwas Oregano oder Thymian darüber.
Etwas Schafskäse (achtet darauf, dass er aus Schaf- und/oder Ziegenkäse besteht, das schmeckt aromatischer) darüber bröseln, mit etwas Olivenöl beträufeln und bei 220 Grad Ober-/Unterhitze ca. 25 min backen. 
Sobald der Schafskäse leicht bräunlich wird, herausnehmen und servieren (schmeckt auch lauwarm oder kalt gut).


Montag, 11. Juli 2022

Tunfischtatar mit Avocado und Mango

 Tunfischtatar mit Avocado und Mango




Dieses Tatar eignet sich wunderbar als feine Vorspeise oder auch als kleines leichtes Abendessen und passt perfekt zu diesen sommerlichen Temperaturen

Es ist ja selbstverständlich, dass ihr beim Kauf eures Tunfisches auf des MSC Siegel achtet und/oder nur solchen aus nachhaltiger Fischerei kauft.

ich nehme (für 2 Personen):

  • 200 g frischen Tunfisch
  • 1 Avocado
  • 1 kleine Mango
  • 1 Zitrone (noch besser wäre eine Limette)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Soyasauce

und los gehts:

Den Tunfisch fein würfeln (ich mag ihn am liebsten, wenn er möglichst fein gewürfelt ist). Mit dem Abrieb der halben Zitrone, 2 EL Zitronensaft, der Sojasauce und dem Olivenöl mischen.

Die Avocado halbieren, den Kern herausnehmen und mit einem Esslöffel das Fruchtfleisch herauslösen, ebenfalls klein würfeln.

Die Mango schälen und um den Kern herum in Scheiben und danach in feine Würfel schneiden.

Avocado und Mango mischen, 1 EL Zitronensaft dazu und in einem Servierring abwechselnd mit dem Tunfisch anrichten, evtl. mit hauchdünn geschnittenen Scheiben Zitronen und etwas Schnittlauch garnieren.


Freitag, 17. Juni 2022

Ratatouille - ein Gericht für diese hochsommerlichen Temperaturen

 Ratatouille gehört im Sommer zu meinen Lieblingsgerichten; sie passt als Beilage zu Gegrilltem sehr gut, ich mag sie auch als kleines Abendessen mit etwas Feta und... und... unglaublich, dass sich in diesem Blog noch kein Rezept hierfür findet. Das muss sich schleunigst ändern, hier kommt das Rezept für Ratatouille, so wie ich sie am liebsten mag.



Natürlich sind schnell mal ein paar mediterrane Gemüse gewürfelt und in Olivenöl angedünstet, doch meine Ratatouille ist, da muss ich euch vorwarnen, kein Gericht, dass sich schnell zwischendurch zubereiten lässt, denn ich bereite sie aus minimal klein gewürfelten Gemüsen zu. Und das dauert ....

Erledigt die Schnippelarbeit am besten zu zweit und nehmt euch ein schönes, gut gekühltes Glas Weisswein dazu.

Wichtig ist, dass das Gemüse nach dem Garen anschliessend noch einen leichten Biss hat und alle Zutaten in ungefähr der gleichen Menge verwendet werden und jeweils nach Gardauer nacheinander zugegeben werden.

ich nehme:

  • ca. 4 - 6 EL Olivenöl
  • ca. 400 g junge helle Zwiebeln, geschält und feinst gewürfelt
  • ca. 400 g rote Paprika (aus Gründen der besseren Bekömmlichkeit schäle ich sie vorher), feinst gewürfelt
  • ca. 400 g Auberginen, feinst gewürfelt
  • ca. 400 g Zucchini, feinst gewürfelt
  • ca. 400 g Tomaten, geschält, entkernt, in kleine Würfel geschnitten
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Zweige junger Rosmarin
  • 5 Zweige Thymian
  • 1/2 EL Honig
  • 1 EL hochwertiger Aceto Balsamico


und los gehts:

Das Olivenöl in einem passenden Topf erhitzen, zunächst die Zwiebel hineingeben und rühren. Sie dürfen keinesfalls Farbe annehmen, sondern nur leicht glasig werden.

Anschliessend gebe ich die Paprika dazu, rühre wieder, dann folgen die Auberginenwürfel, zum Schluss die Zucchini- und Tomatenwürfel. Wieder rühren und rühren - das ist überhaupt das Zauberwort. Salzen, Pfeffern, Thymian und Rosmarin in den Topf geben, kräftig salzen und mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Nun ca. 25 Minuten köcheln lassen, aber das kommt auf das Gemüse an, ihr müsst zwischendurch immer mal abschmecken, die Ratatouille sollte auf jeden Fall noch einen leichten Biss haben.

Wer mag, schmeckt mit etwas Honig ab. Auf jeden Fall gehört ein guter Aceto Balsamico als keine Würze am Schluss dazu. Ach ja, und die Rosmarin- und Thymianzweige sollte ihr vor dem Servieren entfernen.

Wir haben dazu gegrillte Lammspiesse gegessen (Lammfilet, mariniert in Olivenöl, Knoblauch und Oregano, mit grünen Oliven aufgespiesst).








Mittwoch, 12. August 2020

Griechischer Bauernsalat


Ein ganz einfacher sommerlicher Salat, der perfekt in diese Jahreszeit passt und von der Qualität seiner Zutaten lebt.

Man braucht aromatische, schön gereifte Tomaten, eine Salatgurke (ich schäle sie), Frühlingszwiebel und eventuell eine rote oder grüne Peperoni (die Kerne und Innenhäute entfernen).

Alles in Würfel bzw. die Frühlingszwiebel und Peperoni in feine Streifen schneiden, auf einer Platte anrichten, mit Salz, Pfeffer und Oregano bestreuen, mit gutem - seeehr gutem - aromatischen Olivenöl beträufeln, Feta (am besten Schaf-Feta) darüber bröseln und mit knusprigem Ciabatta servieren.

