Samstag, 25. November 2017

Ferme Auberge Hungerplatz, nahe Barr

Ferme Auberge du Hungerplatz, Maison Forestière du Hungerplatz, 67140 Barr,
(Barr durchqueren Richtung Mont Ste. Odile, nach dem Campingplatz die erste Strasse links nehmen)

Tél.: 03 88 08 92 16, Montag und Dienstag geschlossen, geöffnet: Mittwoch und Donnerstag Mittag, Freitag und Samstag Mittag und Abend, Sonntag gibt es bis 17 Uhr durchgehend warme Küche



Eine Ferme Auberge, die sogar von Gault & Millau empfohlen wird? Das muss ich mir anschauen! Abgesehen davon bin ich ohnehin ein Fan dieser einfachen Landgasthöfe, die es überwiegend in den Vogesen gibt. 


Hier werden vor allem die Produkte der Ferme Goettelmann verarbeitet, d.h. die Produkte von Geflügel wie Huhn, Ente, Pute etc... die man auch in der Cooperative Hop'là in Oberhausbergen kaufen kann, finden hier auf dem Teller ihren perfekten Auftritt. Strasbourger Wurst-Käse-Salat für Monsieur:



und La Salade autour du Canard: 



und für uns beide dann das Geflügel Cordon Bleu mit einer Füllung aus hausgeräuchertem Rohschinken, Elsässer Tomme und einer Gemüsemischung mit Paprika (wobei wir das Gemüse lieber nicht als Füllung gehabt hätten)




Wir haben uns in diesem Ambiente, obwohl bis auf den letzten Platz besetzt, durch die beiden jungen Herren im Service sehr aufmerksam beraten und umsorgt gefühlt und kommen gerne wieder.



Freitag, 24. November 2017

Restaurant Le Marronnier, Stutzheim

Restaurant Le Marronnier, 18, Route de Saverne, 67370 Stutzheim
Tél. 03 88 69 84 30
täglich abends geöffnet, samstags und sonntags mittags und abends




Wir waren ganz in der Nähe zum Einkaufen, denn die Cooperéative Hop'là (klick hier), von der ich bereits kürzlich geschwärmt habe, liegt in unmittelbarer Nachbarschaft gerade mal höchstens 5 Minuten entfernt. Solch ein Einkaufsbummel macht Hunger und wir hatten Lust auf Flammkuchen, diesen gibt es in dem typischen und alteingesessenen elsässischen Restaurant in mehreren köstlichen Varianten.


Für uns am liebsten in der klassischen Version, ein bisschen Knoblauch zusätzlich darf allerdings sein, dazu trinken wir ein Glas Riesling. Mehr braucht es für dieses Mal nicht.



Beim nächsten Besuch werden wir sicherlich eine der anderen Spezialitäten wie z.B. das traditionelle Choucroute (auch als Version mit Fisch angeboten), Lever Knepfle, Jambonneau oder auf Vorbestellung Baeckeoffe probieren.

Das Ambiente ist klassisch elsässisch, der Service sehr freundlich und aufmerksam.

Hop'la, Oberhausbergen

Hop'la, 196, route de Saverne, 67205 Oberhausbergen
Tél. 03.88.30.84.40
geöffnet: Dienstag bis Freitag 9 bis 19:00 Uhr und Samstag 9 bis 18:00 Uhr

Es sind mittlerweile 34 Produzenten, die sich in dieser Cooperative zusammen geschlossen haben. Dahinter steckt eine nachahmenswerte Idee. Regionale Landwirte und Produzenten schliessen sich zusammen, bündeln ihre Kräfte und verkaufen ihre Produkte gemeinsam. Jeder der jeweiligen Produzenten sollte während eines Monats regelmässig in der Cooperative präsent sein und ist abwechselnd immer mal wieder verantwortlich für den Laden. So kann er seine jeweiligen Produkte verkaufen, präsentieren und erklären und ist ausserdem für den wirtschaftlichen Erfolg der Genossenschaft verantwortlich.






Rind- und Schweinefleisch, Geflügel, Fisch, Milchprodukte, Obst und Gemüse, Honig, Pflanzen und Blumen, Pilze, Wein und Bier, Säfte, Öl, Sirup - jeder einzelne der Produzenten bietet ein ganz bestimmtes Produkt an, das es so nicht noch einmal in der Genossenschaft gibt und somit gibt es auch keinerlei Konkurrenz untereinander.

