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Donnerstag, 28. Oktober 2021

Grillspiess mit mariniertem Rind- und Kalbfleisch und Trockenfrüchten

 Das schöne Wetter hält an, wir nutzen häufig die Gelegenheit, mal wieder etwas auf den Grill zu legen. Besonders gut gefallen haben uns diese Grillspiesse. Ich habe das Fleisch am Vorabend mariniert und dann mit diversen Zutaten auf den Spiess gesteckt. Sehr gut gepasst hat die leicht süssliche Note der mit Speck umwickelten Trockenaprikosen und -pflaumen.

                                                        Spiess im Rohzustand

Wichtig ist, dass das Fleisch in nicht zu kleine Würfel geschnitten wird und man es nur kurz und kräftig angrillt, da sonst das zarte Filet trocken wird. Dann in der Wärmezone für ca. 10 Minuten nachziehen lassen.



ich nehme (für 3 Personen):

ca. 150 g Rinderfilet

ca. 150 g Kalbsfilet

Marinade:

  • 3 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 2 geschälte Knoblauchzehen, hauchfeinst gehackt
  • 1 TL  Piment d'Espelette
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 EL Sojasauce
für den Spiess:
  • 150 g Bacon (oder sonstiger durchwachsener Speck) in feine Streifen geschnitten
  • 1 rote Zwiebel, in Spalten geschnitten, so dass sie nicht auseinanderfallen
  • 1/2 Paprika rot (ich schäle sie vorher)
  • 1/2 Paprika gelb (dto.)
  • pro Spiess 3 Trockenaprikosen und 3 Trockenpflaumen und 2 Kirsch- oder Datteltomaten

und los gehts:

Die Zutaten für die Marinade zusammenrühren, das Filet in nicht zu kleine Würfel schneiden und in der Marinade gründlich wenden. Mindestens 2 Stunden marinieren. In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in Spalten schneiden, die Paprika in Stücke schneiden und die Trockenfrüchte mit jeweils einer Scheibe Bacon oder Speck umwickeln. 

Alle Zutaten ziemlich locker auf die Spiesse stecken, Anfang und Ende jeweils eine Datteltomate.

Bei starker Hitze rundherum kräftig angrillen, nochmals salzen und pfeffern und in der Ruhezone 10 Minuten nachziehen lassen.

Wir haben dazu Tomatensalat mit Frühlingszwiebeln und selbstgemachte Pommes Frites aus der Heissluft-Friteuse gegessen.





 


Sonntag, 18. Oktober 2020

Gegrillte Zucchini mit Petersilie-Mandel-Salsa

Petra vom Blog Chili und Ciabatta hat es gut; sie wird freitags von ihrem Mann Helmut bekocht. Ich habe schon einige der Grill-Gerichte ausprobiert, diesmal hat mich die Beilage angesprochen:

Gegrillte Zucchini mit Petersilie-Mandel-Salsa:



Noch ist Zucchini-Saison und Grill-Saison ist ja immer, also ran an die grünen Dinger. Mir haben sie ausgesprochen gut geschmeckt, ich werde lediglich beim nächsten mal die Honigmenge reduzieren, das war mir eindeutig ein bisschen zu süsslich.

ich nehme:

2 grüne Zucchini à ca. 250 g

Olivenöl (es muss zum Braten geeignet sein)

Fleur de Sel

für die Salsa:

1/2 Bund glatte Petersilie, grob gehackt

25 g Mandeln, ungeschält, grob gehackt

75 ml Olivenöl

1/2 EL Dijon-Senf

1 EL Honig (ich: 1 TL)

1 TL Zitronensaft

Salz, Pfeffer

und los gehts:

Grill (oder Grillpfanne) vorheizen.

Die Zucchini der Länge nach in 1 cm dicke Scheiben schneiden (am besten auf der Maschine), salzen und 5 min. ruhen lassen.

