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Montag, 12. September 2016

Himbeereis zum Frühstück

Ein absolut cremiges köstliches Himbeereis


Monsieur ist ja bekanntlich der grösste Schokoladeneis-Esser aller Zeiten. Diese Liebe geht soweit, dass er sogar schon eine Punkte-Skala von 1 bis 10 (die berühmte Gerhard-Schokoladeneis-Skala, genannt GSS) erfunden hat, um sein Lieblings-Eis zu bewerten. Jahrelang mühte ich mich ab, um endlich dann mit diesem hier verbloggten Schokoladeneis-Rezept die ersehnte Höchstpunktzahl von 10 zu erreichen.

Und dann geschah dies: Ich hatte Himbeeren übrig, warf sie kurz vor einer Wochenendreise schnell in den Tiefkühler und holte sie dieses Wochenende raus und mixte sie noch gefroren mit ein paar Zutaten, die ich mir bei Eline abgeschaut und leicht abgewandelt habe. Dann kam das Ganze in die Eismaschine und heraus kam das köstlichste, cremigste Himbeereis, das Monsieur je gegessen hat. Vor lauter Begeisterung verlieh er diesem Eis spontan 10 GSS-Punkte. Mein Einwand, dass es sich doch um eine Schokoladeneis-Skala handele, wischte er mit einer lockeren Bewegung seines himbeereis-verschmierten Löffels weg.


ich nehme (für 8 Portionen):

400 g Himbeeren
1 EL Himbeergeist
50 g Invertzucker
80 g Rohrzucker, fein
1 gestrichener TL Johannisbrotkernmehl
150 g Rahmjoghurt, 10 % 
250 g Mascarpone

und los gehts:

Wer keinen Turbomixer besitzt, sollte zunächst aus Himbeeren und Zucker ein Pürree herstellen und erst anschliessend mit den übrigen Zutaten gut durchmixen.

Dann in die Eismaschine füllen und gefrieren lassen. Das fertige Eis in Plastikdosen füllen und luftdicht verschliessen, damit sich keine Eiskristalle bilden. Innerhalb einer Woche verbrauchen. Vor dem Verzehr ca. 30 Minuten im Kühlschrank weicher werden lassen.

Leider habe ich nun einen Ohrwurm:


Mittwoch, 9. September 2015

Das beste Schokoladeneis - und ich bin mit der Rettungstruppe unterwegs

Die Rettungstruppe wurde von den beiden Bloggerinnen Sina und Susi ins Leben gerufen. Ich finde, es ist eine grandiose Idee von den beiden, klassische Lebensmittel vor der Fertigfutterindustrie zu retten und wieder die ursprünglichen Rezepturen ohne die ganzen E-sowiesos wieder zur Erinnerung zu bringen. Das beste Beispiel dafür ist für mich der berühmte Pudding. Wer weiss denn noch, wie richtiger Pudding zubereitet wird? Und damit meine ich nicht diese Tütchen von Herrn Dr. Oe.... Habt ihr euch mal die Zeit genommen, dort auf der Zutatenliste zu lesen? Pfui! Bäääh! Und ob ihr es glaubt oder nicht, selbstgemachter Pudding geht genau so schnell wie das Produkt aus den Tüten - ehrlich! Probiert es aus!




Doch nun wieder zurück zur Rettungstruppe. Als mich zorra fragte, ob ich Lust hätte, mich an dieser Rettungsaktion zu beteiligen, sagte ich sofort und gerne zu. Diesmal wird Eis gerettet. Und das ist auch dringend erforderlich, denn die Tiefkühltruhen in den Geschäften und Supermärkten quillen über von Fertigprodukten mit zweifelhaften Zutaten. Dabei geht Eis sooo einfach, wobei für die richtige Cremigkeit schon eine Eismaschine notwendig ist.

