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Sonntag, 17. August 2014

Aus dem geheimen Schatzkästlein des Gewürzhändlers - Raz el Hanout



Raz el Hanout - das ist DIE orientalische Würzmischung, ohne die im Maghreb nichts geht. Couscous, Tajines und viele andere Fleisch- und Gemüsegerichte bekommen durch Ras el Hanout erst ihren ganz besonderen Geschmack. Es gibt dafür kein typisches Rezept, das variiert je nach Lust und Laune des Gewürzhändlers, ein jeder hat sein eigenes, sorgsam gehütetes Rezept. Wichtig ist allerdings, dass jeweils die Geschmackskomponenten scharf, bitter und auch etwas süss enthalten sind - und mindestens ein Gewürz, dem man aphrodisierende Wirkung nachsagt - so will es die Tradition. Damit da nichts schief gehen kann, habe ich gleich zwei solcher Gewürze in meiner Mischung (Nelke und Muskat).




Für mich hat Robert das Schatzkästlein geöffnet. Er hat mal wieder einen Kochkurs bei Lucas Rosenblatt besucht, diesmal mit dem aufregenden Thema Mezze aus Arabiens Küche und hat mir das Rezept für Ras el Hanout zugemailt.

Ich habe es ein wenig abgewandelt, vor allem habe ich Zimt und Lavendelblüten weggelassen bzw. die Mengen reduziert.

ich nehme:


3 EL Koriandersamen
2 EL Kreuzkümmel (moi: 3 EL)
2,5 EL schwarzer Kampotpfeffer
1 EL Piment (moi: zusätzlich hinzugefügt)
1 EL Paradieskörner (Maniguettepfeffer)
1 TL Ajowankörner (moi: 1 EL)
1 EL Kurkumapulver
1 EL süsses Paprikapulver (moi: 2 EL)
1 EL Zimtpulver (moi: ein knapp gestrichener TL)
2 TL Gewürznelkenpulver
1 TL geschrotete Chilischote (moi: 1 EL)
1 EL Muskatblüte gemahlen (moi: zusätzlich hinzugefügt)
2 TL Lavendelblüten (moi: weggelassen)

Alle Samen (von Koriander bis Ajowan) in der Pfanne leicht anrösten. Sobald sie angenehm duften, sofort aus der Pfanne nehmen, auskühlen lassen und in der Gewürzmühle fein mahlen. Dann mit dem Rest der pulverigen Gewürze mischen.

Vielen Dank nochmals lieber Robert, dass du mir das Rezept für diese köstliche Würzmischung zur Verfügung gestellt hast. Ich habe damit bereits Lamm mariniert, eine Tajine gewürzt und auch in der kürzlich vorgestellten Chakchouka verwendet. 

Fazit: Alles muss man selber machen, jetzt sogar die Gewürzmischungen - mir schmeckt kein fertig gekaufter Raz el Hanout mehr (selbst die hochwertige Mischung von Ingo Holland konnte einem direkten Vergleich nicht standhalten)





Kommentare:

  1. Ras-el-Hanout zählt zu meinen liebsten Gewürzmischungen - unabdingbar. Ja, man müßte es wohl selbst machen... ;)

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    1. jaja, das ist das Food-Blogger-Schicksal, liebe Micha, es gibt immer mehr Sachen, die man selber macht ;-)

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  2. Echt? Besser als die von Ingo Holland?
    Dann brauche ich nicht nach Klingenberg fahren...

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    1. Doch doch, liebe Noémi, unbedingt nach Klingenberg fahren, alle Einzelzutaten kaufen und dann damit das Raz el Hanout zubereiten

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  3. Natürlich "muss" man alles selber machen - es schmeckt immer besser. ;-) Aber die "Arbeit" mache ich mir gern, vor allem bei Marmeladen, Würzmischungen und derlei. Aber muss es wirklich schwarzer Kampotpfeffer sein?
    Liebe Grüße,
    Eva

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  4. Liebe Eva, vielleicht muss es nicht unbedingt schwarzer Kampot-Pfeffer sein... aber der schmeckt sooo unglaublich aromatisch gut (ich bin Pfeffer-Fan und Grossverbraucherin diverser Sorten). Wobei ich dir schon ein bisschen rechtgebe: vielleicht muss er nicht unbedingt in diese Gewürzmischung rein... obwohl.... würde diese dann noch sooo gut schmecken? ;-))))

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  5. Erst dieses WE war ich unterwegs und habe genau danach gesucht. leider habe ich keinen Laden gefunden der Ras El Hanout. Das brauche ich jetzt auch nicht mehr, dank Dir!

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  6. Die Mischung- natürlich etwas anders, mache ich auch schon lange selber und ist mit das am Meisten verwendete Gewürz in meiner Küche. Toll. Und Ausgangsmaterial- zumindest vieles davon- kriegt man auch in der Apotheke...

