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Montag, 20. Oktober 2014

Schupfnudeln mit Sauerkraut

Manchmal dauert es halt ein bisschen länger, bis ich zum Nachkochen komme. Für diese Schupfnudeln, die ich bei Micha entdeckt habe, waren es sogar über 2 Jahre, doch sie waren nicht vergessen et voilà:




Ich habe die Schupfnudeln, die im Elsass ähnlich wie in anderen Regionen auch Buwespitzle genannt werden, ziemlich genau nach Micha's Rezept nachgekocht, lediglich das Sauerkraut wurde nach meinem bewährten Rezept für ofengeschmortes Sauerkraut zubereitet. Wir haben dazu ein auf der Haut gebratenes Zanderfilet gegessen, was sehr gut gepasst hat.

ich nehme (4 Port.)

  • ca. 600g mehlig kochende Kartoffeln, (ca. 5 Stück - am Vortag gekocht)
  • 200g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 1 TL Salz
  • Muskatnuss-Abrieb
  • Mehl für die Arbeitsfläche 

evt. Butterschmalz zum Braten

für das Sauerkraut:
  • 500 g frisches Sauerkraut
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 250 ml Riesling (moi: selbstgemachter Fond von Choucroute)
  • 4 frische Lorbeerblätter
  • 2 EL Wacholderbeeren, leicht angedrückt

und los gehts:

Am Vortag:
Kartoffeln am Vortag schälen und kochen und noch heiss durch die Kartoffelpresse drücken, mit einem Tuch abgedeckt kühl (NICHT in den Kühlschrank) stellen.

Am nächsten Tag mit der Zubereitung des Sauerkrauts beginnen, es benötigt mindestens eine Stunde im Backofen.

Inzwischen in einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen.

In einer Schüssel die Kartoffeln mit den Mehl, den Eiern und den Gewürzen vermengen. Auf einer Arbeitsplatte zu einem homogenen Teig verkneten und dann direkt mit der Verarbeitung beginnen - dabei die Arbeitsunterlage immer gut bemehlen. Den Teig in ca. 4-5 Portionen verteilen und die erste Portion zu einer etwa 2-3cm dicken Rolle formen. Mit dem Messer 2cm dicke Stücke abschneiden und zu Schupfnudeln rollen. Nacheinander ins kochende Wasser geben und abschöpfen, wenn sie nach oben gestiegen sind. So fortfahren, bis der Teig verbraucht ist.

Wenn man die Schupfnudeln gebraten zum Sauerkraut essen möchte, in einer Pfanne von allen Seiten goldbraun knusprig braten.

Anmerkung von Micha: Das ist eine relativ große Portion - die Schupfnudeln lassen sich aber, nachdem sie gekocht sind, prima einfrieren.