Follow by Email

Montag, 13. August 2018

Essen bei Douce Steiner, Hotel Restaurant Hirschen, Sulzburg

Hotel Restaurant Hirschen, Hauptstr. 69, 79295 Sulzburg
Tel. 07634 8208
Ruhetag: Sonntagabend bis Dienstag
Betriebsferien: 6. bis 28. August 2018, 4. bis 26. Februar 2019

Wir haben letzte Woche ein verlängertes Wochenende im Markgräfler Land verbracht und dabei auch in dem weithin bekannten Restaurant von Douce Steiner gegessen.

Essen bei Douce Steiner - das ist Zwei-Sterne-Küche auf höchstem Niveau. 



Der erste Gruss aus der Küche:
Essenz von Roter Bete, hauchdünne Scheibe von der sanft geräucherten Entenbrust, Rote Bete Chip




Die Küche grüsst zum zweiten Mal:
Rillette und Scheiben vom Wolfsbarsch, Fencheljus und kleiner Salat vom hauchdünn geschnittenen Fenchel




Für Monsieur geht es weiter mit einer unserer Lieblingsvorspeisen - auch hier ist die Nachbarschaft zum Elsass unverkennbar:

Froschschenkel in einer fein abgeschmeckten Butter von jungem Knoblauch 








Tranche vom schottischen Lachs und Imperial Kaviar auf einer kalten Jus von Gurken und Dill, Sauerrahm, Kartoffelschaum, Sauerklee für mich


an dieser Stelle sollte jetzt das Foto kommen, doch ich war zu gebannt und begeistert von den Genüssen auf meinem Teller - man möge es mir nachsehen, das Foto habe ich vergessen

Und weil mich eine weitere Vorspeise anlacht und ich mich nicht entscheiden kann, muss noch eine weitere Vorspeise her:



Delice von der Coeur de Boeuf Tomate mit Burrata und Basilikum, Ligurische Oliven, gebackene Zucchiniblüte, Auberginencreme


diesmal mit Foto
Monsieur wählt als Hauptgericht





Elsässer Taube aus dem Steintopf mit schwarzen Trüffeln
Jus von Artischocken, Artischockenböden und -püree, Pommes Alumettes



Madame vergnügt sich mit:
Kabeljau, Petoncles und Garnele auf einer Jus von
Zitrone und Passionsfrucht, kleine Kräuterravioli, Salicornes





Auf Dessert verzichten beide, auch wenn sich einiges Verführerisches auf der vorgelegten Karte befindet, wie z.B. der extrem heissen Witterung angepasst:


Ein erfrischendes Dessert von
Aprikosen, weißer Pfirsich mit Rose, Mohn, Verveine

„Cuvée Douce“ mit Beeren, Holunderblüte und Estragon


Wir haben dazu auf Empfehlung einen Grauburgunder 2017 von Rainer Schlumberger aus Laufen getrunken, der uns sehr gut gefallen hat uns beim nächsten Besuch wieder gekostet werden muss....


Fazit: Es war ein wunderbares Erlebnis, bei Douce Steiner Gast sein zu dürfen. Schon der Empfang durch die Restaurantleiterin Cathérine, die uns an unseren sehr geschmackvoll gedeckten Tisch führte, erzeugt ein Wohlbehagen. Man fühlt sich als Gast herzlich aufgenommen. Beeindruckend auch die Weinkarte, natürlich viele regionale Weiss- und Rotweine, doch auch aus anderen Anbaugebieten gab es das eine oder andere Fläschchen, das mich interessiert hätte. Die Qualität der angebotenen Produkte überzeugte die Garpunkte sind perfekt getroffen und es wird gekonnt mit Aromen kombiniert und gespielt.

Noch ein Wort zum Schluss: Ihr wisst, ich schreibe selten über Preise in den von uns besuchten Restaurants und jeder, der sich ab und zu ein gastronomisches Erlebnis in einem Sterne-Restaurant gönnt, weiss sicher, was das kostet. Bei Douce Steiner reden wir von einer 2-Sterne Gastronomie und dafür waren sowohl Speise-, als auch Getränkekarte extrem fair kalkuliert.


Liebe Familie Steiner, liebe Cathérine, wir kommen sobald als möglich wieder zu Ihnen, bei vielleicht nicht ganz so heissen Temperaturen und dann probieren wir auch eines der Desserts.

