Sonntag, 24. November 2019

L'Apogée, Hegeny

L'Apogée, Route de Haguenau, 67360 Hegeney
Tel. 03 88 09 32 28



Jean-Francois Bangratz, gebürtig aus der Nähe von Mutzig, hat im Februar 2019 das ehemalige Restaurant Belle Vue in Hegeney übernommen und ihm den vielversprechenden Namen l'Apogée gegeben.

Wir waren heute an einem gut besuchten Sonntagmittag dort und waren bereits auf lange Wartezeiten eingestellt.... Doch dies hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Der Service hatte alles im Griff, war sehr zuvorkommend und aufmerksam. Wir haben uns für das Gourmet Menu zu 37 € entschieden - der Preis mehr als gerechtfertigt.




Royal de Foie Gras für Monsieur:




und Tataki vom Thunfisch mit schwarzen Rettich für mich:




anschliessend Confit vom gefüllten Kalb mit Kartoffelmousseline von Joel Robuchon (wenn Monsieur ehrlich ist, gibt er zu, dass das Kartoffelpuree nach Robuchon für ihn der Hauptgrund war, das Menu zu wählen: 2 Drittel Kartoffeln - 1 Drittel Butter - wer wird da nicht schwach?)




Doch auch ich bin sehr zufrieden mit meinem Hauptgericht: Saibling, schwarzer Reis und Dashi Bouillon



Zum Dessert werden wir mit einem Klassiker verwöhnt - herrlich, das wieder auf den Speisekarten zu finden: Poire Belle Hélène - pochierte Birne mit Vanilleeis und Gewürz-Meringue in warmer Schokoladensauce:




bzw. eine Variation von Snickers mit Nougateis und Schokolade



Wir sind begeistert vom neuen L'Apogée und beschliessen, dort baldmöglichst einen Wiederholungsbesuch zu machen.














Freitag, 22. November 2019

Stevans gebratene Auberginen und Shiitake Pilze mit Erdnüssen in scharfer Sauce

Stevan Paul - Kochbuchautor und Betreiber vom Blog „Nutriculinary", hat vor einigen Jahren die App "Go Veggie" veröffentlicht. Ich bin nicht nur ein Fan seiner zahlreichen Kochbücher (sie stehen ALLE - gelesen und "gekocht" ☺ - in meinem Bücherschrank), ich bin auch ein Fan seiner Blog-Beiträge und auch ein Fan seiner  bereits 2011 erschienen App - einfach, schnell nachzukochen und genial schmeckend.



Heute zeige ich euch in der Kategorie asiatisch die gebratenen Auberginen mit Shiitake Pilzen (leicht von mir abgewandelt):

ich nehme (für 4 Personen:)


  • 450 g Auberginen
  • 200 g Shiitake Pilze oder Champignons
  • 3 Frühlingszwiebel
  • 4 Zweige Koriander (ersatzweise glatte Petersilie)
  • 1 kleine rote Chilischote
  • 1 Knoblauchzehe
  • 180 g Basmatireis
  • 4 El geröstete, gesalzene Erdnüsse
  • 10 g Speisestärke
  • 350 ml Gemüsebrühe
  • 6 EL Sojasauce
  • Öl
  • Salz
  • 2 EL Ahornsirup



und los gehts:

Frühlingszwiebel in Ringe geschnitten, Chilischote ebenfalls, Knoblauchzehe schälen und in feine Scheiben hobeln, Koriander fein hacken, alles mit Gemüsebrühe, Sojasauce und Speisestärke glatt rühren.

Reis nach Anweisung gar kochen.

Aubergine in feine Würfel schneiden, Pilze vierteln. 5 EL Öl in einem Wok oder einer grossen Pfanne erhitzen, die Gemüse darin goldbraun braten. Würzen, Erdnüsse dazu geben, die Frühlingszwiebelsauce ebenfals zugeben und dicklich einkochen.

Abschmecken und mit dem Reis servieren.









