Diese Pizza ist so etwas von "geniale" - zumindest aus dem häuslichen Backofen gibt es für mich keine bessere. Sie lässt sich zudem auch noch wunderbar vorbereiten und ist ruckzuck fertig. Der Teig ist herrlich dünn, köstlich knusprig und wirft beim Backen Blasen, so wie es sein soll. Beim Belag kann man variieren. Ich mag sie in dieser Variante am liebsten, vielleicht gebe ich beim nächsten Mal noch etwas... ach, Unsinn, genau so will ich sie! Dünner, knuspriger Teig, saftiger, würziger Belag und nicht vergessen: beim Belag ist weniger mehr.
Zutaten für den Teig (für 4 Pizzen):
400 g Weizenmehl 00 (oder Weizenmehl Type 550)
100 g Semola (oder auch Weizenmehl)
20 g Frische Hefe (oder ein Päckchen - 7 g - Trockenhefe)
1 TL Salz
1 TL (Honig)
ca. 325 ml lauwarmes Wasser
für die Tomatensauce: (hat bei uns gerade für 2 Pizzen gereicht - evtl. die Menge verdoppeln)
1 kleine Dose Tomaten (ca. 400g)
1 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen, geschält und in dünne Scheiben geschnitten
1/2 Chilischote in feine Ringe geschnitten
Salz, Pfeffer
1 - 2 EL Tomatenmark
1 - 2 EL Oregano (getrocknet und zwischen den Fingerspitzen zerrieben)
Belag:
6 Anchovisfilets (bester Qualität, nicht diese salzigen Dinger)
ein paar schwarze Oliven, entsteint
2 EL Kapern
1 Mozzarella, Büffel oder Burrata
etwas Olivenöl zum Beträufeln
Zubereitung:
Das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine füllen, in der Mitte eine Mulde formen und darin zerbröselte Hefe, Honig und etwas lauwarmes Wasser auflösen und etwa 10 Minuten stehen lassen. Restliches Wasser und Salz zugeben und in der Küchenmaschine (Kitchen Aid Stufe 2) mit dem Knethaken ca. 10 Minuten zu einem schön glatten Teig verarbeiten. Ruhe lassen. Nach ca. 1 Stunde den Teig in vier Teile teilen. (zwei Teile habe ich eingefroren, ein Teil bleibt im Kühlschrank, den gibt es morgen oder übermorgen).
Während der Teig geht, bereite ich die Sauce vor: Knoblauchscheiben in Olivenöl andünsten, keine Farbe annehmen lassen, Chili und Oregano dazu und dann die Tomaten und das Tomatenmark. Würzen und für ca. 20 - 30 min. schön sämig einköcheln lassen.
Auf der mit Semola (oder Mehl) bestäubten Arbeitsfläche den Teig dünn ausrollen, der Rand darf ruhig etwas dicker sein. Bei mir wird die Pizza selten rund, manchmal oval, manchmal gibt es auch einen phantasievoll geformten Rand, manchmal wird er sogar rechteckig - aber das nur dann, wenn ich wirklich keinen rechteckigen Rand brauche.
Den Backofen vorheizen auf höchster Stufe, keine Umluft, sondern Ober-Unterhitze, wer hat, einen Backstein mit erhitzen. Gut 30min. (Mein Backofen erreicht eine Höchsttemperatur von 280 Grad).
Einen Brotschieber mit Semola bestreuen, wer keinen Brotschieber hat, nimmt am besten Backpapier als Unterlage. Achtung, dass beim Einschießen die Pizza nicht am Brotschieber klebt (eventuell vorher mit einem Spatel drunterfahren.
Die Pizza auf dem Brotschieber (bzw. auf dem Backpapier) belegen; zuerst mit der abgekühlten Tomatensauce bestreichen, dann Mozzarella und den restlichen Belag nach Wunsch. Zum Schluss noch ein paar Tropfen Olivenöl und ab damit in den Ofen und dann beobachten, die Backzeit richtet sich nach dem jeweiligen Ofen.
Meine Pizza war nach ca. 10 Minuten fertig.