Braucht ihr noch ein passendes Rezept für ein festliches Essen? Fehlt euch noch DAS Hauptgericht für euer Weihnachtsmenü? Voilà!
Die berühmte Poulade de Bresse en demi-deuil - das Bressehuhn in Halbtrauer ist ein Klassiker aus der französischen Küche. Der Begriff "Halbtrauer" bedeutet, dass Trauernde kein ganzes Trauerjahr komplett in schwarz gewandet sein müssen, sondern dass nach einer angemessenen Zeit eine Art Halbtrauer erlaubt ist, z.B. eine weisse Bluse mit grossen schwarzen Punkten. Und genau so schaut das bratfertig vorbereitete und vor euch auf der Arbeitsplatte liegende Hühnchen aus - es trägt eine hübsche Bluse mit schwarzen Trüffel-Tupfen.
Diesmal wollte ich diesen Klassiker allerdings mit dem etwas kräftiger schmeckenden Perlhuhn ausprobieren, dessen Fleisch etwas dunkler ist und somit auch die unter die Haut geschobenen Trüffel nicht so deutlich erkennbar sind.
Eline erinnerte erst kürzlich wieder an dieses dieses köstliche Gericht. Lange Zeit habe ich mich an die Zubereitung nicht heran gewagt, aus Angst, ein trockenes Geflügel zu fabrizieren. Dabei geht es doch so leicht: damit das Fleisch nicht austrocknet, muss es während des Bratens häufig mit Butter bestrichen werden - das ist das einzige Geheimnis bei der Zubereitung. Wenn man dann noch beste Butter verwendet, wird man mit einem köstlichen Geschmack belohnt. Die Salzbutter des französischen Butterpapstes Bordier war mir gerade gut genug dafür. Diese muss anschliessend auch nicht entsorgt werden; ich habe aus ein paar (wenigen) Perlhuhnresten, der Butter und ein paar Trüffelscheiben Rillettes gemacht.
ich nehme (für 2 Personen):
1 Perlhuhn, in Bio-Qualität oder zumindest Label Rouge
Salz, Pfeffer
ca. 30 g schwarze Périgord-Trüffel
125 g beste Salzbutter
für die Sauce:
ca. 200 ml kräftiger Geflügelfond
ca. 100 ml Portwein
eine gute Handvoll Schalotten, in Scheiben geschnitten
1 EL Butter
ein guter Schluck Cognac
Salz, Peffer
und los gehts:
Das Perlhuhn 1 - 2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Butter und Trüffel (in etwas dickere Scheiben gehobelt) bereit stellen.
Und nun geht es ganz einfach: die Hände mit etwas Butter 'eincremen', das Federvieh vom Hals her vorsichtig öffnen und sich stückchenweise vorarbeiten. Die Trüffelscheiben und etwas von der Butter nach und nach unter die Haut schieben. Die Hände währenddessen immer wieder mit Butter einreiben. Aufpassen, die Haut darf nicht zerreissen.
Diese Arbeit darf ruhig schon am Vorabend erledigt werden, um so besser entwickelt sich das Trüffelaroma.
Vor dem Braten das Geflügel von aussen salzen und pfeffern. Bei 210 Grad ca. 60 min mit braten und gaaanz wichtig: Richtig fleissig immer wieder grosszügig mit der Butter und dem Weisswein/Portosud begiessen.
Inzwischen die Sauce zubereiten: Schalotten in Butter anbraten, mit dem Geflügelfond und dem Porto ablöschen, ca. 30 min einschmurgeln lassen, abschmecken. Evtl. noch ein paar Trüffelscheiben dazu geben.
Vor dem tranchieren das Perlhuhn ca. 15 min. im ausgeschalteten Backofen bei geöffneter Backofentür ruhen lassen.
Wir haben dazu Wirsing und Bandnudeln serviert... und uns ein gar köstliches Schlückchen gegönnt (meine letzte Flasche davon!!!)