Dazu dann ein Glas gekühlter Rosé - wunderbar!



Freitag, 23. August 2019

Papaya-Avocado-Tomaten-Salsa

Papaya-Avocado-Tomaten-Salsa



Der Sommer ist zurück und mit ihm herrliche Temperaturen und passendes Grillwetter.

Diese Salsa mag ich sehr gerne zu gegrillten Hähnchenschenkeln, aber auch zu Fisch und Meeresfrüchten passt sie sehr gut. Diesmal habe ich einen gekochten Pulpo-Arm in Olivenöl, Zitronenabrieb, Knoblauch und gehackter Petersilie über Nacht mariniert, auf den Grill gelegt und bei mittlerer Hitze von jeder Seite ca. 10 Minuten gegrillt. Dabei habe ich den Pulpo mehrmals mit der restlichen Marinade eingestrichen.

Für die Salsa nehme ich:
  • 1/2 Papaya (geschält, Kerne entfernt und in feine Würfel geschnitten)
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 1 Avocado (schön reif, geschält, gewürfelt und sofort in Zitronensaft mariniert, damit sie nicht braun wird)
  • 1 Frühlingszwiebel (in feinste Ringe geschnitten)
  • 1 Handvoll Tomaten oder Cherrytomaten (klein gewürfelt)
  • 2 EL fein gehackte glatte Petersilie, wer mag ersetzt diese ganz oder teilweise durch frischen Koriander
  • 1/2 Chilischote (feinst gewürfelt)
Vinaigrette:
  • 1 EL Oliven- oder geröstetes Sesamöl
  • 1 EL Rotweinessig
  • 1 EL Ahornsirup
  • Salz


und los gehts:

Alle Zutaten vermischen, Öl, Essig, Salz und Ahornsirup zu einer Vinaigrette rühren und ebenfalls mit den Zutaten vermischen.
Abschmecken und ca. 30 min durchziehen lassen.

Voilà!

Sonntag, 30. Juni 2019

une salade folle d'été - ein sommerlicher Salat für heisse Tage



Es ist Sommer - es ist heiss und ich geniesse das! Ich mag nur nicht lange in der Küche stehen. Die Zutaten für diesen Salat kann ich bei noch kühlen Temperaturen frühmorgens vorbereiten und sie dann später einfach nur noch auf einer genügend grossen Servierplatte arrangieren. 





Packt einfach schöne bunte Zutaten darauf. Bei uns waren das:


  • Blattsalat aus dem Garten
  • Thunfisch (in Salzlake)
  • Charentais-Melone
  • Himbeeren
  • Heidelbeeren
  • Radieschen
  • Schinkenstreifen (für Monsieur)
  • Käsestreifen (für mich)
  • evtl. hartgekochte Eier
  • Stücke von grünem Spargel
  • Zuckerschoten in Streifen geschnitten
  • ein paar schwarze Oliven (moi: Taggiasca-Oliven)
  • geröstete Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Sesam
  • Kräuter, was ihr so mögt und gerade zur Verfügung habt
  • ich hab noch mit Borretsch- und Ringelblumenblüten garniert
Ganz zum Schluss eine leichte Vinaigrette aus weissem Balsamico und Olivenöl darüber träufeln. Voilà - das wars!

Wie passend dass gerade das Magentratzerl für das Blog-Event bei zorra
Rezepte für Salat Satt sucht, womit dies hierzu mein Beitrag ist.





Blog-Event CLIV - Salat satt (Einsendeschluss 15. Juli 2019)

Samstag, 22. September 2018

Viktoria's Tomatensalat mit Wassermelone

Werbung ist wichtig - auch, und gerade in der Gastronomie! Ich weiss! Doch es gibt Adressen, da muss man egoistisch sein, die behält man lieber für sich. So, wie ich das Spielweg. Das ist MEIN Hotel!! Wenn ich mich mal zurückziehen möchte, gehe ich ins Hotel Spielweg im schönen Münstertal im Schwarzwald. Nun habe ich schon fast zu viel gesagt. Aber vielleicht schreckt euch das ab: Dort gibt es kaum Handy-Empfang und das Internet ist extrem langsam, also, am besten gar nicht nutzen. Manchmal empfehle ich es an Freunde, aber wirklich nur manchmal. Werbung dürfen andere für das Spielweg machen, die können das auch besser als ich, lest doch mal hier (klick) und hier (klick).

Doch nun muss ich meine Zurückhaltung aufgeben, denn dieser Salat von Viktoria Fuchs, den ich bei meinem letzten Aufenthalt dort gegessen habe, ist zu grandios, als dass ich ihn euch vorenthalten könnte. Sie hat ihn bereits in einigen unterschiedlichen Varianten zubereitet - ich durfte ihn mit der hausgemachten Wildbratwurst und Oktopus probieren. Wird er dann auch noch mit dem umwerfenden Lächeln und der überwältigenden Herzlichkeit von ihrer Schwester Kristin Fuchs serviert, dann fehlen mir die Worte und ich kann einfach nur noch geniessen. Ihr könnt diesen Salat ganz leicht nachbasteln, dazu müsst ihr nicht unbedingt den weiten Weg zur Familie Fuchs ins Münstertal auf euch nehmen (und falls es mir doch nicht gelungen sein sollte, euch dies auszureden, habt ihr eine grandiose Entscheidung getroffen!) 😀😊😊



Viktorias Tomatensalat mit Wassermelone, Merguez und Oktopus (von mir leicht abgewandelt)

ich nehme (für 4 Personen):