Uns hat sehr gut der Stand von Geflügel und Geflügelprodukten gefallen, da gibt es eine wunderschöne Auswahl an Spezialitäten, die ich so bisher noch nicht gesehen habe. Absolut empfehlenswert für ganz besondere Spezialitäten für die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage. Wir haben z.B. einen Rollbraten aus Entenbrust mitgenommen - wo findet man das sonst noch?



Auch das Käsesortiment ist beeindruckend, sowie die grosse Auswahl an selbstgemachten, köstlich ausschauenden Bio-Suppen.




Die Ferme des Pommiers bietet nicht nur ein grosses Sortiment an unterschiedlichen Äpfeln, sondern auch eine beeindruckende Auswahl an unterschiedlichen Säften an.



Auch direkt am Eingang der Stand mit köstlichsten Brotsorten bzw. Obst- und Gemüse weckt meine Kauflust. Alles ist sehr schön präsentiert. Bei Fragen steht immer ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. 

Da MUSS ich wieder hin!




Sonntag, 19. November 2017

DER Orangenkuchen von Jean-François Piège - LE Gâteau à l'orange de Jean-François Piège

Nach einer kleineren Blogpause melde ich mich zurück mit einem für mich ungewöhnlichen Rezept. Ich bin ja nicht so sehr die Süsse und Bäckerin ohnehin nicht, aber doch ein Fan von Zitrusfrüchten. Diese Tarte MÜSST ihr probieren - sie ist einfach und schnell zubereitet, kommt mit wenigen Zutaten aus und ist absolut gelingsicher. Das Besondere daran ist diese leicht knusprige Konsistenz des karamellisierten Zuckers, mit dem die Form vor dem Backen ausgestreut wird. Und dann natürlich der unnachahmliche Geschack von Zitrusfrucht, Butter und Karamell....

Sie lässt sich wunderbar am Vortag vorbereiten und als Dessert mit z.B. Vanilleeis am nächsten Tag den Gästen servieren.... wenn bis dahin noch etwas übrig sein sollte... Voilà - DIE perfekte Tarte für Backanfänger, Nicht-So-Gerne-Bäcker, Gäste und alle Süssschnuten sowieso. 


Das Rezept stammt von 
Jean-François Piège, dem grossen Pariser Küchenchef, der sich mit dieser Tarte an die Rezepte seiner Kindheit bzw. seiner Mutter und Grossmutter erinnert.




Noch Fragen? Also, ran an den Backofen! Die Zutaten hat sicherlich jeder im Vorrat! Und nach nur einer halben Stunde werdet ihr mit einem herrlichen Duft belohnt.



ich nehme:
  • 130 g gute Butter (weich, ca. 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen)
  • 130 g Zucker
  • 120 g Mehl
  • 1/2 Pack Backpulver
  • 2 Eier
  • 1 Bio-Orange (Saft und Schale)

Ingrédients :

  • 130 g de beurre doux (10 g pour la moule)
  • 130 g de farine
  • 130 g de sucre semoule (10 g pour la moule)
  • 2 œufs
  • 1/2 sachet de levure chimique
  • 1 Orange Bio (jus et zestes)

und los gehts:


Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. 

Eine Backform (Dank des Hinweises von Felix!: bitte KEINE Porzellanbackform verwenden! in dieser karamellisiert der Zucker nicht) mit ca. 22 cm Durchmesser ausbuttern und mit etwas Zucker  gründlich ausstreuen.

Die Butter in die Küchenmaschine geben und schaumig aufschlagen. Eier und Zucker hinzu und alles mischen. Anschliessend Mehl und Backpulver dazu. Den Saft und die abgeriebene Orangenschale dazu geben und gründlich mischen.

In den Backofen geben und ca. 20 Minuten backen (möglichst NICHT länger!).

Aus der Backform stürzen und gerne auch lauwarm servieren.

Préparation:

Préchauffez votre four à 180 °C.

Beurrez un moule à pâtisserie d'environ 22 cm de diamètre et répartir un peu de sucre sur le dessus, c'est ce qu'on appelle chemiser le moule. 

Versez le beurre dans un cul de poule, avec les œufs et le sucre et mélanger le tout. Incorporez la farine et la levure et mélangez encore l'ensemble.
Versez les zestes et le jus de l'orange et remuez bien.

