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Sonntag, 26. Mai 2019

#Wir retten was zu retten ist: Pizza tonno e cipolle





Schaut einmal in den Tiefkühl-Schränken und -Truhen der diversen Lebensmittel-Ketten und Supermärkte nach, wieviel Pizzen es dort gibt. Für mich ist das immer erschreckend und vor allem: SOOO ÜBERFLÜSSIG! Wie schnell ist doch ein Pizzateig gemacht. Vor allem, wenn man weiss, dass sich so ein Teig wunderbar mit einer geringeren Hefemenge als im Rezept angegeben, 2 - 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren lässt. Und erst die Tomatensauce, die natürlich als Belag unerlässlich ist: Kocht sie doch in grösseren Mengen vor und gefriert sie in Einzelportionen ein.

Und weil das alles so einfach ist, haben die Mitglieder unserer bereits seit März 2014 existierenden Rettungstruppe beschlossen, diesmal Pizza in all ihren Variationen vor der Fertigfutter-Industrie zu retten und zu zeigen, wie einfach und köstlich es doch mit Selbstgemachtem schmeckt, ganz zu schweigen von den diversen Horror-Ingredienzen, die sich da auf der Zutatenliste von Fertigprodukten tummeln und die wir nun doch nicht wirklich essen wollen, oder?



Ich beteilige mich an unserer Rettungsaktion diesmal mit einer Variante meiner absoluten Lieblingspizza: PIZZA AL TONNO E CIPOLLE! Pizza mit Thunfisch und Zwiebeln. Die Variante hierzu habe ich bei Felix entdeckt (klick hier). Er hat in dieses Rezept ein paar i-Tüpfelchen eingebaut, die mittlerweile auch bei mir künftig unverzichtbarer Bestandteil meiner Lieblingspizza werden: in Öl marinierte hauchdünn gehobelte Scheiben von Knoblauch und in Wein am Vortag gekochte dünne Streifen von Chilischoten und getrockneten Tomaten, doch seht selbst bei ihm nach, sein Blog ist ohnehin seeehr lesenswert.

Doch nun schaut euch meine Variation an, die ein wenig dunkel geraten ist, doch ich liebe nun mal eine richtig dünne, knusprige Pizza.

Den Teig habe ich im Thermomix gemacht, doch das darf jeder halten, so wie er will. Für mein Teigrezept schaut hier.klick

Das Rezept für den Belag gibt es frei nach Felix jetzt:

30 g getrocknete Tomaten, in feine Streifen geschnitten
2 Chilischoten, rot, entkernt und in feine Streifen geschnitten
50 ml Weisswein
1/2 TL gemörserte Fenchelsamen

alles zusammen in einem kleinen Pfännchen am Vorabend kurz aufkochen lassen und nach dem Abkühlen bis zum nächsten Tag kühl aufbewahren.

2 Knoblauchzehen, geschält, hauchdünn gehobelt (am besten mit dem Trüffelhobel)
3 EL Olivenöl

kurz erhitzen, zur Seite stellen bis zum nächsten Tag

Am Tag der Zubereitung:

2 Frühlingszwiebel

nur die weissen und gelben Teile in dünne Scheiben schneiden, zur Seite stellen

ca. 100 g Passata oder eine andere dickflüssige Tomatensauce kräftig würzen, auf den Pizzateig geben

darauf eine Dose zerpflückten Thunfisch (ich bevorzuge in diesem Fall den in Öl eingelegten)

eine kleine Handvoll schwarze Oliven, halbiert darauf verteilen

80 g Büffel Mozzarella, fein gewürfelt

alle Zutaten inkl. der Tomaten/Chili-Streifen und des Knoblauchs auf der Pizza verteilen, in den Ofen schieben und je nach Anleitung backen

(ich: Den Rost im Backofen umgedreht, d.h. mit der gewölbten Seite nach oben, auf den Boden des Backofens stellen, den belegten Pizzastein darauf geben und für 25 bis 30 min bei 220 Ober-/Unterhitze knusprig backen.)