  • 9 Tomaten, verschiedene Sorten und Grössen (z.B. gelbe, grüne, Ochsenherztomaten, verschiedene Kirschtomaten)
  • Zucker
  • Olivenöl
  • Apfelessig
  • Zitronensaft
  • Basilikum
  • 1 Stück Wassermelone
  • Salz
  • 3 - 4 Merguez
  • 2 - 3 Oktopus-Schwänze
Die Tomaten in verschieden grosse Ecken und Scheiben schneiden. Einige Scheiben der Ochsenherztomate zur Seite legen. Den Rest in einer Schüssel mit wenig Salz und Zuckersowie OlivenölApfelessig und einem Spritzer Zitronensaft würzen. Ein paar Blätter Basilikum in feine Streifen schneiden und dazugeben. Alles vorsichtig vermischen.
Die Wassermelone in grobe Würfel schneiden und den Tomaten beigeben.
Pro Person 1 Merguez anbraten, ebenso einen kleinen Oktopus-Schwanz. Kurz vorm Servieren in Stücke schneiden, auf dem Salat anrichten, mit frischen Kräutern, vor allem Minze und Basilikum, und evtl. Blüten garnieren und servieren.
Voilà!




Samstag, 27. Januar 2018

Klassiker: Salade Niçoise mit Thunfisch, Bohnen und pochiertem Ei

Ein Klassiker, hier nicht ganz klassisch zubereitet, aber seeehr köstlich schmeckend...

Nein, ich habe mich nicht in der Jahreszeit vertan, aber wie ich gestern schon schrieb (klick hier), bin ich Regen und trübes Wetter so leid, dass ich mir den Sommer auf den Teller kochen muss. Dieser Salat hat so gut geschmeckt, dass ich ihn in mein Repertoire der Klassiker und Sommerrezepte aufnehme und ihn sicherlich im Sommer häufiger auf den Tisch bringen werde. 

Das Rezept habe ich in der August-Ausgabe der Zeitschrift Essen & Trinken 2017 entdeckt. Ein wenig habe ich es abgewandelt, gebe euch aber nachfolgend das Original-Rezept wieder. Doch Wachsbohnen und grüne Bohnen waren zu dieser Jahreszeit wirklich nicht aufzutreiben, sicherlich wären auch schwarze Oliven passender gewesen, vor allem die köstlichen kleinen aromatischen aus Nizza, doch in meinem Vorrat fanden sich nur grüne - war auch ok.





ich nehme (für 2 Pers.)

250 g kleine Kartoffeln
Salz
50 g Wachsbohnen
50 g grüne Bohnen
1 Rispe Kirschtomaten
4 Sardellenfilets
4 Stiele Basilikum
60 g Römersalatherzen
1/2 TL Anissaat
1 kleine Knoblauchzehe
2 EL Estragonessig
6 EL Olivenöl
4 - 6 EL Gemüsefond
Pfeffer
8 schwarze Oliven
200 g frisches Thunfischfilet (Sushi-Qualität)
150 ml Weissweinessig
2 frische Eier

und los gehts:

Für den Salat Kartoffeln waschen und ungeschält in kochendem Salzwasser ca. 20 Min. garen. Abgiessen und pellen. Je nach Grösse halbieren oder vierteln. Wachsbohnen und grüne Bohnen putzen und in kräftig gesalzenem Wasser ca. 4 - 5 min. garen. Abschrecken und abtropfen lassen. Tomatenrispe mit der Schere vierteln, in einer kleinen ofenfesten Pfanne im Backofen bei 220 Grad auf der mittleren Schiene 5 - 6 min garen bis sie leicht aufplatzen.
Sardellen auf Küchenpapier leicht abtropfen lassen. Basilikumblätter von den Stielen zupfen, Römersalat putzen, längs halbieren und in mundgerechte Stücke zupfen.

Für die Vinaigrette Anis in der Pfanne kurz rösten, abkühlen lassen und im Mörser grob zermahlen. Knoblauch sehr fein hacken. Estragonessig mit Anis, Knoblauch und Salz in einer Schüssel verrühren. 4 EL Olivenöl und Gemüsefond unterrühren, pfeffern, fein gehackte Sardellen und Oliven untermischen.

Für den Thunfisch 1 EL Olivenöl erhitzen und Fisch bei starker Hitze von jeder Seite ca. 20 Sekunden braten, salzen. Auf einem flachen Teller abkühlen lassen und in mundgerechte Stücke schneiden, pfeffern. In der gleichen Pfanne den restl. EL Olivenöl erhitzen, darin in ca. 5 -6 min die Kartoffeln goldgelb anbraten, salzen, pfeffern.

Die beiden Eier pochieren, bei mir nur noch nach dieser gelingsicheren Methode (klick hier),  auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Bohnen, Römersalat und Kartoffeln zur Vinaigrette in die Schüssel geben und behutsam mischen. Salat auf Tellern anrichten, Tomaten, Thunfisch und Eier zugeben. Sofort servieren.

Fazit: Ein wunderbares Rezept! Entweder kocht ihr euch jetzt den Sommer auf den Teller oder aber ihr hebt das Rezept bis zum Sommer auf, bis wirklich alle saisonalen Zutaten vorhanden sind.

Freitag, 26. Januar 2018

Calamari - einfach nur Calamari




Ein Rezept aus "Home Made - Sommer" Ich mag die Bücher und Rezepte der Köchin Yvette von Boven gerne und habe bereits vieles aus ihrem ebenfalls erschienen Büchern "Home Made" und "Home Made - Winter" nachgekocht.




Es handelt sich bei diesem Rezept für Calamari um ein perfektes Sommeressen - wenige Zutaten, schnelle Zubereitung - genau so mag ich das. 
Aber Sommeressen? Nein, auch im Elsass ist noch nicht der Sommer ausgebrochen, geschweige denn das Frühjahr, wäre ja auch ungewöhnlich für den Januar. Doch ich bin dieses nasse Schmuddelwetter soooo leid, ich muss mir jetzt einfach ein bisschen Sommer auf den Teller kochen.