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    1. liebe Christine, deine eigene Mischung? Sozusagen ninives Schatzkästlein? Darauf bin ich neugierig.

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  7. Habe ich auch immer da....mache ich auch selbst ;-) Bislang allerdings ohne Kampotpfeffer. Nach dem gehe ich dann mal gucken, wenn Du schon so schwärmst....

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    1. Tja, liebe Susanne, warum sagt ihr das denn ALLE nicht??? Jetzt, als ich Roberts Rezept bekommen habe, weiss ich erst, dass das schon wieder ein Neuzugang auf der ewiglangen "Selbermachen-Liste" ist

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  8. Beim Lesen ging es mir wie Sammelhamster: Besser als von Holland? Und ich "Luxusbiene" habe nur roten Kampotpfeffer. Geht der auch?
    Auf jeden Fall gefallen mir all Deine DIY-Rezepturen.

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    1. Jaja, liebe Luxusbiene Thea, du kanntest wenigstens Kampotpfeffer - ich hatte vorher nie davon gehört. Keine Ahnung, ob roter auch geht, aber ich glaube, der hat sicherlich eine völlig andere Geschmacks-Komponente. Aber probiere es aus und erzähle hier davon, schliesslich ist das Raz-el-Hanout variabel.

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  9. Ja gut, Du hast mich überzeugt ;-), machen "wir" das halt auch noch selbst! ... aber erst, wenn das gekaufte Glas aufgebraucht ist!
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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    1. Lieber Andy, ich verbrauche auch noch (andere) Reste - aaaaber dann, ja, dann "machen wir das auch noch selbst" Food-Blogger-Schicksal ;-)

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  10. Selbermachen macht einfach Freude, denn man weiß, was man isst.
    Liebe Grüße
    Gerd

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    1. Ja, lieber Gerd, aber die Selbermachen-Liste wird immer länger...

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  11. Gewürzmischungen selber herzustellen, macht auch mir grossen Spass! Und egal wie man es dreht, das Rezept variiert bei mir jedes Mal ein bisschen. Ich experimentiere auch gerne mit Rosenblättern und getrockneter Pfefferminze!

    Die von dir beschriebene Version hört sich auch sehr schmackhaft an! Kampotpfeffer hat man mir gerade erst kürzlich aus Kambodscha mitgebracht, das werde ich doch gleich mal versuchen :)

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    1. lieber Marco, da hast du mir etwas voraus - ich kannte Kampot-Pfeffer bisher noch nicht - aber jetzt bin ich begeisterter Fan - und habe nun extra zwei Pfeffermühlen , eine mit weissem, eine mit schwarzem Pfeffer

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    2. Wir kannten den Kampotpfeffer auch nicht, bis wir vor ein paar Jahren im Urlaub zufällig in Kampot über eine Pfefferfarm gestolpert sind :)
      Dort durften wir dann sogar zusehen wie die Pfefferkörner geerntet und getrocknet werden. Da bekommt man nochmal einen ganz anderen Bezug dazu, wenn man weiß, wo das Gewürz herkommt und wie es vor Ort traditionell angebaut wird.

      Den Pfeffer gab es in Kampot übrigens auch in rot (fruchtiges Aroma). Haben aber noch keine Erfahrung damit beim Kochen gemacht.

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  12. Wow sieht das toll aus! und so schön würzig ! Echt genial ^^
    Bin grade auf deinen Blog gestoßen und habe mich gleich mal durchgestöbert ! Gefällt mir sehr gut , du hast wirklich klasse Rezepte auf Lager ;)

    Liebe Grüße Chrissi
    von chrissitallys.blogspot.de

    PS: Ich habe auf meinem Blog gerade ein Gewinnspiel laufen und würde mich riesig freuen wenn du mitmachen würdest. gesucht sind die liebsten Sommerrezepte die auch zumindest ein wenig gesund sind ^^
    Alle info´s gibt´s hier: http://chrissitallys.blogspot.de/2014/07/das-groe-fit-for-summer-gewinnspiel.html

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  13. Besser als vom Holland! Jungejunge! Aber du hast natürlich recht. Auf die Zutaten kommts an

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    1. Lieber Claus, entschuldige bitte, dass ich jetzt erst antworte - das ist sonst nicht meine Art (aber es gab Gründe): Ja, die Mischung ist wirklich im Direkt-Vergleich besser als die von Monsieur Holland ;-)

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  14. Sehr cooles Rezept, wirklich lecker!
    Wo kauft ihr euren Kampot Pfeffer? Ich kaufe meinen bei The Pepper Hill, die haben eine eigene Farm in Kambodscha! Hier der Link: https://thepepperhill.com/

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    1. ich habe den Pfeffer bei Hennes' Finest gekauft, schaue mir aber mal gerne deine adresse an

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