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Samstag, 22. April 2017

Klassiker: Escalope de veau à la crème - Kalbsschnitzel in Sahnesauce

Escalope de veau à la crème - Kalbsschnitzel in Sahnesaue - ich präsentiere euch einen weiteren köstlichen Klassiker aus der französischen Bistroküche, den man auch häufig auf den Speisekarten der einfachen elsässischen Gasthäuser findet.



Hier bei mir nicht ganz klassisch, dafür aber mit den ganz speziellen i-Tüpfelchen zubereitet: zunächst einmal wende ich die Schnitzelchen ganz dünn vor dem Anbraten in Mehl, das gibt anschliessend auch der Sauce eine feine Bindung. Und die Sauce bekommt zum Abschmecken eine Messerspitze Dijon-Senf - das darf nicht herausschmecken, daher wirklich nur eine kleine Menge (und keiner darf dann beim anschliessenden Essen nur die leiseste Ahnung einer Senfsauce haben) und dann ein Schlückchen - wie könnte es anders bei mir sein - aber auch wirklich nur ein Schlückchen guter Cognac, voilà!
Und wer dann noch mag, gibt kurz vorm Servieren noch DAS elsässische i-Tüpfelchen darüber (klick hier).



ich nehme (für 4 Personen):

4 dünne Kalbsschnitzel
etwas Butterschmalz zum Braten
Salz, Pfeffer
Mehl
300 g Champignons, in dünne Scheiben geschnitten
1 - 2 EL Butter
150 ml Sahne
1 - 2 EL demi-glace vom Kalb (wer hat, ansonsten einfach weglassen)
1 guter Schluck Cognac
1/2 TL Dijon-Senf

und zusätzlich, wer mag: DAS elsässische i-Tüpfelchen


und los gehts:

Die Kalbsschnitzel pfeffern und salzen, von beiden Seiten leicht in Mehl wenden, überschüssiges Mehl abklopfen. In einer guten Pfanne (am besten gusseisern) im Butterschmalz von beiden Seiten jeweils 1 - 2 Minuten anbraten, herausnehmen und warmstellen.

In der gleichen Pfanne anschliessend die Champignons bei grosser Hitze anbraten, eventuell ist es notwendig, zusätzlich nochmals Butterschmalz zuzugeben, dabei salzen und pfeffern. Ständig wenden. Es sollte so lange bei starker Hitze gebraten werden, bis die Flüssigkeit der Champignons verdampft ist. Anschliessend einen EL Butter dazu. Sahne und evtl. demi-glace angiessen, den Cognac und den Senf zugeben, sämig einkochen lassen. Im letzten Moment kurz vorm Servieren die Schnitzel einschliesslich der sich evtl. gebildeten Bratflüssigkeit zugeben, abschmecken, nochmals in der Sauce heiss werden lassen, aber nicht mehr kochen.

Wir haben dazu Pommes frites aus unserer Actifry und Karotten-Zuckerschoten-Gemüse gegessen.






Montag, 17. April 2017

La Merise, Laubach - eine beeindruckende Harmonie

Restaurant La Merise, 7, rue d’Eschbach, 67580 LAUBACH – Alsace
Tél : 03 88 90 02 61, Ruhetage: Dienstag und Mittwoch

Christelle und Cédric Deckert haben letztes Jahr im Oktober ihr Restaurant in Laubach eröffnet. 
Bereits die Ankunft ist beeindruckend: der weite Blick in die Natur, Wiesen, ein blumengeschmückter Eingang und dann beim Betreten des Restaurants nochmals durch die grossen Scheiben im Innenraum des Restaurants der Blick in das weite Grün der Nordvogesen.



Die gedeckten Tische passen sich diesem harmonischen Gesamteindruck an - Ton in Ton - geschmackvoll bis ins kleinste Detail. Das Geschirr, wie könnte es anders sein, gefällt mir ausgesprochen gut, ist es doch das Gleiche, das sich auch bei uns zu Hause findet: Hémisphère - auch hier wird exakt mein Geschmack getroffen.

Die Küche grüsst mit zwei Löffeln, einmal Wachtelei mit frisch geriebenem Muskat - noch nie habe ich die Aromen eines Wachteleis so intensiv wahrgenommen - und der zweite Löffel Escabeche mit Anchovis - der Auftakt ist vielversprechend.