In der Zwischenzeit Petersilie, Knoblauch und Mandeln in den Mixer geben und nicht zu fein mixen, dabei das Öl einfliessen lassen.

Nun die Mandel-Salsa in eine Schüssel geben, Honig und Senf unterrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Den Grill einölen. Zucchinischeiben trockentupfen und mit Öl bestreichen. Die Scheiben direkt über sehr heißer Glut ohne Deckel auf jeder Seite 3-5 Minuten grillen (oder in der Grillpfanne)

Die Zucchinischeiben auf eine Servierplatte geben, die Salsa darüber verteilen.


Donnerstag, 19. März 2020

#ichkochemirdentagschoen Kalbfleischschnecken und Grillspiesse mit Ingwer

Gestern war richtig schönes Grillwetter. Nach ein bisschen Gartenarbeit - wirklich nur ein bisschen, nicht zu viel, wir müssen uns das einteilen, wer weiss, wie lange die Ausgangssperre noch dauert - haben wir unseren Lotus-Grill ausgepackt und am Gartentisch gegrillt:




Der kleine Spiess rechts besteht aus Streifen von Kalbschnitzel, vorab über Nacht in frischem Dill, scharfem Senf, Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, grobem Pfeffer und etwas Olivenöl mariniert. Am Tag des Grillens zu kleinen Schneckchen aufrollen, auf Spiesse stecken und kurz knusprig grillen.

Die beiden Spieße links bestehen ebenfalls aus Kalbschnitzel, in Stücke geschnitten, abwechselnd mit roten Zwiebeln, Trockenaprikosen und Scheiben von frischem Ingwer auf Spiesse gesteckt, mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Olivenöl bestrichen, etwa eine Stunde marinieren lassen, dann kurz, höchstens 10 Min. grillen.

Samstag, 14. Dezember 2019

Broccoli-Apfel-Paprikasalat mit Pinienkernen (Thermomix)






Mal zwischen den adventlichen Deftigkeiten ganz schnell zwischendurch ein einfaches, schnelles Rezept und sehr gesundes Rezept für einen köstlichen Salat, den ich im Thermomix Kochbuch entdeckt habe. Dort geht er tatsächlich faszinierend schnell. Reste lassen sich sogar am nächsten Tag gut durchgezogen noch verspeisen.

Als ich beim ersten Mal die Zutaten las, sprach mich das Rezept nicht unbedingt an... doch es passt, glaubt mir, und es schmeckt grandios. Geeignet als kleines Abendessen oder im Sommer auch als Beilage zu Gegrilltem, kurzum, dieser Salat ist ein Allrounder und wurde schon des öfteren bei uns zubereitet.

ich nehme:


  • 300 g Brokkoli, in Röschen
  • 1 rote Paprika (in Stücken) (ich habe sie geschält dazu gegeben)
  • 1 Apfel, gross, geviertelt (Kerngehäuse entfernt)
  • 30 g Pinienkerne (oder Sonnenblumenkerne oder Cashewkerne) (ich habe sie zusätzlich vorher angeröstet)
  • 25 g Olivenöl
  • 15 g Obstessig
  • 1 TL Honig (ich: Ahornsirup)
  • 2 TL Senf (ich: Dijonsenf)dx
  • 1 TL fleur de sel
  • ca. 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • optional: 1/2 gewürfelte Chilischote


und los gehts:


  • Alle Zutaten in den Mixtopf geben, 5 Sek. auf Stufe 4 zerkleinern - nicht mehr, sonst habt ihr Mus!
  • Abschmecken, in eine Schüssel umfüllen und zimmerwarm servieren.




