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Freitag, 22. Februar 2019

Skreifilet auf Lauch-Kartoffelstampf

Skreifilet auf Lauch-Kartoffelstampf



Der Skrei, auch Winterkabeljau genannt, wird in den Lofoten im Norden Norwegens vom 1. Januar bis 31. April geangelt. Dazu werden für den Skrei mehrere hundert Meter fassende Netze eingesetzt, die eine besonders schonenende Fischerei erlauben. 

ich nehme für 2 Personen:

2 schöne Stücke Skrei (diesmal ohne Haut)
Salz, Pfeffer,
2 EL Olivenöl
2 dünne Stangen Lauch (nur das das Weisse und Hellgelbe), in Ringe geschnitten
1 Knoblauchzehe, geschält und in dünne Scheiben gehobelt
500 g Kartoffeln mehligkochend, geschält, in Stücke geschnitten
ca. 500 g Broccoli
2 TL Zucker
100 ml trockener Weisswein
100 ml Sahne
1 EL Curry
1/2 TL Safranfäden
etwas Dill zum Garnieren

und los gehts:

Den Broccoli in Röschen teilen, blanchieren und warm stellen.

Den Lauch in Olivenöl anschwitzen, salzen, pfeffern, dann erst die Knoblauchscheiben dazu geben, mit dem Zucker bestreuen und karamellisieren.
Mit Wein und Sahne ablöschen, Curry und Safran dazu und kräftig abschmecken.

Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen. Abtropfen lassen und noch heiss zerstampfen. Warm stellen.

Den Fisch in den Lauch-Wein-Sahne-Sud einlegen und zugedeckt bei milder Hitze höchstens 8 min ziehen lassen.

Einen Teil des Lauchs mit den Stampfkartoffeln mischen, den Rest mit dem Fisch und dem Broccoli anrichten, mit etwas Dill garnieren.

Sonntag, 24. Juni 2012

auf der Haut gebratenes Kabeljaufilet mit Kräuterkruste, Zitronen-Butter von Bordier und Streifen von Salzzitronen




Wir haben hier im Elsass in den großen Supermärkten ein beeindruckendes Angebot an Fischen und Meeresfrüchten. Auch wenn ich fast täglich alle Köstlichkeiten aus dem Meer essen könnte, meide ich diese Einkaufsquellen. Mir liegt sehr der achtsame Umgang mit unseren Nahrungsmitteln am Herzen. Guter Fisch sollte mit großmaschigen Netzen oder Angeln aus dem Meer gezogen werden - von Fischern, die den Bestand kennen und gezielt ausfahren. Das Fanggebiet muss anhand des Logbuchs nachgewiesen werden. Solche Ware findet man wohl eher nicht im Supermarkt. Seit unsere kleine Poissonnerie hier vor Ort geschlossen hat, ist die Fischbeschaffung nicht immer leicht. Spontaneinkäufe  und mal eben morgens beschliessen: "Heute gibt es Fisch" sind leider selten geworden. Ich als Grenzgängerin (in Frankreich leben - in Deutschland arbeiten) habe da einen Vorteil und lasse mir vieles an meine deutsche Büroanschrift liefern.

Mein Blog ist und bleibt werbefrei. Wenn ich etwas empfehle, dann tue ich es aus voller Überzeugung und nicht, weil ich dafür auf irgendeine Art gesponsort wurde. Und meine Empfehlung für eine sehr gute Einkaufsquelle in Deutschland für frischen Fisch sind die Genusshandwerker, die, online bis Sonntagabend bestellt, am darauffolgenden Freitag eine phantastische Qualität liefern. Der Fisch kommt wunderbar gekühlt an und kann gleich weiter verarbeitet werden. Manches wandert (leider) bei mir auch in den Tiefkühler, damit wenigstens eine gewisse Spontaneität gewahrt bleibt. So auch diese wunderbaren Skreifilets, die sich jetzt außerhalb ihrer Saison auch sehr gut durch Kabeljau oder einen anderen Fisch ersetzen lassen.



