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Samstag, 31. Januar 2015

Kartoffelknödel "halb & halb"

In der November-Ausgabe von Essen & Trinken habe ich das Rezept für diese Kartoffelknödel gelesen und sie eins zu eins nachgekocht. Wobei ich das nächste Mal diesen Aufwand mit den im Backofen gebackenen Kartoffeln, die sich anschliessend sehr schlecht pellen lassen, nicht mehr betreiben würde. Bei uns kommen die Kartoffeln für Knödel am Vortag in den Dampfgarer, werden durchgedrückt und bis zum nächsten Tag stehen gelassen.

Die Ascorbinsäure, die über die roh geriebenen Kartoffeln gegeben wird, habe ich weggelassen, wie man an den etwas dunkel gefärbten Kartoffeln sieht, doch uns hat die leichte Verfärbung nicht gestört.




ich nehme (für 12 Knödel):


  • 2 kg mittelgrosse Kartoffeln, festkochend
  • 1/3 TL Ascorbinsäure
  • Salz

und los gehts:

1 kg Kartoffeln waschen, mit einer Gabel rundum mehrmals einstechen und auf einem Backblech verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad (Umluft 150 Grad) auf der 2. Schiene von unten 1:15 Stunden backen, dabei einmal wenden. Kartoffeln 15 Minuten abkühlen lassen und pellen. Zweimal durch die Kartoffelpresse drücken und beiseitestellen.

Restliche Kartoffeln schälen und auf der feinen Seite der Haushaltsreibe reiben. Sofort mit der Ascorbinsäure mischen, damit sich die Kartoffeln nicht durch den Luftsauerstoff verfärben.

Kartoffelraspel portionsweise in einem Mulltuch sehr kräftig ausdrücken, das austretende Wasser dabei auffangen. Flüssigkeit 10 Minuten stehen lassen, damit sich die Stärke absetzen kann. Kartoffelportionen in einer Schüssel auflockern.

Flüssigkeit vorsichtig von der abgesetzten Kartoffelstärke abgiessen. Stärke durchrühren, mit 1 TL Salz unter die auspressten Kartoffeln mischen.

Ausgepresste Kartoffeln mit den zerdrückten nur kurz mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten, damit der Teig locker bleibt. Kartoffelteig halbieren und auf der Arbeitsfläche zu 2 Rollen formen. Jede Rolle mit einer Teigkarte in 6 Portionen teilen.

Wasser in einem breiten Topf aufkochen. Teigportionen zu Knödeln rollen. Wasser kräftig salzen und die Knödel ins sprudelnd kochende Wasser geben. Wasser kurz aufkochen.

Hitze auf kleinste Stufe reduzieren. Sobald die Knödel an die Wasser-Oberfläche steigen, 25 - 30 Minuten ziehen lassen. Gegarte Knödel vorsichtig mit einer Schaumkelle herausheben.

Dazu gab es Krustenbraten in Dunkelbiersauce und Krautsalat.

Kommentare:

  1. Gut sehen die aus :-)
    In Bayern gibt es Knödelweiß zu kaufen, damit die Knödel schön hell bleiben - ich will gar nicht wissen, was da drin ist ....ein Schuss Zitronensaft oder ein bisschen Sauerrahm erfüllen den Zweck genauso.

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    1. Liebe Susanne, danke für den Hinweis, Zitronensaft und Sauerrahm werde ich ausprobieren, denn Knödelweiss kommt für mich auch nicht in Frage - dann kann ich ja gleich fertigen Knödelteig kaufen.

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  2. Für mich als Nicht-Bayer, Nicht-Deutscher, was immer, ist diese Anleitung sehr interessant, hatte keinen Schimmer von Ausdrücken und so, dachte es wäre viel Mehl in den Knödeln.
    Wieso werden die Kartoffeln im Ofen gegart und nicht gesotten?
    Ofenkartoffeln werde ich nächstens mal machen, aber als "wedges".

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    1. Lieber Erich, wahrscheinlich hat man in dem Rezept die Kartoffeln im Backofen gebacken, damit sie richtig schön trocken sind. Das gleiche Ergebnis kann ich aber auch erzielen, wenn ich sie im Dampfgarer koche und anschliessend richtig schön auskühlen lasse.

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  3. Ob ich mich doch mal wieder an Knödel wagen sollte? Gradedie aus rohen Kartoffeln sind tricke- und schmecken mir viel besser als die anderen. Und mißlingen mir...

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    1. liebe Christine, es lohnt unbedingt, mit diesem Rezept kann nichts mehr schiefgehen, ausserdem könntest du doch einen kleinen Probekloss machen, falls der nicht zusammenhält, einfach noch etwas Kartoffelstärke, die ich vorsichtshalber immer im Küchenschrank stehen habe (gibt es in Bioqualität von B.rauck) dazu geben.

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