Posts mit dem Label Maronen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Maronen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 25. Oktober 2021

Rehfilet, Burgundersauce, Schneebällchen, Rotkohl, Rosenkohl, Kastanien

Die Wildsaison ist bereits in vollem Gange und es ist Zeit, endlich ein Wild-Rezept zu posten. Die einzelnen Komponenten unseres Tellers machen schon ein bisschen Arbeit, lassen sich aber teilweise gut am Vortag vorbereiten bzw. das Rotkraut kann man schon vorher kochen und eingefrieren. Maronen kaufe ich geschält vakuumiert oder glaciert und bereite sie ebenfalls am Vortag zu. Die Sauce zum Reh lässt sich auch im voraus köcheln, dann müssen am eigentlichen Tag lediglich das Rehfilet, die Schneebällchen und der Rosenkohl zubereitet werden.



ich nehme (für 4 Personen):

  • 12 Rehfilets (beim Metzger vorbestellen)
  • Ghee oder Butterschmalz zum Braten
  • Salz, Pfeffer

für die Sauce (Rezept Essen & Trinken 10/2013) Kann vorab zubereitet werden

  • 1 kg Rehknochen, kleingehackt! und Abschnitte (ebenfalls beim Metzger vorbestellen)
  • 3 El Ghee oder Butterschmalz
  • 700 g Schmorgemüse (Zwiebeln, Karotten, Lauch, Sellerie)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 300 ml Rotwein guter Qualität, ich habe französischen Burgunder genommen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 zerdrückte Wacholderbeeren
  • Salz
  • 2 TL Speisestärke
  • evtl. Orangen-Confiture oder Quittengelee
und los gehts:

Rehknochen und Abschnitte in einem Bräter im Ghee oder Butterschmalz anbraten. Im  vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Umluft 45 Minuten braun rösten.
Inzwischen Gemüse putzen, grob schneiden, zu den Knochen in den Backofen geben und 30 Minuten mitrösten, ebenso das Tomatenmark. Bräter aus dem Backofen nehmen, in einen grossen Topf füllen und erhitzen. Den Rotwein und 2,5 Liter  kaltes Wasser zugeben, ebenso Lorbeer und Wachholderbeeren. Aufkochen, Hitze reduzieren und bei mittlerer Hitze offen kochen lassen.
Durch ein feinmaschiges Sieb giessen, ergibt ca. 800 ml Fond. Diesen Fond offen auf 300 ml einkochen lassen. Salzen. Speisestärke in wenig kaltem Wasser anrührern und die Sauce damit leicht binden. Salzen und abschmecken. Evtl. Orangen-Confiture oder Quitten-Gelee als dezente Süsse zugeben.

für den Rotkohl (kann vorab zubereitet und eingefroren werden):

ich nehme:

  • 1 kleiner Rotkohl (ca. 1 kg)
  • Salz, 1 EL Honig
  • 6 EL Rotweinessig
  • Saft eines frisch ausgepressten Granatapfels
  • 80 g Enten- oder Gänseschmalz
  • 3 Nelken
  • 3 Pimentkörner (mit dem Messerrücken leicht angedrückt)
  • 1 kleines Glas Quittengelee (225 g)

und los gehts:

Falls notwendig vom Rotkohl die äusseren Blätter entfernen, vierteln, den weissen Strunk herausschneiden und in sehr sehr feine Streifen hobeln. In einer Schüssel mit dem Salz, Zucker (oder Honig) und Essig kräftig verkneten. 

Schmalz in einem grossen Topf erhitzen, den Rotkohl darin andünsten. Mit Granatapfelsaft ablöschen. Nelken, Piment und Quittengelee zugeben und zugedeckt ca. 1 Stunde garen (mir war das zu al dente, ich habe den Kohl insgesamt 1:20 Stunden gegart). Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und evtl. verbliebene Flüssigkeit einkochen lassen.

für die Schneebällchen (natürlich könnt ihr auch Gnocchi zubereiten):

  • ca. 1,5 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 2 kleine Eier
  • ca. 150 g Mehl (Weizenmehl Type 550)
  • Salz, Pfeffer, Muskat
und los gehts:

Die Kartoffeln schälen, vierteln und kochen (moi: Dampfgarer). Noch heiss durch die Kartoffelpresse drücken und auskühlen lassen. (Am besten werden die Schneebällchen, wenn man sie schon am Vortag bzw. Vorabend kocht und durchpresst.) Sobald der Teig vollständig abgekühlt ist, die Eier und nach und nach das Mehl darunter mischen, NICHT kneten! Man kann dazu einen Gummispatel verwenden, besser geht es jedoch mit den Händen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig würzen. 