Am besten passt knuspriges Baguette dazu, aber auch zu Pasta kann ich es mir gut vorstellen. Und es schmeckt sogar bei strömendem Regen.


Ich nehme:

1 kg Tintenfische (küchenfertig), sehr kleine Sepia oder Calamari eignen sich am besten
1 guter Schluck Olivenöl
1 rote Chilischote, in Streifen geschnitten und wer es nicht so gerne scharf mag, entkernt sie
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Zitrone
2 EL fein gehackte glatte Petersilie
(evtl. 1 - 2 EL Tomatenwürfel)

und los gehts:

Den Backofen auf 100 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.
Alle Zutaten in eine ofenfeste Form mit Deckel geben und in den Ofen stellen. Das wars! Nun für ca 2 Stunden vergessen. Nach dieser Zeit in die Calamari stechen um zu testen, ob sie schön bissfest sind. Mit Zitronensaft beträufeln und mit Petersilie bestreuen. Warm oder kalt essen.
(Wer mag, gibt vor dem Servieren noch etwas Tomaten-Concassée oder klein gewürfelte Tomaten darüber)


Sonntag, 11. September 2016

Zucchinifächer mit Tomaten und Oliven

Zucchinifächer mit Tomaten und Oliven



Bei diesen herrlichen sommerlichen Temperaturen muss ich euch gleich nochmals wärmstens meinen Zucchinifächer ans Herz legen. Ich habe ihn in meinem Tessin-Blog schon mal mit gelben Zucchini vorgestellt, da sieht er noch dekorativer und sommerlicher aus, doch auch diesmal hat er einfach nur grandios geschmeckt. Ausserdem ist dieses Gericht absolut gästetauglich, da einfach und schnell vorzubereiten. Es schmeckt frisch aus dem Backofen, aber auch lauwarm als Antipasto.




ich nehme:
  • 2 grosse Zucchini (ca. 700 g), die gelben sind besonders dekorativ
  • 500 g Tomaten
  • 2 Zwiebeln, geschält, halbiert und in hauchdünne Scheiben gehobelt
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und in dünne Scheiben gehobelt
  • 4 EL Olivenöl
  • 6 Zweige Thymian
  • 2 Lorbeerblätter
  • 125 - 250 ml Weisswein
  • 1 kleine Handvoll schwarze Oliven, entsteint, und geviertelt
und los gehts:

Zucchini längs halbieren, evtl. nochmal vierteln. die Hälften so in Scheiben schneiden, dass sie fächerförmig auseinander gezogen werden können. In eine genügend grosse Gratinform die Zwiebeln und darauf die Zucchini geben.

Die Tomaten häuten in mitteldicke Scheiben schneiden (wer mag, kann sie auch häuten, ich habe mir das geschenkt) und zwischen die Zucchinieinschnitte stecken.

Salzen, pfeffern, Knoblauch, Oliven, Kräuter und Lorbeerblätter darüber geben und mit dem Weisswein und Olivenöl begiessen. 

ca. 45 min bei 200 Grad im Backofen garen.

Sonntag, 28. August 2016

unser diesjähriger Sommer-Hit: Sommerrollen



Sommerrollen sind einfach, schnell gemacht, wunderbar leicht und gästetauglich, da man sie sehr gut vorbereiten kann. Damit haben sie sich für mich schon qualifiziert zu meinem diesjährigen Hit für heisse Sommertage.




Ich hatte sie bereits letztes Jahr bei Petra entdeckt (klick hier für ihr Rezept) und in der Zwischenzeit haben wir schon einige Variationen für uns abends auf der Terrasse zubereitet. Man stellt einfach alle Zutaten, in kleinen Schalen oder Tellern hübsch angerichtet auf den Tisch, bereitet ein oder zwei Dips zu und jeder kann sich seine Sommerrolle nach Gusto selbst zubereiten. Mit den fettigen frittierten Frühlingsrollen habe diese köstlichen kleinen Dinger glücklicherweise nicht mehr die geringste Ähnlichkeit.

ich nehme (für 2 - 3 Pers.)

6 - 8 Blätter Reispapier 
ein paar Blätter grüner Salat, evtl. in etwas breitere Streifen geschnitten
ca. 2 Karotten, in Julienne geschnitten
1 kleine Zucchino, in Julienne geschnitten
2 EL geröstete Erdnüsse
2 Zweige Koriander
3 Zweige glatte Petersilie
1 Zweig Minze

und je nach Gusto:

fein geschnittene Scheiben Mango, Sojasprossen, Glasnudeln, Garnelen (roh), angebratene Streifen von Räuchertofu, gebratene Streifen von Entenbrust, gegrillte Rinderfilet-Streifen oder krümelig gebratenes Hack, pikant gewürzt

DIP: 

1. Variante: Sweet Chili Sauce, Rezept gibt es hier (klick)

2. Variante: 3 EL Erdnussöl, 1 EL Reisessig, 1 EL Limettensaft und evtl. abgerieb. Schale, 2 EL Tamari, 1 EL Fischsauce, 1 TL Honig, 1 EL Knoblauch, feinst gehackt, 1 EL Ingwer, frisch gerieben

3. Variante: Erdnusssauce
1 Knoblauchzehe, 1 rote Chilischote fein hacken, in 1 EL geröstetes Sesamöl glasig dünsten. 1 TL Zucker zugeben und mit 150 ml Wasser ablöschen. 4 EL Limettensaft, 120 g Erdnusscreme, 3 EL Hoisin- und 2 EL Sojasauce zugeben und vor dem Servieren abkühlen lassen.

4. Variante: Chili-Limetten-Sauce
50 ml Fischsauce, 4 EL Limettensaft, 1 TL brauner Zucker und 75 ml kaltes Wasser in einer Schale verrühren. 1 Knoblauchzehe, 1 Chilischote und 6 Stiele Koriander (mit den Stielen) fein hacken. Vor dem Servieren mind. 10 min durchziehen lassen.