Ein grosses Dankeschön an unsere Administratoren Britta, Barbara und Tamara für ihr Engagement und die Zeit und Mühe, die sie in unser Rettungsprojekt #wirrettenwaszurettenist investieren.


Für weitere super Rezepte schaut auch doch auch mal bei meinen Mitretterinnen und -rettern um:


Brittas Kochbuch - Pizza Pasta Barbaras Spielwiese - Foodblog - Tiefkühlpizza selbstgemacht (mit Variationen) Cakes, Cookies and more - pizza Turbohausfrau - Pizza bianca mit Käse Brotwein - Pizza diavolo - scharfe Salami Pizza Madam Rote Rübe - Knusprige American-Vollkorn-Pizza mit Mozzarella-Käserand BrigittasKulinarium - Pinsa-romana lieberlecker - Pizza Miss Anna Antonia-Herzensangelegenheiten - Pizza international Pane-Bistecca - Ravioli Pizza BackeBackeKuchen - Dinkel-Calzone mit Spinat-Camembert-Füllung CorumBlog 2.0 - Pizza mit Rhabarber und mehr... Das Mädel vom Land - Pizza Margherita mit Tomatenblätterteig evchenkocht - BBQ Chicken Pizza-Sonne genial lecker - Familienpizza Bonjour Alsace - PIZZA TONNO E CIPOLLE 1x umrühren bitte aka kochtopf - Pizza mit Zucchini & Chorizo Our food creations - Pizza Piccolini Bianca) katha-kocht! - Salami-Schinken Pizza mit Artischocken und Oliven

Samstag, 23. Februar 2019

Meine beste knusprigste Pizza

Pizza halb und halb - einmal für Monsieur (linke Hälfte), einmal für Madame (rechte Hälfte)




Eine Pizza ist für uns der ideale Spielplatz, um uns mit unseren unterschiedlichen Geschmäckern auszutoben: Monsieur isst keine Tomaten (und sowieso nichts Rotes - ausser Tatar); Madame isst kein rotes Fleisch - und erst recht kein Tatar (manchmal kommt es allerdings vor, dass sie ein Steak isst und dass liebt sie ziemlich rot, also medium rare).

Eine Pizza können wir nach unseren unterschiedlichen Vorlieben belegen: Monsieur bekommt die Hälfte links im Bild und belegt sie mit (in dieser Reihenfolge) Crème fraîche, hauchdünnen Scheiben von roten Zwiebeln, etwas Thunfisch, Scheiben von hartgekochten Eiern, Mozzarella.

Madame belegt die rechte Seite mit:
Tomatensauce (naürlich selbstgemacht), Thunfisch, hauchdünnen Scheiben von roten Zwiebeln (ihr merkt: manchmal nähern wir uns in Geschmacksfragen auch an ....) Oregano, Chili, Mozzarella.

Der Belag ist schon wichtig, doch das Wichtigste bei einer guten Pizza ist der Boden. Für uns soll er dünn und vor allem knusprig sein. Wenn wir ihn in Tortenstücke teilen, darf beim Hochhalten die Spitze nicht nach unten kippen, sondern muss ihre Knusprigkeit durch Standhaftigkeit beweisen.

Um diesen Idealzustand zu erreichen, probieren wir es zu Hause mit unterschiedlichen Teigen aus, aber auch mit unterschiedlichen Pizzasteinen und Blechen. Alles, was derzeit auf dem Markt ist und als halbwegs tauglich erscheint, befindet sich mittlerweile in unserem Schrank. Manchmal gehen wir aus purer Verzweiflung dann in eine Pizzeria .....

Als ich vor einiger Zeit bei Tanja (klick hier) eine äusserst ansprechende Pizza entdeckte, wollte ich erst weiterblättern, doch dann wurde ich aufmerksam auf diesen besonderen Pizzastein, genannt die White Lady.  Ich grübelte einige Tage über dessen Anschaffung nach und dann bestellte ich ihn, inklusive Zubehör, d.h. Teigroller und Pizzaschneider. Genial! Monsieur und Madame sind unisono begeistert!