Mit bemehlten Händen zu kleinen Bällchen formen. Einen Topf mit gesalzenem Wasser aufsetzen, sobald das Wasser leicht simmert, die Schneebällchen hineingeben, NICHT kochen lassen! Wenn alle nach oben gestiegen sind, noch 2 Minuten ziehen lassen, dann herausnehmen, abtropfen und servieren.

für den Rosenkohl:

500 g Rosenkohl
1 EL Butter
Salz, Pfeffer, Muskat

und los gehts:

Den Rosenkohl putzen, blanchieren (ich habe ihn im Dampfgarer bissfest gegart), in einen Topf mit der geschmolzenen Butter geben, kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.


für die Kastanien (Maroni):

Während der Saison gibt es im Elsass die glacierten Maronen, davon nehme ich 8 Stück, erwärme sie leicht im Topf, einen Klecks Butter dazu und einen guten Schluck Cognac.
Wer die nicht bekommt, nimmt einfach die vakuumierten Kastanien.

So, nun geht es endlich an die Zubereitung des Rehfilets:

Nicht vergessen: 
  • 4 Teller vorwärmen!
  • die Rehfilets 2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen
Eine schwere gusseiserne Pfanne erhitzen (beschichtete Pfannen sind hierfür ungeeignet), Ghee oder Butterschmalz hinein geben und gut heiss werden lassen.
Die Rehfilets hineingeben und schnell und gründlich von allen Seiten kurz und kräftig anbraten. Achtung! Nicht zu lange! Die Filets sind sehr klein. Salzen und Pfeffern.
2 Minuten im Backofen ruhen lassen.

Anrichten

Den Rotkohl in die Mitte der vorgewärmten Teller geben, darauf die halbierten Rehfilets.
Schneebällchen, Maronen und Rosenkohl darauf anrichten (siehe Foto oben). Das Reh mit etwas Sauce beträufeln - nicht ertränken.
Etwas Sauce getrennt dazu reichen.

Dazu einen schönen Burgunder trinken.



Samstag, 13. Januar 2018

Maronen-Gnocchi mit gebratenem Rosenkohl und Chorizo

Maronen-Gnocchi mit gebratenem Rosenkohl und Chorizo - ein herrliches Gericht für Herbst und Winter



Dieses Rezept habe ich in der aktuellen Ausgabe 2/2018 des Feinschmeckers entdeckt und sofort beschlossen, dass es dies bei uns geben wird. Ich musste nur noch schnell die Zutaten besorgen und los gings. Ein wenig habe ich das Rezept abgewandelt: Da ich mir nicht vorstellen kann, dass die ohnehin schon süsslich schmeckenden Maroni noch zusätzlich mit Honig gesüsst unserem Geschmack entsprechen, habe ich diesen weggelassen. 

Ansonsten muss man richtig grosszügig mit Salz sein, die Maronen-Gnocchi können eine ganze Menge vertragen und ein leicht gehäufter Esslöffel ist okay, sogar, wenn man später noch das Kochwasser salzt. Also nur Mut!

Uns hat diese Pfanne ausgezeichnet geschmeckt und es wird sie sicherlich noch öfter geben. Nur Monsieur ist kein grosser Fan von Chorizo - beim nächsten mal werde ich es evtl. mit einer anderen Wurst, vielleicht Salsiccia, probieren.





ich nehme (für 4 Personen):

400 g mehligkochende Kartoffeln
250 g vorgegarte Maronen (vakuumpack)
2 EL Kastanienhonig (moi: weggelassen)
150 ml Sahne
2 Eigelbe
150 g Mehl (moi: Dinkelmehl)
1 leicht gehäufter EL Fleur de Sel, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
400 g Rosenkohl
200 g Chorizo, in Scheiben bzw. Halbmonde geschnitten
30 g Butterschmalz
50 g Butter

und los gehts:

Kartoffeln mit der Schale in den Dampfgarer geben und in ca. 30 min bei 100 Grad garen. Noch heiss schälen und durch die Kartoffelpresse geben.