Versez le tout dans le moule et enfournez pendant 20 minutes.

Démoulez le gâteau et servez le à température ambiante ou tiède.

Samstag, 30. September 2017

Langoustines à la Christiane

Christiane, eine treue Leserin meines Blogs, machte mir bereits im letzten Jahr den Mund wässrig mit einem Rezept für die von mir heissgeliebten Langoustines, die sie während ihres Bretagne-Urlaubs in ihrer Ferienhausküche zubereitet hat. Dieses Jahr bekam ich während ihres erneuten Urlaubs in dieser herrlichen Region gleich frisch und beinahe live Rezept, schöne Fotos und diesen schönen mundwässernden Bericht von ihr geliefert. Dann lassen wir nun Christiane zu Wort kommen:



Liebe Sabine,
wie im letzten Jahr verbringen wir den September wieder in der Bretagne. Leider haben wir kein besonders gutes Wetter, aber bei der ersten Gelegenheit sind wir nach Guilvinec gefahren, um beim Anlanden unserer heißgeliebten Langoustines dabeizusein.  Von der Aussichtsplattform am Hafen hat man einen guten Blick auf die Bucht und die, wie auf einer Perlenschnur aufgereihten, bunten Boote, die nacheinander in den Hafen einlaufen. Leider ist Guilvinec kein Geheimtip mehr, jede Busrundreise, jede Ausflugsfahrt hat Guilvinec nun auf dem Programm. Man muss also recht früh zur Stelle sein, um noch einen guten Platz zu ergattern und die Anzeichen erkennen, wo eines der Boote gleich festmachen wird. 


 
Dann geht alles ganz schnell, die bunten Fischkisten werden über die Reling gereicht und auf kleine Karren geladen, natürlich in erster Linie die Langoustines, aber auch Seeteufel, Barsch, St. Pierre, auch einmal eine Languste und viele andere....... Direkt danach kommt der Fang zur Versteigerung. Auch die kann man mit erleben, leider wie heute üblich nur noch elektronisch. Die Zeiten, wo ein weiß gekleideter Auktionator auf den Fischkisten stand und die Preise aufrief, sind auch hier schon lange Vergangenheit. Rund eine halbe Stunde später ist der Fang bereits im einzigen, am Hafen verbliebenen Fischgeschäft zu kaufen. Frischer geht es wirklich nicht.


 Zum Glück kommen auch in die Supermärkte jeden Abend frische Langoustines. Eine große Supermarktkette unterhält eine eigene Flotte und beliefert so selbst die einzelnen Märkte in der Bretagne. Und so bildet sich jeden Abend eine mehr oder weniger lange Schlange vor der Theke. Wir sind oft genug dabei........ Für zwei gute Esser benötigt man ca. 1Kilo Langoustines Die kommen in unserem Ferienhaus erst einmal für gut eine halbe Stunde in die Gefriertruhe. Während sie dann in Olivenöl in einer heißen Pfanne nach und nach angebraten werden, muß die "Küchenhilfe" die Blättchen von 3-4 Zweigen frischen Estragon abzupfen. Dann läßt man ein großes Stück (Mengenangabe nicht möglich, es ist nach meiner Erfahrung nie groß genug) der köstlichen, gesalzenen, bretonischen Butter in der Pfanne aufschäumen,  gibt den Estragon dazu (Achtung spritzt) fügt die Langoustines dazu und wendet noch einmal kräftig um bis alle Tiere mit der Butter und dem Estragon vermischt sind. Dann kommt die Pfanne auf den Tisch, ein frisches Baguette zum Butter aufsaugen und ein Glas eiskalten Weißwein, gerne einen Muscadet sur Lie. Und dann darf man alles vergessen, was unsere Mütter uns so mühsam über Tischsitten eingetrichtert haben.......