So, und nun geht es zu meinem grandiosen Schokoladeneis-Rezept, das ich hier schon einmal veröffentlicht, es aber für diese Rettungsaktion in verbesserter Form wieder neu aufgelegt habe.




ich nehme:
  • 250 ml frische Vollmilch
  • 300 ml Sahne
  • 230 ml Kaffeesahne, 10 %ig aus dem Bioladen)
  • 130 g Rohrzucker
  • 3 TL Speisestärke
  • 1 EL Invertzucker nach Eline
  • 50 g ungesüsstes Kakaopulver
  • 1 gute Prise Fleur de Sel
  • 60 g Bio-Zartbitterschokolade, 65 % Cacao-Anteil
  • evtl. geschlagene Sahne und Cacao-Nibs zum Servieren
und los gehts:

Etwa 3 EL Milch von der angegebenen Menge wegnehmen und mit der Speisestärke glatt rühren, beiseite stellen. Nun alle weiteren Zutaten bis auf die Schokolade in einen 4 L Topf geben, aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen (WICHTIG, damit der Wasseranteil in der Milch verkochen kann und das Eis weniger kristallin wird). Vom Herd nehmen und langsam die Stärkemischung einrühren. Wieder aufkochen und etwas 1 Minute rühren, bis die Mischung andickt. Vom Herd nehmen und darin die in kleine Stücke gehackte Schokolade schmelzen lassen. Abkühlen lassen, dabei immer mal wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet (ich habe die Mischung am Abend zubereitet und über Nacht auskühlen lassen. Im Buch wird die Eisbasis in einen Gefrierbeutel gefüllt und in ein Eiswürfelbad gelegt). In der Eismaschine zu dem cremigsten, schokoladigsten Eis der Welt gefrieren lassen. Zum Nachgefrieren evtl. nochmals in den Tiefkühler geben und vor dem Servieren für ca. 20 - 30 min. im Kühlschrank leicht antauen lassen, dann schmeckt es noch cremiger. 

Natürlich rette ich nicht alleine die Foodie-Welt, mit mir retten folgende Food-Bloggerinnen und -Blogger:

Andy von lieberlecker mit Bananeneis

Sandra from snuggs kitchen mit Buttermilch-Zitronen-Eis

Nadine von SweetPie mit Gin Tonic Popsiecle



Susanne von magentratzerl mit Halwa-Eiscreme




Tanja von greenway36 mit Schokoladen-Karamelleis ohne Eismaschine

zorra von kochtopf today mit schnellstes-softigstes-himbeer-softeis

oberstrifftsahne mit Kürbiseis

leckermachtlaune mit zwetschgen-eis

Widmatt mit Pfirsich-Glacé

Das Feinschmeckerle mit Brombeer-Blitzeis

Genial-Lecker mit Blitz-Vanilleeis

Barbaras Spielwiese mit Frozen Joghurt mit Himbeeren



Ein grosses Dankeschön geht auch an Susi, die diese Rettungsaktion organisiert hat und mir mit Rat und Tat zur Seite stand.













Donnerstag, 29. Mai 2014

Das geniale Brombeer-Rotwein-Eis


Brombeer-Rotwein-Eis



Dieses köstlich schmeckende Eis mit der besonders cremigen Konsistenz habe ich für Peters Blog-Event zubereitet und es als i-Tüpfelchen auf einem Zitronen-Risotto platziert, das Rezept für das Risotto gibt es hier (klick). Aber das Eis schmeckt auch einfach nur pur oder im Rahmen eines Desserts.

Zugegeben, der Buttergehalt ist heftig, doch ihr sollt das Eis ja auch nicht mit dem grossen Eisportionierer entnehmen, mit einem Esslöffel oder Teelöffel Nocken abstechen genügt vollkommen. Dafür werdet ihr mit einem unnachahmlichen Geschmack und einer unendlich buttrigen Cremigkeit belohnt - einfach nur grandios. Ich werde es demnächst noch mit Himbeeren probieren.

ich nehme:

  • 400 ml trockener Rotwein
  • 300 g Brombeeren (moi: tiefgekühlt)
  • 150 g Zucker
  • 200 g eiskalte Butter in Würfeln
  • 2 Eier
und los gehts:


Wein in einen Topf giessen. Ein paar Brombeeren und evtl. Blättchen zur Dekoration beiseitelegen. Übrige Beeren mit dem Zucker zum Wein geben und aufkochen lassen.