5. Variante: Hoisin-Sesam-Sauce
4 EL Hoisinpaste (ersatzweise Hoisin-Sauce), 4 EL Sriracha-Sauce (scharfe Chilisauce), 4 EL Sojasauce, 6 EL Sweet-Chili-Sauce, 2 EL geröstetes Sesamöl und 2 EL Reisessig mit 6 EL Wasser verrühren und durchziehen lassen. Evtl. mit Sesamkörnern bestreuen.

Montag, 18. Juli 2016

Confierte Entenkeulen mit Orangen-Glasur - das perfekte Sommergrill-Rezept


So, nun haben wir ihn endlich, den langersehnten Sommer. Auch wenn wir während des ganzen Jahres grillen, schmeckt doch alles besser, wenn man es bei wundervollem hochsommerlichen Wetter draussen auf der Terrasse geniessen kann.  

Die Anregung für dieses Rezept habe ich mir in der Zeitschrift "Beef" geholt, wobei ich die Grillorangen-Vinaigrette durch eine Orangen-Glasur ersetzt habe. Die Vorbereitungen für die confierten Entenkeulen sollte man mindestens am Vortag, besser noch zwei Tage vorher beginnen, wobei sich die Entenkeulen auch sehr gut schon ein paar Tage länger in ihrem eigenen Fett geschmort aufbewahren lassen. Bei diesen Temperaturen dann allerdings am besten im Kühlschrank. Ein Rezept für die winterliche Variante gab es hier bei mir auch zu sehen (klick hier).

Doch nun folgt die schnellere sommerliche Variante, absolut gästetauglich, da die vorbereiteten Keulen einfach nur noch 20 min. auf dem Grill knusprig gebraten werden. In der Zwischenzeit kann man die Beilagen vorbereiten, bei uns war das Mangold mit Schalotten und Knoblauch sowie ein Stück Baguette.



ich nehme (für 8 Personen):

8 küchenfertig vorbereitete Entenkeulen (à ca. 320 g)
3 Knoblauchzehen
ca. 10 g schwarze Pfefferkörner
60 g grobes Meersalz
4 Zweige Rosmarin, 4 Zweige Thymian
4 Lorbeerblätter
ca. 1 kg Entenschmalz (notfalls Gänseschmalz und wenn das auch nicht aufzutreiben ist, nehmt halt Schweineschmalz)
Saft und abgeriebene Schale einer Bio-Orange
2 EL Orangen-Chutney (oder Orangen-Confiture)
etwas Piment d'Espelette

und los gehts:

Für die Gewürzmischung Knoblauch schälen und grob zerstossen. Pfefferkörner grob mörsern, mit dem Meersalz und den zerkleinerten Kräutern mischen und gründlich mit den Händen in die Entenkeulen einmassieren. In ein Gefäss schichten, fest andrücken und ab damit in den Kühlschrank. Für mindestens 3 - 4 Stunden, ich habe es über Nacht mariniert.

Schmalz in einem grossen weiten Topf auf ca. 100 Grad erhitzen (knapp vor dem Siedepunkt). Die Salz-Gewürzmischung leicht von den Entenkeulen abstreifen, in den Topf geben. Sie sollten ganz vom Fett bedeckt sein. Dann bei schwacher Hitze ca. 2 Stunden leicht köcheln lassen.  Vom Herd nehmen und im Schmalz über Nacht auskühlen lassen. 

Entweder am nächsten Tag gleich zubereiten oder im Kühlschrank bis zum Grillen aufbewahren.

Wenn es dann losgehen soll, den Topf mit den confierten Keulen kurz auf dem Herd erwärmen, die Keulen gut abtropfen lassen, evtl. auch das Fett ein wenig abtupfen. 

Chutney mit Orangensaft und -schale, Piment d'Espelette verrühren - KEIN Salz mehr! auf die Keulen streichen und für ca. 20 min grillen.

Grandios! Für mich DAS Sommergrill-Rezept.

Dazu kann man natürlich einen schön gekühlten Rosé trinken. Doch uns hat auch sehr gut mein derzeitiger Favorit geschmeckt: L'Insolite 2014 von Thierry Germain - ein Saumur blanc, der wunderbar zu den Orangen-Aromen passte




Sehr schön sind die Entenkeulen auch bei Petra von ihrem "Freitags-kochenden-Mann" zu sehen: Klick hier!

Montag, 13. Juni 2016

Couscous aux merguez - die sommerliche Variante diesmal als Salat serviert

Couscous mit Merguez ist ein Rezept aus der nordafrikanischen Küche und mittlerweile ein Klassiker in der französischen Küche. 

Ich habe mir heute eine schnelle, leicht sommerliche Version überlegt, und zwar Couscous als Salat, den ich bewusst nicht als Salat Taboulé bezeichnen will, denn in diesen gehören andere Zutaten (ein Rezept für Taboulé gibt es hier (klick) 




Ich habe mich für eine leichtere gemüsige Variante entschieden. Dazu kamen Merguez auf den Grill, die ich anschliessend auf dem Couscous-Salat angerichtet und mit dem obligatorischen Harissa (natürlich selbstgemacht klick) serviert habe.


ich nehme (für 2 Personen):

1 Tasse Couscous-Gries
2 Tassen Brühe
2 Karotten, geschält, fein gewürfelt
1 Zucchino, in Halbmonde geschnitten
1 EL Harissa-Paste (selbstgemacht hier - klick)
Salz, Pfeffer
1 - 2 EL Olivenöl
1 EL fein gewürfelte Salzzitronen
frisch gehackte glatte Petersilie
pro Person 2 Merguez

und los gehts:

Den Couscous in eine Schüssel geben, mit der heissen Brühe übergiessen und unter gelegentlichem Auflockern mit einer Gabel ca. 20 min ziehen lassen.