So, nun will ich euch endlich das Rezept für den Pizza-Teig aufschreiben. Mein Teig ist mit dem Thermomix zubereitet - aber das kann ja jeder halten wie er will. 


Ich nehme für 1 "White Lady" (ausreichend für 3 Personen mindestens)

125 g Wasser
15 g frische Hefe
1 TL Honig
250 g Mehl (moi: italienisches 00-Mehl, es gehen aber auch ganz normales Weizen- oder Dinkelmehl)
1 EL Olivenöl
1/2 TL Salz
Oregano

und los gehts:

Wasser, Honig und Hefe in den Mixtopf des Thermomix geben und 1 Min/37°C/Stufe 2 mischen

Olivenöl, Salz, wer mag Oregano und Mehl zufügen. 2 min/Teigknetstufe zu einem Teig verkneten.

Teig in eine abgedeckte Schüssel geben und ca. 35 min an einem warmen Ort gehen lassen.

Währenddessen die White Lady gut einfetten. Nach der entsprechenden Zeit den Pizzateig auf die Pizzaplatte geben und mit dem Teigroller von der Mitte aus gleichmässig auf dem Stein verteilen.

Belegen nach den persönlichen Vorlieben.

Den Rost im Backofen umgedreht, d.h. mit der gewölbten Seite nach oben, auf den Boden des Backofens stellen, den belegten Pizzastein darauf geben und für 25 bis 30 min bei 220 Ober-/Unterhitze knusprig backen.

Mit dem speziellen Pizzaschneider lässt sich auch der knusprige Rand perfekt durchschneiden und das sogar auf dem Pizzastein!




Dienstag, 9. Februar 2016

getrennte Verhältnisse: Pizza

Mindestens einmal im Monat muss es Pizza bei uns geben. Dabei haben wir einen völlig unterschiedlichen Geschmack: Für Gerhard darf keinesfalls Tomatensauce auf seine Pizza, für mich ist dies allerdings ein MUSS. 



Mittlerweile ist es in den Pizzerien ein Leichtes, eine sogenannte Pizza Bianca zu bestellen. Die meisten haben eine oder mehrere Varianten davon auf der Karte, sei es mit Mascarpone, mit Mozzarella, Gorgonzola oder anderen diversen Käsesorten. Und endlich muss sich Monsieur nicht mehr anhören, dass die Pizza ohne Tomatensauce trocken werde. Selbst der leidenschaftlichste Pizzaiolo hat eingesehen, dass man auch eine gute Pizza saftig und knusprig ohne Tomaten fabrizieren kann. Nur zu Hause von mir muss er sich noch immer anhören, dass dies keine  richtige Pizza, sondern ein abgewandelter Flammkuchen sei, den man sich von den Elsässern abgeguckt habe ;-)




Zu Hause herrschen bei der Pizza-Herstellung streng getrennte Verhältnisse: auf meine (rechte) Hälfte kommt Tomatensauce, dann kommt in der Mitte ein breiter Streifen OHNE Tomaten und OHNE Crème - dies ist das Niemandsland (damit sich auch ja kein bisschen Tomatensauce auf Gerhards Hälfte verirrt) und anschliessend wird die linke Hälfte mit Crème fraîche und geriebenem Käse belegt. Darauf dann vorher angedünstete Zwiebelringe und noch ein bisschen gekochter Schinken und ein paar in Ringe geschnittene Chili. 




Die rechte tomatenrote Hälfte wird mit Kapern, gedünsteten Zwiebelringen, grünen eingelegten Peperoni und ein paar Stücken vom selbst eingekochten Thunfisch belegt, darauf kommen ein paar Mozzarellawürfel und Oregano. 