Liebe Christiane, ein herzliches Dankeschön für diesen gelungenen, mundwässernden Bericht und die schönen Fotos. Ich freue mich schon auf euren nächsten Bretagne-Urlaub und vielleicht auch auf dein Rezept für die köstlichen "couteaux de mer" (darf ich hoffen? 😋)

Samstag, 16. September 2017

Pasta mit Zucchini und Salzzitrone

Pasta mit Zucchini und Salzzitronen

Bei Andy entdeckt: klick hier



Noch ist Saison für Zucchini - vielleicht habt ihr ja sogar noch eigene Ernte im Garten. Bei mir war es dieses Jahr leider nichts mit der Zucchini-Schwemme, meine beiden Pflanzen war nicht sehr fleissig und ich musste dazu kaufen. Wobei sich das bei diesem köstlichen Gericht von Andy lohnt. Das hat sooo ausgezeichnet geschmeckt, dass diese Kreation von mir eine unbedingte Nachkoch-Empfehlung bekommt.

ich nehme (leicht abgewandelt) für 2 Personen:

180 g Pasta
300 g junge Zuccini
2 EL Kapern
3 Anchovis-Filets
1 kleine Peperoncino 
8 Cherrytomaten
2 Knoblauchzehen, gehackt
1/4 eingelegte Salzzitrone
1 Handvoll Basilikum, gehackt
60 ml bestes Olivenöl
eine Handvoll Parmesan, frisch gerieben

und los gehts:

Zucchino längs vierteln und fein scheibeln
.
Eine grosse Bratpfanne leer, also ohne Öl, erhitzen und die Zucchinischeiben darin anbraten, bis sie Farbe annehmen, dabei regelmässig wenden. Die Hälfte des Olivenöls, Sardellen, Chili, Kapern, Tomaten und Knoblauch dazugeben und auf starker Hitze braten.

Gleichzeitig die Pasta seeehr al dente kochen, anschliessend abgiessen und das Kochwasser aufbewahren.

Zur Gemüsemischung in die Bratpfanne geben, restliche Zutaten sowie etwas Pastakochwasser daruntermischen, ca. 2 min unter Rühren köcheln lassen.

Abschmecken und mit frisch geriebenem Parmesan servieren.

Donnerstag, 14. September 2017

eingelegte Tomaten

Wie schön, dass es die Rettungstruppe gibt: Nicht nur, dass solche Rettungsaktionen durchaus sinnvoll und wichtig sind, weil sie uns zeigen, wieviel köstlicher und einfacher und schneller es ist, etwas Selbstgemachtes herzustellen und NICHT auf "Fertigfutter" zurückzugreifen, sondern diese Rettungsaktionen holen mich auch immer wieder zurück in die Bloggerwelt und zeigen mir, wieviel Spass bloggen macht! Danke nochmals an Sina und Susi, die diese Aktionen ins Leben gerufen haben und sie betreuen.



Diesmal retten wir sauer eingelegtes Gemüse und Obst, essigsauer und milchsauer (wie z.B. Sauerkraut). Meine Kirschtomaten sind gerade wunderbar reif und aromatisch, daher bietet sich dieses köstliche Rezept für eingelegte Tomaten an:

Quelle: Essen & Trinken 6/2017


ich nehme:

20 Kirschtomaten an der Rispe
1 EL schwarze Pfefferkörner
2 Sternanis
80 g Honig
120 ml Apfelessig
2 frische Lorbeerblätter
1 Knoblauchzehe (ungeschält, mit dem Messerrücken angedrückt)
3 TL Fleur de sel
80 ml Olivenöl

und los gehts:

Tomaten ganz kurz (laaangsam bis 5 zählen) in kochendem Wasser blanchieren, mit einer Schaumkelle herausnehmen und häuten. Den Stielansatz keilförmig herausschneiden, falls nötig. Pfefferkörner und Sternanis im Mörser leicht andrücken (wer keinen Mörser besitzt, nimmt einfach den Rücken eines grossen Kochmessers). Honig in einen Topf geben, mit 150 ml Wasser und dem Apfelessig ablöschen, Lorbeer, Knoblauch, Gewürze zugeben und sanft köcheln lassen.

In ein sterilisiertes Einmachglas geben, mit dem heissen Sud begiessen und mit Olivenöl aufgiessen bis alles bedeckt ist. Sobald alles abgekühlt ist, kann man das Glas im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag weiterverwenden, es hält sich aber sicherlich auch ein paar Tage. Ich habe die eingelegten Tomaten 5 Tage später mit frischen Tomaten zur Pasta mit Tomatensugo vermischt und serviert.




Meine Mitretterinnen und Mitretter werde ich noch schnellstmöglich verlinken, damit ihr euch die Sammlung der Köstlichkeiten, die sich alle einfach und schnell selbermachen lassen, anschauen könnt.

Nachtrag: So, nun schaut euch diese wunderbare Sammlung mal an:



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