Monsieur und ich wählen als Vorspeise 



ŒUF PARFAIT
L’Œuf de Poule « Parfait », Asperges Blanches,
Champignons et Emulsion au Beurre Noisette 

DAS PERFEKTE EI - wer wird da nicht neugierig? Wie schmeckt das perfekt Ei? So! Genauso! So schmeckt das perfekt Ei! Serviert mit weissen Spargelspitzen, in einer Emulsion von Nussbutter und Pilzen, beim Zerteilen des Ei verschmischt sich das cremige Eigelb mit der Nussbutter-Emulsion, soll ich noch mehr erzählen?

Yannick probiert
Terrine de Foie Gras d’Oie à l’Ancienne,
Chutney de Fruits Exotiques et Confiture d’Oignons, dazu ein Glas Gewürztraminer

und Caro ist begeistert von
Cappuccino de Pommes de Terre et Truffes « Clin d’œil à Jean-Georges Klein 

Zum Hauptgericht wählen Monsieur und ich
RAIE
Aile de Raie au Wasabi et Gingembre Confit, Beurre Mousseux au Kaffir



Gerade im fast allerletzten Moment habe ich mich noch besonnen und ein Foto hinbekommen, beinahe wäre es zu spät gewesen und ich hätte euch diese köstlichen Rochenflügel mit Wasabi und Ingwer Confit und einem Schaum aus Kaffir-Limetten nicht mehr zeigen können, dann hätte sich kein einziges Körnchen des köstlichen Graupenrisottos mehr auf dem Teller befunden. 

Yannick ist ebenso begeistert von Kalbsbries
Noix de Ris de Veau au Foin, Petits Pois et Carottes à la Sarriette, Jus Réduit au Porto

wie Caro mit ihrem Kabeljau
Dos de Cabillaud, Mousseline de Pommes de Terre et Olives Noires,
Rhubarbe Rouge et Huile à la Verveine

Zum Dessert wählt Monsieur ein Sorbet, das grosszügig mit Marc de Gewurztraminer begossen wird und Yannick schwelgt in Schokolade (die er heftig gegen die restlichen Damen und Herren am Tisch verteidigen muss)



Wir haben eine für uns vier passende Weissweinbegleitung: Sancerre Domaine Vacheron 2015, den ich früher schon gerne getrunken habe, der aber aus unerklärlichen Gründen bei mir in Vergessenheit geraten war - was sich ab jetzt wieder ändern wird...

Fazit: Ihr ahnt es schon.... ICH MUSS DA WIEDER HIN! Wir waren begeistert, Ambiente, Service, Küche - Harmonisch! Perfekt!

Frühlingskräuter-Butter

Meine liebste Jahreszeit! Endlich ist Frühling! Sobald die ersten frischen, zarten und in saftigem Grün spriessenden Kräuter in meinem Garten auftauchen, muss ich eine Frühlingskräuter-Butter haben. 

Dabei ist erlaubt was gefällt. Wozu mögt ihr sie verwenden? Vielleicht zum ersten Grillen? Sie passt wunderbar zu gegrilltem Fisch, Fleisch oder Geflügel. Oder zum Apéritif zu einem knusprigen Stück Baguette. Auch gegrillte rote Paprika mit dieser Butter schmeckt grandios. Wie wäre es mit gebratenem grünen Spargel und kurz vorm Servieren ein wenig dieser Frühlingskräuterbutter darauf schmelzen lassen?


Die Verwendung welcher Kräuter richtet sich nach euren persönlichen Vorlieben bzw. dem, was sich im heimischen Garten findet. Bei mir waren das diesmal glatte Petersilie, Sauerampfer, Schnittlauch, Bärlauch (und zugekaufter Dill, weil Monsieur diesen so liebt)

Nun macht es euch einfach und kauft gute Salzbutter, nehmt frisch geriebene Schale einer halben Zitrone sowie deren Saft, etwas frisch gemahlenen weissen Pfeffer, etwas Piment d'Espelette et voilà - das ist eure Frühlingskräuter-Butter.



Ich mache gleich eine grössere Portion und friere sie in kleine Röschen gespritzt ein, dann sind sie bei Bedarf ruckzuck aufgetaut.



