Samstag, 21. Juni 2014

Kartoffelsalat - kurze Reiseunterbrechung ;-)

Der Reisebericht über unsere Nordkap-Kreuzfahrt muss mal kurz unterbrochen werden, denn ich habe Julia von German Abendbrot versprochen, noch dieses Wochenende einen Kartoffelsalat zu posten.

Blogevent – Kartoffelsalate aus allen Himmelsrichtungen

Liebe Julia, dieser Salat ist nicht aus dem Archiv, sondern frisch für dich zubereitet. Auch wenn du die hessische Variante mit Brühe angemacht bevorzugst, muss es diesmal die saarländische Variante sein, denn genau so liebt sie Monsieur (psst: ich mag den Kartoffelsalat auch lieber mit einer schönen kräftigen selbst angesetzten Brühe), doch dieser ist auch nicht zu verachten, vor allem, wenn man eine selbst gemachte Mayonnaise nimmt. Am liebsten mag ich die eifreie, die findet man hier (klick). Ansonsten geht auch die klassische Variante, superschnell mit dem Zauberstab gemacht (klick hier)



Dieser Salat hat bei uns seine Geschichte: Vor vielen, vielen Jahren, als Monsieur und ich uns kennenlernten, erfuhr ich sehr bald, dass er ein leidenschaftlicher Meister am Grill ist. Dazu gehörte dann unbedingt ein Salat und da insbesondere der "italienische Salat" seiner Mutter. Leider hatte ich nicht mehr das Glück, meine Schwiegermutter noch kennenzulernen. Schade, sie muss eine wunderbare Köchin gewesen zu sein. Umso begeisterter war ich, als mir mein Mann ankündigte zum nächsten Grillfest den "italienischen Salat" seiner Mutter zuzubereiten.

Hach, ich liebe doch die mediterrane Küche - und italienischer Salat muss köstlich schmecken! An dem grossen Abend, ich weiss es noch wie heute, schaute ich mich erwartungsvoll um, doch einen italienischen Salat konnte ich nicht entdecken - nur einen simplen (sorry) Kartoffelsalat mit Fleischwurst. Kluge Frauen kritisieren NIE die Mütter ihrer Männer, Mütter stehen auf einem ganz besonderen Sockel - und das ist auch richtig so! Und daher ist das bis heute UNSER Familien-Kartoffelsalat - nur dass Monsieur ihn als italienischen Salat bezeichnet und ich ihn als Kartoffelsalat. Übrigens, in seinen "Original-ITALIENISCHEN-Salat" gehört noch klein geschnittene Fleischwurst - im Saarland Lyoner genannt, die lasse ich, vor allem wenn es Fleisch auf dem Grill gibt, meistens weg, was von Monsieur auch so akzeptiert wird ;-)

Doch nun zum Rezept:

ich nehme für 2 - 3 Personen:


  • ca. 4 - 5 mittlere Kartoffeln, gekocht und gepellt
  • 2 - 3 Eier, hartgekocht - evtl. 1 Ei zum Garnieren zurückbehalten, ansonsten in Halbmonde geschnitten
  • 2 - 3 Cornichons, fein gewürfelt,
  • davon etwas Gurkenwasser
  • 3 EL selbstgemachte Mayonnaise
  • 2 EL Naturjoghurt
  • Salz, Pfeffer
  • Essig (im Saarland nimmt man Melfor-Essig - ich nehme Weisswein Essig von Byodo)
  • frisch gehackte glatte Petersilie 
und los gehts:

Mit der Vinaigrette beginnen: Dazu die Mayonnaise mit dem Joghurt glatt rühren, evtl. noch etwas Gurkenwasser hinzugeben. Mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken und die Petersilie unterrühren.

Die Kartoffeln in nicht zu dicke Scheiben schneiden und mit den hartgekochten Eiern und den Cornichons zu der Mayonnaise geben. Kräftig abschmecken.




Freitag, 20. Juni 2014

Nordkap-Reise Tag 6 Honningsvåg / Nordkap


Samstag, 7. Juni, Honningsvåg (Nordkap)



Heute erreichen wir das mit Spannung von allen erwartete Highlight unserer Reise: das Nordkap. Alle Mann auf Deck, um das grosse Ereignis ja nicht zu verpassen, wenn unser Schiff das Nordkap passiert.


Am späten Nachmittag ist es dann soweit und unser Kapitän informiert uns, dass wir das Nordkap passieren. So, voilà, hier ist es:





Ziemlich unspektakulär, oder? Was meint ihr?

Dies ist nun der nördlichste Punkt unserer Reise. Die kleine Hafenstadt Honningsvåg ist Teil der Gemeinde Nordkap auf der Insel Magerøya am nördlichsten Punkt Norwegens. 