Samstag, 15. September 2018

Gegrillte Entenbrust à l'orange

Entenbrust, gegrillt, mit einem wunderbaren Rub, einer phantastischen Glasur und eine gigantischen Sauce aus dem Buch "Ja, ich grill"



Man sieht es auf dem Foto schon ein wenig - ein bisschen habe ich mich in der Garzeit vertan bzw. diese überschritten. Ich hatte die Kerntemperatur von 68 Grad gewählt, da ich bei Geflügel immer sehr vorsichtig bin. Doch beim nächsten Mal werde ich bei 65 Grad Kerntemperatur braten.

Auch wenn es nicht ganz perfekt war wegen des Garzustandes MUSS dieses Rezept veröffentlicht werden, denn sowohl Rub, als auch Glasur und Sauce waren grandios und müssen wiederholt werden.

Serviert dazu habe ich ein klassisches Kartoffelgratin und ein Fenchel-Karotten-Gemüse - einfach nur gedünstet.

ich nehme für 4 Personen:

4 Entenbrustfilets

Rub:
1 EL schwarze Pfefferkörner
2 TL Koriandersamen
1 TL gemahlene Vanille
1 EL brauner Zucker
1 TL Salz
1 TL abgeriebene Schale einer Bio-Orange

Glasur:
4 EL Ahornsirup
1 EL brauner Zucker
1 TL Knoblauchgranulat
1 TL Salz
2 EL helle Sojasauce
5 EL Orangenlikör

Orangensauce:
2 Orangen
1 TL Salz
1 Msp. Piment d'Espelette
1 EL brauner Zucker
Blätter von eine Stängel Thymian
etwas Rapsöl

und los gehts:

Die Zutaten für den Rub mörsern (moi: Moulinette) und beiseite stellen.

Entenbrustfilets auf der Hautseite rautenförmig mit einem scharfen Messer einschneiden, Achtung! dabei nicht ins Fleisch schneiden! Gründlich den Rub einmassieren und mind. 30 min einziehen lassen.

Für die Glasur:

Alle Zutaten gründlich mischen.

Für die Orangensauce:

Die Orangen filetieren, dabei den Saft auffangen und alles in einen Topf geben, alle übrigen Gewürze zugeben und kurz aufkochen lassen. Abschmecken und zur Seite stellen.

Den Grill auf 200 Grad direkte und indirekte Hitze vorheizen. 

Entenbrustfilets direkt auf der Hautseite 3 Minuten grillen, dann wenden und auf der Fleischseite 3 Minuten braten. Anschliessend in die indirekte Zone legen, von beiden Seiten mit der Glasur bestreichen und weitere 10 Minuten bei geschlossenem Grilldeckel garziehen lassen. Diesen Vorgang ein- bis zweimal wiederholen. Bitte die Kerntemperatur von 65 Grad nicht überschreiten.




Mittwoch, 5. Juli 2017

Grillen: das saarländische Nationalgericht einmal anders: Schwenkbraten am Spiess



Der Schwenkbraten bzw. Schwenker ist eines der saarländischen Nationalgerichte. Ich habe es gewagt, dieses in abgewandelter Form auf den Tisch zu bringen. Alle Saarländer mögen es mir verzeihen. Monsieur, bekanntlich ein Ur-Saarländer, war - nach anfänglich heftigen Bedenken - äusserst angetan...



Zu diesem Grillspiess inspirierte mich (mal wieder - wie so oft) Petra ; da ich aber wusste, dass ich mit Petras Originalrezept nach thailändischer Art mit Erdnuss-Sauce bei Gerhard bestimmt nicht punkten konnte, liess ich mir diese saarländische Variante einfallen. Dafür habe ich die gleiche Würzmischung wie bei meinem Schwenkbraten-Rezept verwendet und das Fleisch bereits am Tag zuvor über Nacht marinieren lassen.




ich nehme (für 2 Personen):

  • ca. 450 g Schweinenacken, in Würfel von etwa 2 x 5 cm geschnitten
  • 2 grosse Zwiebeln

für die Marinade:

  • 2 - 4 Knoblauchzehen, geschält, klein gewürfelt, mit Salz bestreut und mit dem breiten Messerrücken zu einer Paste zerdrückt
  • Pfeffer, natürlich frisch gemahlen
  • 1 EL Paprikapulver, mild
  • 1 TL Nelkenpulver
  • 3 Wacholder-Beeren, zerdrückt
  • 1 Messerspitze Kreuzkümmel
  • 3 EL Öl (m: Olivenöl)

Am Vortag beginnen:

Alle Zutaten für die Marinade miteinander mischen und mit den Schweinefleischwürfeln mischen. Gut abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag das marinierte Fleisch Zimmertemperatur annehmen lassen, mit grobem Meersalz würzen. Eine Zwiebel halbieren, eine Hälfte als hintere Begrenzung auf den Spiess stecken. Die andere Zwiebel vierteln. Die Fleischstücke aus der Marinade nehmen (eventuelle restliche Marinade zum späteren Bestreichen aufheben) und abwechselnd mit jeweils einer Zwiebelscheibe auf den Drehspieß stecken und zum Schluss den Spiess mit der anderen Zwiebelhälfte abschliessend begrenzen (da der Spiess ziemlich dick ist, empfiehlt es sich, die Löcher in den Zwiebelscheiben vorzuschneiden, da diese sonst brechen).

Wir haben die Spiesse auf dem offenen Holzkohlengrill am Drehspiess ca. 45 min. gebraten. Danach war das Fleisch einfach nur genial: saftig, knusprig, würzig. Das wird es sicherlich noch öfter geben.



Samstag, 1. August 2015

Kartoffelsalat mit Meerrettich

Quelle: Essen & Trinken 7/2015
Dieser Salat schmeckt herrlich erfrischend und ist eine wunderbare Beilage zu Gegrilltem, wir hatten ihn zum Noir de Bigorre (klick hier).



Für alle Fans von Meerrettich ein Muss - für alle Kartoffelsalat-Fans sowieso. Seit ich diese köstliche Meerrettich-Creme bei Micha entdeckt habe, darf sie in meinem Kühlschrank nicht mehr fehlen. Vor allem hält sie sich sehr lange (trotz Crème fraîche!) und passt zu vielem. Auch an eine Vinaigrette für Blattsalate gebe ich gerne einen Teelöffel davon.

ich nehme (für 8 Portionen):

1 Kopfsalat (ca. 300 g), in mundgerechte Stücke zerzupft
1 Bund Radieschen (ca. 400 g), in Scheiben geschnitten
1 kg kleine festkochende Kartoffeln
Salz
150 g Schmand
30 g Meerrettich (moi: Meerrettichcreme von Micha)
250 ml Milch
Zucker
2 - 3 EL Zitronensaft
5 Stiele Dill
1 Beet Kresse

und los gehts:

Die Kartoffeln kochen und leicht abkühlen lassen.

Für das Dressing Schmand, Meerrettich, Milch, Salz, Pfeffer, 1 TL Zucker und Zitronensaft verrühren. Die Kartoffeln pellen und in dünnen Scheiben direkt in das Dressing schneiden.

Kurz vor dem Servieren Radieschen in Scheiben schneiden, Salat zerpflücken. Dillspitzen von den Stielen zupfen und grob schneiden. Kresse vom Beet schneiden. Alles in einer Schüssel mischen bzw. die Kartoffeln auf dem Salatbett anrichten.

Und dann zum Schweinenacken (klick hier) servieren.

Freitag, 31. Juli 2015

saarländisch gegrillter Schweinenacken

In der Ausgabe 7/2015 habe ich das Rezept für einen im Ganzen gegrillten Schweinenacken entdeckt.