Als Teig nehmen wir meinen bewährten Pizzateig - Rezept gibt es hier (klick)

Samstag, 16. November 2013

Calzone mit Weintrauben und Walnüssen

Auf dem wunderbaren Blog Tomatenblüte von Sybille ist es leider etwas ruhig geworden. 

Ob ich Dich vielleicht ein wenig mit den bei Dir gefundenen und nachgebackenen Calzone aus der Reserve locken kann, liebe Sybille?

Vielen Dank für dieses tolle Rezept, sie sind superschnell gemacht und einfach nachzubacken und passen gerade jetzt in diese Jahreszeit perfekt.

Sybille hat sie bei Jamie Oliver entdeckt, der sie anstelle von Walnüssen mit Pinienkernen zubereitet hat.



ich nehme:

oder nehmt einfach euren Lieblings-Pizzateig mit ca. 250 g Mehl
  • 1Handvoll            kernlose Trauben
  • 1Handvoll            Walnusskerne, grob gehackt
  • 2 El                      Vin Santo (moi: Portwein)
  • 1Prise                   Zimt
  • 1 kleiner Zweig    Rosmarin abgezupft und gehackt.
  • 1El                       Olivenöl

  • Alles vermischen. Wer sich mit dem Füllen leichter tun will, einfach alles kleiner schneiden/hacken.


und los gehts:
Sybilles Tipp für den immerwährenden Pizzateig: Vom Pizzateig einfach soviel wegnehmen wie ihr braucht und den Rest mit 100g Mehl und ca. 80ml Wasser verkneten. Alles wieder in den Kühlschrank und alle 2-3 Tage wieder mit Mehl, Wasser und gelegentlich Salz und einem Tl Honig füttern. So habt ihr immer Hefeteig zur Hand. Für Pizza, Brot oder Brötchen…. nur aus dem Kühlschrank nehmen und 1-2 Stunden gehen lassen.
Backofen auf 220° vorheizen. Mit Pizzastein, wer einen hat.
Teig dünn ausrollen.
10 kleine Kreise mit ca. 10cm Ø ausstechen.
Füllung in die Mitte setzen und die Ränder zusammendrücken.
Kurze Rosmarinspießchen durchstecken.
10 Minuten backen.

Mittwoch, 27. März 2013

Zeit für Pizza: Gorgonzola-Thymian-Pizzette und Pizzette mit confierten Tomaten und Mozzarella

Luna von Luna's Philosophy ist die aktuelle Event-Gastgeberin in Zorras Kochtopf und hat sich "Pizza" als Thema für das Blog-Event ausgesucht. Da mache ich doch gerne mit und schwinge den Pizzateig in die Luft.

Blog-Event LXXXVI - We ♥ Pizza (Einsendeschluss 15. April 2013)


Ich liebe Pizza in allen Variationen und seit ich diesen genialen Pizzateig für mich entdeckt habe, den ich auch schon mal mehrere Tage im Kühlschrank lagere, kommt sie bei uns noch häufiger auf den Tisch des Hauses bzw. in den Backofen. 





Zutaten für den Teig:  (vom fertigen Teig werden nur ca. 150 g benötigt, der Rest kommt für ein nächstes Mal wieder zurück in den Kühlschrank)
  •     300     Gramm  Mehl 550 (moi: Type 00)
  •     180     Gramm  Wasser
  •         2     TL Salz
  •         6     Gramm  frische Hefe
  •         3      Teel. Olivenöl

Rezept ergibt 4 Pizzette, ausreichend für 2 nicht allzu hungrige Esser:
Zutaten für den Belag:
Gorgonzola-Thymian-Pizzette:
  • 2 EL Crème Fraîche
  • 30 g Gorgonzola
  • 30 g Fontina
  • frisch geriebener Parmesan
  • frischer (notfalls getrockneter) Thymian
  • Salz, Pfeffer
Pizzette mit Tomaten und Mozzarella:
  • 2 - 3 EL ofenconfierte Tomaten - ansonsten die Lieblingspizza-Tomatensauce
  • ca. 50 g Fontina oder Büffelmozzarella
  • aromatisches Basilikum (ansonsten frischen Thymian oder Oregano verwenden)


