Mit schnellen Schritten hält der Herbst auch in unserem Gemüsegarten Einzug. Ein paar Tomaten hängen noch am Strauch und ein paar Zucchini gibt es auch noch. Daraus lässt sich in Windeseile ein Gratin zaubern, das sich als Beilage oder kleines Abendessen eignet.
Montag, 26. September 2022
Das "noch schnell ein paar Tomaten und Zucchini verbrauchen-Gratin"
Mit schnellen Schritten hält der Herbst auch in unserem Gemüsegarten Einzug. Ein paar Tomaten hängen noch am Strauch und ein paar Zucchini gibt es auch noch. Daraus lässt sich in Windeseile ein Gratin zaubern, das sich als Beilage oder kleines Abendessen eignet.
Mittwoch, 7. September 2022
Mein Lieblings-Pasta-Gericht
Heute möchte ich euch endlich einmal mein Lieblings-Pasta-Gericht präsentieren. Unglaublich, dass sich dieses einfach und schnell zubereitete Essen noch nicht auf meinem Blog befindet. Gerade in diese Jahreszeit passt es besonders gut - es ist so herrlich sommerlich (pssst: ich esse es auch im Winter 😄 )und lässt sich sehr gut auch mit den (selbst-konfierten Tomaten) zubereiten. Doch seit ich die eingelegten Tomaten von Marc Peyrey entdeckt habe, verwende ich überwiegend diese. Sie schmecken intensiv nach Tomate, gutem Olivenöl, Thymian und Rosmarin. Natürlich könnt ihr auch frische Tomaten gewürfelt verwenden, ach ganz egal, es müssen einfach beste Zutaten sein.
Zu meinen weiteren Zutaten für die Lieblings-Pasta gehören an erster Stelle natürlich die Nudeln, ich mag gerne Spaghettini, und die selbstverständlich al dente gekocht.
- ca. 200 g Spaghettini
- 2 EL bestes kaltgepresstes Olivenöl
- 2 Knoblauchzehen, geschält und in Stifte geschnitten
- 3 Anchovis, in kleinste Würfel geschnitten
- getrocknete Tomaten in Öl eingelegt, in mundgerechte Stück geschnitten
- 2 EL Kapern, entweder die sizilianischen in Salz konservierten (die müssen dann vorher noch gewässert werden), ich bevorzuge die kleinen eingelegten Nonpareilles
- 3 EL schwarze Oliven in Öl eingelegt, am liebsten nehme ich die Taggiasca-Oliven
- eine Handvoll frisch gehobelten Parmesankäse (am besten natürlich della vacche rosse)
- eine Handvoll Ruccola
Samstag, 23. Oktober 2021
Quinoa, Fenchel, Tomaten, Basilikum, Feta
Ein schnelles, einfach zubereitetes Gericht:
Manchmal hat man keine Lust, aufwändig zu kochen. Es muss schnell gehen und gesund soll es auch noch sein? Dann ist dies das perfekte Gericht. Für solche 'Notfälle' habe ich Quinoa übrigens immer vorgekocht und portioniert im Tiefkühler.
Grundrezept Quinoa:
Im Bioladen gibt es BUNTE Quinoa (schwarz, weiss, rot) in 250 g Päckchen. Ich nehme ein komplettes Päckchen, wasche den oder die Quinoa? gründlich und weiche sie/ihn dann über Nacht in kaltem Wasser ein. Am nächsten Tag Quinoa in der doppelten Menge Wasser köcheln, d.h. in diesem Fall 250 g Quinoa, 500 g Wasser, danach noch ein paar Minuten ausquellen lassen. Reste können eingefroren werden.