Montag, 18. November 2019

Klassiker: Steak au poivre vert

Es wird Zeit, dass hier im Blog mal wieder ein neues Rezept veröffentlicht wird! Wenn ich mir meinen letzten Beitrag vom August anschaue ... war das wirklich August und seitdem nichts mehr??? Schande über mein Haupt! Und dieser Beitrag startet mit dem Satz:
"Der Sommer ist zurück und mit ihm herrliche Temperaturen und passendes Grillwetter."
Nun ja, der Sommer ist keineswegs zurück, aber herrliche Temperaturen haben wir trotzdem, nur der Jahreszeit angepasst, herbstlich halt. Und mit dem Herbst kommen die wundervollen Farben - Indian Summer im Elsass:


Hierzu passt ein Klassiker aus der französischen Bistro-Küche, den ich so ähnlich schon einmal zubereitet habe (klick hier)



Doch nun gehts los: Voilà: Steak au poivre vert, pommes allumettes et choux de Bruxelles - Steak mit grünem Pfeffer, Streichholz-Kartoffeln und Rosenkohl.

ich nehme (für 2 Personen):

2 Rindersteaks (Entrecôte oder Filet), richtig schön abgehangen und in Bioqualität
Salz, grober Pfeffer
Butterschmalz zum Anbraten
1/2 Glas roter Portwein zum Ablöschen
2 (oder auch 4 cl) Cognac
1/2 Becher Crème fraîche
2 EL grüner Pfeffer in Salzlake

Pommes allumettes:

3 - 4 grosse festkochende Kartoffeln
Öl

Rosenkohl

Butter
Salz, Pfeffer, Muskat
1 Schuss Sherry

und los gehts:

Die Steaks ca. 2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen.

Währenddessen die Pommes allumettes schneiden, zunächst in Scheiben, dann in streichholzartige Streifen und im Wasser ca. 30 Minuten ruhen lassen. Abtropfen, in Geschirrtüchern sehr gründlich abtrocknen und später, während das Fleisch ruht, frittieren. Wir erledigen das in der Heissluft-Friteuse (braucht etwa 15 Minuten).

Die Steaks kurz vor dem Braten von beiden Seiten salzen.

Eine richtig gute Pfanne - und ich meine richtig gut und keine Teflon! - erhitzen, Butterschmalz dazugeben und die Steaks von beiden Seiten kurz und kräftig anbraten. Sofort mit dem groben Pfeffer bestreuen und im Backofen bei ca. 100 Grad Ober-/Unterhitze ruhen lassen.

Wer sich mit dem Garpunkt nicht sicher ist, benutzt ein Bratenthermometer, bei 55 Grad sind die Steaks perfekt medium (für uns sind 53 Grad perfekt).

Das Bratfett abgiessen, Achtung, nicht zu viel, so dass die Röststoffe in der Pfanne bleiben, mit Portwein ablöschen, Crème fraîche zugeben und einreduzieren lassen. Cognac und grünen Pfeffer dazu und mit Salz abschmecken.

Während das Fleisch ruht und die Sauce einreduziert, wäre der perfekte Zeitpunkt, sich den Pommes allumettes und dem Rosenkohl zu widmen....

Und bitte nicht vergessen, die Teller rechtzeitig vorzuwärmen!

Voilà! Bon appétit!










Freitag, 23. August 2019

Papaya-Avocado-Tomaten-Salsa

Papaya-Avocado-Tomaten-Salsa



Der Sommer ist zurück und mit ihm herrliche Temperaturen und passendes Grillwetter.

Diese Salsa mag ich sehr gerne zu gegrillten Hähnchenschenkeln, aber auch zu Fisch und Meeresfrüchten passt sie sehr gut. Diesmal habe ich einen gekochten Pulpo-Arm in Olivenöl, Zitronenabrieb, Knoblauch und gehackter Petersilie über Nacht mariniert, auf den Grill gelegt und bei mittlerer Hitze von jeder Seite ca. 10 Minuten gegrillt. Dabei habe ich den Pulpo mehrmals mit der restlichen Marinade eingestrichen.

Für die Salsa nehme ich:
  • 1/2 Papaya (geschält, Kerne entfernt und in feine Würfel geschnitten)
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 1 Avocado (schön reif, geschält, gewürfelt und sofort in Zitronensaft mariniert, damit sie nicht braun wird)
  • 1 Frühlingszwiebel (in feinste Ringe geschnitten)
  • 1 Handvoll Tomaten oder Cherrytomaten (klein gewürfelt)
  • 2 EL fein gehackte glatte Petersilie, wer mag ersetzt diese ganz oder teilweise durch frischen Koriander
  • 1/2 Chilischote (feinst gewürfelt)
Vinaigrette:
  • 1 EL Oliven- oder geröstetes Sesamöl
  • 1 EL Rotweinessig
  • 1 EL Ahornsirup
  • Salz


und los gehts:

Alle Zutaten vermischen, Öl, Essig, Salz und Ahornsirup zu einer Vinaigrette rühren und ebenfalls mit den Zutaten vermischen.
Abschmecken und ca. 30 min durchziehen lassen.