Dienstag, 22. Dezember 2015
Auch Perlhühner dürfen Halbtrauer tragen oder la Pintade en demi-deuil
Samstag, 19. Dezember 2015
Restaurant Acquarello, München - zu Gast bei Mario Gamba
Restaurant Aquarello, München
Mühlbaurstraße 36, Telefon: 089 470 48 48
In München zählt das Acquarello von Mario Gamba zu den besten Restaurants der Stadt.
Nun erhält es den Titel "Bestes italienisches Restaurant der Welt ausserhalb Italiens".
Es ist schon ein paar Wochen her, dass wir dort zu Gast sein durften, doch dieses Erlebnis möchte ich euch nicht vorenthalten. Eine wunderbare kulinarische Erfahrung, von der wir noch lange zehren und in Erinnerung schwelgen werden. Jeder einzelne Teller, der aus der Küche kam, war ein Genuss für Gaumen und Augen. Dazu ein Service, so, wie ich ihn mag: kompetent!!!, humorvoll, charmant, unaufgeregt, souverän, und ... mir gehen die Adjektive aus: einfach perfekt!
Einen Bericht über ein Trüffel-Menü, das Dorothée im Acquarello geniessen durfte, kann man (klick hier) nachlesen.
Als amuse bouche ein Praliné von Gänseleber im Pistazienmantel auf Apfel-Vanille-Chutney:
Royal von Parmesan, schwarzem Norcia-Trüffel, mariniertem Gemüse, Kräutern
das legendäre Vitello Tonnato, von Mario Gamba neu interpretiert:
schwarze Tagliolini, Hummer, Safrancreme:
Onsen-Ei, Amalfi-Zitronen-Schaum, Osietra Kaviar, Blattgold (halte ich eigentlich für überflüssig, doch wenn es das Auge solcherart erfreut, hat es sicherlich seine Berechtigung)
Panaché von Steinbutt, Daurade und Gambas, Safran-Risotto
Vanille-Millefeuille mit Karameleis
so, und nun muss ich passen... aber Monsieur meinte, es habe grandios geschmeckt
Aber ich muss da ja sowieso wieder hin und dann kann ich mich nochmals genau nach den einzelnen Dessert-Bestandteilen erkundigen.
Dann habe ich auch wieder meinen (dezenten) Fotoapparat in der Handtasche, mit dem ich selbst bei dunklerer Restaurant-Beleuchtung besser geübt bin als mit der Handy-Kamera.
Mühlbaurstraße 36, Telefon: 089 470 48 48
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 12:00 - 14:30 Uhr und von 18:30 bis 23:00 Uhr
Samstags, sonn- und feiertags von 18:30 Uhr bis 23:00 Uhr
Kein Ruhetag
Montag bis Freitag von 12:00 - 14:30 Uhr und von 18:30 bis 23:00 Uhr
Samstags, sonn- und feiertags von 18:30 Uhr bis 23:00 Uhr
Kein Ruhetag
Es ist schon ein paar Wochen her, dass wir dort zu Gast sein durften, doch dieses Erlebnis möchte ich euch nicht vorenthalten. Eine wunderbare kulinarische Erfahrung, von der wir noch lange zehren und in Erinnerung schwelgen werden. Jeder einzelne Teller, der aus der Küche kam, war ein Genuss für Gaumen und Augen. Dazu ein Service, so, wie ich ihn mag: kompetent!!!, humorvoll, charmant, unaufgeregt, souverän, und ... mir gehen die Adjektive aus: einfach perfekt!
Einen Bericht über ein Trüffel-Menü, das Dorothée im Acquarello geniessen durfte, kann man (klick hier) nachlesen.
Als amuse bouche ein Praliné von Gänseleber im Pistazienmantel auf Apfel-Vanille-Chutney:
Royal von Parmesan, schwarzem Norcia-Trüffel, mariniertem Gemüse, Kräutern
das legendäre Vitello Tonnato, von Mario Gamba neu interpretiert:
schwarze Tagliolini, Hummer, Safrancreme:
Onsen-Ei, Amalfi-Zitronen-Schaum, Osietra Kaviar, Blattgold (halte ich eigentlich für überflüssig, doch wenn es das Auge solcherart erfreut, hat es sicherlich seine Berechtigung)
Panaché von Steinbutt, Daurade und Gambas, Safran-Risotto
Vanille-Millefeuille mit Karameleis
so, und nun muss ich passen... aber Monsieur meinte, es habe grandios geschmeckt
Aber ich muss da ja sowieso wieder hin und dann kann ich mich nochmals genau nach den einzelnen Dessert-Bestandteilen erkundigen.