ich nehme (für 2 Personen):
- 3 Tassen Quinoa, gekocht
- 1 grosse Fenchelknolle, geputzt und in Streifen geschnitten, das Grün aufheben
- 1 kleine Zwiebel, geschält und in feine Spalten geschnitten
- 2 Handvoll Dattel- oder Cherry-Tomaten, geviertelt
- 1 EL Olivenöl
- Salz, Pfeffer
- wer mag: 1-2 TL Harissa
- 80 g Feta gewürfelt (ich: Knoblauch-Peperoni-Feta)
und los gehts:
Zwiebelspalten in Olivenöl bei milder Hitze und aufgelegtem Deckel andünsten, den Fenchel dazu geben und bissfest mitbraten. Salzen und pfeffern, die zerkleinerten Tomaten mit in den Topf geben, evtl. Harissa dazu, kräftig umrühren und fertig garen. Währenddessen Quinoa in einem separaten Topf erwärmen und dabei leicht salzen.
Kurz vor dem Servieren das Fenchelgrün klein schneiden und untermischen.
Anrichten:
Zuerst Quinoa auf die Teller geben, dann die Fenchel-Tomaten-Mischung. Fetawürfel darüber geben, ich hab es noch mit etwas Basilikum dekoriert, kann man aber auch sein lassen und nur Fenchelgrün nehmen.
Dienstag, 8. September 2020
Confierte Tomaten - den Sommer im Glas einfangen
So wie man bemerkt, dass sich der Sommer langsam dem Ende zuneigt, wird auch die Tomaten-Ernte immer weniger. Meine diesjährige Ernte war ohnehin nicht so ergiebig, die Tomaten waren kleiner als üblich und von der Menge wollen wir erst gar nicht reden. Trotzdem hat meine Ausbeute gereicht für ein paar Gläser confierte Tomaten, denn einen kleinen Wintervorrat brauche ich doch.
Diese grandiose Tomaten-Vorratshaltung habe ich euch schon einmal vorgestellt http://bonjouralsace.blogspot.com/2012/08/tomaten-und-zucchinischwemme-da-hilft.html, aber ich muss es euch immer und immer wieder in Erinnerung rufen - das ist wie Sommer im Glas.
Und los gehts ganz einfach:
Ungeschälte Tomaten (oder Zucchini) halbieren oder vierteln, Kirschtomaten kann man auch ganz lassen, auf einem leicht eingeölten Backblech verteilen, salzen, pfeffern, mit wenig Puderzucker, Honig oder Holunderblütensirup beträufeln, frischer Thymian (oder Rosmarin oder Oregano, je nach Lust und Laune), etwas Olivenöl darüber gießen und ein bis zwei geschälte, in dünne Scheiben gehobelte Knoblauchzehen dazu geben. Für ca. 1 Stunde bei 100 Grad Umluft in den Backofen.
Am besten schmecken sie mir mit Pasta vermischt oder als Pizzabelag:
Freitag, 23. August 2019
Papaya-Avocado-Tomaten-Salsa
- 1/2 Papaya (geschält, Kerne entfernt und in feine Würfel geschnitten)
- Saft 1/2 Zitrone
- 1 Avocado (schön reif, geschält, gewürfelt und sofort in Zitronensaft mariniert, damit sie nicht braun wird)
- 1 Frühlingszwiebel (in feinste Ringe geschnitten)
- 1 Handvoll Tomaten oder Cherrytomaten (klein gewürfelt)
- 2 EL fein gehackte glatte Petersilie, wer mag ersetzt diese ganz oder teilweise durch frischen Koriander
- 1/2 Chilischote (feinst gewürfelt)
- 1 EL Oliven- oder geröstetes Sesamöl
- 1 EL Rotweinessig
- 1 EL Ahornsirup
- Salz