Beeren im Wein pürieren und durch ein Sieb passieren. Mischung noch mal erhitzen und in den Mixaufsatz einer Küchenmaschine füllen. Nach und nach eiskalte Butterwürfel und die Eier dazugeben und mixen, bis die Zutaten gut miteinander vermischt sind.

Sorbet-Mischung noch heiss in die Eismaschine füllen und darin gefrieren lassen. Die Gefrierdauer richtet sich nach Power der Eismaschine., evtl. 90 min. Danach die Sorbetmasse noch mal ins Tiefkühlfach stellen, damit sie fester wird. 

Tipp: Das Sorbet wird aufgrund des hohen Alkoholgehalts in der Eismaschine nicht richtig fest. Deshalb sollte man es nach dem Gefrieren aus der Eismaschine nehmen und für etwa 40 min. ins Gefrierfach stellen. Es bleibt auch nach dem Aufenthalt im Tiefkühler sehr lange cremig.

Lust auf Genuss 09/2013

Sonntag, 28. Juli 2013

Das beste Erdbeereis der Welt und Erdbeereis-Kokos-Konfekt



Die Erdbeer-Saison ist leider schon vorbei, doch glücklicherweise habe ich vorgesorgt: im Tiefkühler warten noch ein paar Päckchen mit pürierten Erdbeeren. Dieses Rezept darf nicht in Vergessenheit geraten und muss nächstes Jahr sofort wieder hergestellt werden - das für uns eindeutig beste Erdbeereis. Das mögen sogar Leute, die sonst nur Schokoladeneis essen und verteilen sogar ausnahmsweise auch dafür 10 GSS. 

Das Rezept stammt aus dem wunderbaren Eisbuch von Jenny Britton Bauer "Das beste Eis der Welt". Ich gebe euch das Originalrezept wieder, meine Änderungen stehen in Klammern.
Auf verschiedenen Blogs findet man das Rezept ebenfalls, wie z.B. bei Juliane, Valentinas-Kochbuch und Feuchtfröhlich.


ich nehme:
  • 350 ml Vollmilch
  • 2 EL Speisestärke
  • 60 g Frischkäse (Raumtemperatur)
  • ⅛ TL Feines Meersalz
  • 300 g Sahne
  • 150 g Zucker (moi: 120 g Zucker)
  • 2 EL Glukosesirup 
  • 60 ml Buttermilch
  • geröstete Erdbeeren: 300 g Erdbeeren, in 1 cm dicke Scheiben geschnitten
  • 80 g Zucker (moi: 300 g Erdbeeren mit 60 g Zucker püriert eingefroren)
  • 3 EL frisch gepresster Zitronensaft

und los gehts:

Den Ofen auf 190 ˚C vorheizen. Um die gerösteten Erdbeeren herzustellen, Erdbeeren und Zucker in einer 20 × 20 cm großen Auflaufform aus Glas oder Keramik vorsichtig vermischen. Im Ofen 8 Min. rösten, bis sie gerade weich sind. Leicht abkühlen lassen. Die Beeren in der Küchenmaschine mit Zitronensaft pürieren. Von dem Püree 120 ml abmessen und für die Eiscreme beiseite stellen, den Rest kühl aufbewahren und für etwas anderes verwenden. (moi: komplette 300 g Erdbeermasse verwendet)
Für die Eiscremebasis in einer kleinen Schüssel etwa 2 EL der Milch mit der Speisestärke glatt rühren. Den Frischkäse mit Salz in einer mittelgroßen Schüssel verrühren. Eine große Schüssel mit Eiswürfeln und Wasser füllen. (moi: weg gelassen - ich lasse die Masse einfach so abkühlen)
Die übrige Milch mit Sahne, Zucker und Glukosesirup in einem 4-Liter-Topf bei mittlerer Hitze aufkochen und 4 Min. sprudelnd kochen lassen. Vom Herd nehmen und langsam die Stärkemischung einrühren. Wieder aufkochen und mit einem hitzefesten Spatel etwa 1 Min. rühren, bis die Mischung andickt. Vom Herd nehmen.
Die heiße Mischung langsam mit dem Frischkäse glatt rühren. Das Erdbeerpüree und die Buttermilch unterrühren. Die Eiscremebasis in einen großen wiederverschließbaren Gefrierbeutel füllen und in das Eisbad legen. Etwa 30 Min. kühlen, dabei wenn nötig Eis nachfüllen. (moi: durch regelmässiges Umrühren abkühlen lassen und anschliessend im Eisbehälter im Kühlschrank vorkühlen)
Die Eiscremebasis in den gekühlten Behälter der Eismaschine füllen und die Eismaschine laufen lassen, bis das Eis dick und cremig ist. Die Eiscreme in eine Aufbewahrungsbox füllen, ein Stück Pergamentpapier auf die Oberfläche drücken und mit einem luftdichten Deckel verschließen. Im kältesten Teil des Tiefkühlgeräts mind. 4 Std. fest werden lassen.

Einen Teil des Erdbeereises habe ich direkt in kleine Silikon-Pralinenformen gegeben und im Tiefkühler über Nacht fest gefrieren lassen. Daraus ist dann das wunderbare Erdbeereis-Kokos-Konfekt entstanden:

Das Kokosöl erhitzen, vom Herd nehmen und die zerkleinerte Schokolade oder Couverture darin schmelzen. Sobald die Glasur abgekühlt ist (sie bleibt trotzdem schön flüssig), die Eisstücke (bei mir u.a. Mini-Kouglhopf) darin wenden (am besten geht das mit einer kleinen Gabel und einem Löffel) und auf einen vorgekühlten Teller mit Backpapier legen. Sofort wieder in den Tiefkühler damit!




Leider hatte ich keine Erdbeeren mehr zur Deko, da mussten ein paar Brombeeren herhalten. Doch grandios schmeckt dieses Eiskonfekt ob mit oder ohne passende Deko.

Nachtrag: Hier bei Julias Blog La Petite Maison schaut das Eis besonders schön aus - sie macht einfach traumhafte Fotos.


Sonntag, 14. Juli 2013

14. Juli - Französischer Nationalfeiertag

Allzu viel Süsskram gibt es auf diesem Blog ja nicht, aber heute am Quatorze Juillet, dem Französischen Nationalfeiertag, will ich mal nicht so sein.



Zunächst stelle ich euch das "Petit-Pain 14. juillet", eine Spezialität der Boulangerie/Pâtisserie Paul Weiss aus Niederroedern, vor:




Doch jetzt kommt es: Ein Highlight für alle Eisfans! 

Voilà: Mein Eiskonfekt:




Wobei es eigentlich nicht mein Eiskonfekt ist, es ist lediglich meine Entdeckung, und zwar habe ich es bei "Les Tissus Colbert" auf diesem schönen Blog entdeckt, dort ist die Basis Schokoladeneis, Gerhard mag es (ausnahmsweise) lieber mit Vanilleeis mit dunkler Couverture, absolut genial schmeckt es jedoch auch mit Erdbeereis mit weisser Couverture, d.h. eurem Geschmack und eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Das i-Tüpfelchen an diesem Eis-Konfekt ist der dezente Kokos-Geschmack in der Umhüllung, dafür ist es unbedingt wichtig, dass ihr nur das beste Kokosfett verwendet. Das ist zwar nicht ganz preiswert, aber es lohnt! 




Natürlich könnt ihr jedes x-beliebige Eis ganz nach eigenem Gusto verwenden, für mich gibt es als Basis-Eis-Rezept allerdings nur noch dieses cremigste aller cremigen Eis-Rezepte klick hier:

Sobald das Eis fertig zubereitet aus der Eismaschine kommt, in beliebige kleine Silikonformen streichen und ab damit in den Tiefkühler. Schön fest gefrieren lassen. In der Zwischenzeit die Glasur vorbereiten.