Das Fleisch wird mit einer wunderbaren Gewürzmischung eingerieben, die ich sicherlich noch öfter für Schweinenacken verwenden werde. Sie hat sich dem aromatischen Fleischgeschmack angepasst, ohne diesen zu übertönen - einfach perfekt. Wir hatten ein Stück vom Noir de Bigorre, auch das schwarze Schwein genannt. Die Tiere dürfen in Frankreichs Südwesten im Gebiet der Gascogne ganzjährig draussen herumlaufen und werden überwiegend von Getreide, aber auch Eicheln, Kastanien und Oliven ernährt.



Gerhard schwört als waschechter Saarländer auf seinen Schwenkgrill (klick hier) und hält nichts von diesem "neumodischen" Niedertemperaturgaren. Nach anfänglicher Skepsis mussten wir ihm recht geben: Wir wurden durch ein perfekt gegrilltes Stück Fleisch überzeugt, saftig, dezent rosa (ja, ihr lest richtig, das Noir de Bigorre wird rosa gegessen), comme il faut. Leider vergass ich vor lauter Begeisterung das Foto vom Anschnitt.




ich nehme (für 4 - 6 Personen):

4 Sternanis
2 g Kümmel
4 g Koriandersaat
4 g grobes Salz
4 g schwarze Pfefferkörner
2 TL getrockneter Majoran
ca. 1,2 kg Schweinenacken
20 g flüssiger Honig

und los gehts:

Für die Gewürzmischung alle Gewürze im Mörser grob zerstossen, evtl. vorhandene Fettseite des Schweinenackens mit einem Messer über Kreuz einritzen. Das Fleisch rundherum mit ca. 1/3 der Gewürzmischung einreiben. Das Fleisch auf einem Kugelgrill mit Deckel (moi: Schwenker) bei mittlerer indirekter Hitze (bzw. unter regelmässigem Schwenken) ca. 1:30 Stunden (auf dem Schwenker ca. 2 Std.) sanft grillen, dabei mehrmals wenden.

Honig mit ca. 1/3 der Gewürzmischung verrühren, Schweinenacken damit in den letzten 15 Minuten mehrmals auf beiden Seiten bestreichen.

Schweinenacken vom Grill nehmen, in Alufolie einpacken und ca. 10 Minuten ruhen lassen. In Scheiben schneiden.

Wir haben dazu einen köstlichen Kartoffelsalat gegessen - den zeige ich euch morgen.

Tipp: Die restl. Gewürzmischung hält sich in einem fest verschlossenen Schraubglas ca. 2 Wochen und passt auch sehr gut zu Lamm oder Rind.

Montag, 1. Juni 2015

Obsttag


Ich kam mal wieder zu spät und die Rhabarber-Saison in Nachbars Garten wurde von diesem durch Abschneiden bzw. Abdrehen der verbliebenen Stiele für beendet erklärt. Es heisst, ab jetzt entwickele er zuviel Oxalsäure. Doch offiziell geht die Rhabarber-Saison so lange wie es Spargel gibt, d.h. ihr werdet bestimmt noch welchen finden, um dieses Rhabarber-Ketchup zuzubereiten.

Ich hatte mir jedoch bereits morgens beim Aufstehen in den Kopf gesetzt, Ketchup für die Grillsaison etc. herzustellen. Alternativen mussten her. Da ich im Moment ohnehin damit beschäftigt bin, den Tiefkühler zu leeren, wühlte ich mich auf der Suche nach verwertbarem Obst durch die TK und wurde fündig: Ananas, Papaya und rote Johnnisbeeren. Perfekt, daraus wurden diese drei köstlichen Ketchup-Varianten, die man mindestens eine Woche durchziehen lassen sollte, danach schmecken sie am besten.

