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Montag, 21. September 2015

Farfalle mit Thunfisch, grünen Bohnen, Erbsen und Zitrone


Noch immer will ich dem Herbst keinen Platz auf meinem Teller einräumen, dann doch lieber noch ein sommerliches Pasta-Gericht, das durch den frischen zitronigen Geschmack besticht. Ausserdem haben doch die Gemüse-Gartenbesitzer unter euch sicherlich noch grüne Bohnen im Überfluss oder?

ich nehme (für 4 Personen):


  • 350 g Farfalle (oder eine andere Pastasorte)
  • 100 g Bohnen, geputzt, halbiert oder gedrittelt
  • 100 g Erbsen (evtl. TK - oder einfach komplett weglassen)
  • 1 rote Zwiebel, in Spalten geschnitten
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • ca. 150 g Thunfisch aus der Dose (moi: frischer Thunfisch)
  • Abrieb 1/2 Zitrone
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 2 - 3 EL Frischkäse (moi: Ziegenfrischkäse)
  • etwas zusätzlich noch etwas Weisswein zum Glattrühren
  • 1 EL Kapern, in Lake
  • etwas frisch gehackte Petersilie
und los gehts:

Die Pasta nach Packungsanweisung kochen, dabei mind. 2 - 3 min. weniger als angegeben, denn sie garen später in der Pfanne noch nach.
In den letzten Minuten die Bohnen für 8 Min. mitkochen, danach für 2 - 3 min. evtl. die Erbsen.

In der Zwischenzeit die Zwiebelspalten in etwas Öl andünsten, den Thunfisch kurz mitbraten, aber wirklich nur ganz kurz und heftig, sonst wird er trocken. Den Dosen-Thunfisch einfach abgetropft dazu geben. Zitronenschale, -saft und Frischkäse dazu, verrühren.

Nudeln und Bohnen abschütten, etwas vom Nudelwasser evtl. auffangen, das könnte man anschliessend noch für die Sauce brauchen. Alles zusammen in die Pfanne gaben, Kapern und Petersilie unterrühren und abschmecken.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Bibbelches-Bohnesupp

Diese Suppe ähnelt eher einem Eintopf und wird doch in den Sommermonaten, nämlich dann, wenn grüne Bohnen und Zwetschgen gleichzeitig reif sind, zubereitet. Nun aber bitte nicht denken, die Zwetschgen kämen zu den Bohnen in den Topf. Nein, für diese ist eine völlig andere Verwendung vorgesehen. Und das ist eine saarländische Kuriosität, die schon manchen Besucher überrascht hat, denn zu dieser Suppe wird traditionell "Quetschekuche" gegessen, das ist ein Zwetschgenkuchen aus einem dünnen Hefeteig. 




Bei mir gibt es heute das Rezept für die Suppe, fürs Kuchenbacken ist Martin (klick hier) zuständig. Er ist zwar kein Saarländer, aber kann trotzdem einen echt saarländischen Quetschekuchen backen (auch wenn er ihn Zwetschgendatschi nennt), aber schaut mal selbst bei ihm vorbei.

So jetzt aber wieder zurück zu unserer Bibbelches-Bohnesupp:





ich nehme (6 - 8 Portionen):


  • 1 kg Stangenbohnen, falls notwendig gefädelt, dann in Stücke geschnitten
  • 6 mittelgrosse Kartoffeln, geschält und fein gewürfelt
  • 2 - 3 Möhren, geschält und fein gewürfelt
  • 3 Lorbeerblätter
  • ein paar Stiele Bohnenkraut
  • 4 Blätter Liebstöckel, gehackt
  • 100 g durchwachsener Speck, gewürfelt
  • ca. 1,5 Liter Rinderbrühe (moi: selbstgekocht)
  • 1 mittelgrosse Zwiebel, geschält und in kleine Würfel geschnitten
  • 2 EL Butterschmalz
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Mehl
  • 1/2 Bund fein gehackte Petersilie
  • flüssige Sahne nach Geschmack
  • Petersilie


und los gehts:

Die Hälfte der Zwiebel und Speckwürfel in 1 EL Butterschmalz anbraten, gleich mit der Rinderbrühe ablöschen, Bohnen, Kartoffeln, Möhren und die Kräuter dazu und köcheln lassen, bis alles weich, aber nicht zerkocht ist (ca. 15 - 20 min). 

In der Zwischenzeit in einer kleinen Pfanne die restlichen Zwiebelwürfel in dem Butterschmalz anschwitzen, leicht anbräunen, das Mehl darüber streuen und unter ständigem Rühren hellbraun anrösten. Etwas Brühe von der Suppe abschöpfen und zu der Einbrenne geben. Klümpchenfrei anrühren und anschliessend unter die Bohnensuppe rühren. Sie wird dadurch leicht abgebunden und erhält ihren besonderen Geschmack durch die angerösteten Zwiebel.

Im Saarland gehört zum Servieren ein ordentlicher Schluck Sahne in die Suppe. Wer mag, streut noch frisch gehackte Petersilie darüber.

Nachtrag: Wie ich aus den Kommentaren lese, hat diese Suppe bei vielen Kindheitserinnerungen geweckt. Bei mir während des Kochens auch, weil ich den Geschmack meiner Kindheit in dieser Suppe einfangen wollte und überlegte, wie meine Mutter diesen ganz bestimmten Geschmack hinbekommen hat.
Dies sind gute Gründe für das aktuelle Blogevent bei Sandra von Snuggs Kitchen, die unsere Kindheitserinnerungen kennenlernen möchte:


Kindheitserinnerungen