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Montag, 21. September 2015

Farfalle mit Thunfisch, grünen Bohnen, Erbsen und Zitrone


Noch immer will ich dem Herbst keinen Platz auf meinem Teller einräumen, dann doch lieber noch ein sommerliches Pasta-Gericht, das durch den frischen zitronigen Geschmack besticht. Ausserdem haben doch die Gemüse-Gartenbesitzer unter euch sicherlich noch grüne Bohnen im Überfluss oder?

ich nehme (für 4 Personen):


  • 350 g Farfalle (oder eine andere Pastasorte)
  • 100 g Bohnen, geputzt, halbiert oder gedrittelt
  • 100 g Erbsen (evtl. TK - oder einfach komplett weglassen)
  • 1 rote Zwiebel, in Spalten geschnitten
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • ca. 150 g Thunfisch aus der Dose (moi: frischer Thunfisch)
  • Abrieb 1/2 Zitrone
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 2 - 3 EL Frischkäse (moi: Ziegenfrischkäse)
  • etwas zusätzlich noch etwas Weisswein zum Glattrühren
  • 1 EL Kapern, in Lake
  • etwas frisch gehackte Petersilie
und los gehts:

Die Pasta nach Packungsanweisung kochen, dabei mind. 2 - 3 min. weniger als angegeben, denn sie garen später in der Pfanne noch nach.
In den letzten Minuten die Bohnen für 8 Min. mitkochen, danach für 2 - 3 min. evtl. die Erbsen.

In der Zwischenzeit die Zwiebelspalten in etwas Öl andünsten, den Thunfisch kurz mitbraten, aber wirklich nur ganz kurz und heftig, sonst wird er trocken. Den Dosen-Thunfisch einfach abgetropft dazu geben. Zitronenschale, -saft und Frischkäse dazu, verrühren.

Nudeln und Bohnen abschütten, etwas vom Nudelwasser evtl. auffangen, das könnte man anschliessend noch für die Sauce brauchen. Alles zusammen in die Pfanne gaben, Kapern und Petersilie unterrühren und abschmecken.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Sechs-Stunden-Lammkeule mit Bohnen


Ich bin, seit die erste Essen & Trinken erschienen ist, Abonnentin dieser Zeitschrift und sammele sämtliche Ausgaben. Sortiert sind sie nicht nach Jahrgang, sondern nach Monaten, so kann ich z.B. im November sämtliche Jahrgänge mit Plätzchen-Rezepten durchsuchen und im Dezember nach Ideen fürs Weihnachts-Menü schauen. Dieses Rezept für eine Lammkeule habe ich in der Dezember-Ausgabe von 1983!!! entdeckt. Ist das nicht "Ein altes Schätzchen"? Stellt Euch mal vor: 1983!!! Hach, vor fast 30 Jahren... erinnert ihr euch noch, was vor 30 Jahren war? Was bzw. vor allem wie habt ihr vor dreißig Jahren gekocht?




Dieses Rezept eignet sich wunderbar zum Vorbereiten, sei es am Vorabend oder gleich morgens, wenn am Abend Gäste eingeladen sind. Ist der Bräter erstmal im Ofen, muss man sich um nichts mehr kümmern. Man kann auch abends beginnen und am nächsten Tag noch eine Stunde nachbraten. Mir schmeckt am besten ganz schlicht ein  Stück Baguette zum Auftunken des köstlichen Fonds dazu




ich nehme (für 4 - 6 Personen):

375 g weiße Bohnen, getrocknet
250 g Zwiebeln, geschält und in Spalten geschnitten
5 Knoblauchzehen, geschält und fein gewürfelt
1,5 kg Lammkeule
Salz, Pfeffer, 1 Zweig Rosmarin, 6 Stiele Thymian
4 EL Olivenöl
1 große Dose geschälte Tomaten (830 g EW)

im Sommer, wenn es frische grüne Bohnen gibt:
375 g grüne Bohnen, in 2 - 3 Stücke gebrochen




und los geht's:

Den Backofen rechtzeitig auf 120 Grad Umluft einschalten. Die weißen Bohnen für 10 min. in kochendes, ungesalzenes Wasser geben (bei älteren Bohnen sollten es etwa 15 min sein). Sie sollen dabei nicht weich werden. Die Lammkeule pfeffern und salzen, im heißen Öl von allen Seiten anbraten. Sämtliche andere Zutaten dazu geben und zum Kochen bringen. Den Bräter fest verschließen und in den Backofen schieben. Temperatur auf 100 Grad herunter schalten und etwa 6 Stunden garen (m: 4 Stunden am Vorabend, am nächsten Tag dann nochmals 2 Stunden). Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Original-Rezept sieht grüne Bohnen vor, die gleich zu Anfang mit allen anderen Zutaten mit in den Bräter gegeben werden, mir hat es jetzt im Herbst so besser gefallen, zumal die Zeit für frische Bohnen vorbei ist. Im Sommer kann ich es mir allerdings sehr gut mit den grünen Dingern vorstellen.

Wichtig: 

- NICHT umrühren!

- fertig ist die Lammkeule dann, wenn die weißen Bohnen weich sind, das kann unter Umständen auch länger als 6 Stunden dauern.

Alles hat sich zu einem köstlichen Sud und Aroma verbunden und das Lamm ist so zart, dass es sich mit dem Löffel zerteilen lässt. Abschmecken, ganz bestimmt fehlen noch ein bisschen Salz und Pfeffer, und auf vorgewärmten Teller mit knusprigem Baguette servieren.


Dorothée von bushcooks kitchen darf die Gastgeberin des aktuellen Events in zorras Kochtopf sein und wünscht sich "Alte Schätzchen". Damit meint sie eigentlich Kochbücher. Da ich allerdings meine E&T-Ausgaben hüte wie meinen Augapfel - insbesondere die älteren Ausgaben sind oft Quelle und Inspiration beim Kochen für mich - sind dies für mich meine alten Schätzchen und so ist diese Lammkeule mein Beitrag für Dorothée und ihr Event bei zorra.


Blog-Event LXXXII - Alte Schätzchen (Einsendeschluss 15. November 2012)