und los gehts:
Hefe, Salz, ein bisschen vom Wasser miteinander vermischen, gut
20 Min stehen lassen, dann mit allen anderen Zutaten zusammen (bis auf das Olivenöl) in
die Rührschüssel geben, gut kneten, Olivenöl langsam dazu laufen lassen;
insgesamt ca. 8 - 10 Min kneten.
Den Teig in 2 Teile teilen und zu Kugeln formen. Eine
Schüssel leicht mit Olivenöl auspinseln, die Teigkugeln hinein
legen und alles mit Folie oder einem Gefrierbeutel abdecken und in
den Kühlschrank stellen; da kann er einige Tage stehen bleiben (Man
kann also gut mehrere Portionen im voraus zubereiten und dann immer
nur so viele Teigkugeln nehmen, wie man gerade braucht, den Rest
dann wieder in den Kühlschrank stellen)
Falls vorhanden, rechtzeitig Backsteine im Backofen 30 bis 60 Minuten
bei 250 Grad aufheizen lassen.
Die benötigten Teigkugeln mit der Hand gut durchkneten und wieder zu
Kugeln formen, diese dann Zimmertemperatur annehmen lassen (30 - 60
Min genügen), nun den Teig in vier Teile trennen und Pizzette formen, evtl. Backpapier benutzen (moi: auf dem mit Weizengrieß bestreuten Brotschieber).
Für die weissen Pizzette zwei der Pizzette mit der Crème fraîche bestreichen, mit den kleinen Käsewürfeln belegen, evtl. Parmesan darüber streuen und mit Thymian bestreuen.
Für die roten Pizzette Pizzasauce oder confierte Tomaten mit einem Esslöffel auf der Oberfläche der Pizzette verstreichen, mit den kleinen Käsewürfeln belegen, evtl. mit Parmesan bestreuen, Basilikum oder Thymian darüber geben.
Im vorgeheizten Backofen backen bis sie schön knusprig sind und der Belag Blasen wirft.



Besonders gut haben uns die weissen geschmeckt - ich finde Gorgonzola und Thymian passen wunderbar zusammen.



Auch wenn uns die wunderbare, aus Rom bloggende Ariane darüber aufklärt, dass die Italiener zur Pizza Bier trinken, schmeckt mir ein leichter Rotwein dazu am besten.

Samstag, 23. Februar 2013

Pizza Bianca mit Mozzarella, Mascarpone, Zwiebeln und Lardo



Kürzlich haben wir im Tessin im Ristorante Vecchio Tiglio in Losone in der Nähe von Ascona köstliche Pizzen (klick hier) gegessen. 

Die von Gerhard bestellte Pizza Bianca wollten wir zu Hause nachbacken. Das haben wir heute in die Tat umgesetzt. Sie ist uns ausgesprochen gut gelungen. Den Teig habe ich wieder mit meinem bewährten Pizzateig zubereitet, den man ruhig einige Tage im voraus fertig stellen kann. Er wird mit jedem Tag, den er länger im Kühlschrank verbringen darf, besser.

