Donnerstag, 1. Oktober 2015

Akela




Akela war uns über 14 Jahre ein treuer Freund - jetzt lebt er in unserem Herzen weiter.

In unserem Haus und auch auf diesem Blog wird es in der nächsten Zeit etwas ruhiger.

Freitag, 25. September 2015

Restaurant-Rôtisserie Belle-Vue, Wissembourg-Altenstadt

Restaurant - Rôtisserie Belle-Vue, Wissembourg-Altenstadt
Tel. 03 88 94 02 30, geschlossen: Sonntagabend, Montag und Dienstag ganz



Hinter dieser hübschen typisch elsässischen blumengeschmückten Fassade befindet sich die Rôtisserie, die hier im nördlichen Elsass zu einer festen Institution geworden ist, zu der auch sehr viele Gäste aus Deutschland pilgern. Dem wird auch mit der zweisprachigen Speisekarte bzw. mit den Tagesempfehlungen in deutscher Sprache Rechnung getragen - die Gäste aus der Südpfalz danken es.



Hier werden die traditionellen elsässischen Gerichte aufgetischt, die Klassiker auf der Karte des Belle-Vue heissen Schnecken, Froschschenkel, Salade Gourmande unter den Vorspeisen und unter den Hauptgerichten das Châteaubriand für zwei Personen, den Zander in Gänselebersauce etc...

Für Monsieur durfte es die Tagesempfehlung sein: gebratene Gänseleber mit Äpfeln:



Für mich mal wieder diese köstlichen knusprigen Froschschenkel in Knoblauch-Petersilien-Butter:



Als Hauptgericht Steinbutt mit kleinen Gemüsen in einer leichten Crémant-Sauce



Als passende Weinbegleitung erwies sich der Pouilly Fumé 2012 von Pabiot.

Dessert: Espresso und Marc de Gewuerz ;-)

Eine Empfehlung für alle, die die elsässische Küche in perfekter Zubereitung geniessen möchten.

Montag, 21. September 2015

Farfalle mit Thunfisch, grünen Bohnen, Erbsen und Zitrone


Noch immer will ich dem Herbst keinen Platz auf meinem Teller einräumen, dann doch lieber noch ein sommerliches Pasta-Gericht, das durch den frischen zitronigen Geschmack besticht. Ausserdem haben doch die Gemüse-Gartenbesitzer unter euch sicherlich noch grüne Bohnen im Überfluss oder?

ich nehme (für 4 Personen):


  • 350 g Farfalle (oder eine andere Pastasorte)
  • 100 g Bohnen, geputzt, halbiert oder gedrittelt
  • 100 g Erbsen (evtl. TK - oder einfach komplett weglassen)
  • 1 rote Zwiebel, in Spalten geschnitten
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • ca. 150 g Thunfisch aus der Dose (moi: frischer Thunfisch)
  • Abrieb 1/2 Zitrone
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 2 - 3 EL Frischkäse (moi: Ziegenfrischkäse)
  • etwas zusätzlich noch etwas Weisswein zum Glattrühren
  • 1 EL Kapern, in Lake
  • etwas frisch gehackte Petersilie
und los gehts:

Die Pasta nach Packungsanweisung kochen, dabei mind. 2 - 3 min. weniger als angegeben, denn sie garen später in der Pfanne noch nach.
In den letzten Minuten die Bohnen für 8 Min. mitkochen, danach für 2 - 3 min. evtl. die Erbsen.

In der Zwischenzeit die Zwiebelspalten in etwas Öl andünsten, den Thunfisch kurz mitbraten, aber wirklich nur ganz kurz und heftig, sonst wird er trocken. Den Dosen-Thunfisch einfach abgetropft dazu geben. Zitronenschale, -saft und Frischkäse dazu, verrühren.

Nudeln und Bohnen abschütten, etwas vom Nudelwasser evtl. auffangen, das könnte man anschliessend noch für die Sauce brauchen. Alles zusammen in die Pfanne gaben, Kapern und Petersilie unterrühren und abschmecken.

