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Mittwoch, 30. Oktober 2013

Donau-Kreuzfahrt Teil 2 - jetzt gehts los!

Mittwoch, 23.10.2013 – Einschiffung

Wunderbar geschlafen, ausgeruht in den perfekten Betten des Brauereigasthofs Aying geht es dann heute morgen zum Frühstück mit allem was das Herz begehrt. Wobei wir uns etwas zurückhalten, denn wir sind später noch bei meiner Freundin Tina, die gerade mal auf halber Strecke Richtung Passau wohnt, zu einem Weisswurst-Frühstück eingeladen.

Vielen Dank, liebe Tina. Es war sooo schön Dich nach langer Zeit endlich mal wiederzusehen (und die Weisswürste bei Dir waren die besten, die ich seit langem gegessen habe!). Ein Weissbier konnte ich um diese Uhrzeit zwar noch nicht trinken, dafür hat es Gerhard umso besser geschmeckt.

So langsam wächst die Spannung und wir machen uns auf Richtung Passau. Schon bei der Buchung der Schiffsreise im Reisebüro wurde mir die Buchung des Transfers empfohlen. Eine super Empfehlung, vielen Dank, liebe Frau Kämmerer! Das war eine perfekte Organisation.

Gleich eingangs Passau liegt das Parkhaus des Transfer-Service. Man wird auf den Parkplatz zum Kurzparken eingewiesen, gibt schon mal sein mit Gepäckanhängern versehenes Gepäck in die bereitstehenden Transporter, geht zum Büro zum Bezahlen, bekommt seine endgültige Standplatznummer und stellt sein Fahrzeug im Parkhaus ab. Dann darf man in den bereitstehenden Bus einsteigen und wird zum Anlegeplatz in Passau gefahren. Wir fahren mit der A-Rosa Riva,  einem 2004 erbauten Schiff der A-Rosa-Flotte mit 100 Doppelkabinen (ca. 16 qm), auf dem maximal 242 Passagiere mitfahren können. Das Gepäck erwartet uns bereits beim Betreten des Schiffes bzw. steht komplett vor unserer Kabinentür.

Zum Empfang bekommen die weiblichen Passagiere eine Rose geschenkt, die dazu passende Vase steht dann anschliessend bereits mit Wasser gefüllt in der Kabine – sehr aufmerksam. Ach ja, zur Kabine. Wer die grossen Kreuzfahrtschiffe gewöhnt ist, kann sich von diesen Vorstellungen auf der A-Rosa gleich verabschieden.  Wir hatten zwar die grösste Kabinen-Kategorie auf dem zweiten Deck mit französischem Balkon gebucht, das hat jedoch nichts daran geändert, dass ich zunächst etwas überrascht war.  Auch das Bad ist relativ klein, Dusche, Becken, WC und trotzdem ein Raumwunder mit Abstellflächen (zu Gerhards Verwunderung ist es uns doch tatsächlich gelungen, mein komplettes Gepäck (und sogar die Schuhe!) und zusätzlich noch den Inhalt seiner zugegeben etwas kleineren Reisetasche zu verstauen).

Wir haben heute leicht verregnetes Wetter, doch es ist mild und vor allem sind die Wetter-Prognosen für morgen schon wieder wesentlich besser.




Ich wollte gleich beim Betreten der Kabine den automatisch eingeschalteten Fernseher ausschalten, stellte dann aber noch rechtzeitig fest, dass man hier auf dem schiffseigenen Kanal die Schiffsposition, Geschwindigkeit und Koordinaten verfolgen kann. Eine interessante Spielerei. Gerade jetzt in diesem Augenblick, während ich diesen Beitrag schreibe, haben wir übrigens Linz passiert.

Auf den Schiffen der A-Rosa gibt es Frühstück, Mittag- und Abendessen in Büffetform, eine feste Tischordnung gibt es nicht, jeder darf sich seinen Tisch (und die Passagiere, mit denen  er zusammensitzen möchte (oder nicht...) frei wählen.