Währenddessen Karotten- und Zucchino-Würfel in einer Pfanne in Olivenöl bissfest andünsten, salzen, pfeffern, Harissa und Raz el Hanout zufügen und kräftig abschmecken. 

Alles mit dem Couscous mischen, Salzzitrone und gehackte Petersilie darunter mengen.

Die Merguez grillen und auf dem Couscous anrichten.

Sonntag, 12. Juni 2016

Oktopus-Salat - ein wundervolles schnelles Sommeressen mit zitroniger Note

Oktopus gibt es vor allem in den Sommermonaten immer in meinem Tiefkühler zu finden. Ich bereite ihn wie hier beschrieben schon seit Jahren nach der Methode von Giorgio Locatelli zu, d.h. nicht in Wasser zerkocht, sondern ohne Wasser in gutem Olivenöl, Kräutern und evtl. etwas Chili ziehen gelassen. Nach dieser Methode wird er wunderbar zart und herrlich aromatisch.



Einen Teil der gegarten Fangarme trenne ich ab und friere sie portionsweise ein. So habe ich immer eine schnelle Köstlichkeit für den Grill oder als Salatzutat.

Diesmal habe ich eine neue Variante ausprobiert, die mich so begeistert hat, dass ich sie euch nicht vorenthalten will:



Oktopus-Salat mit Grilltomaten und Salzzitronen:

Den am Vorabend im Kühlschrank aufgetauten Oktopus 1 Stunde vor dem Braten Zimmertemperatur annehmen lassen. Auf dem Holzkohlengrill und auf dem Herd in der Grillpfanne von allen Seiten kurz grillen, dabei 2 Tomaten quer halbiert mitgrillen, dabei mit etwas Olivenöl bestreichen. Abkühlen lassen.

Den abgekühlten Oktopus in Scheiben schneiden und zusammen mit den leicht mit der Hand zerquetschten Tomaten (vorher die Haut entfernen) in eine Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und etwas Piment d'Espelette würzen. Feingehackte glatte Petersilie, frischen Knoblauch und geriebene Zitronenschale dazu geben und ein paar fein gewürfelte Salzzitrone-Stücke dazu geben. Ich habe den Oktopus auf Ruccola angerichtet.

Kööööstlich!!!


Dienstag, 18. August 2015

Roberts Tarte mit Sommergemüsen und der pawlowsche Reflex



Zu einer meiner sonntagmorgendlichen Lieblingsbeschäftigungen gehört das Lesen und Stöbern bei meinen bevorzugten Blogs. Aus irgendwelchen Gründen konnte ich den aktuellen Beitrag bei Robert trotz mehrmaliger Versuche nicht öffnen. Okay, kein Problem, kann ich bestimmt irgendwann nachlesen...

Monsieur und ich hatten noch keinen richtigen Plan, was wir kochen wollten und bastelten dann etwas aus Resten zusammen. Auberginen aus dem Gemüsefach mussten endlich mal verarbeitet werden, vor einigen Tagen bereits geerntete Tomaten ebenfalls, daraus habe ich dann eine Matschpfanne gebastelt, nichts grandioses, irgendetwas alltägliches, ziemlich unansehnliches und nicht fotografierenswertes, was einer Kochunlust entsprungen ist, aber mit schön frischen Kräutern und aromatischem Gemüse trotzdem gut geschmeckt hat. 

Abends habe ich dann wieder in Blogs gestöbert und siehe da! Auch Roberts Beitrag liess sich öffnen... und automatisch setzte der Pawlowsche Reflex ein: haben-wollen-haben-müssen.... diese zauberhafte Tarte hat mich sooofort begeistert.. keine Chance auf Nachkochen, ich hatte ja mittags gerade die dafür in Frage kommenden Zutaten vermurkst. Doch die Tarte ging mir nicht aus dem Kopf. Ein Rest des Auberginen-Tomaten-Murks war noch vorhanden... dann heute noch schnell eine Aubergine zugekauft. Tartelettes ob süss oder salzig aus diesem Zauberteig sind immer im Tiefkühler, diese dann heute Abend vorgebacken, den Auberginen-Tomaten-Murks püriert, mit Basilikum gemischt. Ein paar Auberginenscheiben und Zucchinischeiben in etwas Öl in der Pfanne anbraten. Vorsicht, nicht verbrennen lassen so wie ich! Auberginenmus auf die Tartelettes streichen, darauf das Auberginenmus, dann gebratene Auberginenscheiben, dünne rohe Tomatenscheiben und dann kleine Zucchini-Scheiben. Salzen, Pfeffern und nochmals knusprig backen, aber nicht verbrennen lassen, hört ihr?


Für das genaue Rezept schaut doch einfach nochmal bei Robert nach (klick hier) Aber ich mute euch das Foto trotzdem zu, denn es hat selbst in diesem Zustand köstlich geschmeckt. Und ansonsten tröste ich mich mit Roberts Anmerkung: "Derzeit muss ich auch alle Rezepte zweimal kochen, bis sie mir gefallen."
Und dass ich das nochmal kochen muss ist jetzt schon klar!

Mittwoch, 12. August 2015

Orientalischer Auberginensalat mit Kichererbsen



Bei Kathi habe ich diesen köstlichen Salat entdeckt. Diese wiederum hat ihn in einem Kochbuch von Bettina Matthaei gefunden und ihn so mundwässernd beschrieben, dass ich ihn gleich ganz oben auf meine Nachkochliste setzte. Als Yannick und Caro kürzlich für ein paar Tage zu Hause waren, gab es ihn als Vorspeise. 

Er ist zwar ein wenig aufwändig in der Zubereitung, lässt sich aber gut vorbereiten. Und wenn man die Gewürzmischung schon mal zu Hause hat (ich habe sie wie Kathi ebenfalls selbst gemacht), ist der Rest schnell erledigt.