Als 'Basis' nahm ich die Zutaten meines Rhabarber-Ketchups, verdreifachte diese, verteilte sie auf drei Töpfe, gab in den ersten Topf Ananas und einen EL Curry dazu, in den zweiten Topf kamen die Johannisbeeren mit einem halben TL zerstossenen Korianderkörnern und in den dritten Topf Papayastücke mit einer fein gewürfelten Chilischote.

ich nehme:

für Ananas-Ketchup:

ca. 700 g Ananas, geschält, gewürfelt
250 g passierte Tomaten
150 g Zwiebeln
200 ml Rotweinessig
3 Nelken
2 kleine Lorbeerblätter
1 TL Senfsaat (moi: Senfmehl)
250 g Zucker
1 TL schwarzer Pfeffer
1 EL Curry (moi: Anapurna von Ingo Holland)

für Papaya-Ketchup:

ca. 650 g Papaya, geschält, gewürfelt
1 Chilischote, fein gewürfelt
250 g passierte Tomaten
150 g Zwiebeln
200 ml Rotweinessig
3 Nelken
2 kleine Lorbeerblätter
1 TL Senfsaat (moi: Senfmehl)
250 g Zucker
1 TL schwarzer Pfeffer

für Johannisbeer-Ketchup:

ca. 650 g rote Johannisbeeren
250 g passierte Tomaten
150 g Zwiebeln
200 ml Rotweinessig
3 Nelken
2 kleine Lorbeerblätter
1 TL Senfsaat (moi: Senfmehl)
250 g Zucker
1 TL schwarzer Pfeffer, zerstossen
1 TL Korianderkörner, zerstossen

und los gehts:

Die jeweiligen Zutaten in einen Topf geben und zugedeckt ca. 40 min köcheln lassen. Ist danach noch zuviel Flüssigkeit im Topf ein paar Minuten offen die Flüssigkeit verkochen lassen.

Nun den Zauberstab in den Topf halten und direkt mit sämtlichen Gewürzen mixen. Falls das Ketchup noch zu flüssig sein sollte, etwas einkochen lassen. In sterilisierte Flaschen abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Diese köstlichen Ketchup-Varianten bringe ich Sandra zu ihrem Blogevent, das sie bei zorra ausrichtet, mit, denn da wird gegrillt und hierzu passen diese Saucen am besten.


Blog-Event CIX - it's BBQ-time! (Einsendeschluss 15. Juni 2015)




Sonntag, 10. Mai 2015

Mein Sommerheit: Radieschenbutter auf Crostini, zum Grillen, auf grünem Spargel oder einfach nur so


Die Radieschenbutter hat Monsieur in der Grillbeilage der Mai-Ausgabe des Feinschmeckers entdeckt. Sie schmeckt grandios und ist sooo vielseitig. Wir hatten sie als kleine Vorspeise auf gegrilltem Landbrot gegessen, sie passt zu gegrilltem Fleisch und Fisch und besonders köstlich stelle ich sie mir zu grünem Spargel vor. Das wird ganz bald noch ausprobiert.

Von der Konsistenz ist sie nicht im geringsten vergleichbar mit einer Kräuterbutter, sondern eher etwas weniger geschmeidiger und streichfähiger als Butter durch den hohen Anteil an gehackten Radieschen und Kräutern. Doch gerade das macht ihren rustikalen Reiz aus. Für uns wird sie sicherlich zum Sommerdauerbrenner. 

Für unseren Geschmack dürfte sie allerdings mehr nach Senf schmecken, daher habe ich die entsprechende Menge bereits im Rezept verändert bzw. ohnehin ein paar kleinere Änderungen vorgenommen. Ich habe das halbe Rezept zubereitet, davon ist noch jede Menge übrig, d.h. es wird ganz bald wieder grünen Spargel geben, denn dazu stelle ich mir die Radieschenbutter am köstlichsten vor.




ich nehme (für ca. 250 g):


  • 1 kleines Bund Radieschen mit frischem Grün
  • 1 kleiner Bund Schnittlauch
  • 200 g weiche Salzbutter
  • 2 EL helles Bier
  • 1 - 2 EL körniger Senf
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, evtl. zusätzlich Salz zum Abschmecken


und los gehts:

Die Radieschen waschen, die Blätter abzupfen und trocken tupfen.
Den Schnittlauch ebenfalls waschen und trocken schütteln.
Die Radieschen fein hacken, ebenso das Grün, den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden.
Alles mit der zimmerwarmen Butter, dem Bier und dem Senf vermengen, würzen und abschmecken. 
Im Kühlschrank bis zur Verwendung aufbewahren.