Samstag, 22. September 2018
Viktoria's Tomatensalat mit Wassermelone
Doch nun muss ich meine Zurückhaltung aufgeben, denn dieser Salat von Viktoria Fuchs, den ich bei meinem letzten Aufenthalt dort gegessen habe, ist zu grandios, als dass ich ihn euch vorenthalten könnte. Sie hat ihn bereits in einigen unterschiedlichen Varianten zubereitet - ich durfte ihn mit der hausgemachten Wildbratwurst und Oktopus probieren. Wird er dann auch noch mit dem umwerfenden Lächeln und der überwältigenden Herzlichkeit von ihrer Schwester Kristin Fuchs serviert, dann fehlen mir die Worte und ich kann einfach nur noch geniessen. Ihr könnt diesen Salat ganz leicht nachbasteln, dazu müsst ihr nicht unbedingt den weiten Weg zur Familie Fuchs ins Münstertal auf euch nehmen (und falls es mir doch nicht gelungen sein sollte, euch dies auszureden, habt ihr eine grandiose Entscheidung getroffen!) 😀😊😊
Viktorias Tomatensalat mit Wassermelone, Merguez und Oktopus (von mir leicht abgewandelt)
ich nehme (für 4 Personen):
- 9 Tomaten, verschiedene Sorten und Grössen (z.B. gelbe, grüne, Ochsenherztomaten, verschiedene Kirschtomaten)
- Zucker
- Olivenöl
- Apfelessig
- Zitronensaft
- Basilikum
- 1 Stück Wassermelone
- Salz
- 3 - 4 Merguez
- 2 - 3 Oktopus-Schwänze
Donnerstag, 14. September 2017
eingelegte Tomaten
Diesmal retten wir sauer eingelegtes Gemüse und Obst, essigsauer und milchsauer (wie z.B. Sauerkraut). Meine Kirschtomaten sind gerade wunderbar reif und aromatisch, daher bietet sich dieses köstliche Rezept für eingelegte Tomaten an:
| Quelle: Essen & Trinken 6/2017 |
ich nehme:
20 Kirschtomaten an der Rispe
1 EL schwarze Pfefferkörner
2 Sternanis
80 g Honig
120 ml Apfelessig
2 frische Lorbeerblätter
1 Knoblauchzehe (ungeschält, mit dem Messerrücken angedrückt)
3 TL Fleur de sel
80 ml Olivenöl
und los gehts:
Tomaten ganz kurz (laaangsam bis 5 zählen) in kochendem Wasser blanchieren, mit einer Schaumkelle herausnehmen und häuten. Den Stielansatz keilförmig herausschneiden, falls nötig. Pfefferkörner und Sternanis im Mörser leicht andrücken (wer keinen Mörser besitzt, nimmt einfach den Rücken eines grossen Kochmessers). Honig in einen Topf geben, mit 150 ml Wasser und dem Apfelessig ablöschen, Lorbeer, Knoblauch, Gewürze zugeben und sanft köcheln lassen.
In ein sterilisiertes Einmachglas geben, mit dem heissen Sud begiessen und mit Olivenöl aufgiessen bis alles bedeckt ist. Sobald alles abgekühlt ist, kann man das Glas im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag weiterverwenden, es hält sich aber sicherlich auch ein paar Tage. Ich habe die eingelegten Tomaten 5 Tage später mit frischen Tomaten zur Pasta mit Tomatensugo vermischt und serviert.
Meine Mitretterinnen und Mitretter werde ich noch schnellstmöglich verlinken, damit ihr euch die Sammlung der Köstlichkeiten, die sich alle einfach und schnell selbermachen lassen, anschauen könnt.