Glücklicherweise begann ich bereits ein paar Tage vorher mit der Zusammensuche der Zutaten, vor allem die Granatapfelmelasse, Nar Eksisi genannt, habe ich zwar im türkischen Laden aufgespürt, doch wegen der vielen undefinierbaren Zutaten mich dann entschieden sie selbst zumachen. Da wurde ich bei Christine fündig. Ihr Rezept für Granatapfelsirup hat mich überzeugt. Hier habe ich es schon mal verlinkt, ich werde den Sirup allerdings auch noch extra verbloggen. Eine Köstlichkeit, die mir künftig nicht mehr ausgehen darf. Diese Vinaigrette mit Granatapfel ist einfach nur genial.



Im Kühlschrank aufbewahrt hält sie sich eine ganze Weile, wobei ich jetzt in der Tomatensaison abends gerne einen Tomatensalat esse, auf den ich ein bisschen Granatapfelsirup tropfe. Somit wird mein Bestand bald aufgebraucht sein und ich muss wieder zur Tat schreiten...

Doch nun gehts endlich zum Rezept (das ich diesmal komplett ohne irgendwelche Änderungen von Kathi übernommen habe). Lasst euch durch die lange Zutatenliste nicht abschrecken, sind erst einmal alle Vorarbeiten erledigt, geht es schnell.



ich nehme (für 4 Personen als Vorspeise gerade so ausreichend):

ca. 600 g Auberginen
Salz
250 g Kichererbsen (bei Kathi aus der Dose, ich habe immer einen Vorrat von selbstgekochten Kichererbsen im Tiefkühler)
100 g in Öl eingelegte getrocknete Tomaten
60 g getrocknete Datteln (moi: Medjoul)
1 Bio-Orange
3 - 4 EL Olivenöl
frisch gemahlener Pfeffer
2 EL Granatapfelsirup (Nar Eksisi)
2 EL Tomatenmark
1/2 TL Ceylon-Zimt
etwas Cayenne-Pfeffer
1/2 Bund glatte Petersilie
150 g griechischer Joghurt (für Veganer evtl. Soja-Joghurt)
1/2 - 1 TL Bahrat (Gewürzmischung - s. unten)
1 TL Schwarzkümmelsamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
Baharat:
1/2 TL Koriandersamen
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1/2 TL Kardamomsamen (aus den Kapsel gelöst)
1/2 TL Pimentkörner
1/2 TL Pfefferkörner
3 TL Paprikapulver, edelsüss
1 TL Ceylonzimt
1/4 TL Gewürznelken, gemahlen
1/4 TL Muskatpulver frisch gerieben

und los gehts:

Für die Gewürzmischung Baharat:
Die ganzen Samen und Körner in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie zu duften beginnen. Abkühlen lassen und mahlen.  Anschliessend die restlichen Pulver untermischen. Gut verschlossen und lichtgeschützt aufbewahren, für das Gericht wird nur ein kleiner Teil verwendet.

Die Auberginen waschen und längs (im Buch steht quer, auf dem Foto sind sie längs..) in ca. 1 cm dicke Scheiben hobeln oder schneiden. Salzen und 10 Minuten ruhen lassen. Inzwischen die Kichererbsen in ein Sieb geben, abbrausen und abtropfen lassen. Die Orange heiß abwaschen, trocknen und 2 TL Schale abreiben. Den Saft auspressen. Die Tomaten abtropfen lassen und in Streifen schneiden, die Datteln ggf. entkernen und in dünne Streifen/Ringe schneiden.
Die Auberginenscheiben abbrausen und mit Küchenpapier gut ausdrücken. Eine Grillpfanne mit Öl einpinseln, die Auberginen darin von jeder Seite ca. 1 Minute grillen, bis sich die typischen dunklen Streifen gebildet haben. Abkühlen lassen, salzen und pfeffern.

2 EL Olivenöl mit Granatapfelsirup, Tomatenmark und Orangenschale verrühren. 3-4 EL Orangensaft unterschlagen. Das Dressing mit Salz, Pfeffer, Zimt und Cayennepfeffer würzen. Die Petersilie abbrausen, trocken schütteln und hacken.

Die Auberginen auf einer Platte anrichten, die Kichererbsen, Datteln und Tomaten dazwischen verteilen. Alles mit dem Dressing beträufeln und mit Petersilie bestreuen.
Den Joghurt mit etwas Salz und Baharat verrühren und auf den Salat löffeln oder dazu reichen. Kreuzkümmel und Schwarzkümmel in etwas Olivenöl 2-3 Minuten anrösten und darauf verteilen.
Tipp: Für kleine Vorspeisenportionen Datteln, Tomaten und Kichererbsen mit Dressing verrühren und auf kleine, runde gegrillte Auberginenscheiben häufen. Mit einem kleinen Klecks Joghurt und Würzöl garnieren (in dem Fall würde ich die Auberginen dann quer in Scheiben schneiden).

Sonntag, 2. August 2015

Der Sommer kehrt zurück und ich feiere ihn mit diesem Super-Sommer-Salat



Das ist unser Salat Highlight für diesen Sommer. Leicht und schnell zuzubereiten, variabel, anpassungsfähig und vor allem: er schmeckt sooo gut.