Voilà!

Montag, 29. Juli 2019

erfrischender Krautsalat = Spitzkohlsalat mit dem i-Tüpfelchen






SALZ FETT SÄURE HITZE sind für die Köchin Samin Nosrat die vier Elemente guten Kochens.

Als mir Christine dieses Kochbuch empfahl, habe ich nicht lange gezögert und es mir bestellt. Mittlerweile habe ich schon vieles daraus nachgekocht und bin noch immer begeistert. Die Tipps vom richtigen Umgang mit dem Salzen z.B. sind das i-Tüpfelchen für diesen Salat aus Weisskohl oder Spitzkohl, der dann ein weiteres Highlight durch in Zitronensaft mazerierte Zwiebelringe bekommt.





ich nehme:

  • 1/2 mittelgrosser Kopf Spitzkohl oder Weisskohl
  • 1/2 kleine rote Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten
  • 4 EL Zitronensaft
  • Salz
  • 1 Handvoll Petersilienblätter, fein gehackt
  • 3 EL Rotweinessig
  • 6 EL Olivenöl, extra vergine


und los gehts:

Den Kohl durch den Strunk vierteln, diesen dann herausschneiden. Anschliessend den Kohl quer in feine Streifen schneiden, am besten geht das mit einer guten Aufschnittmaschine.

Die Kohlstreifen dann in ein Salatsieb geben und über eine grosse Schüssel hängen. Mit zwei grosszügigen Prisen Salz (bei mir war das 1 glatt gestrichener Esslöffel) würzen, um das Wasser herauszuziehen, gründlich wenden und beiseitestellen.

Die Zwiebelringe in einer kleinen Schale mit dem Zitronensaft vermengen und 20 Min. mazerieren.

Nach 20 min das Wasser, dass der Kohl evtl. gezogen hat, abgiessen und in eine Salatschüssel geben. Die mazerierten Zwiebeln (aber ohne den Zitronensaft) und die gehackte Petersilie zugeben. Den Salat mit Essig und Olivenöl anmachen.

Abschmecken und evtl. nachsalzen bzw. den vom Mazerieren übrigen Zitronensaft in kleinen Mengen zugeben, immer wieder probieren.

Kann gut gekühlt oder zimmerwarm serviert werden.



Sonntag, 28. Juli 2019

#Wir retten was zu retten ist: Die legendären Ricotta Gnocchi mit Butter und Salbei







Heute wird wieder gerettet! Die Mitglieder unserer bereits seit März 2014 existierenden Rettungstruppe haben beschlossen, diesmal Gnocchi, Spätzle und Ähnliches in all seinen Variationen vor der Fertigfutter-Industrie zu retten und zu zeigen, wie einfach und köstlich es doch mit Selbstgemachtem schmeckt, ganz zu schweigen von den diversen Horror-Ingredienzien, die sich da auf der Zutatenliste von Fertigprodukten tummeln und die wir nun doch nicht wirklich essen wollen, oder?

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an unsere Administratoren Britta (nebst Ehemann)Barbara und Tamara für ihr Engagement und die Zeit und Mühe, die sie in unser Rettungsprojekt #wirrettenwaszurettenist investieren.

Mein Beitrag sind diese einfach und wirklich schnell gemachten Ricotta-Gnocchi. Ihr braucht hierfür tatsächlich nicht mehr als 15 min!!! Probiert es aus - es lohnt sich!

Das Originalrezept für die 15-Minuten-Ricotta-Gnocchi, das von Nicky
stammt und aus deren wundervollem Kochbuch ich schon häufig Rezepte nachgekocht habe, machte bereits in zahlreichen Foodblogs die Runde, u.a. zu sehen bei Barbara mit einem Rucola-Walnuss-Pesto oder bei Petra von Chili und Ciabatta, die auch gleich eine schöne Geschichte dazu erzählt. Bei Zorra wird sogar eine Videoanleitung geliefert.  ich habe sie schon in unzähligen Varianten zubereitet, z.B. mit Bärlauch, Wildkräutern, Spinat, Kurkuma etc., doch für unsere heutige Rettungsaktion muss es der Klassiker sein.





ich nehme (für 2 Personen:

  • 250 g Ricotta (schmecken auch wunderbar mit Ziegenfrischkäse)
  • 1 Eigelb 
  • 1/2 Tel. feines Meersalz
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • frisch gemahlener weisser Pfeffer (moi: Kampot-Pfeffer)
  • 30 g frisch geriebener Parmesan
  • 50 - 75 g Mehl (plus Mehl zum Bestäuben)
  • 2 EL Butter (moi: Salzbutter)
  • ein paar Salbeiblätter


und los gehts:

  • Evtl. vorhandene Flüssigkeit vom Ricotta abgiessen, mit Eigelb, Gewürzen und Parmesan in eine Schüssel geben und gut verrühren. 
  • Das Mehl zugeben und nur kurz unterrühren. Der Teig ist recht klebrig, aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen. Mehr Mehl würde zu zähen Gnocchi führen und gerade das Wunderbare an diesen Gnocchi ist ja, dass sie so schön samtig-fluffig sind. Ich bin mit 50 g Mehl ausgekommen, werde jedoch beim nächsten Mehl 70 g nehmen, so ein kleines bisschen fester wäre nicht schlecht gewesen.
  • Wichtig ist jetzt, dass das Arbeitsbrett dünn mit Mehl bestäubt wird, dann werden die Gnocchi mit mehlbestäubten Händen fingerdick ausgerollt und mit einem Messer, das ebenfalls in Mehl getaucht wird, in kleine Teigkissen geschnitten. Zügig arbeiten, zu lange Wartezeit lässt die Gnocchi wieder an der Arbeitsfläche kleben.
  • In der Zwischenzeit einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen, eine gute Handvoll Salz hinein und kurz bevor die Gnocchi ins Wasser kommen, einen kleinen Wirbel im Kochtopf veranstalten (dies verhindert ein Klebenbleiben am Topfboden) und dann ca. 2 - 4 min ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. 
  • Währenddessen in einer Pfanne die Salbeiblätter in Butter knusprig braten.
  • Die Gnocchi mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen, in der Salbei-Butter schwenken und sofort servieren, wer mag mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.
Schaut mal bei meinen Mitretterinnen und -rettern vorbei, was es dort an Köstlichkeiten gibt:



Brittas Kochbuch - Basilikum-Gnocchi auf Tomatensauce "Cakes, Cookies and more" - Käse-Knöpfli Madam Rote Rübe - Brotkrumen-Puffer à la Migas al Alentejana mit Gurkensalat BrigittasKulinarium - Ricotta-Spinat-Gnocchi / Strangolapreti lieberlecker - Ricotta Gnocchi Pane-Bistecca - Ricotta-Parmesan Gnocchi BackeBackeKuchen - Kürbis-Kamut-Gnocchi in Champignonsauce CorumBlog 2.0 - Rote-Bete-Gnocchi mit Zucchini-Pesto Unser Meating - Mamas Spätzle Das Mädel vom Land - Melde-Gnocchi mit Vanille und Haselnussbutter genial lecker - Rote Bete-Reibekuchen Bonjour Alsace - Rezept

Sonntag, 30. Juni 2019

une salade folle d'été - ein sommerlicher Salat für heisse Tage



Es ist Sommer - es ist heiss und ich geniesse das! Ich mag nur nicht lange in der Küche stehen. Die Zutaten für diesen Salat kann ich bei noch kühlen Temperaturen frühmorgens vorbereiten und sie dann später einfach nur noch auf einer genügend grossen Servierplatte arrangieren. 





Packt einfach schöne bunte Zutaten darauf. Bei uns waren das:


  • Blattsalat aus dem Garten
  • Thunfisch (in Salzlake)
  • Charentais-Melone
  • Himbeeren
  • Heidelbeeren
  • Radieschen
  • Schinkenstreifen (für Monsieur)
  • Käsestreifen (für mich)
  • evtl. hartgekochte Eier
  • Stücke von grünem Spargel
  • Zuckerschoten in Streifen geschnitten
  • ein paar schwarze Oliven (moi: Taggiasca-Oliven)
  • geröstete Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Sesam
  • Kräuter, was ihr so mögt und gerade zur Verfügung habt
  • ich hab noch mit Borretsch- und Ringelblumenblüten garniert
Ganz zum Schluss eine leichte Vinaigrette aus weissem Balsamico und Olivenöl darüber träufeln. Voilà - das wars!

Wie passend dass gerade das Magentratzerl für das Blog-Event bei zorra
Rezepte für Salat Satt sucht, womit dies hierzu mein Beitrag ist.





Blog-Event CLIV - Salat satt (Einsendeschluss 15. Juli 2019)