Nachtrag: So, nun schaut euch diese wunderbare Sammlung mal an:
auchwas - Rote Bete scharf und süß sauer Barbaras Spielweise - Zucchini, sauer eingelegt Bonjour Alsace - Eingelegte Tomaten Brittas Kochbuch - Süßsauer eingelegte Radieschen Dynamite Cakes - Knoblauch - in Weißwein eingelegt genial-lecker - eingelegte Radieschen German Abendbrot - Eingelegtes Sommergemüse giftigeblonde - Zucchini mit Knoblauch und Chili magentratzerl - Eingelegte ofengeröstete Kirschtomaten Obers triftt Sahne - Saure Pilze our food creations - ganz klassisch Pane-Bistecca - Sauer eingelegte Kirschtomaten Paprika meets Kardamom - Sauer eingelegtes Gemüse auf türkische Art: Karışık Turşu Prostmahlzeit, die Turbohausfrau - Essigzwetschken Summsis Hobbyküche - Eingelegte Bohnen - süß/sauer
Sonntag, 11. September 2016
Zucchinifächer mit Tomaten und Oliven
Bei diesen herrlichen sommerlichen Temperaturen muss ich euch gleich nochmals wärmstens meinen Zucchinifächer ans Herz legen. Ich habe ihn in meinem Tessin-Blog schon mal mit gelben Zucchini vorgestellt, da sieht er noch dekorativer und sommerlicher aus, doch auch diesmal hat er einfach nur grandios geschmeckt. Ausserdem ist dieses Gericht absolut gästetauglich, da einfach und schnell vorzubereiten. Es schmeckt frisch aus dem Backofen, aber auch lauwarm als Antipasto.
ich nehme:
- 2 grosse Zucchini (ca. 700 g), die gelben sind besonders dekorativ
- 500 g Tomaten
- 2 Zwiebeln, geschält, halbiert und in hauchdünne Scheiben gehobelt
- 2 Knoblauchzehen, geschält und in dünne Scheiben gehobelt
- 4 EL Olivenöl
- 6 Zweige Thymian
- 2 Lorbeerblätter
- 125 - 250 ml Weisswein
- 1 kleine Handvoll schwarze Oliven, entsteint, und geviertelt
Zucchini längs halbieren, evtl. nochmal vierteln. die Hälften so in Scheiben schneiden, dass sie fächerförmig auseinander gezogen werden können. In eine genügend grosse Gratinform die Zwiebeln und darauf die Zucchini geben.
Die Tomaten häuten in mitteldicke Scheiben schneiden (wer mag, kann sie auch häuten, ich habe mir das geschenkt) und zwischen die Zucchinieinschnitte stecken.
Salzen, pfeffern, Knoblauch, Oliven, Kräuter und Lorbeerblätter darüber geben und mit dem Weisswein und Olivenöl begiessen.
ca. 45 min bei 200 Grad im Backofen garen.
Dienstag, 25. August 2015
Caponata mit Kirschtomaten und Basilikum
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TitCapo |
Die Caponata ist eine sizilianische Spezialität mit den für Sizilien typischen Geschmacks-Komponenten süss und sauer. Sie wird als Antipasto lauwarm oder kalt gegessen, schmeckt wunderbar auf Bruschetta oder passt, so wie bei uns heute, zu gegrillten Lamm-Ribs.
Caponata mit Kirschtomaten und Basilikum
| 50 | g | Sultaninen | |
| 100 | ml | kochendes Wasser | |
| 3 | rote Zwiebeln; geviertelt, längs halbiert | ||
| 2 | Knoblauchzehen; in dünnen Scheiben | ||
| 300 | g | Zucchini; längs geviertelt, in Scheiben | |
| 1 | Aubergine; in 2 cm Würfeln | ||
| 200 | g | Staudensellerie; Stangen geschält, in 2 cm Stücken geschnitten | |
| 1 | TL | getrockneter Oregano | |
| Salz | |||
| 6 | EL | Olivenöl | |
| 1-2 | TL | Puderzucker | |
| 4 | EL | passierte Tomaten | |
| 6 | EL | Rotweinessig | |
| 30 | g | kleine Kapern | |
| 30 | g | Pinienkerne; geröstet | |
| 200 | g | Kirsch- oder Cocktailtomaten; halbiert oder geviertelt Basilikum | |
Dienstag, 18. August 2015
Roberts Tarte mit Sommergemüsen und der pawlowsche Reflex
Zu einer meiner sonntagmorgendlichen Lieblingsbeschäftigungen gehört das Lesen und Stöbern bei meinen bevorzugten Blogs. Aus irgendwelchen Gründen konnte ich den aktuellen Beitrag bei Robert trotz mehrmaliger Versuche nicht öffnen. Okay, kein Problem, kann ich bestimmt irgendwann nachlesen...