Ich habe ihn (und diesen schönen Blog) erst kürzlich entdeckt, seitdem hat es ihn schon einige Male, teilweise auch leicht abgewandelt, gegeben. Sehr gut hat er mir mit kleinen Fetawürfeln geschmeckt. In der Originalversion wird er mit rohem Fenchel zubereitet, mir hat es besser geschmeckt mit hauchdünn gehobeltem und anschliessend ganz kurz blanchierten Fenchel. Auf jeden Fall, ob mit oder ohne Feta, ob blanchiert oder roh, empfehle ich ihn allen Salat- und Fenchel-Fans.




ich nehme (für 4 Personen):


  • 3 feste, aber bereits schön reife Pfirsiche oder Nektarinen (moi: Weinberg-Pfirsiche)
  • 2 Fenchelknollen (geputzt, in hauchdünne Scheiben gehobelt) (moi: für 2 min. blanchiert)
  • 6 Scheiben Parmaschinken (moi: Culatello)
  • 1/2 Bund glatte Petersilie, feingehackt
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Rotweinessig
  • 3 EL frisch gepresster Orangensaft
  • 3 EL bestes Olivenöl
  • 1 - 2 EL frisch gehackter Schnittlauch
  • wer mag, noch ein paar Würfel Feta


und los gehts:

Die Pfirsiche oder Nektarinen in dünne Spalten schneiden, den feingehobelten Fenchel nach Belieben blanchieren oder roh lassen, denn Parmaschinken in dünne Streifen schneiden, Petersilie hacken.
Anschliessend die Vinaigrette aus den angegebenen Zutaten anrühren und unter die Zutaten mischen. Etwas durchziehen lassen. Kurz vorm Servieren mit dem Schnittlauch bestreuen.

Samstag, 1. August 2015

Kartoffelsalat mit Meerrettich

Quelle: Essen & Trinken 7/2015
Dieser Salat schmeckt herrlich erfrischend und ist eine wunderbare Beilage zu Gegrilltem, wir hatten ihn zum Noir de Bigorre (klick hier).



Für alle Fans von Meerrettich ein Muss - für alle Kartoffelsalat-Fans sowieso. Seit ich diese köstliche Meerrettich-Creme bei Micha entdeckt habe, darf sie in meinem Kühlschrank nicht mehr fehlen. Vor allem hält sie sich sehr lange (trotz Crème fraîche!) und passt zu vielem. Auch an eine Vinaigrette für Blattsalate gebe ich gerne einen Teelöffel davon.

ich nehme (für 8 Portionen):

1 Kopfsalat (ca. 300 g), in mundgerechte Stücke zerzupft
1 Bund Radieschen (ca. 400 g), in Scheiben geschnitten
1 kg kleine festkochende Kartoffeln
Salz
150 g Schmand
30 g Meerrettich (moi: Meerrettichcreme von Micha)
250 ml Milch
Zucker
2 - 3 EL Zitronensaft
5 Stiele Dill
1 Beet Kresse

und los gehts:

Die Kartoffeln kochen und leicht abkühlen lassen.

Für das Dressing Schmand, Meerrettich, Milch, Salz, Pfeffer, 1 TL Zucker und Zitronensaft verrühren. Die Kartoffeln pellen und in dünnen Scheiben direkt in das Dressing schneiden.

Kurz vor dem Servieren Radieschen in Scheiben schneiden, Salat zerpflücken. Dillspitzen von den Stielen zupfen und grob schneiden. Kresse vom Beet schneiden. Alles in einer Schüssel mischen bzw. die Kartoffeln auf dem Salatbett anrichten.

Und dann zum Schweinenacken (klick hier) servieren.

Freitag, 31. Juli 2015

saarländisch gegrillter Schweinenacken

In der Ausgabe 7/2015 habe ich das Rezept für einen im Ganzen gegrillten Schweinenacken entdeckt.



Das Fleisch wird mit einer wunderbaren Gewürzmischung eingerieben, die ich sicherlich noch öfter für Schweinenacken verwenden werde. Sie hat sich dem aromatischen Fleischgeschmack angepasst, ohne diesen zu übertönen - einfach perfekt. Wir hatten ein Stück vom Noir de Bigorre, auch das schwarze Schwein genannt. Die Tiere dürfen in Frankreichs Südwesten im Gebiet der Gascogne ganzjährig draussen herumlaufen und werden überwiegend von Getreide, aber auch Eicheln, Kastanien und Oliven ernährt.



Gerhard schwört als waschechter Saarländer auf seinen Schwenkgrill (klick hier) und hält nichts von diesem "neumodischen" Niedertemperaturgaren. Nach anfänglicher Skepsis mussten wir ihm recht geben: Wir wurden durch ein perfekt gegrilltes Stück Fleisch überzeugt, saftig, dezent rosa (ja, ihr lest richtig, das Noir de Bigorre wird rosa gegessen), comme il faut. Leider vergass ich vor lauter Begeisterung das Foto vom Anschnitt.




ich nehme (für 4 - 6 Personen):

4 Sternanis
2 g Kümmel
4 g Koriandersaat
4 g grobes Salz
4 g schwarze Pfefferkörner
2 TL getrockneter Majoran
ca. 1,2 kg Schweinenacken
20 g flüssiger Honig

und los gehts:

Für die Gewürzmischung alle Gewürze im Mörser grob zerstossen, evtl. vorhandene Fettseite des Schweinenackens mit einem Messer über Kreuz einritzen. Das Fleisch rundherum mit ca. 1/3 der Gewürzmischung einreiben. Das Fleisch auf einem Kugelgrill mit Deckel (moi: Schwenker) bei mittlerer indirekter Hitze (bzw. unter regelmässigem Schwenken) ca. 1:30 Stunden (auf dem Schwenker ca. 2 Std.) sanft grillen, dabei mehrmals wenden.

Honig mit ca. 1/3 der Gewürzmischung verrühren, Schweinenacken damit in den letzten 15 Minuten mehrmals auf beiden Seiten bestreichen.

Schweinenacken vom Grill nehmen, in Alufolie einpacken und ca. 10 Minuten ruhen lassen. In Scheiben schneiden.

Wir haben dazu einen köstlichen Kartoffelsalat gegessen - den zeige ich euch morgen.

Tipp: Die restl. Gewürzmischung hält sich in einem fest verschlossenen Schraubglas ca. 2 Wochen und passt auch sehr gut zu Lamm oder Rind.