Sonntag, 9. April 2017

Restaurant le Petit Stamm, Hatten

Restaurant le Petit Stamm, 9 rue de Buhl, 67690 Hatten, Tel. 03 88 73 74 72
Ruhetag: Montag


Vor fast einem Jahr haben Karine Hampele und Eytan Chettrit das alteingesessene Restaurant wieder zu neuem Leben erweckt. Ca. 50 Plätze gibt es im modern eingerichteten Petit Stamm - für grössere Veranstaltungen/Gesellschaften (bis zu 130 Gästen) steht nebenan der traditionell elsässisch eingerichtete Stammtisch zur Verfügung.


Die angenehm übersichtlich gehaltene Speisekarte wird ergänzt durch die Tagesempfehlungen, die uns gleich zu Beginn durch Eytan Chettrit erläutert werden. Wir entscheiden uns für die Sardinen - eine gute Wahl - wie sich dann zeigt - denn hier merkt man direkt, dass auf Qualität geachtet wird: spezielle kleine Sardinen aus Katabrien, anders als die sonst üblichen grossen Ölsardinen, werden sie auf einer Schieferplatte serviert, dazu - für mich das i-Tüpfelchen - hauchdünne Scheiben Zitrone, Butter, Fleur de Sel, geröstetes Landbrot.



eine wunderbare Vorspeise, die es demnächst bei uns als als Einstieg in ein kleines Menu geben wird - ich muss nur noch diese Sardinen von Ramon Peña auftreiben... 

Anschliessend teilen Monsieur und ich uns eine weitere Vorspeise: Duo von Elsässischen Spargeln, Morchelsauce und pochiertes Ei


Nicht ganz so überzeugt hat uns das Cordon Bleu - sehr schön angerichtet mit knusprigen hausgemachten Pommes frites und Gemüsen - doch irgendwie hat es das Foto nicht geschafft, in diesen Beitrag zu kommen und ausserdem gibt es für unseren nächsten Besuch noch genügend Auswahl auf der Speisekarte.

Dann passt heute noch ein Dessert: Tiramisu von Erdbeeren:


und Erdbeeren mit Vanilleeis und Sahne:


Unser Menu begleitet ein sehr fair kalkulierter Macon blanc von Bouchard.
Danach Espresso und Digestif wie immer. 

Und wer mich kennt, weiss was das jetzt bedeutet: Ich muss da wieder hin!
Unbedingte Empfehlung!!!

Sonntag, 19. März 2017

Quino-Salat mit Avocado, viiiel Gemüse und Harissa





So langsam wird es Zeit, hier frühlingshafte Gerichte zu zeigen.
Ich bin ein grosser Fan von Quinoa und habe dieses köstlich schmeckende Getreide meistens portionsweise im Tiefkühler, damit, falls es mal schnell gehen soll, immer ein gewisser Grundvorrat zur Verfügung steht. Diesmal zeige ich euch eine Variante, die schnell und einfach zubereitet ist und sich als Beilage oder als eigenständiges kleines Abendessen eignet.

Da hier gerade die Löwenzahn-Saison begonnen hat, habe ich einen Teil des angemachten Quinoa in Löwenzahn gebettet und den Löwenzahn zusätzlich mit Vinaigrette beträufelt





ich nehme (für 4 Personen):

  • ca. 1 - 2 Tassen Quinoa (nach Packungsanweisung zubereitet)
  • 1 Karotte, in Stifte geschnitten
  • 1 kleine Fenchelknolle, in feine Streifen geschnitten
  • 1 Stück Staudensellerie, in Scheiben geschnitten
  • 1/2 halbe Avocado, geschält und gewürfelt und mit Zitronensaft beträufelt
  • ein Handvoll Kirschtomaten, geviertelt
  • Vinaigrette aus Salz, Pfeffer, 2 EL Olivenöl, 1 EL Essig, 1 - 2 TL Harissa-Paste, glatte Petersilie
  • frische Sprossen (moi: Radieschensprossen, Alfalfa)
  • wahlweise ein Bett aus Löwenzahn und Feldsalat


und los gehts:

  • Zunächst Quinoa nach Packungsanweisung garen und abkühlen lassen

  • Karotte, Fenchel, Staudensellerie bissfest garen und salzen, zum Abkühlen zur Seite stellen.

  • Die Vinaigrette zubereiten und richtig schön pikant mit Harissa abschmecken.

  • Abgekühlten Quinoa in die Vinaigrette geben, Gemüse dazu, ebenso die Avocado, Tomaten und gehackte Petersilie.

  • Auf einem Salatbett anrichten, mit Sprossen garnieren.
Wer mag, serviert den Salat mit Feta als kleines Abendessen.







Freitag, 17. März 2017

das sogenannte Eiweissbrot - und dann auch noch aus Versehen vegan


Meine liebste Rettungstruppe #wirrettenwaszurettenist feiert bereits den dritten Geburtstag 




Ein Dankeschön an Sina und Susi, die diese Rettungsaktion ins Leben gerufen haben. Wir retten was zu retten ist, und zwar Lebensmittel vor der Fertigfutter-Industrie. Den heutigen Geburtstag unserer Rettungstruppe wollen wir gebührend mit einem Brunch feiern. Was wäre ein Brunch ohne Brot? Hierzu habe ich ein Brot gebacken, das sehr schnell und einfach zu backen ist und vor allem auch noch ohne künstliche Zusatzstoffe zuzubereiten ist. 

Meistens habe ich besonders abends Lust auf eine Scheibe Brot und gerade abends vertrage ich die meisten Brotsorten nicht mehr so gut, vor allem, wenn sie mit Hefe gebacken sind. Doch ein Eiweissbrot bekommt mir immer gut, vor allem, wenn ich die tierischen Eiweisse austausche gegen Sojaprodukte. Ich liebe den Geschmack und die Bekömmlichkeit dieses Brotes! Wer keine Sojaprodukte mag, nimmt die Originalzutaten des Brotes, die von mir ausgetauschten und verwendeten Zutaten habe ich in Klammern gesetzt.

Danke liebe Sarah für dieses grandiose Rezept!

ich nehme:

5 Eier (moi: Arche VegEgg) nach Anweisung mit Wasser anrühren
300 g Magerquark (moi: Provamel Sojaalternative wie Quark )
50 g Hafer-Kleie
50 g Leinsamen
50 g Chiasamen
100 g gemahlene Mandeln
1 TL Salz
1 TL Brotgewürz
1 Päckchen Backpulver
3 - 4 EL Körner (moi: Sonnenblumen,- Kürbiskerne, Amaranth, Hanfsamen)

und los gehts:

Einfach zusammenrühren, erst die trockenen Zutaten, dann alles andere, in eine gefettete Kastenform füllen, mit Körnern bestreuen, bei 170 Grad, Ober-Unterhitze 45 min. backen, danach aus der Form stürzen und noch ca. 30 min frei geschoben auf dem Backofenrost backen.

Weitere Beiträge zum Geburtstags-Brunch gibt es hier zu sehen:










Samstag, 4. März 2017

Auberge aux deux clefs, Mertzwiller

Auberge Aux Deux Clefs, 21, Route de Bitche, 67580 Mertzwiller,
Tel. 03 88 90 13 20, geschlossen: Dienstagabend und Mittwoch ganztags




Wir sind schon häufig an diesem direkt an der Hauptstrasse gelegenen Restaurant von Angela und Loic Regnier Restaurant vorbeigefahren und haben uns immer wieder vorgenommen, dort nun endlich einzukehren. Nun haben wir es an diesem Samstagmittag realisiert.

Die Karte hat mir sehr gut gefallen und mir fiel es schwer, mich zu entscheiden. Für Monsieur war es einfach, er hat sofort Kalbsnierchen entdeckt, die Entscheidung für das Hauptgericht bei ihm war bereits gefallen.

Für mich gibt es als Vorspeise frittierte Calamaretti und Gambas:



für Monsieur das in Kürbiskernhülle knusprig ausgebackene pochierte Landei:



in einer cremigen Geflügelsauce mit Serranoschinken und Parmesanspänen.

Anschliessend im Ganzen gebratene Kalbsnieren, flambiert mit Vieille Prune, serviert mit Gemüse und hausgemachten Spaetzle



Auf der Karte gibt es einige sehr verführerische Fischgerichte, das hätte ich normalerweise gewählt. Doch am Nachbartisch sitzen zwei Herren, denen bei unserem Eintreffen gerade ein Entrecôte Marchand de Vin serviert wird. Ich versuche mich zu beherrschen, um nicht ständig einen Blick zum Tisch nebenan zu werfen.... Auch wenn ich selten Fleisch mag und es in Restaurants fast nie bestelle..... heute MUSS ES SEIN! 



Perfekt gebratenes Entrecôte, mit einer aromatischen kräftigen Rotweinsauce, Gemüse und knusprigen, hausgemachten Pommes frites (von denen Monsieur begeistert war).

Danach ging dann nur noch - wie so oft bei uns - Espresso und Digestif

Aber wir kommen wieder!

Sonntag, 12. Februar 2017

Salat mit Frisée, Speck, croûtons und das perfekt pochierte Ei



In einem klassisch elsässischen Restaurant gibt es wohl kaum eine Speisekarte, die diesen Salat unter den Vorspeisen nicht führt. Auch ich bestelle ihn häufig im Restaurant, wobei ich mittlerweile meine Angst vorm Pochieren verloren habe und mir jedes pochierte Ei perfekt und sozusagen mit links gelingt, d.h. ich kann mir diesen Genuss nun auch zu Hause mit besten Bio-Zutaten selber zubereiten.

Zu verdanken habe ich dieses herrliche Genusserlebnis mal wieder Robert, nach dessen Methode praktisch jedem ein perfekt pochiertes Ei gelingt. Wie dies funktioniert, steht bei mir hier im Rezeptteil. Die ausführliche Erklärung kann man auch bei Robert nachlesen (klick hier)

Leider hat man Frisée und Endivien die Bitterstoffe weitgehend weggezüchtet, aber ich liebe bittere Salate und mische gerne ein paar Blätter Radicchio und Chicorée in unseren Salat.



ich nehme (für 4 Personen):

  • 1 Frisée
  • (wer mag, noch zusätzlich ein paar Blätter Radicchio etc.)
  • Vinaigrette aus Salz, Pfeffer, 2 EL Essig, 5 EL Öl
  • ca. 80 g knusprig gebratene Speckstreifen
  • 1 Handvoll croûtons (in Butter gebraten)
  • 4 (evtl. auch 8) super frische!!! Eier
  • etwas Essig
und los gehts:

Salat putzen, in mundgerechte Stücke zupfen und zur Seite stellen.

Die Speckwürfel bei milder Hitze leicht knusprig ausbraten.

Aus einer Scheibe Landbrot, in grobe Würfel gezupft und in wenig Butter gebraten, croûtons zubereiten.

Die Vinaigrette zubereiten und zur Seite stellen.

Nun machen wir uns an die Zubereitung der pochierten Eier nach Robert:


1. Ei mit dem Eierpiekser pieksen.
2. Das rohe Ei in der Schale mit einem Löffel in einen Topf mit siedendem Wasser und einem grossen Schuss Essig legen.
3. Langsam auf Zehn zählen.
4. Ei herausnehmen, an einer Kante aufschlagen und vorsichtig, aber direkt in den Topf gleiten lassen. Hitze reduzieren.
5. Nach ca. 3 Minuten wieder herausheben.
Die zehn Sekunden vorgaren verfestigen das Eiweiss soweit, dass es, richtig gemacht, immer noch gut aus der Eischale gleitet, im ruhigen Wasser aber kaum mehr zu Fransen führt und das Eigelb gut vom Eiweiss umhüllt ist. Essig beschleunigt das Gerinnen des Eiweisses.
Den Salat in der Vinaigrette anmachen, nehmt am besten dazu die Hände, nur dann wird jedes Salatblatt perfekt von Essig und Öl umschlossen, mit croûtons und Speck bestreuen und die pochierten Eier darauf drapieren. 


Samstag, 11. Februar 2017

Coq au vin - ein Klassiker


Noch so ein Klassiker aus der französischen Küche - bei uns in der Edel-Variante mit einem Bresse-Huhn. Doch nicht jeder hat die Möglichkeit, solch ein Luxus Federvieh zu erwerben, da tut es sicherlich auch ein gutes Bio-Huhn. Nur lasst bitte die Finger von den armen Tieren aus Massentierhaltung. Nur mit den besten Ausgangsprodukten bekommt ihr ein grandioses Ergebnis - dies gilt im übrigen auch für den Wein - nehmt im Idealfall einen guten Burgunder.





ich nehme:

  • 1 Freiland-Huhn, in 6 Teile zerlegt (moi: Poularde de Bresse)
  • 50 g Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 200 g durchwachsener Speck, nuuur ganz mild geräuchert
  • 1 grosse Zwiebel
  • 1 grosser Schluck Marc de Bourgogne (oder Cognac)
  • 2 EL Mehl
  • 1 Liter (minimum) Rotwein
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 Zweige Thymian
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 kleines Glas weisser Porto
  • 200 g Champignons
  • gehackte glatte Petersilie



und los gehts:

Butter und Olivenöl in einem gusseisernen Bräter erhitzen, Speck und Zwiebel in grobe Würfel schneiden und darin anbraten. Sobald sie eine goldbraune Farbe angenommen haben, herausnehmen und zur Seite stellen.

Anschliessend die Geflügelteile salzen und pfeffern und darin anbraten, mit dem Marc de Bourgogne flambieren und anschliessend mit dem Mehl bestäuben. Unter Wenden nochmals kräftig kurz braten. Mit dem Rotwein aufgiessen, Portwein dazu, dann Speck und Zwiebelwürfel zufügen, ebenso die Knoblauchzehen, Thymian, Lorbeer, nochmals evtl. Salz und Pfeffer. Notfalls noch etwas Wein nachgiessen, denn das Geflügel muss zu Beginn der Kochzeit komplett mit Flüssigkeit bedeckt sein.

Mit aufgelegtem Deckel nur ganz leicht vor sich hin köcheln lassen - es darf wirklich kaum kochen, sonst wird das Fleisch trocken. Ingesamt 1 Stunden schmoren, die letzten 20 Minuten offen. Kurz vor dem Servieren Champignons gewürfelt separat in etwas Butter kräftig anbraten, salzen, pfeffern und in den Bräter geben. Mit Petersilie bestreut servieren.


Freitag, 10. Februar 2017

Kartoffel-Lauch-Cremesuppe mit Räucheraal und weisser Pfefferperle


Ab und an mag Gerhard als kleines Abendessen etwas Räucheraal. Mit dieser Vorliebe steht er ziemlich alleine da - ich bin kein Fan von Aal.  So muss er nach einer Resteverwertung suchen. Da ich ein Suppenfan bin, trifft er mit diesem Rezept sogar meinen Geschmack. Vor allem dann, wenn die Suppe so raffiniert mit einem kleinen i-Tüpfelchen daher kommt. 




Seit ich durch Robert erfahren habe, wie gut Kampot-Pfeffer schmeckt, kaufe ich diesen bei Hennest Finest. Seit kurzem gibt es dort eine Köstlichkeit, die ich unbedingt probieren musste. Ich gebe euch einfach hier mal die Beschreibung, die ich für die weissen Pfefferperlen auf deren Homepage fand, wieder:
"Das ist die Lösung! Bisher musste man Langen Pfeffer entweder im Mörser bearbeiten, als Ganzes mitkochen oder mit einer Reibe zerkleinern. Das senkte seine Einsatzhäufigkeit, denn oft will man es in der Küche schnell und unkompliziert. Deshalb gibt es ab sofort den außergewöhnlichen Geschmack des Langen Pfeffers auch zum Streuen! In Kambodscha hat man für Euch die winzigen Pfefferperlen vom Stil befreit, ohne sie dabei zu zerquetschen. Und nicht nur das: man hat den Perlen nach langer Reifezeit sogar das rote Fruchtfleisch abgenommen und eine völlig neue Pfefferart kreiert: „Long White Pepper Pearls“, also die weiße Perle des langen Pfeffers.
Die weißen Pfefferperlen sind winzig klein und lassen sich als Ganzes über das Essen streuen. Sie verbinden den typischen Geschmack des langen Pfeffers mit einem angenehmen „Crunch“. Sein Charakter ist kräftig, mit einer durchdringenden Würze und einer ordentlichen Schärfe."

Diese Pfefferperlen waren das i-Tüpfelchen auf unserer Suppe und haben mit ihrer ganz besonderen Schärfe einen interessanten Geschmack gezaubert. Ich war begeistert und werde sicherlich noch weiterhin mit diesen weissen Perlen experimentieren.

Doch nun zum Rezept:

ich nehme (für 3 - 4 Personen):

1 kleines Stück Aal
500 ml Gemüsefond (moi: selbstgemacht - geht einfach und es lohnt!)
20 g Butter
1 Schalotte, fein gewürfelt
2 Frühlingszwiebel (ersatzweise etwas Lauch), in dünne Streifen geschnitten
ca. 400 g mehlig kochende Kartoffeln, geschält, in kleine Würfel geschnitten
150 ml trockener Weisswein
150 ml Sahne
je nach Vorliebe: Zitronensaft, trockener Sherry oder Noilly Prat
Salz
1 - 2 TL Pfefferperlen (s.o.)

und los gehts:

Die Haut vom Aal lösen und im Gemüsefond ca. 20 min bei milder Hitze ziehen lassen.

Währenddessen Schalotten und Frühlingszwiebeln in Butter andünsten. Die Kartoffelwürfel dazu geben, mit dem Weisswein ablöschen, etwas reduzieren, mit dem Gemüsefond (Aalhaut entsorgen) ablöschen und bei mittlerer Hitze um etwa die Hälfte einkochen lassen. Salzen, pfeffern und die Sahne zugeben. Abschmecken und, sobald alles gar ist, die Suppe pürieren (moi: Turbomixer, dann wird sie besonders cremig). Abschmecken, Zitrone oder Sherry dazu und die Pfefferperlen einstreuen.

In vorgewärmte Suppenteller füllen, Aalwürfel auf die Suppe geben und servieren.









Freitag, 3. Februar 2017

3-Minuten-Vielfaltbrot

3-Minuten-Vielfaltbrot




Zugegeben, die Fotos sind ziemlich dunkel und nicht so sehr gelungen. 
Trotzdem will ich euch das Brot nicht vorenthalten, denn es ist schnell und - hat man erstmal alle Zutaten zusammen - einfach zubereitet. Die nicht unerhebliche Menge an Hefe liesse sich sicher bei der Übernachtgare reduzieren, doch dies habe ich bisher noch nicht ausprobiert. 

Das Rezept ist ebenfalls aus Veronikas Kochbuch "Gesund Kochen ist Liebe", aus dem ich schon sooo vieles nachgekocht habe. Alle Rezepte sind gelingsicher und köstlich. 

Das Brot wird lediglich drei Minuten lang in der Küchenmaschine geknetet und danach darf es während des Backens im Ofen aufgehen. Da es ein wenig Zeit beansprucht, alle trockenen Zutaten zusammen zu mischen, empfiehlt es sich, gleich die doppelte Menge an trockenen Zutaten zu nehmen und in einem gut verschlossenen Schraubglas bis zum nächsten Mal aufzubewahren. Vor dem Backen bzw. Zusammenrühren gibt man dann lediglich noch Hefe, Karotte, Wasser, Öl und Salz hinzu.



ich nehme (für 1 Brot):

50 g Kürbiskerne
40 g Walnusskerne
40 g Mandeln
20 g helle oder schwarze Sesamsamen
360 g Dinkelvollkornmehl (moi: selbstgemahlen)
50 g Haferflocken
40 g Teffmehl (oder mehr Haferflocken)
50 g Möhre (fein gerieben)
1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
1 TL Salz
1 TL Kokosblütenzucker (ersatzweise Honig)
1 EL Olivenöl bzw. etwas mehr, um die Form einzufetten
350 ml lauwarmes Wasser
1 - 2 EL Amaranth, heller Sesam, Haferflocken oder Hirse zum Bestreuen der Form

und los gehts:

Kürbis-, Walnuss- und Mandelkerne grob hacken und in eine Schüssel geben. Sesamsamen, alle Mehlsorten, Haferflocken, Trockenhefe und Salz dazugeben und alles gründlich mischen. Dann die geriebene Möhre dazugeben.

Das Olivenöl und das lauwarme Wasser dazugiessen und den Teig in der Küchenmaschine oder mit dem Knethaken des Handrührers ca. 3 Minuten auf höchster Stufe kneten.

Eine Kastenform von 25 cm leicht einölen, evtl. mit etwas Körnern ausstreuen und den Teig einfüllen. Die Oberfläche glatt streichen, den Teig der Länge nach ca. 1 cm tief einschneiden. Nach Belieben mit Körnern oder Samen bestreuen.

Das Brot auf der mittleren Schiene in den kalten Backofen schieben und bei 170° Umluft bzw. 190 ° Ober-/Unterhitze 1 Stunde backen.

Eventuell nochmals zusätzlich 10 Minuten frei geschoben nachbacken.