Während die Kartoffeln garen, die Maroni hacken und in Sahne für ein paar Minuten sanft einkochen lassen (Honig habe ich weg gelassen, die Maroni sind süss genug). Anschliessend mit dem Zauberstab fein pürieren.

Das Maronipüree, Eigelbe und Mehl zu dem Kartoffelpüree geben, salzen und pfeffern. Keine Angst, die Masse schmeckt ziemlich salzig, aber genau so ist das richtig, beim späteren Garen verliert sich der Salzgeschmack.

Alles zu einem glatten Teig verkneten und zu ca. 2 cm dicken Rollen formen. Diese in kurze Stücke teilen. 

Rosenkohl putzen, halbieren und in kochendem Salzwasser 4 - 5 min weich garen (moi: Dampfgarer 120 Grad, 2 Min.)

Gnocchi in sanft köchelndem Salzwasser ca. 5 Min. garen, mit einem Schaumlöffel herausheben, abtropfen lassen und in heissem Butterschmalz zusammen mit dem Rosenkohl in einer grossen Pfanne bei mittlerer Hitze ca. 8 Min. braten. Dabei gelegentlich mit einem grossen Pfannenwender mischen.

Dann die Chorizo dazu geben und weitere 5 min mitbraten. Butter unterschwenken, nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp: Sowohl Gnocchi als auch Rosenkohl lassen sich am Vortag zubereiten und können dann am nächsten Tag in der Pfanne gebraten werden. Dann ist dieses köstliche Gericht blitzschnell zubereitet.






Samstag, 28. März 2015

ofengerösteter Rosenkohl mit dem gewissen Knusper-Etwas





Bevor nun der Frühling sich tatsächlich durchsetzt muss ich euch noch unbedingt dieses Rezept vorstellen. Vielleicht habt ihr ja noch Reste von Rosenkohl im Tiefkühler bzw. vielleicht müssen sogar noch Reste aus dem Garten aufgebraucht werden. Auf jeden Fall lohnt sich das Nachkochen unbedingt, denn es schmeckt einfach genial. Ich habe das Rezept bei Susanne entdeckt und habe gleich noch den Knusper, den ich ebenfalls als Zutat für ein anderes Rezept bei ihr gesehen habe, mit kombiniert.




Da wir nur noch 200 g Rosenkohl im Tiefkühler hatten, Susanne allerdings im Rezept 500 g notierte, habe ich den Rest mit Kastanien ergänzt, was eine wunderbare Komposition ergab.



Bestreut habe ich das Ganze kurz vor dem Servieren mit dieser Knuspermischung, die perfekt dazu gepasst hat.


Ich beginne mal mit der Knuspermischung, die sich auch für Salate bzw. andere Kombinationen eignet:
  • 1 EL Fenchelsaat
  • 1/2 TL Salz
  • 1 1/2 TL Agavensirup oder Honig
  • 40 g Sonnenblumenkerne
  • 25 g gehackte Walnüsse
  • 25 g Sesam
  • 1 EL Olivenöl
Den Backofen auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Fenchelsaat mit Honig und Salz im Mörser zerstoßen. Kernemischung in eine Schüssel geben, die Fenchelmischung hinzufügen. Dann 1 EL Wasser und das Öl unterrühren. Die Mischung auf dem Blech verteilen und im heißen Ofen ca. 6-8 min rösten (ich wollte es besonders knusprig und etwas gebräunter, daher habe ich insgesamt ca. 20 min geröstet). Herausnehmen, abkühlen lassen und in einem Schraubglas aufbewahren.

für den Rosenkohl:

  • 250 g Rosenkohl
  • 200 g Kastanien
  • Saft und Schale einer kleinen Bio-Orange
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Honig
  • Salz, Pfeffer
und los gehts:

Für den Rosenkohl den Ofen auf 200°C vorheizen. Die Röschen waschen, putzen und längs (also von Stielansatz zu Spitze) halbieren. Röschen mit den Kastanien in eine Auflaufform geben. Mit Orangensaft und -schale, Olivenöl und Honig gründlich vermengen, salzen und in den heißen Ofen geben. Ca. 30 min backen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der Kernenmischung bestreut servieren.