Zutaten für den Teig:  (soviel Teig abnehmen wie man für 2 dünne, runde Pizzaböden braucht, den Rest wieder mit Mehl und Wasser vermischen und zurück in den Kühlschrank stellen)
  •     300     Gramm  Mehl 550 (moi: Type 00)
  •     180     Gramm  Wasser
  •         2     TL Salz
  •         6     Gramm  frische Hefe
  •         3      Teel. Olivenöl
Zutaten für den Belag:  für zwei Pizzen
  • 2 Zwiebeln, geschält, halbiert und in hauchdünne Scheiben geschnitten oder gehobelt
  • 4 EL Mascarpone (moi: Crème Fraîche)
  • 1 Büffelmozzarella
  • Salz, Pfeffer
  • 8 hauchdünne Scheiben Lardo
und los gehts:
Hefe, Salz, ein bisschen vom Wasser miteinander vermischen, gut 10 -
20 Min stehen lassen, dann mit allen anderen Zutaten zusammen (bis auf das Olivenöl) in
die Rührschüssel geben, gut kneten, Olivenöl langsam dazu laufen lassen;
insgesamt ca. 8 - 10 Min kneten.
Den Teig in 2 Teile teilen und zu Kugeln formen. Eine
Plastikschüssel leicht mit Olivenöl einölen, die Teigkugeln hinein
legen und alles mit Folie oder einem Gefrierbeutel abdecken und in
den Kühlschrank stellen; da kann er einige Tage stehen bleiben.(Man
kann also gut mehrere Portionen im voraus zubereiten und dann immer
nur so viele Teigkugeln nehmen, wie man gerade braucht, den Rest
dann wieder in den Kühlschrank stellen)
Falls vorhanden rechtzeitig Backsteine im Backofen 30 bis 60 Minuten
bei 250 Grad aufheizen lassen.
Die benötigten Teigkugeln mit der Hand gut durchkneten und wieder zu
Kugeln formen, diese dann Zimmertemperatur annehmen lassen (30 - 60
Min genügen), nun Pizzen formen, evtl. Backpapier benutzen (moi: auf dem mit Weizengrieß bestreuten Brotschieber), mit je 2 EL Mascarpone bestreichen, die Zwiebelscheiben darauf geben (sie müssen wirklich hauchdünn sein, evtl. auch kurz blanchieren), den gewürfelten oder zerzupften Mozzarella darüber geben und bei 250
Grad 10 Minuten backen. (moi: bei 280 Grad 7 - 8 Minuten). Sofort nach dem Backen mit den   Lardoscheiben belegen und servieren. Wir haben noch etwas Valle Maggia Pfeffer darüber gestreut.


Dienstag, 4. September 2012

Pissaladière - die südfranzösische Pizza



Zurzeit habe ich einen richtig guten Lauf - alle Teiglinge, ob Brote oder Tartes, alles gelingt super, kein Murks, kein Ugly für Heike. Das muss ich ausnutzen und gleich noch eine Art Tarte hinterherschieben: Pissaladière ist die französische Antwort auf Pizza und passt wunderbar frisch und heiß aus dem Ofen, aber auch perfekt lauwarm und kalt als kleines Abendessen oder zum Picknick. In kleine Stückchen geschnitten ist sie ein herrlich köstlicher Bissen für einen Apéritif.

Pissaladière kenne ich noch von unseren früheren Familienurlauben, den ich mit meinen Eltern meistens an der Côte d'Azur verbrachte. Da gab es diese köstlich duftenden Stücke morgens schon beim Baguette-Holen in der Boulangerie auf der Theke zu bewundern.

Als Teig habe ich (wie immer in letzter Zeit) DEN Pizzateig von Eva/Marla verwendet, der mir, seit ich ihn zum ersten Mal ausprobiert habe, nie mehr ausgeht. Immer ruhen ein bis zwei Portionen davon im Kühlschrank. Nach 10 - 14 Tagen, falls er bis dann noch nicht aufgebraucht sein sollte, wandert er in den Tiefkühler und es wird neuer Teig produziert, der dann wieder im Kühlschrank reifen kann. So hat man stets einen schnellen Teig zur Hand für z.B. solche Spontaneinfälle wie diese Pissaladière.




ich nehme:

1 Portion Pizzateig (für ein eckiges Backblech), diesen hier
500 g Zwiebeln, geschält, halbiert und in dünne Scheiben geschnitten
1  EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
ein paar Anchovis
ein paar schwarze Oliven

los gehts:

Den Teig rechtzeitig Zimmertemperatur annehmen lassen. Backofen mit Backstein auf 220 Grad Ober-Unter-Hitze vorheizen (wer keinen Backstein hat, darf trotzdem mitmachen ;-).  Die Zwiebeln in etwas Olivenöl andünsten, salzen, pfeffern und abkühlen lassen. Den Teig auf Backpapier ausrollen oder auseinander ziehen, mit der abgekühlten Zwiebelmasse bestreichen. Die Anchovis gitterartig auf den Zwiebeln arrangieren, ein paar schwarze Oliven darüber geben und für ca. 20 bis 25 min backen.