Monsieur und ich hatten noch keinen richtigen Plan, was wir kochen wollten und bastelten dann etwas aus Resten zusammen. Auberginen aus dem Gemüsefach mussten endlich mal verarbeitet werden, vor einigen Tagen bereits geerntete Tomaten ebenfalls, daraus habe ich dann eine Matschpfanne gebastelt, nichts grandioses, irgendetwas alltägliches, ziemlich unansehnliches und nicht fotografierenswertes, was einer Kochunlust entsprungen ist, aber mit schön frischen Kräutern und aromatischem Gemüse trotzdem gut geschmeckt hat.
Abends habe ich dann wieder in Blogs gestöbert und siehe da! Auch Roberts Beitrag liess sich öffnen... und automatisch setzte der Pawlowsche Reflex ein: haben-wollen-haben-müssen.... diese zauberhafte Tarte hat mich sooofort begeistert.. keine Chance auf Nachkochen, ich hatte ja mittags gerade die dafür in Frage kommenden Zutaten vermurkst. Doch die Tarte ging mir nicht aus dem Kopf. Ein Rest des Auberginen-Tomaten-Murks war noch vorhanden... dann heute noch schnell eine Aubergine zugekauft. Tartelettes ob süss oder salzig aus diesem Zauberteig sind immer im Tiefkühler, diese dann heute Abend vorgebacken, den Auberginen-Tomaten-Murks püriert, mit Basilikum gemischt. Ein paar Auberginenscheiben und Zucchinischeiben in etwas Öl in der Pfanne anbraten. Vorsicht, nicht verbrennen lassen so wie ich! Auberginenmus auf die Tartelettes streichen, darauf das Auberginenmus, dann gebratene Auberginenscheiben, dünne rohe Tomatenscheiben und dann kleine Zucchini-Scheiben. Salzen, Pfeffern und nochmals knusprig backen, aber nicht verbrennen lassen, hört ihr?
Für das genaue Rezept schaut doch einfach nochmal bei Robert nach (klick hier) Aber ich mute euch das Foto trotzdem zu, denn es hat selbst in diesem Zustand köstlich geschmeckt. Und ansonsten tröste ich mich mit Roberts Anmerkung: "Derzeit muss ich auch alle Rezepte zweimal kochen, bis sie mir gefallen."
Sonntag, 26. Juli 2015
DIE Sommer-Tarte - Tarte aux tomates
Diese Tarte ist einfach eine Wucht und erfüllt für mich sämtliche Voraussetzungen, die ich an ein sommertaugliches Gericht stelle, vor allem: Sie ist suuuperschnell und einfach gemacht und lässt sich gut vorbereiten (pssst: und wenn es besonders schnell gehen soll und/oder frau besonders faul ist bekomme ich hier im Elsass eine wunderbare Pâte brisée, bereits fix und fertig ausgerollt auf dem Backpapier und das auch noch in Bio-Qualität!)
Seit ich sie bei Katia gesehen habe - und das ist nun auch schon einige Jährchen her - gibt es sie während der Tomatensaison ständig.