Zum Essen eine persönliche Anmerkung von mir, die ich nun auch nicht immer wieder bei jedem der noch folgenden Blog-Beiträge wiederholen werde: Wer kulinarisch etwas anspruchsvoller ist (insbesondere auch was Garzeiten für Fisch und Fleisch betrifft), wird hier auf dem Schiff vielleicht enttäuscht sein. Ansonsten ist alles nett präsentiert, es gibt  z.B. zum Frühstück ein grosszügiges Angebot an diversen frischen Früchten und Müsli (leider ist auch gegen gesonderte Bezahlung kein frisch gepresster Orangensaft erhältlich), eine schöne Auswahl von Wurst und Käse, mal Räucherlachs, mal geräucherte Makrele, Fischsalat etc., man kann sich von der sehr freundlichen Küchencrew Omelettes, Rühreier oder Spiegeleier mit Schinken, Speck, Kräutern etc. zubereiten lassen. Das selbstgebackene Brot und die Brötchen schmecken sehr gut und wem es nach Süsskram gelüstet, kommt auch nicht zu kurz.

Mittags dann bereits wie geschrieben, ein kalt warmes Büffet mit ein paar Salaten, Pasta, Fisch, Fleischgerichte, Gemüse und Dessert.

Das abendliche Büffet wird unter ein kulinarisches Thema gestellt. Heute Abend ist das Bayern: Das gut aufgelegte Küchenteam serviert bzw. bereitet vor den Augen der Gäste zu:

Pochierte Birnen mit Obatzter
Selbstgemachte Bauern-Terrine
Diverse Blattsalate
Linsensalat


Leberknödelsuppe
Lauchcremesuppe

Knusprig gebratene Schweinshaxe
Schweinsbraten im Kümmeljus
Kalbsleber mit Apfelscheiben
Bayerische Fleischpflanzerl mit Kartoffelpüree
Bayerisch Kraut
Gedünsteter Saibling in Zitronen-Dill-Butter
Kohlrabi-Gemüse
Bratkartoffeln
Lauwarmer Kartoffelsalat
Käsespätzle
........

Joghurt-Mousse mit Amarena Kirschen
Baileys Creme mit Waldbeeren
Palatschinken mit diversen Füllungen

.......

Käseplatte

Wir nehmen dann anschliessend an einer der beiden Bars noch einen Gute-Nacht-Digestif. Dort werden wir von diesen beiden freundlichen Herren umsorgt:




Genald von den Philippinen und Ismail aus der Türkei gehören zum Barteam und haben uns bestens mit köstlichen Cocktails verwöhnt. Leicht beschwingt und seeehr müde sind wir dann in unsere bequemen Betten gesunken.

Während wir sanft schlummeren, fährt uns der Kapitän der A-Rosa (durch viele, viele Schleusen) nach Bratislava, da werden wir morgen früh anlegen. Und da geht es morgen früh auch weiter mit dem Bericht unserer Donaureise.


Kommentare:

  1. Au weh, der Himmel schaut aber net so toll aus!
    Hoffentlich hattet ihr später noch besseres Wetter.

    Von wegen nicht perfektes Essen: Nicht immer muss jeder Genuss oraler Natur sein. Gerade im Urlaub finde ich, dass es so viel zu sehen, zu riechen, zu erleben gibt, dass ich da nicht gar so pingelig bin wie daheim.

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    1. Liebe Susi, das Wetter wurde von Tag zu Tag besser, am letzten Tag lief es dann zur Hochform auf ;-)

      Zum 'nicht-so-perfekten-Essen': Es war ein solch wundervolles Reiseerlebnis, die Schiffs-Crew war so ausgesprochen nett, das Drumherum hat gestimmt, es gab frisches Obst und Gemüse .... und schliesslich muss frau bzw. man ja auch nicht immer aus dem Urlaub mit ein paar Pfund Hüftgold mehr zurückkommen, oder? ;-)

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  2. Am Mittag Weisswürste und am Abend bayrisches Büffet ... jo mei, do mussma jo reinhauen, gell :-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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    1. Lieber Andy, jo mei, mein Mann war in seinem Element, endlich hat ihn mal keiner mit "exotischem Kram, mediterranem Zeugs und Tomaten" gequält und er durfte in Krustenbraten und Weissbier schwelgen. (ich kam beim Wein aber auch nicht zu kurz ;-)

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