Zwischen tiefen Fjorden schieben sich hier gewaltige zerrissene Halbinseln in das Eismeer vor. Seit 1999 ist die Insel durch den rund 6,8 km langen Nordkaptunnel mit dem Festland verbunden. 








An einer der Nordspitzen von Magerøya liegt das Nordkap, ein steil aus dem Eismeer emporragendes Schieferplateau mit einer Weltkugel aus Stahl. Dies ist das begehrte Ziel unzähliger Touristen aus aller Welt. Das Erinnerungsfoto am nördlichsten Punkt Europas gehört einfach dazu.














Aber hier ist nur irreführend der nördlichste Punkt Norwegens, denn tatsächlich ist die 3 Kilometer weiter westlich gelegene Landzunge Knivskjellodden der nördlichste Inselpunkt Europas.

Übrigens, was glaubt ihr, um welche Uhrzeit ich das jetzt folgende Foto aufgenommen habe?


Es ist kurz nach Mitternacht, unglaublich - nicht wahr? 


Donnerstag, 19. Juni 2014

Nordkap-Reise Tag 5 Hellesylt/Honningsvåg (Schiffstag)

Freitag, 6. Juni Schiffstag





Ich mag diesen Wechsel zwischen den Landausflugstagen und den ruhigen Tagen, die wir mit Lesen und Nichtstun verbringen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie herrlich entspannend es sein kann, einfach nur gemütlich da zu liegen oder zu sitzen und auf das weite Meer und den Horizont zu schauen. Ab und zu kommt mal ein Inselchen vorbei oder eine Küste rückt näher - und das wars.



Heute dürfen wir etwas ganz Besonderes erleben: Wir sind mit ein paar anderen Gästen gemeinsam von unserem sympathischen Kapitän Rolf Noack, eingeladen, ihn auf der Brücke zu besuchen.
In Zeiten nach Nine-Eleven sind auch hier die Sicherheitsvorschriften sehr streng - daher gibt es von diesem ganz besonderen Erlebnis auch keine Fotos.   



Gerhard ist von der neuesten Technik und den Instrumenten fasziniert - ich bin es vor allem von unserem sympathischen Kapitän.



Wir nähern uns dem Nordkap, das wir morgen am späten Nachmittag erreichen werden.
Sonnenaufgang ca. 3:15 Uhr und heute wird sie nicht untergehen.

Nachdem wir bis jetzt jeden Tag sehr schönes Wetter hatten, ist es heute etwas windiger und vor allem seit dem späten Nachmittag auch wolkiger. Als wir die Lofoten passieren, sind diese kaum auszumachen und es gibt auch keine sehenswerten Fotos – Skrei ist auch keiner zu sehen, aber dessen Saison ist ja auch vorbei ;-)

Da wir heute schön Zeit haben, erzähle ich euch noch von unserer X-Lounge.


Die X-Lounge ist die private Lounge für die Suiten-Gäste, der Eintritt funktioniert nur mit der Zimmerkarte. Von hier aus hat man den schönsten Logen-Platz, den freundlichsten Service - dankeschön nochmals für die wunderbare Betreuung, liebe Jennifer - und man wird von morgens 7 bis abends um 19 Uhr verwöhnt mit kalten und warmen exklusiven Kleinigkeiten, u.a. auch täglich andere Variationen von Sushi, drei verschiedene Sorten Kaviar, noch warme Blinis uuund Champagner. Hach, das ist was für mich, mein absolutes Lieblingsgetränk.


Als ich dann endlich entdeckt habe, dass es hier morgens frisch gepressten Orangen- und/oder Grapefruit-Saft gibt und frisches, köstliches Obst war klar, dass ich mir ein Frühstück in den grossen Restaurants nicht mehr antue und so waren wir jeden Morgen hier anzutreffen. Seht ihr diese Schälchen mit dem liebevoll klein geschnittenen Obst? Das war mein Frühstück jeden Morgen - drei Schalen fehlen vorne - das war ich ;-) 


Hier war für mich DER Wohlfühlort auf dem Schiff, wir wurden von morgens bis abends umsorgt und verwöhnt. Ausserdem war hier "die Frau, die alles weiss" anzutreffen. Nochmals ein herzliches Dankeschön an unsere Concierge, Ann-Kathrin Mers, für Buchungen, Reservierungen und Rat und Tat.