Mittwoch, 9. September 2015

Das beste Schokoladeneis - und ich bin mit der Rettungstruppe unterwegs

Die Rettungstruppe wurde von den beiden Bloggerinnen Sina und Susi ins Leben gerufen. Ich finde, es ist eine grandiose Idee von den beiden, klassische Lebensmittel vor der Fertigfutterindustrie zu retten und wieder die ursprünglichen Rezepturen ohne die ganzen E-sowiesos wieder zur Erinnerung zu bringen. Das beste Beispiel dafür ist für mich der berühmte Pudding. Wer weiss denn noch, wie richtiger Pudding zubereitet wird? Und damit meine ich nicht diese Tütchen von Herrn Dr. Oe.... Habt ihr euch mal die Zeit genommen, dort auf der Zutatenliste zu lesen? Pfui! Bäääh! Und ob ihr es glaubt oder nicht, selbstgemachter Pudding geht genau so schnell wie das Produkt aus den Tüten - ehrlich! Probiert es aus!




Doch nun wieder zurück zur Rettungstruppe. Als mich zorra fragte, ob ich Lust hätte, mich an dieser Rettungsaktion zu beteiligen, sagte ich sofort und gerne zu. Diesmal wird Eis gerettet. Und das ist auch dringend erforderlich, denn die Tiefkühltruhen in den Geschäften und Supermärkten quillen über von Fertigprodukten mit zweifelhaften Zutaten. Dabei geht Eis sooo einfach, wobei für die richtige Cremigkeit schon eine Eismaschine notwendig ist.

So, und nun geht es zu meinem grandiosen Schokoladeneis-Rezept, das ich hier schon einmal veröffentlicht, es aber für diese Rettungsaktion in verbesserter Form wieder neu aufgelegt habe.




ich nehme:
  • 250 ml frische Vollmilch
  • 300 ml Sahne
  • 230 ml Kaffeesahne, 10 %ig aus dem Bioladen)
  • 130 g Rohrzucker
  • 3 TL Speisestärke
  • 1 EL Invertzucker nach Eline
  • 50 g ungesüsstes Kakaopulver
  • 1 gute Prise Fleur de Sel
  • 60 g Bio-Zartbitterschokolade, 65 % Cacao-Anteil
  • evtl. geschlagene Sahne und Cacao-Nibs zum Servieren
und los gehts:

Etwa 3 EL Milch von der angegebenen Menge wegnehmen und mit der Speisestärke glatt rühren, beiseite stellen. Nun alle weiteren Zutaten bis auf die Schokolade in einen 4 L Topf geben, aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen (WICHTIG, damit der Wasseranteil in der Milch verkochen kann und das Eis weniger kristallin wird). Vom Herd nehmen und langsam die Stärkemischung einrühren. Wieder aufkochen und etwas 1 Minute rühren, bis die Mischung andickt. Vom Herd nehmen und darin die in kleine Stücke gehackte Schokolade schmelzen lassen. Abkühlen lassen, dabei immer mal wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet (ich habe die Mischung am Abend zubereitet und über Nacht auskühlen lassen. Im Buch wird die Eisbasis in einen Gefrierbeutel gefüllt und in ein Eiswürfelbad gelegt). In der Eismaschine zu dem cremigsten, schokoladigsten Eis der Welt gefrieren lassen. Zum Nachgefrieren evtl. nochmals in den Tiefkühler geben und vor dem Servieren für ca. 20 - 30 min. im Kühlschrank leicht antauen lassen, dann schmeckt es noch cremiger. 

Natürlich rette ich nicht alleine die Foodie-Welt, mit mir retten folgende Food-Bloggerinnen und -Blogger:

Andy von lieberlecker mit Bananeneis

Sandra from snuggs kitchen mit Buttermilch-Zitronen-Eis

Nadine von SweetPie mit Gin Tonic Popsiecle



Susanne von magentratzerl mit Halwa-Eiscreme




Tanja von greenway36 mit Schokoladen-Karamelleis ohne Eismaschine

zorra von kochtopf today mit schnellstes-softigstes-himbeer-softeis

oberstrifftsahne mit Kürbiseis

leckermachtlaune mit zwetschgen-eis

Widmatt mit Pfirsich-Glacé

Das Feinschmeckerle mit Brombeer-Blitzeis

Genial-Lecker mit Blitz-Vanilleeis

Barbaras Spielwiese mit Frozen Joghurt mit Himbeeren



Ein grosses Dankeschön geht auch an Susi, die diese Rettungsaktion organisiert hat und mir mit Rat und Tat zur Seite stand.













