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Samstag, 31. März 2012

DAS elsässische Bilderbuch-Restaurant: Auberge à l'Agneau, Roppenheim


Auberge à l'Agneau, Roppenheim, 11, rue Principale, Tel. 00 33 3 88 86 40 08
geöffnet: Dienstag - Freitag ab 15.30 und Samstag ab 11.30 Uhr
Ruhetag: Sonntag, Montag
Reservierung ist leider nur für Samstagmittag möglich, an jedem ersten Samstag im Monat von September bis April gibt es samstags Couscous, frühzeitige Reservierung unerlässlich, an den anderen Samstagen Choucroute Royale, das wir bisher nirgendwo besser bekommen haben

Kleine Fenster, rot-weiss-karierte Tischdecken und Gardinen, Elsässer Weine, offen ausgeschenkt im Krug, am Tresen die Einheimischen bei einem Bierre à la Pression, dazwischen mischen sich deutsche und elsässische Gäste, die auf einen der raren frei werdenden Tische warten und über allem die herzliche Gastfreundschaft von Jacqueline und Marc. Schöner kann das Elsass nicht sein.

Die Speisekarte ist elsässisch geprägt, es finden sich die typischen Spezialitäten wie Escargots au beurre Maître d'Hôtel (Schnecken in Kräuterbutter), cuisses de grenouilles à l'ail (Froschschenkel in Knoblauchbutter) oder Foie Gras (Gänsestopfleber). Für die, die jetzt aufschreien, gibt es auch eine köstliche Salade Gourmande (Feinschmeckersalat), Ochsenschwanzsuppe, gratinierte Zwiebelsuppe und in der Saison wundervoll arrangierte Plateaux mit Austern und/oder Meeresschnecken.

Das von Marc am Tisch zubereitete "tartare de viande" ist legendär: feinstes, von Hand gehacktes Rinderfilet mit Zutaten, die sich der Gast aussuchen darf, wie z.B. Cornichons, Kapern, diverse Gewürze....
Eine weitere Spezialität ist das Côte de Boeuf, Rinderkotelette im eigenen Fett gebraten, mit Sauce Béarnaise und wunderbaren Gemüsen serviert oder die Lammkotelettes oder das feine, knusprige Stubenküken, serviert mit einem frischen grünen Salat - und der deutlichen Betonung auf Knoblauch....

Wer sich tatsächlich einmal an Froschschenkel, Schnecken & Co. heranwagen möchte, der sollte es hier tun, dort, wo es am besten schmeckt.

Für uns gibt es während der leider nur allzu kurzen Saison den berühmten salade de pissenlit - Löwenzahnsalat, der hier besonders köstlich schmeckt:



Für Gerhard anschliessend als Hautgericht die cuisses de grenouilles à l'ail, Froschschenkel, knusprig gebraten mit viiiel Knoblauch (die hier eigentlich als Vorspeise serviert werden)



Und für mich das Poussin -Stubenküken - knusprig gebacken - mit einem grünen Salat und Kartoffelküchlein



Anschliessend zeige ich Euch noch mein Lieblings-Dessert:



P.S. Von Flo, einer in München lebenden Französin, gibt es einen schönen Restaurant- bzw. Übernachtungs-Tipp im Haut Rhin, schaut mal  klick hier .

Kommentare:

  1. Wieder sehr lecker gespeist. Je nachdem was vorher kam, mag ich dieses Dessert auch sehr gerne!
    :)

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    1. Liebe Sybille, das ist mein Standard-Dessert, am liebsten mit Kirsch ;-)

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  2. Liebe Sybille
    Da ich grad auf der Suche nach dem ultimativen Tipp für unser nächstes Elsass-Weekend bin, danke ich Dir! Das könnte neben dem Spargel ein weiterer guter Grund für einen Besuch sein!

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    1. Liebe Billi,
      diese Auberge hat allerdings keine Übernachtungsmöglichkeit. Da würde ich Dir dann eher die Moulin de la Walk in Wissembourg empfehlen oder die Ferme Auberge Moulin des 7 Fontaines in Drachenbronn, beide findest Du auch in meinem Blog.
      Wenn Du weitere Tipps brauchst (auch Spargel-Tipps), kannst Du mir gerne mailen.
      Herzliche Grüße
      Sabine

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  3. Auberge à l'Agneau in Roppenheim

    Seit mehr als vierzig Jahren speise ich im Elsaß. Mache bei jeder Reise einen Abstecher ins Elsaß. Nie in diesen vierzig Jahren habe schlechter gespeist als im Auberge à l'Agneau.

    Vorspeisen:
    Cuisse de Grenouilles “provencale” (Froschschenkel “Provenzial“)

    Die mir vorgesetzten Froschschenkel waren von Cuisse de Grenouilles “provencale” soweit entfernt, wie das Elsaß vom Ural. Cuisse de Grenouilles “provencale” werden in Butter scharf angeraten, hinzu kommen Knobloch, Tomatenstückchen, Petersilie.

    Die mir vorgesetzten Froschschenkel waren gegart, schwammen in einer Tomatensauce die in ihrem Aussehen an Errochenem erinnerte und schmeckten nach nichts.

    Foie Gras
    Das in kleinen Töpfen vorgesetzte hatte nichts mit Foie Gras zu tun. Bestenfalls was das eine Straßburger Leberpastete.

    Hauptgerichte:

    Mein Kalbskotelett war zu scharf angeraten und geschmacklos

    Mein Freund hatte Lammkoteletten bestellt. Ein Riesenteller mit gegarten Lammkoteletten, nicht gebraten, wie es sich gehört - Qualität des Fleisches war in Ordnung - die in einer undefinierbaren Sause schwammen und von einem riesigen Berg weißer Bohnen bedeckt waren. Ein richtiger Schweinefraß.

    Meine Frau hatte sich ein Filet Mignon mit Morscheln bestellt. An dem Gericht gab es nicht auszusetzen.

    Dessert:
    Fondant au chocolate. War im Inneren nicht flüssig sondern fest. Erinnerte eher an ein Stück Schokoladenkuchen.

    Wein:
    Der vorab in kleinen Römern servierte Riesling war von guter Qualität und gut temperiert.

    Der zum Essen bestellte offene Weißwein viel zu warm.

    Der Pino Noir war von mittlere Qualität.


    Und wir hatten uns so aufs Essen gefreut.

    Lutz Huth
    Hannover
    12.10.2012

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    1. Es tut mir leid, dass Ihr so schlechte Erfahrungen gemacht habt, wir essen seit vielen Jahren im Agneau und waren jedesmal sehr zufrieden. Auf einem der oberen Fotos sieht man auch die köstlichen knusprigen Froschschenkel, die uns hier immer ausgezeichnet schmecken. Die Lammcôtelettes isst unser Sohn meistens, noch nie schwammen sie in einer Sauce oder wurden mit weißen Bohnen serviert. Vielleicht habt ihr wirklich einen super schlechten Tag erwischt und gebt diesem empfehlenswerten Restaurant nochmals eine Chance?

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