Für die Glasur:

2 EL Kokosöl
80 g Zartbitter-Schokolade (oder Vollmilch oder weiss oder Couverture)

Das Kokosöl erhitzen, vom Herd nehmen und die zerkleinerte Schokolade oder Couverture darin schmelzen. Sobald die Glasur abgekühlt ist (sie bleibt trotzdem schön flüssig), die Eisstücke (bei mir u.a. Mini-Kouglhopf) darin wenden (am besten geht das mit einer kleinen Gabel und einem Löffel) und auf einen vorgekühlten Teller mit Backpapier legen. Sofort wieder in den Tiefkühler damit!

Voilà!

Dieses Eiskonfekt ist für meine Freundin Sabine (ja, schon richtig, sie heisst genau so wie ich), die heute am 14. Juli Geburtstag hat.
Liebe Sabine, nochmals ganz, ganz herzliche Glückwünsche zu Deinem Geburtstag - schön, dass es Dich gibt! Leider kann ich es nicht zu Dir nach Berlin schicken, dafür kommt ein anderer Gruss, sobald die Temperaturen "versandfreundlicher" sind ;-)

Sonntag, 3. März 2013

Blutorangensorbet

Noch schnell, bevor die Saison für die Blutorangen wieder vorbei ist, möchte ich Euch dieses köstliche Sorbet vorstellen, das ich beim Meister der Mazeration entdeckt und mittlerweile schon mehrmals zubereitet habe. 





ich nehme:
  • ca. 1,5 kg Blutorangen für ca. 500 ml Saft
  • Saft und Abrieb 1/2 Biozitrone
  • 90 g Kristallzucker
  • 60 g Invertzucker



und los gehts:
Die Blutorangen entsaften, Zitronensaft und Zitronenabrieb sowie die beiden Zucker zugeben und rühren, bis der Kristallzucker gelöst ist. Über Nacht in den Kühlschrank stellen zum mazerieren der Schale. Saft absieben und in der Eismaschine zu Sorbet drehen. Ein paar Stunden im Tiefkühler reifen lassen.
Zum Servieren ein paar Tröpfchen Grand-Marnier über das Sorbet geben.

Sonntag, 19. August 2012

Das nun aber endgültige ultimative beste, nicht mehr zu übertreffende Schokoladeneis der Welt und 10!!! GSS-Punkte


Gerhard, Erfinder der GSS (Gerhards Schokoladeneis-Skala) ist ein großer Fan von Schokoladeneis - Schlagsahne gehört für ihn immer meistens dazu. Selbst mit einer extra großen Portion geschlagener Sahne habe ich versucht, ihn zu bestechen. Keine Chance: er hat noch nie die Höchstpunktzahl 10 verliehen. Mit diesem klick hier verbloggten Schoko-Eis nach Joel Robuchon war ich nahe dran: 9,5 immerhin. Es war sogar so gut, dass Robert von Lamiacucina sich veranlasst sah, den großen Schokoladeneis-Test anzutreten und sich seitdem nicht mehr retten kann vor Anträgen von LeserInnen, die sich als Testpersonen zur Verfügung stellen wollen. Ich war schon kurz davor, mir einen Paco-Jet zu kaufen, um endlich die Höchstpunktzahl 10 zu erreichen, doch dann kam SIE.

Jultchik macht in ihrem Blog nicht nur wunderschöne Fotos, sie hat mir auch das Buch "Das beste Eis der Welt" empfohlen, das ich sofort bestellt habe. Ausgepackt, Zutaten eingekauft und DAS BESTE SCHOKOLADENEIS DER WELT gemacht. GSS 10 Punkte!!! Ein anderes Eis-Rezept brauche ich nicht mehr. Auch Madame M. von grain de sel und die Gelateria- und Schokoexpertin zorra sind schon vor lauter Begeisterung dahin geschmolzen. Beide haben es in der leicht abgewandelten Form nach David Lebovitz probiert.

Robert, tut mir leid, Du musst da wieder ran.



Zutaten:

250 ml frische Vollmilch
300 ml Sahne
230 ml Kondensmilch (moi: Kaffeesahne, 10 %ig aus dem Bioladen)
150 g Zucker (moi: 130 g)
3 TL Speisestärke (im Original-Rezept: Tapiokastärke)
1 EL Glucosesirup (moi: Invertzucker nach Eline)
40 g ungesüsstes Kakaopulver
1/4 TL Fleur de Sel
60 g Zartbitterschokolade (moi: 30 g 85 %, 30 g Vollmilch)

Zubereitung:

Die Stärke mit 2 EL Milch glatt rühren, beiseite stellen. Nun alle weiteren Zutaten bis auf die Schokolade in einen 4 L Topf geben, aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen (WICHTIG, damit der Wasseranteil in der Milch verkochen kann und das Eis weniger kristallin wird). Vom Herd nehmen und langsam die Stärkemischung einrühren. Wieder aufkochen und etwas 1 Minute rühren, bis die Mischung andickt. Vom Herd nehmen. 
Die heiße Mischung zur zerbrochenen Schokolade geben und vollkommen abkühlen lassen, dabei immer mal wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet (ich habe die Mischung am Abend zubereitet und über Nacht auskühlen lassen. Im Buch wird die Eisbasis in einen Gefrierbeutel gefüllt und in ein Eiswürfelbad gelegt). In der Eismaschine zu dem cremigsten, schokoladigsten Eis der Welt gefrieren lassen.



Schwierig, bei diesen Temperaturen Eis zu fotografieren. Obwohl ich das Gefäß vorgekühlt hatte, schmilzt das Eis schneller, als ich die Kamera zücken kann.


Fazit: Das MUSS ich unbedingt wieder machen, diesmal gleich in doppelter Menge. Und dann habe ich es hier in diesem schönen Blog nochmals entdeckt als Schoko-Konfekt, das wird auch noch ausprobiert.

Samstag, 2. Juni 2012

Das ultimative Schokoladeneis - Grand Livre de Cuisine Joël Robuchon




Joël Robuchon ist einer der berühmtesten Köche, nicht nur Frankreichs, sondern der ganzen Welt  - schon zu Lebzeiten ist er zu einer Legende geworden.

Er bekam bereits 1990 den Titel des Jahrhundertkochs verliehen - nachzulesen auf seiner Homepage klick hier. Derzeit ist er der Koch mit den meisten verliehenen Michelin-Sternen überhaupt; die mittlerweile insgesamt 28 Sterne verteilen sich auf seine diversen Restaurants in Paris, Monaco, London, New York, Las Vegas und sechs weitere in Asien. 1981 eröffnete er sein Restaurant "Jamin" in Paris, nach einem Jahr bekam er den ersten Stern, nach einem weiteren den zweiten und nur ein Jahr später seinen dritten Stern. Dies war bisher in der Gastronomie noch nie dagewesen.

Ich hatte das Glück vor vielen vielen Jahren bei ihm in Paris in seinem Restaurant Jamin essen zu dürfen. An eines kann ich mich auch nach über 30 Jahren noch erinnern: Es war die Kartoffelcreme. Wozu sie serviert wurde, weiss ich nicht mehr, aber ich spüre noch immer diese buttrige Cremigkeit auf meiner Zunge. Er erfand das Kartoffelpüree neu - ein Traum von Kartoffeln und Unmengen Butter (flüster: auf ein Kilogramm Kartoffeln mindestens 250 !!! Gramm Butter). Und noch etwas war für mich völlig überraschend, was ich erst später gelesen habe: Er nimmt für sein legendäres Püree keine mehlig kochenden Kartoffeln sondern La Ratte, d.h. eine festkochende Sorte (in Deutschland kann man sie durch Bamberger Hörnle ersetzen).  Dieser Geschmack, diese Cremigkeit - einfach und wundervoll. Seitdem bin ich ein großer Robuchon-Fan. Als sein neuestes Kochbuch - Le Grand Livre de Cuisine auf deutsch erschien, musste ich es sofort haben. ES IST SOOOO WUNDERSCHÖN!!!