Man wirft morgens, wenn es noch kühl ist, mal schnell den Backofen an und hat abends zum Apéritif eine Köstlichkeit auf dem Teller, die auch immer wieder Gäste begeistert. Natürlich schmeckt sie nur dann richtig gut, wenn man sehr schöne reife und vor allem aromatische Tomaten zur Verfügung hat. Bei uns hat gerade die Tomatensaison begonnen und ich habe die ersten aus eigener Ernte genommen, um am Freitag damit Yannick und Caro zu begeistern, die nach der langen Autofahrt von Wien glücklich mit dieser Tarte und einem schön kühlen Rosé (natürlich Corail, liebe Katia) bei uns im Garten sassen.
ich nehme (für eine 28 cm-Form):
Teig:
- 125 g eiskalte Butter
- 125 g Quark 40 % (moi: Ricotta)
- 200 g Mehl
- 1/2 TL Salz
- (wer mag gibt noch getrocknete Kräuter, gerieb. Parmesan und/oder etwas frisch gepressten Knoblauch in den Tarteteig gleich mit dazu, das gibt einen wunderbar würzigen Geschmack)
Mittwoch, 13. August 2014
Chakchouka, Shakshouka oder Shakshuka
Ganz gleich wie man es nennen mag - ich habe dieses Gericht in Tunesien kennen-, kochen- und lieben gelernt und werde es daher weiterhin, so wie man es mir beigebracht hat, Chakchouka nennen. Davon gibt es zwar nicht ganz so viele Varianten, wie es Sand in der Wüste gibt, aber doch schon ein paar, wie z.B. die am weitesten verbreitete Original-Variante mit Tomaten und Paprikaschoten, gerne mag man es auch mit Kartoffelwürfeln und/oder Karotten und eine sehr köstlich schmeckende Chakchouka, die dann allerdings nicht mehr vegetarisch ist, wird mit in Stücke geschnittenen und vorher knusprig gebratenen Merguez zubereitet.
Hier meine ganz persönliche Lieblingsvariante, bei der ich die (mir auch in geschältem Zustand nicht so bekömmlichen) Paprikaschoten einfach weglasse. Ich gebe hier das Original-Rezept wieder:
ich nehme für 4 Personen:
- 1,5 kg Tomaten, geschält, NICHT entkernt, MIT Flüssigkeit
- 2 rote Paprikaschoten, in Streifen geschnitten (moi: weggelassen)
- 4 Zwiebeln, geschält, grob gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, geschält, gepresst
- 1 Chilischote, fein gewürfelt
- 4 EL Olivenöl
- 2 EL Tomatenmark
- 2 TL Raz el Hanout (moi: selbstgemacht - klick hier)
- 2 TL Kreuzkümmel
- Salz, Pfeffer
- 4 Eier
- 1 - 2 EL frisch gehackte glatte Petersilie
und los gehts:
Die Zwiebelwürfel im Olivenöl andünsten, Knoblauch und Chili dazugeben und Tomatenmark mit anrösten. Die Tomaten in nicht zu kleine Würfel schneiden und mit in den Topf geben. Die Gewürze dazu geben und bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Wer Paprikaschoten verwendet, gibt diese an dieser Stelle ebenfalls hinzu.
Vorsicht, nicht die ganze Flüssigkeit verkochen lassen, evtl. ein kleines Glas Wasser zugeben. Das Gericht sollte in etwa die Konsistenz wie auf dem Foto zu sehen ist, haben.
Ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis alles schön weich ist, dann vier Mulden in die Gemüse-Masse drücken und die Eier vorsichtig hineingleiten lassen und so lange mitgaren, evtl. mit aufgelegtem Deckel, bis das Eiweiss gestockt und das Eigelb noch schön flüssig ist.
Mit gehackter Petersilie servieren.
Köööööstlich!!!
Samstag, 13. Juli 2013
Mangold- oder Spinat-Gratin mit Tomaten - für akute Essnotlagen
Laut Katha besteht eine akute Essnotlage unter den folgenden 3 Voraussetzungen
1. Grosser Hunger auf "richtiges" Essen
2. So grosser Hunger, dass 15 Minuten Zubereitungszeit fast schon zu viel sind
3. Der Anspruch, dass "richtiges" Essen zumindest lauwarm zu sein hat.
Sie schreibt weiter, dass in jedem Fall alle Geschmacksrichtungen und mehrere Texturen in einem Gericht vereint sein müssen.