Dienstag, 25. August 2015

Caponata mit Kirschtomaten und Basilikum


TitCapo

Die Caponata ist eine sizilianische Spezialität mit den für Sizilien typischen Geschmacks-Komponenten süss und sauer. Sie wird als Antipasto lauwarm oder kalt gegessen, schmeckt wunderbar auf Bruschetta oder passt, so wie bei uns heute, zu gegrillten Lamm-Ribs.


Als ich sie in der aktuellen Ausgabe der Essen & Trinken entdeckt habe, kam sie direkt ganz oben auf die Nachkochliste. Noch ein bisschen schneller als ich war allerdings der "freitags-kochende-Mann" (klick hier).


Caponata mit Kirschtomaten und Basilikum


ich nehme (für 4 Personen als Beilage, als Hauptgericht für 2 Personen):

50gSultaninen
100mlkochendes Wasser
3rote Zwiebeln; geviertelt, längs halbiert
2Knoblauchzehen; in dünnen Scheiben
300gZucchini; längs geviertelt, in Scheiben
1Aubergine; in 2 cm Würfeln 
200gStaudensellerie; Stangen geschält, in 2 cm Stücken geschnitten



1TL getrockneter Oregano
Salz
6ELOlivenöl
1-2TLPuderzucker
4ELpassierte Tomaten
6ELRotweinessig
30gkleine Kapern
30gPinienkerne; geröstet
200gKirsch- oder Cocktailtomaten; halbiert oder geviertelt
Basilikum




und los gehts:
Die Sultaninen mit dem kochenden Wasser übergießen und beiseite stellen. Zwiebeln, Knoblauch, Zucchini, Aubergine und Staudensellerie in einer großen Auflaufform mit Oregano und Salz und 4 El Olivenöl gut mischen, das Gemüse gleichmäßig mit dem Puderzucker bestäuben und für etwa 30 Minuten in den Backofen schieben, dabei nach 15 Minuten kurz durchmischen.
Passierte Tomaten und Essig in einer großen Schüssel mischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Restliches Olivenöl und Kapern unterrühren. Sultaninen samt Einweichwasser zugeben. Das Gemüse aus dem Ofen nehmen und in die Marinade geben, mischen und mindestens 1 Stunde durchziehen lassen, nochmal abschmecken.
Vor dem Servieren Tomaten und Basilikum unter das Gemüse heben, das Gericht mit Pinienkernen bestreuen.



Sonntag, 23. August 2015

Tarte aux mirabelles - Mirabellen-Tarte

Rezepte für Tartes gibt es bei mir hier im Blog schon unzählige - süsse und herzhafte. Diesmal muss es eine Mirabellen-Tarte sein, denn jetzt gerade ist Hoch-Saison für diese köstlichen Früchte. Als Rezept für den Boden nehme ich wie immer meinen Zauberteig, den ich meistens in der süssen und salzigen Version, bereits ausgerollt in der jeweiligen Tarte-Form, eingefroren habe.




Oft wird diese Tarte fälschlicherweise als Elsässer Mirabellentarte bezeichnet, dabei gebührt diese Ehre den Lothringern, denn die Region, in der fast 80 Prozent aller Mirabellen weltweit wachsen liegt im Regionalpark Lothringen, in dieser schönen Region östlich der Maas zwischen Nancy und Metz.

Diesen köstlichen aromatischen und goldgelben Früchten zu Ehren wird sogar das Mirabellenfest in Metz gefeiert und die Mirabellen-Königin gekürt. Dieses Jahr übrigens bereits zum 65. Mal. Das Fest geht vom 23. August bis zum 6. September und Metz ist eine besuchenswerte Stadt, also auf zum Mirabellenfest nach Metz.

So, und hier wird nun eine Tarte aux Mirabelles de Lorraine gebacken:




ich nehme:

Teig:
  • 125 g eiskalte Butter
  • 125 g Quark 40 %  (moi: Faisselle)
  • 200 g Mehl
  • 1 Prise Salz
Belag:


  • 500 g Mirabellen, halbiert, entsteint
  • 120 ml flüssige Sahne
  • 4 EL Zucker
  • 1 ganzes Ei
  • 1 Eigelb
  • 2 gute Schluck Eau de Vie de Mirabelle
  • 2 EL gemahlene Mandeln oder Semmelbrösel

und los gehts:

Eiskalte Butter würfeln oder auf einer groben Haushaltsraspel reiben, dann zusammen mit dem Quark, Salz und Mehl in eine große Schüssel geben. Mit der Küchenmaschine oder per Hand rasch zum Teig verarbeiten (kleine sichtbare Butterflecken sind dabei erwünscht, sie sorgen beim Backen dafür, dass der Teig luftig und blättrig wird) und dabei nicht länger als notwendig kneten. In Folie wickeln und 15 bis 30 Minuten kühlen.