Samstag, 14. Juli 2012

Pizza Eva - für mich die ultimative Pizza



Jeder hat sein eigenes, ganz spezielles Rezept für Pizzateig, worauf sie/er schwört. Micha von Grain de sel z.B. bereitet sie nach diesem Rezept zu (klick hier), bei Robert von lamicacucina gibt es diese Pizza  und ich habe sie bisher nach Jamie Oliver zubereitet, wie z.B. hier. Zorra schrieb in einem Kommentar, ich solle es doch mal mit viel weniger Hefe und längeren Garzeiten probieren. Da fiel mir ein, dass in vielen Blogs der Pizzateig von Eva (klick hier) gelobt wird, auf einen Versuch kommt es an. Mittlerweile habe ich die Pizza nach Evas Rezept schon viele Male gebacken - ein anderes Rezept brauche ich nicht mehr. Dieser Tag ist so was von genial, probiert es aus. Besonders gut gefällt mir, dass ich ihn viele Tage im voraus vorbereiten kann. Eva schreibt, man soll ihn mindestens ein bis zwei Tage im Kühlschrank ruhen lassen - er werde von Tag zu Tag besser. Kürzlich habe ich eine Pizza gebacken mit Teig, der ca. 14 Tage im Kühlschrank lag - das war bisher die beste Pizza. Es stimmt, der Teig wird mit jedem Tag im Kühlschrank besser.



Zutaten
    300     Gramm  Mehl 550 (moi: Type 00)
    180     Gramm  Wasser
      1     klein. TL Salz (moi: 2 TL Salz)
      6     Gramm  frische Hefe
      3      Teel. Olivenöl

Zubereitung
Hefe, Salz, ein bisschen vom Wasser miteinander vermischen, gut 10 -
20 Min stehen lassen, dann mit allen anderen Zutaten zusammen (bis auf das Olivenöl) in
die Rührschüssel geben, gut kneten, Olivenöl langsam dazu laufen lassen;
insgesamt ca. 8 - 10 Min kneten.
Den Teig in 2 Teile teilen und zu Kugeln formen. Eine
Plastikschüssel leicht mit Olivenöl einölen, die Teigkugeln hinein
legen und alles mit Folie oder einem Gefrierbeutel abdecken und in
den Kühlschrank stellen; da kann er einige Tage stehen bleiben.(Man
kann also gut mehrere Portionen im voraus zubereiten und dann immer
nur so viele Teigkugeln nehmen, wie man gerade braucht, den Rest
dann wieder in den Kühlschrank stellen)
Falls vorhanden rechtzeitig Backsteine im Backofen 30 bis 60 Minuten
bei 250 Grad aufheizen lassen.
Die benötigten Teigkugeln mit der Hand gut durchkneten und wieder zu
Kugeln formen, diese dann Zimmertemperatur annehmen lassen (30 - 60
Min genügen), nun Pizzen formen (moi: auf dem mit Weizengrieß bestreuten Brotschieber), nach Belieben belegen und bei 250
Grad 10 Minuten backen. (moi: bei 280 Grad 7 - 8 Minuten)



Ich habe die Pizzen belegt ganz klassisch mit selbst gemachter (was sonst) Tomatensauce, Büffelmozzarella, etwas frisch gezupftem Basilikum und ein paar gewürfelten frischen Tomaten. Nach dem Backen kam noch frischer Basilikum hinzu.



