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Sonntag, 20. Oktober 2013

Auberge de la Chapelle, Geispolsheim, und ein Rezept für Fleischnaka

Auberge de la Chapelle, Geispolsheim, Tel. 03.88.68.83.67
geöffnet von Donnerstag bis Sonntag, mittags und abends, und Montagmittag

Wer meinen Blog http://tisalutoticino.blogspot.ch/ liest, hat sicherlich schon des öfteren am Schluss eines Restaurant-Berichtes den Satz "Da muss ich wieder hin!" gelesen. Genau das schrieb ich auch nach meinem ersten Besuch in der Auberge de la Chapelle - klick hier.

Wenn ich das Gefühl habe, ich könnte die Speisekarte von oben links nach unten rechts durchessen und mich nur schwer für eine der angebotenen Köstlichkeiten entscheiden kann und wenn ich dann auch noch freundlich und zuvorkommend bedient werde und mich sooo wohl fühle, dann muss ich da halt ganz schnell wieder hin.

Nun hat es ein bisschen gedauert bis zu unserem zweiten Besuch, aber als Yannick für ein Wochenende nach Hause kam, war die Gelegenheit, unserem kulinarisch interessierten Sohn diese Restaurant-Neuentdeckung vorzuführen.

Und weil ich zurzeit kaum zum Bloggen komme und es noch sooo viele schöne Restaurant-Besuche gibt, die ich euch nicht vorenthalten möchte und auch weil es noch soooo viele Rezepte gibt, die hier in meinem Blog-Kochbuch festgehalten werden sollten, füge ich einfach mal zwei Restaurant-Besuche in einem Bericht zusammen. An den Besuchen zu unterschiedlichen Jahreszeiten sieht man auch, dass sich die Karte regelmässig ändert und an die Saison anpasst (was nicht unbedingt auf unsere Bestell-Gewohnheiten passt - wir sind häufig 'Wiederholungstäter").

Der erste Teil war mit Yannick Ende August und der zweite Teil bezieht sich auf unseren heutigen Besuch, es hat nämlich hier im Elsass heftigst geregnet - keine Spur von schönem goldenem Herbst, sondern nass, nass, nass. Da haben wir uns spontan ins Auto gesetzt und sind losgefahren....  Gelandet sind wir nun schon zum dritten Mal in Geispolsheim, davon berichte ich dann im zweiten Post-Teil.

Also, erstmal der Besuch mit Yannick im August:

Irgendwie haben es mir diese russischen Eier angetan - ich habe sie schon bei unserem ersten Besuch in einer anderen Variante gegessen - doch auch diesmal wieder köstlich:




Für Yannick Feta in Brick-Teig mit Zucchini-Nudeln


Dann gibt es für unseren Sohn Ibérico Pluma, ein Stück vom Rückendeckel vom Ibérico Schwein, wunderbar durchwachsen und dadurch sehr saftig beim Braten, das Ganze serviert auf einem Gemüsebett aus mediterranen Gemüsen und Kartoffelstäbchen.



Und für Gerhard und mich:

Falsches Filet in der Brotkruste gebacken, frische Pilze, Kartoffeln, Gemüsebett, Jus





Danach nur noch Espresso und Eau de Vie ;-)


Unser Besuch von heute:




Es ist ein verregneter trüber Herbsttag, ein wundervoller Stimmungsaufheller ist da die Vorfreude auf ein schönes Essen in einem schönen Ambiente. Bei unseren beiden letzten Besuchen haben wir in der Auberge im Garten gesessen, daran war heute nicht zu denken. Doch der Gastraum strahlt mit dem schönen grossen Kamin eine wohltuende Gemütlichkeit aus. Das Restaurant ist bis auf den letzten Platz besetzt (wir hatten gerade noch auf die letzte Minute einen Platz für zwei bekommen). Sonntagmittag ist DER Tag, an dem die französischen Familien einen Restaurant-Besuch machen, mit Kind und Kegel, mit Oma und Opa zieht man ins Restaurant und lässt es sich gutgehen. Kommt man in Frankreich sonntags in ein Restaurant, das nicht fast komplett besetzt ist, stimmt irgendetwas nicht. Die Guten sind sonntags einfach ausgebucht - fertig! So auch die Auberge de la Chapelle.

Wir starten mit Crémant (für Madame) und Bière Amère (für Monsieur), wie könnte es anders sein.

Dann die Vorspeise für Monsieur:

Tartare de matjes et pommes à l'huile, oignons verts, vinaigrette de raifort aux herbes
Matjes-Tatar mit Kartoffeln, Frühlingszwiebeln und Meerrettich-Creme mit Kräutern



Russische Eier gab es heute nicht auf der Karte - ich hätte sie doch glatt wieder bestellt ;-)

Dafür dann eine Spezialität, die es häufig im Elsass gibt (dann eher als Hauptgericht serviert) und die vom Gourmet-Büdchen schon für mein Elsass-Blog-Event bei Zorra gekocht wurden und von mir immer noch nicht nachgebastelt wurden (jetzt aber, gaaanz bald, liebes Klärchen, versprochen) Hier im Elsass werden sie meistens von der Rolle in Scheiben geschnitten, in Butter oder Öl von beiden Seiten leicht knusprig gebraten und dann nochmal für ca. 10 Minuten in Elsässer Weisswein geschmort. 

Das Rezept gibt es im Gourmet-Büdchen (einfach hier anklicken) und das ist auch für mich als Erinnerung, denn jetzt in der Herbstzeit will ich das unbedingt mal nachkochen.

Hier in der Auberge als Vorspeise mit einem kleinen Salat serviert - das hätte auch als Hauptgericht durchgehen können:




Anschliessend waren wir Wiederholungstäter mit Bouchées à la Reine - Königin-Pastetchen



Entrecôte à la Plancha, Knoblauchbutter und Pommes Neufs - hausgemachte, dick geschnittene Kartoffelstäbchen, knusprig und köstlich, ein grüner Salat wird auf meinen Wunsch extra dazu serviert.



Bei sooo viel deftiger Elsässer Köstlichkeit hilft auch nicht mehr Arianes Empire-Schnitt, da geht einfach kein Dessert mehr - da helfen nur noch Espresso und Mirabelle (45 %!) 


Kommentare:

  1. Ich schätze sie auch, die Auberge de la Chapelle in Geiplosheim. Gerade das Bild vom Salatteller beglückt mich und ich würde sofort hinfahren, wenn es die Zeit erlaubt.

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  2. Ohhhh, da hätte ich aber auch das eine oder andere gefunden, nur die Fischgänge ausgelassen, und dafür vielleicht doch noch nach einem Dessert geschielt, das dort sicher auch köstlich ist! :-)
    Saluti
    Ariane

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    1. Liebe Ariane, für Süssschnuten gab es da schon einiges an Köstlichkeiten, wie das halt im Elsass so ist - üppig!

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  3. Ja Wahnsinn! Sollte es mich jemals ins Elsass verschlagen, weiß ich, wo ich essen gehe!
    Ehrlich gesagt hatte ich Null Ahnung, was man im Elsass isst, bis ich deinen Blog kennengelernt habe. Ein Bildungsblog ist das also. :)

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    1. Liebe Uschi, das hast Du aber lieb geschrieben - vielen Dank!

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