Samstag, 13. September 2014

Côte de Boeuf - die pure Fleischeslust - rückwärts gegrillt



Wenn ich mir auf meinem Blog die rechte Seite unter den Labels anschaue, welche Rezepte am häufigsten vertreten sind, dann sind das ganz eindeutig die vegetarischen. Dabei bin ich doch gar keine Vollzeit-Vegetarierin - ab und zu muss ich auch mal ein Stück Fleisch zwischen den Zähnen zerreissen. Zwar immer seltener und wenn, dann aber richtig schön blutig - und selbstverständlich beste Qualität - und das Ganze dann möglichst pur, ohne viel Drumherum. 

Wir hatten ein Côte de Boeuf, ca. 800 g für zwei Personen. Das klingt nach viel, aber erstens, wenn man schon den Aufwand betreibt, dann soll es sich auch lohnen und zweitens gibt es daraus ein zweites Gericht, das zeige ich euch dann beim nächsten Mal.

Doch nun beginnen wir mal:

Vorbereitung:

Ich vakuumiere das Fleisch mindestens 2 Tage vorher in Olivenöl, 2 - 3 Knoblauchzehen, 4 Zweigen Thymian, 1 Zweig Rosmarin, 1 EL grob geschrotetem Pfeffer, 1 EL Calvados (wer keinen Vakuumierer hat, nimmt einfach die kleinstmögliche Gratin-Form und lässt es einen Tag länger unter täglichem Wenden in der Marinade

Am Tag der Zubereitung:

2 - 3 Stunden vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen, aus dem Vakuum-Beutel nehmen und mit den Kräutern auf einen Teller geben. Diesen im Backofen bis zu einer Kerntemperatur von 53 Grad erwärmen. Ich hatte für 80 Grad Ober-Unterhitze ca. 2 1/2 Stunden benötigt.

Kurz zuvor den Grill vorheizen. Wir hatten auf Holzkohle gegrillt. Rechtzeitig vorheizen, die Briketts müssen komplett von einer grauen Ascheschicht umhüllt sein - ihr braucht unbedingt eine ordentliche Glut!

Auf jeder Seite ca. 3 Minuten grillen, das genügt für medium-rosé, für medium-rare 1/2 Minute kürzer, kurz ruhen lassen, dabei bereits mit Fleur de sel bestreuen und anschliessend in dünne Scheiben schneiden.



Auf das Drumherum wollten wir nicht so ganz verzichten und hatten dazu selbstgemachte Pommes Frites in der Actifry und einen grünen Salat aus dem Garten.

Samstag, 12. April 2014

Bratkartoffel-Salat mediterran - die perfekte Grillbeilage

Heute Mittag bei diesem Traumwetter wurde gegrillt. Yannick hat dazu - teilweise aus Kühlschrankresten - einen traumhaften Bratkartoffelsalat zubereitet.

Mir haben besonders die lauwarmen Bratkartoffeln in diesem Salat gefallen und die gebratenen Kapern, die ich so noch nicht kannte. Beim nächsten Mal würden wir die Kartoffeln allerdings noch ein wenig kleiner schneiden.


ich nehme für 3 Personen:

ca. 400 g kleine Kartoffeln, in der Schale gekocht und anschliessend gepellt, geviertelt
1 - 2 EL Olivenöl
ca. 1 Tasse Broccoli, al dente gegart
2 Tomaten, in kleine Würfel geschnitten
1 kl. rote Zwiebel, halbiert und in hauchfeine Streifen geschnitten
2 EL Taggiasca-Oliven, weil das die aromatischsten sind
1/2 Glas Kapern, in Salz eingelegt, gewässert
1 - 2 EL Öl, 2 EL Zitronensaft, Pfeffer, 3 Anchovisfilets
fein gehackte frische Kräuter

und los gehts:

Die Kartoffelviertel in Olivenöl leicht knusprig anbraten, aus der Pfanne nehmen und evtl. warm stellen. Die gewässerten Kapern gründlich abtrocknen und in dem verbliebenen Öl in der Pfanne knusprig braten (Vorsicht: Das spritzt!) Das dauert ca. 5 min. Auf einem Küchentuch entfetten und auch zur Seite stellen.
Die Anchovis fein gehackt in die gleiche Pfanne geben und mit einem Löffel kurz zerdrücken und schmelzen lassen. Öl, Zitronensaft, Pfeffer (Salz ist wegen der Anchovis nicht nötig) dazugeben und zu einer Vinaigrette rühren. Evtl. noch etwas Gemüsebrühe hinzugeben und dann die Oliven darin leicht erwärmen.

Die Vinaigrette in einer Schüssel mit den Kartoffeln, Tomaten, Broccoli und Zwiebeln mischen, die gehackten Kräuter dazu und abschmecken.

Lauwarm servieren.



Bei uns gab es dazu gegrillte Spareribs und Hähnchenflügel, die ich am Vortag mariniert hatte.





Samstag, 25. August 2012

Sweet Chili Sauce for Chicken und die Einlösung eines Versprechens




Vor einiger Zeit hatte mich zorra in einem Kommentar gefragt, ob es irgendwann mal das Rezept für meine selbstgemachte Sweet Chili Sauce geben würde. Dies ist die perfekte Sauce für alle BBQ- und/oder Grillhähnchen-Fans, weil sie so schön karamellisiert, es gibt nichts besseres. Als Marinade für Spareribs ist sie einfach unersetzlich. 

Normalerweise kommt mir keine Fertigsauce mehr ins Haus. Als Yannick vehement nach den Spareribs "Mama, so wie wir sie früher immer gemacht haben" verlangte, war ich gefordert. Für mich war klar, dass es keine Fertigsauce geben sollte, also selber basteln. Heraus kam diese köstliche Sauce, voilà, für Dich, liebe zorra:




Zutaten:

100 g Zucker
7 schöne reife rote Chilischoten, in allerkleinste, feinste Würfel geschnitten,
2 Knoblauchzehen, geschält, feinst gewürfelt
1 walnussgroßes Stück frischer Ingwer, geschält und in ganz kleine Würfel geschnitten
3 EL Weißweinessig
1 TL Fleur de l
2 TL Speisestärke oder Johannisbrotkernmehl

Zubereitung:

Den Zucker in einem genügend großen Topf mit etwas Wasser mischen und langsam zum Schmelzen bringen. Chili-, Knoblauch- und Ingwerwürfel dazu geben, ein paar Minuten andünsten, dann mit 1/4 Wasser und 1 TL Salz vermischen und ca. 20 min abgedeckt leicht köcheln lassen. Den Essig dazu und abschmecken. Evtl. fehlt noch etwas Salz, vielleicht auch noch etwas Essig. Es soll eine deutlich süßsaure Note ergeben.

Die Speisestärke mit etwas Wasser glatt rühren und darunter geben, kurz köcheln lassen und gleich in saubere Twist-Off-Gläser abfüllen.




Fazit: Eine wunderbare Sauce, die das gute Gefühl hinterlässt, zu wissen was drin ist. Die sich zum BBQ, für Hähnchen und Spareribs eignet, aber auch gut als Dip zu Gemüse passt. In der Grillsaison einfach unerlässlich.


Und weil das so ein schönes leuchtendes Hellrot ergibt, ist das passend für Uwes Event Cookbook of Colors, der für den Monat August die Farbe Rot wünscht.




HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors