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Montag, 6. April 2015

Oster-Menu 2015


Ich bin sicherlich kein Trendsetter. Für alle, die das bis jetzt noch nicht gewusst bzw. geglaubt haben, wird dieses Jahr zu Ostern der eindeutige Beweis von mir angetreten. Während alle in weiss-grün-Tönen schwelgen, möchte ich blau - himmelblau! Eine himmelblaue Osterdeko sollte es für unsere Ostertafel sein. Doch wo treibe ich weiss-blaues Dekomaterial auf? Mein Blumen- und Dekohaus kann mir dieses Jahr auch nicht helfen, die zeigen auf ihrer Oster-Ausstellung grün-weiss. Ist ja schon gut! Ich helfe mir selbst. Bzw. Stefanie von Hefe und Mehr half mir dabei auch, denn sie zeigte ihre Ostereierfärberei mit natürlichen Farben. 

Mit meiner Versuchsreihe begann ich schon vor zwei Wochen. Ich färbte ausschliesslich mit Rotkohl, denn das sollte, nach Stefanie, blaue Eier hervorbringen. Zunächst probierte ich es mit braunen Eiern, hellbraun, dunkelbraun, mit rohem Rotkohlsaft, mit gekochtem Rotkohl, mit Natron, mit Essig oder natur - ohne zufriedenstellendes Ergebnis. Gaaanz allmählich und diverse braun-grün-irgendwas gefärbte Eier später wurde mir klar, dass ich weisse Eier brauchte, um meinen Wunschpastellton hervorzubringen.

Grundvoraussetzung für mich war aber auch die Verwendung von Eiern von glücklichen Hühnern - in Deutschland und im Elsass scheinen aber glückliche Hühner nur braune Eier zu legen hmmmm... warum? In der Schweiz wurde ich dann fündig, die Schweizer Glückshühner können auch weisse Eier legen. Ich reiste mit meinem kopfschüttelnden Monsieur und 5 Paketen WEISSEN Eiern von hoffentlich glücklichen Hühnern nach Hause (zumindest waren es Bio-Eier!)  - und setzte meine Versuchsreihe zu Hause fort.




Jaaa! Gelungen! So gefallen mir meine Pastelleier! 

Damit Monsieur nicht nächstes Jahr nach Ostern wieder vor einem Berg von Ostereiern sitzen und sich über deren Verwertung Gedanken machen muss, halte ich mal sicherheitshalber die Färbe-Anleitung für hellblau fest:

Ich habe die Eier 6 Minuten gekocht. In der der Zwischenzeit habe ich einen halben kleinen Rotkohl entsaftet, man braucht ca. 250 ml Saft - bei mir waren dafür ca. 500 g Rotkohl ausreichend. Den Saft mit 20 g Essigessenz mischen und die leicht abgekühlten Eier da rein geben. Am besten eignet sich ein Twist-off Glas - bei meinen Versuchen haben 3 Eier gleichzeit rein gepasst. Dann über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag herausnehmen, leicht abtupfen und mit Öl einreiben (meine Mutter nahm dazu immer eine Speckschwarte).

Habt ihr noch Rezepte für die Verwertung unseres Ostereierberges? Gefüllte Eier, Schnittlauchsalat, Rindfleischsalat stehen schon auf dem Speiseplan für nächste Woche....




Ansonsten gab es bei uns am Oster-Sonntag dieses Menu:


Zum Apéritif ein Glas Champagner Pierre Gerbais, Kaviar, Yuzu-Butter von Bordier, Chia Cracker

Ein Thunfisch-Tatar auf Spitzkohl-Sesam-Salat und Gurke, Chili, Koriander
(mein Highlight!)

Tessiner Zicklein - und weil ich das nicht mag und weil schliesslich die französische Ostertradition gewahrt werden muss: Lammkeule, dazu Rosmarin-Kartoffeln, Möhren und Spinat

Crème Brûlée mit Himbeergeist und frischen Himbeeren

Die Rezepte werden nach und nach verlinkt - bis auf die Créme Brûlée - da müssen wir noch ein bisschen mit der Kruste und dem neu angeschafften Bunsenbrenner üben...