Es soll ja Food-Blogger geben, die für ihr Kochbuch von Sven Elverfeld einen Schrein bauen und Food-Bloggerinnen, die beim ersten Lesen ihres Elverfeld-Buches in Begeisterungsschreie ausbrechen, um dann ihre Familie per gerichtliche Verfügung auf zwei Meter Abstand von ihrem Buch zu halten. Das sind die Gleichen, die sich eine Tamara de Lempicka in ihre Küche hängen (und das passt und sieht so wunderschön aus, liebe Astrid). Ich habe zwar keinen Schrein für mein Robuchon-Kochbuch gebaut und meine Familie darf es auch in die Hand nehmen (na ja, wenn es unbedingt sein muss, aber bitte vorher weiße Handschuhe überziehen, hört ihr?), aber ich hüte meinen Robuchon wie meinen Augapfel. Vor allem, seit ich damit nun endlich für meinen Schokoladeneis-liebenden Ehemann das ultimative Schokoladeneis-Rezept gefunden habe. Robuchon stellt zwar in seinem Buch kein spezielles Schokoladeneis vor, dafür aber ein Vanilleeis, dass nach mehreren Testversuchen für super befunden wurde und nun einfach durch Weglassen der Vanilleschote und Hinzufügen von geschmolzener Valrhona-Schokolade zum genialsten Schokoladeneis, das jemals in diesem Haushalt fabriziert wurde, gekürt werden konnte. Ich sage nur: GSS 9,5 !!!! (regelmäßige Ti saluto Ticino-Leserklick hier für die Schokoladeneis-Geschichte) wissen, was das bedeutet!)

So, und jetzt hätte ich mich beinahe verplaudert. Jetzt kommt es! Hier das absolut geniale ultimative Schokoladen-Eis:

Zutaten:

3 Eigelb
75 g Zucker
250 ml Vollmilch
20 g Glucosesirup (bei mir Invertzucker)
(wie das mit dem Invertzucker geht und warum man den braucht, kann man bei Eline nachlesen)
125 ml Sahne
140 g Valrhona Schokolade 70 %

Zubereitung:

Eigelb und Zucker vermischen und mit dem Schneebesen weiß schaumig schlagen (bei mir Kitchen Aid Stufe 3 ca. 10 min).

Die Milch in einen Topf geben zusammen mit dem Invertzucker und der in Stücke gebrochenen Schokolade. Alles unter gelegentlichem Rühren schmelzen lassen. Etwas von der heißen Milch unter die Ei-Zucker-Masse rühren. Dann die Eimasse zu der übrigen Milch in den Topf geben und umrühren.

Diese Creme vorsichtig erwärmen und dabei ständig mit einem Spatel umrühren. Sobald sie eingedickt ist, die Konsistenz überprüfen. Dabei mit dem Finger über den Spatel streichen. Wenn die Fingerspur bestehen bleibt, hat die Creme die gewünschte Festigkeit (bei mir wurde die Creme wieder ziemlich flüssig, das hat der späteren Konsistenz des Eises aber keineswegs geschadet).

Die Creme vom Herd ziehen und unter ständigem Rühren die flüssige Sahne zugießen. Erkalten lassen - am besten über Nacht - und dann in der Eismaschine zu Eis aufschlagen.

Amika von Essen ohne Grenzen ist diesmal Gastgeberin des Blogevents EISgekühlt bei zorra und wünscht sich für den Sommer und die heißen Tage etwas Eiskaltes - dazu passt dieses Eis wunderbar.



Blog-Event LXXVIII - EISgekühlt (Einsendeschluss 15. Juni 2012)