Nun, letzteres erfüllt mein Gericht nicht so ganz, aber es schmeckt grandios, ist schnell zubereitet und macht satt und glücklich. Man kann es heiss, direkt aus dem Backofen, geniessen, es schmeckt allerdings auch lauwarm ausgezeichnet. Es eignet sich als kleines Abendessen, vielleicht mit einem frischen Salat genauso wie als Beilage zum Grillen, vor allem lässt es sich (falls keine "Akute Essnotlage" vorliegt) wunderbar vorbereiten.
Ich nehme für 2 Personen:
- ca. 8 grosse Blätter Mangold, in Streifen geschnitten und entweder im Dampfgarer blanchiert oder in der Pfanne gedünstet (Spinat als Ersatz geht auch, dann ca. 800 g putzen)
- 1 Glas ofenconfierte Tomaten (mein vorletztes!)
- 1 - 2 EL fettfrei in der Pfanne geröstete Pinienkerne, Mandelsplitter gehen auch
- Salz, Pfeffer, Muskat
- Gruyère oder Büffelmozzarella zum Gratinieren
Freitag, 5. Juli 2013
Panzanella auf meine Art
Panzanella ist ein traditionelles toskanisches Gericht: Brotsalat. Lange Zeit konnte ich mir nicht vorstellen, dass mir das schmecken könnte. Ein Salat aus zermanschtem Brot? Das ist doch eher was für Zahnlose, dachte ich immer. Welch wundervolle Geschmacksexplosion ich mir damit entgehen liess, war mir nicht bewusst. Doch irgendwann las ich ein Rezept, bei dem die Panzanella mit knusprig angebratenen Brotwürfeln zubereitet wurde. Das war etwas für mich! Seitdem gibt es in der Tomatensaison öfter diesen Aroma-Bombe.
Als wir letztes Wochenende im Tessin waren, habe ich bei Daniela (klick hier) eine schöne Auswahl von unterschiedlichen alten Tomatensorten aus Italien entdeckt (zu einem horrenden Preis - aber mein Foodie-Herz lachte und ich musste sie haben). Notfalls kann man warten, bis die heimischen Tomaten reifen und nach Tomaten schmecken, doch diese hier waren ihren Preis wert und haben mich begeistert und mir schon mal den Sommer auf den Teller geholt.
Die richtige Wahl der Tomaten ist entscheidend für das Geschmackserlebnis dieses Gerichts. Am schönsten sind viele unterschiedliche Tomatensorten, selbstverständlich auf dem Höhepunkt ihrer Geschmacksreife. Auch alle anderen Zutaten müssen von erster Qualität sein: gutes Landbrot (in der Toscana ungesalzen), feinstes Olivenöl, die besten schwarzen Oliven, Kapern, Anchovis, die ihr auftreiben könnt. Wenn ihr das denn alles zusammenmengt, ist es ein Salat zum Daniederknien.
Ein lauer Sommerabend auf der Terrasse, ein gekühlter Rosé oder ein leichter Rotwein... Jaaaa, bitte mehr davon.
Doch nun genug geschwärmt!
ich nehme (für 2 - 3 Personen)
ca. 1 kg Tomaten (am besten eine bunte Vielfalt, bei mir gelbe, orangene, schwarze, Ochsenherz)
1 kleine rote Zwiebel, geschält, in hauchdünne Spalten geschnitten
1/2 Bund Basilikum, zerzupft, etwas zum Garnieren übrig lassen
ca. 200 g altbackenes Brot
Olivenöl
1 Zweig Rosmarin, die Nadeln feinst gehackt
6 Anchovis-Filets (die Anchovis-Gegner (wink zu Ariane) bzw. die Veggies dürfen sie auch weglassen, auch wenn da eine wichtige Geschmacks-Komponente verloren geht)
2 EL Rotweinessig zum Ablöschen
1 kleine Handvoll schwarze Oliven (moi: Taggiasca), Kern entfernt, geviertelt
2 El Salzkapern, gewässert (notfalls gehen auch andere, dann ganz kurz die Lake abspülen)
Salz, Pfeffer
wer mag: 1 Dose Thunfisch (ich nehme nur noch den mit kleinen Booten geangelten, weissen Thunfisch), Veggies lassen ihn einfach weg
und los gehts:
Die Tomaten würfeln (ich mag es gerne in kleinen Würfeln) und mit dem Zwiebeln, dem zerzupften Basilikum und dem Rotweinessig ziehen lassen. Olivenöl darüber geben. Es ist beabsichtigt, dass die Tomaten Saft ziehen, denn das verbindet sich später auf wunderbare Weise mit den Brotwürfeln.