Also, dann mit pro Person ca. 200 g Stücke Kabeljaufilet mit Haut
und
weiteren Zutaten für 2 Personen:
2 EL Butter zum Braten (bei mir Bordier Zitronenbutter - die gibt es auch bei den Genusshandwerkern)
1 gute Handvoll gehackte frische Kräuter
fleur de sel, frisch gemahlener Pfeffer
2 Ecken eingelegte Salzzitronen in feine Streifen geschnitten (die habe ich mir bei  Eline geliehen), ersatzweise geht auch abgeriebene Zitronenschale, aber nuuur im äußersten Notfall


Zubereitung:


Die Fischstücke auf der Haut bei mittlerer Hitze in der Butter braten - die Hitze muss so niedrig dosiert sein, dass die Butter nicht verbrennt, aber so hoch, dass die Haut knusprig wird. Dies dauert etwa 10 min. Keine Angst, der Fisch wird dabei nicht trocken, da er ja auf der Haut gebraten wird und diese das darunter liegende Fisch-Fleisch (nennt man das so???) schützt. Kurz vor dem Umdrehen mit fleur de sel und Pfeffer würzen und die Hälfte der gehackten Kräuter darüber geben. Dann auf die gewürzte Seite drehen, die Hautseite schnell salzen und pfeffern und mit den restlichen Kräutern bestreuen, die Zitronenstreifen in den Pfanne geben und leicht erwärmen. Den Fisch nach  1 - 2 Minuten sofort aus der Pfanne nehmen und auf heißen Tellern servieren.
Sollte trotzdem etwas von der Butter verbrannt sein, diese so gut es geht, abgießen, dabei die Kräuter zurückbehalten und 1-2 EL frische Butter zugeben und erhitzen, dann über den Fisch geben. Wer es gerne sehr zitronig mag - denn bei dieser Zubereitung tritt der zitronige Geschmack nur dezent auf - darf ruhig noch etwas kräftiger mit Zitronensaft nachwürzen.

Ein wunderbares Essen, schnell zubereitet, das mal wieder von perfekten Grundzutaten lebt. Einfach, schlicht und sooo köstlich.






Samstag, 17. März 2012

Skrei - Winterkabeljau mit Frühlingsgefühlen

Diesen besonders köstlichen Fisch gibt es von Januar bis März, denn dann wandert der ausgewachsene Winterkabeljau zu seinen Laichplätzen bei den Lofoten in Norwegen. Ich mag ihn am liebsten ganz einfach auf der Haut gebraten, so kommt sein Eigengeschmack am besten zur Geltung.

Wir haben seit ein paar Tagen hier im Elsass frühlingshafte Temperaturen. Passend dazu habe ich bei meinem Gemüsehändler wundervolle Frühlingsboten entdeckt: die rot-weissen Radieschen Flamboyant, Brunnenkresse, frische Erbsen und vor allem fèves: Dicke Bohnen oder Saubohnen genannt. Daraus einen köstlichen Kartoffelsalat gezaubert und schon hat der Skrei Frühlingsgefühle.

Zutaten für 2 Personen:

2 schöne Stücke Skrei mit Haut
2 EL Butter (bei mir Bordier Algenbutter)
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

für den Kartoffelsalat:

8 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
ca. 200 ml Geflügelfond
Salz, Pfeffer
1 EL Senf
1 Schalotte, fein gewürfelt
1 EL Essig
2 EL Öl
eine Handvoll Radieschen in dünne Scheiben geschnitten
ein halber Bund Brunnenkresse, von den Stilen gezupft und in Streifen geschnitten
ca. 500 g dicke Bohnen




Eine Vinaigrette zubereiten aus Senf, Salz, Pfeffer, Essig und Öl. Die Schalottenwürfel und den warmen Fond zugeben. Die Kartoffeln bürsten und ca. 30 min in der Schale kochen. Mit der Spitze eines Küchenmessers prüfen, ob sie gar sind. Dann noch heiss pellen und in Scheiben in die warme Vinaigrette schneiden. Leicht vermengen und ziehen lassen. Nach ca. 20 min müsste die Vinaigrette aufgesogen sein. Dann die Radieschen und die Brunnenkresse untermischen und mit Pfeffer und Salz abschmecken, evtl. noch etwas Säure in Form von Essig hinzu. Auch Zitrone könnte ich mir in dieser Variante gut vorstellen.
Die Dicken Bohnen aus ihrer Hülse entfernen und anschliessend noch zusätzlich häuten. Die kleinen grünen Bohnenkerne in Salzwasser für 2 Minuten blanchieren - das genügt. Über dem Kartoffelsalat verteilen.

Die Skreifilets salzen und pfeffern, auf der Hautseite in einer beschichten Pfanne in etwas Butter-Öl-Mischung kräftig anbraten, so dass die Haut dabei leicht knusprig wird. Kurz vor Ende der Garzeit umdrehen und auf der anderen Seite für eine halbe Minute kurz garen. Dann sofort mit dem noch lauwarmen frühlingshaften Kartoffelsalat servieren.

Anmerkung: Ich brate Fisch meistens in Algen-Butter von Bordier - DER absolute Knaller. Wer das einmal probiert hat, mag nichts anderes mehr. In Deutschland gibt es die Bordier-Butter hier