Sonntag, 27. Mai 2012

Pizza "Geniale" - frei nach Jamie Oliver



Diese Pizza ist so etwas von "geniale" - zumindest aus dem häuslichen Backofen gibt es für mich keine bessere. Sie lässt sich zudem auch noch wunderbar vorbereiten und ist ruckzuck fertig. Der Teig ist herrlich dünn, köstlich knusprig und wirft beim Backen Blasen, so wie es sein soll. Beim Belag kann man variieren. Ich mag sie in dieser Variante am liebsten, vielleicht gebe ich beim nächsten Mal noch etwas... ach, Unsinn, genau so will ich sie! Dünner, knuspriger Teig, saftiger, würziger Belag und nicht vergessen: beim Belag ist weniger mehr.

Zutaten für den Teig (für 4 Pizzen):

400 g Weizenmehl 00 (oder Weizenmehl Type 550)
100 g Semola (oder auch Weizenmehl)
20 g Frische Hefe (oder ein Päckchen - 7 g - Trockenhefe)
1 TL Salz
1 TL (Honig)
ca. 325 ml lauwarmes Wasser

für die Tomatensauce: (hat bei uns gerade für 2 Pizzen gereicht - evtl. die Menge verdoppeln)

1 kleine Dose Tomaten (ca. 400g)
1 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen, geschält und in dünne Scheiben geschnitten
1/2 Chilischote in feine Ringe geschnitten
Salz, Pfeffer
1 - 2 EL Tomatenmark
1 - 2 EL Oregano (getrocknet und zwischen den Fingerspitzen zerrieben)

Belag:

6 Anchovisfilets (bester Qualität, nicht diese salzigen Dinger)
ein paar schwarze Oliven, entsteint
2 EL Kapern
1 Mozzarella, Büffel oder Burrata
etwas Olivenöl zum Beträufeln



Zubereitung:

Das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine füllen, in der Mitte eine Mulde formen und darin zerbröselte Hefe, Honig und etwas lauwarmes Wasser auflösen und etwa 10 Minuten stehen lassen. Restliches Wasser und Salz zugeben und in der Küchenmaschine (Kitchen Aid Stufe 2) mit dem Knethaken ca. 10 Minuten zu einem schön glatten Teig verarbeiten. Ruhe lassen. Nach ca. 1 Stunde den Teig in vier Teile teilen. (zwei Teile habe ich eingefroren, ein Teil bleibt im Kühlschrank, den gibt es morgen oder übermorgen).

Während der Teig geht, bereite ich die Sauce vor: Knoblauchscheiben in Olivenöl andünsten, keine Farbe annehmen lassen, Chili und Oregano dazu und dann die Tomaten und das Tomatenmark. Würzen und für ca. 20 - 30 min. schön sämig einköcheln lassen.

Auf der mit Semola (oder Mehl) bestäubten Arbeitsfläche den Teig dünn ausrollen, der Rand darf ruhig etwas dicker sein. Bei mir wird die Pizza selten rund, manchmal oval, manchmal gibt es auch einen phantasievoll geformten Rand, manchmal wird er sogar rechteckig - aber das nur dann, wenn ich wirklich keinen rechteckigen Rand brauche.

Den Backofen vorheizen auf höchster Stufe, keine Umluft, sondern Ober-Unterhitze, wer hat, einen Backstein mit erhitzen. Gut 30min. (Mein Backofen erreicht eine Höchsttemperatur von 280 Grad).

Einen Brotschieber mit Semola bestreuen, wer keinen Brotschieber hat, nimmt am besten Backpapier als Unterlage. Achtung, dass beim Einschießen die Pizza nicht am Brotschieber klebt (eventuell vorher mit einem Spatel drunterfahren.

Die Pizza auf dem Brotschieber (bzw. auf dem Backpapier) belegen; zuerst mit der abgekühlten Tomatensauce bestreichen, dann Mozzarella und den restlichen Belag nach Wunsch. Zum Schluss noch ein paar Tropfen Olivenöl und ab damit in den Ofen und dann beobachten, die Backzeit richtet sich nach dem jeweiligen Ofen.
Meine Pizza war nach ca. 10 Minuten fertig.