Das Brot in etwas grössere Würfel schneiden (original zerzupft man es) und in einer Pfanne in Olivenöl unter ständigem Wenden knusprig braten. Vorsicht! Sich dabei niiiicht vom Herd entfernen! Wenn die Brotwürfel von allen Seiten schön knusprig sind, aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.
Die Pfanne kurz auswischen und die zerkleinerten Anchovis mit dem kleingeschnittenen Rosmarin hineingeben und schmelzen lassen. Mit Rotwein-Essig ablöschen.
Nun gehts ans Mischen:
Zu den Tomaten die abgekühlten Brotwürfel geben, sämtliche anderen Zutaten hinzu und mit der warmen Anchovis-Vinaigrette übergiessen. Gründlich durchmischen - aber nicht zermatschen, salzen, pfeffern. Evtl. noch ein bisschen Essig? Oder doch noch ein bisschen Salz oder Pfeffer? Wenn es so schmeckt, dass ihr euch am liebsten mit zwei Gabeln über diesen Salat hermachen möchtet, dann ist es gelungen! Voilà!
Eine sehr schöne Variante von Panzanella habe ich bei Magdalena entdeckt: klick hier
Mein Tipp: Falls doch etwas übrig bleiben sollte: die Brotwürfel rausfischen und den Rest als kleines '"Allein-Zu-Hause-Essen" mit frisch gekochten, knallheissen Linguine (oder Spaghetti) geniessen.
Sonntag, 16. Juni 2013
Überbackene Paradeiser mit Zucchini-Kräuter-Fülle für die Turbohausfrau
Heute ist der 16!!! Das Event lief bis zum 15!!! Oh jeh, liebe Zorra, liebe Susi, darf ich noch mitmachen? Bittebitte, drückt mal beide Augen für mich zu ;-)
Ich habe mir zwar keinen typisch österreichischen Klassiker ausgesucht - Mehlspeisen sind ohnehin nicht so mein Ding - und ausser dem berühmten Wiener Schnitzel kenne ich auch nicht viel österreichische Spezialitäten, dafür habe ich aber ein Gericht von einer Österreicherin gewählt - der wunderbaren Katha - aus ihrem neuesten, äusserst gelungenen Buch "Österreich vegetarisch" Bestellt es doch bitte bei ihr direkt, hier weitere Informationen und der Link zur Buchbestellung: KLICK
So, jetzt geht es aber endlich zum Rezept.
Katha nimmt (für 4 Personen):
- 8 mittelgrosse Paradeiser (Tomaten)
- 2 kleine Zucchini, klein geschnitten oder grob geraspelt, in 2 EL Maiskeimöl (m: Olivenöl) kurz angebraten
- Salz, Pfeffer, Muskat
- 1 Schalotte, geschält, klein geschnitten
- 1/2 Knoblauchzehe, geschält, gehackt
- 2 EL cremiger Frischkässe
- 1 EL Crème fraîche
- 1 TL klein geschnittener Basilikum
- 1/2 TL klein gehackter Thymian
- 2 EL geriebener Emmentaler oder junger Bergkäse (m: Gruyère)
- 2 EL Maiskeimöl (m: Olivenöl)