Den Boden nun mit der Gabel einstechen und ca. 10 min bei 230 Grad Ober-Unterhitze vorbacken.

Anschliessend mit den gemahlenen Mandeln oder den Semmelbröseln bestreuen, mit den Mirabellen belegen, dann die Sahne mit Ei und Zucker verquirlen, den Mirabellenschnaps dazu, über die Mirabellen giessen und ca. 35 - 40 min bei 220 Grad backen.

Voilà!

Nachtrag:

Einen wunderschönen Beitrag zur Mirabellentarte gibt es in einem meiner Lieblingsblogs zu lesen: schaut mal hier bei Günter vorbei: 

Lebenslust. reisen. speisen. leben.





Freitag, 21. August 2015

La Chermoula - die wunderbare orientalische Würzsauce veredelt Hähnchenflügel und vieles andere....



Der Sommer ist zurück, juchhuuuu! Wir feiern ihn mit herrlichen sommerlichen Gerichten, viiiiel Rosé und natürlich BBQ. Bei meiner Namensvetterin habe ich eine nordafrikanische Grillmarinade entdeckt, die allerdings nicht nur als Marinade, sondern auch als Würzsauce köstlich schmeckt. Für alle Fans von Zitrusfrüchten ist sie ohnehin ein Muss. 

Hier gebe ich das Original-Rezept von Sabine wieder. Ich war etwas fauler und habe - statt die Chermoula im Mörser zuzubereiten - einfach alle Zutaten in die Moulinette geworfen und gemixt. Heraus kam eine etwas andere Farbe, die dem Geschmack aber sicherlich keinen Abbruch getan hat. Reste davon habe ich übrigens am nächsten Tag als Bruschette serviert... wunderbar!

Ich liebe den Geschmack von Salzzitronen sehr. Gerade in diesem Sommer kann ich davon nicht genug bekommen und komme mit der Produktion kaum nach. Diese selbst eingelegten Zitronen sind aus der orientalischen Küche kaum weg zu denken und sind so schnell und einfach zubereitet - ich kann nicht vollziehen, warum man diese als Fertigprodukt kaufen sollte...




Wir haben die Chermoula, die im Maghreb eher traditionell zu gegrilltem Fisch gegessen wird, zu Hähnchenflügeln gegessen bzw. diese darin mariniert und die Würzsauce anschliessend noch dazu serviert - köööstlich!




ich nehme:


  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
  • 1/2 TL Safran
  • 2 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1/2 TL Piment d'Espelette (oder rosenscharfes Paprikapulver)
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Salzzitronen-Viertel + 2 EL von der Salzzitronenflüssigkeit
  • je 1/2 dickes Bund Koriandergrün und glatte Petersilie
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz
und los gehts:

  1. Koriander und Kreuzkümmel in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis die Samen duften, und mit den Safranfäden im Mörser fein zerreiben. Paprikapulver und Piment d'Espelette untermischen. Falls der Mörser groß genug ist, die folgenden Zutaten einfach dazugeben; sonst die Gewürzmischung in eine Schüssel umfüllen und die Sauce dort anrühren.
  2. Den Knoblauch schälen und durch die Presse zu den Gewürze drücken (oder sehr fein hacken und zugeben). Die Salzzitronen-Viertel etwas kleiner schneiden und ebenfalls durch die Knoblauchpresse geben (Achtung, vorsichtig drücken, sonst spritzt es!). Das Fruchtfleisch zu entfernen ist nicht notwendig; man kann es mitessen. Die Salzzitronenflüssigkeit unterrühren.
  3. Die Kräuter fein hacken und mit dem Öl untermischen (im Mörser ruhig alles noch ein bisschen zerstampfen oder zerreiben, damit die Sauce homogener wird). Die Chermoula mit Zitronensaft und Salz abschmecken.
  4. Die Hähnchenflügel mind. 2 Stunden, am besten über Nacht in der Chermoula marinieren und anschliessend grillen.
Voilà!