Mittwoch, 18. Juni 2014

Nordkap-Reise Tag 4 Geiranger/Geirangerfjord und Hellesylt / Sunnylvsfjord

Donnerstag, 5. Juni Geiranger



Heute Morgen gegen 9 Uhr laufen wir in den Geirangerfjord ein. Er ist einer der bekanntesten Fjorde Norwegens und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Er ist ca. 15 km lang und eine Fortsetzung des Sunnylvsfjords. Eingerahmt von steil aufragenden Felswänden, umgeben von majestätischen, schneebedeckten Gipfeln fühlt man sich an Bord klitzeklein. Gewaltige Wasserfälle, insbesondere die berühmten „Sieben Schwestern“.


Die Sieben Schwestern sind sieben nebeneinander fliessende Wasserfälle mit dem gegenüber liegenden Wasserfall - genannt "Der Freier" 



Der Sage nach hatte der Freier nacheinander jede der sieben Schwestern gefragt, ob sie ihn heiraten wollten. Doch von allen sieben bekam er einen Korb. Aus Kummer darüber griff er zur Flasche und verfiel dem Alkohol. Dieses spiegelt sich in der Form des Wasserfalls nieder, der die Form einer Flasche annahm.

Ebenso imponierend wie der Blick von Bord in schwindelerregende Höhen hinauf ist der Blick hinab. An den steilen Abhängen des Fjords sind noch einige heute verlassene Bauernhöfe zu sehen.



Das frühe Aufstehen fällt mir nicht schwer, ich bin ohnehin Frühaufsteherin und das Einlaufen in den Geirangerfjord will ich mir nicht entgehen lassen. Sonnenaufgang ist heute übrigens um ca. 4:00 Uhr, Sonnenuntergang um ca. 23:00 Uhr.



Fahrt hinauf auf den berühmten Berg Dalsnibba mit einer atemberaubenden Aussicht. Über zahlreiche Serpentinen gelangen wir auf den Gipfel in 1.500 Metern Höhe. Hier bietet sich ein wundervoller Blick auf den sieben Kilometer entfernten Geirangerfjord und die typische Landschaft dort.































So, zum Abschluss nochmals ein Blick auf den Geirangerfjord - weils sooo schön ist! Heute musstet ihr viele Bilder anschauen, morgen geht es dafür weiter mit einem Seetag, denn wir machen uns auf Richtung Nordkap. Rückblickend kann ich sagen, dass Geiranger mit dem Geirangerfjord für mich der Höhepunkt unserer Reise war.




Nachtrag: Bei Akaleia gibt es ebenfalls einen Reisebericht über Geiranger mit traumhaft schönen Fotos, schaut mal hier (klick)


Dienstag, 17. Juni 2014

Nordkap-Reise Tag 3 Bergen

Mittwoch, 4. Juni, Bergen


Einige unserer Bekannten und Freunde haben bereits eine Nordkap-Reise unternommen und alle haben uns schon im Vorfeld von Bergen vorgeschwärmt. Dementsprechend gross war unsere Vorfreude und Erwartung – und wir wurden nicht enttäuscht.

Bergen ist nach Oslo die zweitgrösste Stadt Norwegens und eine quirlige Kulturstadt, die sich durch ihre landschaftlich reizvolle, dem Meer zugewandte Lage auszeichnet.

Bergen ist allerdings mit rd. 250 Regentagen pro Jahr die regenreichste Stadt in Europa. Glücklicherweise haben wir jedoch einen der anderen 115 Tage erwischt und durften bei strahlendem Sonnenschein die Stadt erkunden.

Hier die typischen Häuser des seit 1979 unter dem Titel Weltkulturerbe der UNESCO stehenden Hanseviertel Bryggen:



Der weithin bekannte Fischmarkt von Bergen





Nochmal Bryggen, das man direkt entlang des Kais bewundern kann:



Ein Blick auf Brügge und die typischen Häuser:



und noch ein bisschen Wasser und Landschaft, weil es doch sooo schön ist:


Am Nachmittag kommen wir wieder zurück auf unser Schiff, ruhen uns ein wenig aus, bevor es dann kulinarisch weitergeht.

Wir gehen heute Abend essen im Surf & Turf:

Gegrillter Treviso, Orangen-Vinaigrette, karamelisierter Ziegenkäse:



Halbe Langouste, kleines Wagyou-Ribeye, Backkartoffel



Der obligatorische Gute-Nacht-Schluck muss sein, danach dann aber schnell ins Bett, denn morgen früh wollen wir um fünf Uhr aufstehen und das Einlaufen in den Geirangerfjord beobachten.

Morgen zeige ich euch dann einen der Höhepunkte unserer Reise, denn der Geirangerfjord ist traumhaft schön. Dann erzähle ich euch auch von den Sieben Schwestern und ihrem dem Alkohol verfallenen Freier.