Dann habe ich auch wieder meinen (dezenten) Fotoapparat in der Handtasche, mit dem ich selbst bei dunklerer Restaurant-Beleuchtung besser geübt bin als mit der Handy-Kamera.
Dienstag, 15. Dezember 2015
Julianes perfektes Waffelrezept für knusprige belgische Waffeln
Zurzeit bin ich von einer akuten Koch- und Blogunlust befallen. Dieses Rezept darf aber keinesfalls verloren gehen, denn das ist für uns nun wirklich DAS perfekte Waffelrezept. Auch wenn die Fotos nun nicht gerade sehr ansprechend sind, muss es hier festgehalten werden, denn sie sind tatsächlich perfekt. Genau so müssen Waffeln für uns schmecken: aussen knusprig, innen super fluffig und zart.
Entdeckt habe ich das Rezept bei Juliane. Ich habe allerdings ihr Rezept halbiert und auch Zitronenschale und -saft komplett weggelassen. Da ich die Waffeln ziemlich dünn gebacken habe, ergab dies bei uns 8 Waffeln. Puderzucker haben wir auch nicht darüber gestreut (hätte aber zumindest das Foto etwas verschönert), dann wir haben sie zu einer Kartoffel-Gemüse-Suppe gegessen und allzu süss sollte es dann doch nicht werden.
ich nehme (für 6 Waffeln aus dem belgischen Waffel-Eisen):
Entdeckt habe ich das Rezept bei Juliane. Ich habe allerdings ihr Rezept halbiert und auch Zitronenschale und -saft komplett weggelassen. Da ich die Waffeln ziemlich dünn gebacken habe, ergab dies bei uns 8 Waffeln. Puderzucker haben wir auch nicht darüber gestreut (hätte aber zumindest das Foto etwas verschönert), dann wir haben sie zu einer Kartoffel-Gemüse-Suppe gegessen und allzu süss sollte es dann doch nicht werden.
ich nehme (für 6 Waffeln aus dem belgischen Waffel-Eisen):
- 125 g Butter (zimmerwarm)
- 100g Zucker
- 1 prise Salz
- 1/2 Bio-Zitrone (moi: weggelassen)
- 2 kleine Eier
- 150g Mehl
- 1/4 TL Weinstein-Backpulver
- 90 ml Sprudel (Mineralwasser mit Kohlensäure)
- Zum Bestäuben: Puderzucker
Zubereitung:
Eier trennen. Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und 1 TL Zitronenschale fein abreiben.
Eiweiss mit dem Handrührer (moi: Schlagbesen Kitchenaid) zu Eischnee schlagen.
Die zimmerwarme Butter in Stücken mit dem Zucker, einer Prise Salz, der Zitronenschale und den Eigelben in eine Schüssel geben und cremig schlagen.
Mehl und Backpulver miteinander vermischen, abwechselnd mit dem Sprudel unter die Buttercreme rühren. Dann den Eischnee behutsam unter den Teig heben. Waffelteig 30 Minuten ruhen lassen.
Waffeleisen vorheizen. Für eine belgische Waffel je 2 Esslöffel voll Teig in das Waffeleisen geben und die Waffeln in ca. 2-3 Minuten goldbraun backen. Fertig gebackene Waffeln herausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, nicht auf einem Teller! So bleibt die Knusprigkeit erhalten.
Waffeln eventuell mit Puderzucker bestäuben.
Eiweiss mit dem Handrührer (moi: Schlagbesen Kitchenaid) zu Eischnee schlagen.
Die zimmerwarme Butter in Stücken mit dem Zucker, einer Prise Salz, der Zitronenschale und den Eigelben in eine Schüssel geben und cremig schlagen.
Mehl und Backpulver miteinander vermischen, abwechselnd mit dem Sprudel unter die Buttercreme rühren. Dann den Eischnee behutsam unter den Teig heben. Waffelteig 30 Minuten ruhen lassen.
Waffeleisen vorheizen. Für eine belgische Waffel je 2 Esslöffel voll Teig in das Waffeleisen geben und die Waffeln in ca. 2-3 Minuten goldbraun backen. Fertig gebackene Waffeln herausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, nicht auf einem Teller! So bleibt die Knusprigkeit erhalten.
Waffeln eventuell mit Puderzucker bestäuben.
Mittwoch, 9. Dezember 2015
Mein Luxus-Glühwein - und ich bin mal wieder mit der Rettungstruppe unterwegs
Selbstgemachter Glühwein ist etwas wunderbares! Wenn Glühwein, dann nur selbstgemacht, ganz klar. Ihr werdet doch wohl nicht dieses fertige Zeugs kaufen und dann womöglich auch noch trinken???
Bei uns gibt es am Nikolausabend traditionell den ersten Glühwein. Meinen berühmten Nimm-Zwei-Glühwein habe ich euch letztes Jahr schon vorgestellt (klick hier). Und warum dieser Glühwein berühmt, wenn nicht sogar in Eingeweihten-Kreisen berüchtigt ist? Schaut euch mal die Zutaten-Liste an...
Da ich wieder mit der Rettungstruppe, die sich für diesmal auf ihre Rettungsfahnen die Errettung des Glühweins geschrieben hat, unterwegs bin, musste ich mir etwas neues einfallen lassen. Doch etwas, das schon beinahe perfekt ist, noch zu verbessern? Da musste dann meine Luxus-Variante her: guter Rotwein ist ja sowieso Voraussetzung, bitte keinen Barrique-Ausbau und nicht zu viel Tanine. Anstelle der Orangen habe ich mein Kumquat-Bäumchen, das bereits in seinem Winterquartier ruhen darf, geplündert. Und noch eine Schote bester Vanille dazu. Anstelle von Rum waren es diesmal guter Cognac und Crème de Cassis - kööööstlich!
ich nehme:
- 2 Flaschen guter Rotwein
- 2 Tassen Crème de Cassis (ca. 250 ml)
- 2 Tassen Cognac, ca. 250 ml
- 2 Äpfel, geschält und in kleine Würfel geschnitten
- 2 Tassen geviertelte Kumquat (ersatzweise Stücke von geschälten und gewürfelten Orangen)
- 2 Nelken
- 2 Zimtstangen
- 2 Sternanis
- 2 Cardamom-Kapseln
- 1 Vanilleschote (aufgeschnitten), das Mark herausgekratzt und mit dazu gegeben
- 2 daumengrosse Stücke Ingwer, geschält, mit dem Trüffelhobel in dünne Scheiben geschnitten
- 2 Umdrehungen frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (moi: Kampot-Pfeffer
- (und für die, die es nicht lassen können: 2 EL Honig)
und los gehts:
In einem ausreichend grossen Topf mit Deckel den Rotwein erhitzen, dann alle übrigen Zutaten zufügen und abgedeckt mindestens 20 - 30 Minuten ziehen lassen (das kann man auch am Vorabend zubereiten und über Nacht ziehen lassen).
Durch ein Sieb abgiessen. Eventuell die Gewürze rausfischen und Äpfel und Orangen ins Pain d'épice geben - das Rezept dafür habe ich ich hier (klick) gezeigt.
Die diesmalige Rettungsaktion wird von Susi betreut. Die Liste meiner weiteren Mitretter und Mitretterinnen werde ich hier noch später verlinken bzw. erweitern.
Prostmahlzeit - Heiße Ingwermilch mit Zitronengras -
Giftigeblonde - Orangen Punsch Essenz - http://wp.me/p2Na6l-3dm
Anna Antonia - Klassischer Glühwein -
Food for Angels and Devils - Kaffee mit Schuss
Obers trifft Sahne - weißer Glühwein mit Obers -
Aus meinem Kochtopf - Egg nog – das populäre Weihnachtsgetränk
Cuisine Violette - Bratapfelpunsch http://cuisine-violette.com/2015/12/bratapfelpunsch-wir-retten-was-zu-retten-ist/
From-Snuggs-Kitchen - Chai-Kakao - http://www.from-snuggs-kitchen.com/2015/12/wir-retten-winterliche-heissgetranke.html
1x umrühren bitte aka kochtopf - White Chocolate Mocha - http://www.kochtopf.me/white-chocolate-mocha
auchwas " Heißer Apfelsaft mit Gewürzen" http://auchwas.blogspot.com/2015/12/heier-apfelsaft-mit-gewurz-auch-hot.html
Fliederbaum - Zwetschkenpunsch - http://fliederbaum.blogspot.com/2015/12/wir-retten-was-zu-retten-istpunsch-und.html
Küchenliebelei http://kuechenliebelei.blogspot.fr/2015/12/gerettet-kinderpunsch.html
Das Mädel vom Land – Kurkumamilch http://dasmaedelvomland.blogspot.fr/2015/12/matcha-ist-ja-so-2014.html
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Freitag, 13. November 2015
Confit de Canard - confierte Entenkeulen mit pommes de terre sarladaises
Heute stelle ich euch wieder einen Klassiker aus der französischen Bistro-Küche vor: Confit de Canard - confierte Entenkeule. Eine Köstlichkeit, die ihr unbedingt ausprobieren müsst - wunderbar zartes, intensiv nach Ente schmeckendes Fleisch, das fast vom Knochen fällt, dazu eine herrlich knusprige Kruste. Besser geht es nicht!
Auch wenn man ein wenig Vorbereitungszeit benötigt und man sich dieses Gericht nicht mal so eben zwischendurch aus dem Ärmel schüttelt, lohnt sich der Zeitaufwand. Liegen die Keulen erstmal in ihrem Fett schön umhüllt, kann man sie gut und gerne ein paar Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Wer sich damit einen Wintervorrat anlegen möchte, sterilisiert sie und hat dann das ganze Jahr über ein köstliches schnelles Essen zur Hand, das sich auch wunderbar als Gästeessen eignet. Das übrig gebliebene Entenfett lässt sich gut im Kühlschrank aufbewahren und später für Bratkartoffeln etc. verbrauchen. Aus evtl. Entenconfit-Resten lässt sich auch ein Enten-Rillette (nach diesem Rezept (klick hier) zubereiten.
Wir haben es mit den klassischen Beilagen serviert: pommes de terre sarladaises, dies sind im Entenfett gebratene Kartoffeln mit Knoblauch und Petersilie - sowie einem grünen Salat mit einer schön säuerlich abgeschmeckten Schalotten-Rotweinessig-Vinaigrette.
ich nehme (für 4 Personen):
4 Entenkeulen
600 - 800 g grobes Meersalz (beste Qualität ist Voraussetzung, ich verwende das graue Sel de Guérande)
1 Zweig Rosmarin
2 Zweige Thymian
etwas abgeriebene Orangenschale
ca. 600 - 800 g Entenfett (evtl. mehr - die Keulen müssen später komplett bedeckt sein)
nochmals je 1 Zweig Rosmarin und Thymian und abgeriebene Orangenschale
und los gehts:
Salz, Rosmarin, Thymian und Orangenschale vermischen. Die Hälfte davon in eine Porzellanschale geben, darauf die Entenkeulen legen und mit der übrigen Hälfte Salzmischung bedecken. Ab damit in den Kühlschrank für 24 Stunden.
Am nächsten Tag alles Salz abstreifen, anschliessend die Entenkeulen gründlich waschen, um evtl. Salzreste zu entfernen. Das solltet ihr wirklich sorgfältig tun, damit die Entenkeulen später nicht versalzen schmecken.
Gründlich abtrocknen und in eine ofenfeste Form geben. Thymian, Rosmarin und Orangenschale hinzu. Das Entenfett schmelzen und damit bedecken. Für ca. 2,5 Stunden bei 160 Grad im Backofen confieren.
Anschliessend leicht abkühlen lassen, in Gläser füllen, gut mit dem Entenfett bedecken und ab damit in den Kühlschrank.
Am Tag des Verzehrs das Glas im Wasserbad erwärmen, so dass sich das Entenfett verflüssigt. Die Keulen heraus nehmen, abtropfen lassen und in eine ofenfeste Form geben. NIIICHT salzen!!!
Bei ca. 220 Grad ca. 15 Minuten im Backofen bei eingeschaltetem Grill auf der 2. Einschubleiste von unten knusprig braten, dabei ständig überwachen.
Mit Kartoffeln und Salat servieren.
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Samstag, 7. November 2015
Kalbsbäckchen, Rotwein-Porto-Sauce, Rosenkohl und Kartoffelpüree
Um Rezepte mit Bäckchen, ob von Kalb, Schwein oder Rind, kommt man weder in Restaurants noch beim Bloglesen herum. Wer jemals eines dieser köstlichen zarten Teile - vorausgesetzt, sie sind von einem wahren Könner zubereitet - zwischen Gabel und Löffel zerteilt und auf der Zunge zergehen lassen durfte, weiss wovon ich rede. Blogger-Ehrensache, dass auch ich mich endlich mal an deren Zubereitung gewagt habe. Rat habe ich mir bei einem wahren Könner, dem Blogger-Bäckchen-König Uwe, geholt. Er hat mehrere Bäckchen-Rezepte veröffentlicht, eines köstlicher als das andere. Wer sich zum ersten Mal an die Zubereitung wagt, sollte sich mal unter seinen erprobten Rezepten umschauen.
Das habe ich auch getan. Ausführlich sogar. Nur an dem Tag, an dem ich nun endlich zu deren Zubereitung schreiten wollte, hatte Uwe beschlossen, seinem Blog ein neues Outfit zu verpassen ... Dies bedeutete leider auch, dass ich just zu dem Zeitpunkt, zu dem ich zum Kochen schreiten wollte, keinen Zugriff zu seinen Rezepten hatte. Lieber Uwe, dein neues Outfit ist sehr gelungen, doch weisst du, wie sehr mich das an diesem besagten Sonntag interessiert hat, an dem ich nicht an das Kalbsbäckchen-Wunschrezept herankam? Nun gut, frau kann schliesslich improvisieren. Und was heraus kam, war wirklich gelungen. Die Bäckchen zart schmelzend, die Sauce eine Wucht.... nur fotografieren kann der Uwe eindeutig besser ;-)
Doch nun schreiten wir mal zur Tat. Aber nicht vergessen, am Vortag muss mit dem Marinieren begonnen werden.
ich nehme (für 4 Personen):
- 4 Kalbsbäckchen (geputzt und mit Küchengarn rund gebunden)
- 1 Karotte, geschält und grob gewürfelt
- 1/2 Bund Petersilie, grob gehackt
- 1 kleines Stück Sellerie, geschält und grob gewürfelt
- 2 rote Zwiebeln, geschält, grob gewürfelt
- ca. 1 l kräftiger Rotwein
- ca. 300 ml Porto
- 5 schwarze Pfefferkörner
- 3 frische Lorbeerblätter
- 1 EL Wacholderbeeren
- Salz, Kampot-Pfeffer
- Butterschmalz zum Anbraten
- 1 EL Tomatenmark
- 500 ml dunkler Kalbsfond
- 1 Schuss dunkle Sojasauce
- etwas kalte Butterflöckchen
- 2 EL frisch gehackte Petersilie
- dazu Kartoffelpüree und Rosenkohl
und los gehts:
Am Vortag die Bäckchen parieren, mit Küchengarn zusammenbinden. Mit Karotten, Petersilie, Sellerie, Zwiebeln, Gewürzen, Rotwein und Porto in eine enge Schüssel schichten und für mind. 12 Stunden (am besten über Nacht) marinieren.
Am nächsten Tag die Bäckchen aus der Marinade nehmen, Achtung, diese NIIIICHT weggiessen, das Gemüse durch ein Sieb geben, das alles wird später noch gebraucht!!!, Bäckchen gründlich abtrocknen und im Butterschmalz kräftig anbraten.
Das abgetropfte Wurzelgemüse und Tomatenmark dazu geben und kräftig mit anrösten, mit der aufbewahrten Marinade nach und nach aufgiessen. Immer wieder unter Rühren einkochen lassen, am Schluss nach und nach mit dem Kalbsfond ablöschen.
In den vorgeheizten Backofen stellen und bei 120 bis 140 Grad bei Ober-/Unterhitze für 3 1/2 Std. schmoren. Die Bäckchen heraus nehmen und warm stellen. Den Fond kräftig einreduzieren und anschliessend mit Salz, Pfeffer, evtl. Sojasauce, Balsamico, etc. abschmecken und mit Butterflöckchen binden.
Auf Kartoffelpüree mit Rosenkohl anrichten, die Sauce drumherum giessen.
Köööööstlich!
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Mittwoch, 4. November 2015
Gedeckter Apfelkuchen - ein wirkliches Prachtstück
Diesen Kuchen habe ich in der Oktober-Ausgabe der Essen & Trinken entdeckt. Der einzige ab-und-zu-Kuchenfan in unserem Haushalt bekam Unterstützung aus Wien: Yannick und Caro kamen übers Wochenende nach Hause. Gemeinsam haben sie dieses Ungetüm bewältigt.
Wichtig ist, dass der Kuchen genügend Zeit zum Abkühlen, aber auch zum Durchziehen bekommt. Also am besten bereits am Vortag backen, so hat er meinen drei Süssschnuten am besten geschmeckt.
ich nehme (für 12 Stücke, Springform 24 cm Durchmesser):
Teig:
- 1 Ei
- 1/2 Vanilleschote
- 1 TL fein abgerieb. Schale einer Biozitrone
- 450 g Weizenmehl, Type 550
- 3 TL Backpulver
- 150g Zucker
- 1 Prise Salz
- 300 g Butter (kalt, ein kleinen Stücken)
Füllung:
- 60 g Sultaninen (moi: weggelassen)
- 6 EL brauner Rum (dto.)
- 60 g Zucker
- 1/2 TL Zimtpulver
- 1 EL Speisestärke
- 1,5 kg Äpfel (moi: Elstar)
- 3 EL Zitronensaft
und los gehts:
Für den Teig das Ei mit der Gabel verrühren, 1 EL davon abnehmen und kalt stellen. Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und mit Zitronenschale, Mehl, Backpulver, Zucker und Salz mischen. Butter und restliches Ei zugeben, mit dem Knethaken der Küchemaschine zu einem glatten Teig verarbeiten.
Teig mit den Händen zu einer dicken Rolle formen, in 3 Portionen teilen, 2 Teile flach drücken, den 3. Teil halbieren und zu 2 Rollen à 30 cm Länge formen. Stücke und Rollen in Klarsichtfolie wickeln und 3 Std. mindestens kalt stellen.
Für die Füllung Sultaninen mit Rum mischen und 3 Std. ziehen lassen.
Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Eine Springform (24 cm) einfetten. Teigplatten auf der bemehlten Arbeitsfläche in Springformgrösse ausrollen und mithilfe der Form im passenden Durchmesser ausschneiden. Eine Platte auf einen bemehlten Kuchenretter geben, mit der Gabel mehrmals einstechen und kalt stellen. Die 2. Platte in die Form legen und ebenfalls einstechen.
Teigrollen an den Springformrand legen und mit den Händen Stück für Stück bis zur oberen Kante hoch drücken.
Für die Füllung Zucker mit Zimt und Stärke vermischen. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Sofort mit Zitronensaft mischen, um ein Verfärben zu verhindern. Sultaninen abtropfen lassen und mit der Zuckermischung unter die Äpfel heben.
Diese Apfelmischung in die Springform geben und gleichmässig verteilen. Teigplatte vom Kuchenretter darübergeben, am Rand vorsichtig festdrücken und mit dem restlichen Ei bepinseln.
Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad O/U-Hitze auf dem Rost auf der untersten Schiene 30 min backen. Temperatur auf 180 Grad senken, Kuchen weitere 30 min backen.
In der Form auf einem Kuchengitter mind. 4 Std. abkühlen lassen.
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