Mittwoch, 18. Juli 2018

Ich backe - und das sogar erfolgreich:

Das Rezept für diesen Kuchen habe ich bei Jultchik entdeckt und diese hat es von Donna Hay - White Chocolate and Amaretti Bund Cake




Er kommt ohne viele unterschiedliche Zutaten aus und ist sogar für Back-Nieten wie mich gelingsicher. Einfach und schnell vorzubereiten und dann schnell ab damit in den Ofen - herrlich aromatisch und saftig und gut ein paar Tage aufzubewahren.




Ich nehme:


  • 300 g Weizen-Mehl (moi: Dinkelmehl Type 630)
  • 2 TL Backpulver
  • 220 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 300 g geschmolzene weisse Schokolade
  • 185 g geschmolzene Butter
  • 300 g Milch
  • 3 Eier
  • 150 g Amarettini (kann man evtl. auch weglassen)


Und los gehts:

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Alle Zutaten (ausser Amarettini) in einer Schüssel verrühren bis ein glatter Teig entsteht. 

Die Backform äusserst gründlich einfetten und mit Mehl ausstreuen, dann flutscht der Kuchen später ganz leicht aus der Form.

Die Hälfte des Teiges eingiessen, zerbröselte Amarettini darauf verteilen und mit restl. Teig bedecken. Ca. 50 Min. backen.

Komplett in der Form abkühlen lassen.











Montag, 16. Juli 2018

Ein weltmeisterliches Grillhähnchen - das beste seit langem

Endlich beginnt auch hier die Tomatenernte und ich konnte diese kleine, feine Menge stolz zu Gerhard in die Küche tragen - wobei Monsieur überhaupt keine Tomaten isst - doch zumindest hat er sich mit mir über die bunte Pracht gefreut.



Das gab dann einen köstlichen Beilagen-Salat zu unserem knusprigen Grillhähnchen. Für Monsieur gab es eine schöne Mischung aus Gartensalat und vielen Kräutern - ein wahrhaft weltmeisterliches Mahl - 
Und nun kann ich es mir nicht verkneifen und muss es hier doch noch kurz loswerden:

BRAVO LES BLEUS!!!

So, nun aber schnell wieder zurück zu unserem Sonntagsmahl. 

Schon länger sind wir unzufrieden mit den Ergebnissen unserer Hähnchengrillerei. Meistens werden sie von Gerhard auf dem Holzkohlegrill am Drehspiess zubereitet, doch mal sind sie nicht richtig knusprig, mal sind sie aussen knusprig und innen zu trocken.

Bei uns ist die Aufgabenverteilung beim Grillen ganz klar geregelt: Monsieur ist zuständig für alle Grills mit Holzkohle, Schwenker etc. und ich bin zuständig für alle elektrisch oder mit Gas betriebenen Grill-Gerätschaften. Als nun kürzlich mein in die Jahre gekommener Elektrogrill kaputt ging, haben wir uns von Weber den Puls 2000 angeschafft und dazu dann auch gleich den Aufsatz mit dem Drehspiess, das sieht dann so aus:


Gegrillt wird bei indirekter Hitze, vorgeheizt habe ich auf 240 Grad und dann reduziert auf 220 Grad. Insgesamt hat es 85 Min. gedauert bis das Hähnchen herrlich knusprig und innen noch saftig war. Beim nächsten Mal würde ich in den letzten 20 Min. auf 245 Grad gehen. Wir hatten ein ziemlich gross geratenes Federvieh (1.400 kg!) - aus den Resten gibt es morgen Geflügelsalat.


Mittwoch, 20. Juni 2018

[Rettungsaktion]: Wir retten Lebensmittel vor der Fertigfutter-Industrie - diesmal geht es um Pasta




Grundrezept: Pasta

Wie schön, dass es die Rettungstruppe gibt: Nicht nur, dass solche Rettungsaktionen durchaus sinnvoll und wichtig sind, weil sie uns zeigen, wieviel köstlicher und einfacher und schneller es ist, etwas Selbstgemachtes herzustellen und NICHT auf "Fertigfutter" zurückzugreifen, sondern diese Rettungsaktionen holen mich auch immer wieder zurück in die Bloggerwelt, auch wenn es ansonsten hier ruhig zugeht. 

Danke auch nochmals an Susi und Christine für euer Engagement und die viele Mühe, die ihr euch macht.

So, nun aber zu unserem aktuellen Thema: Pasta, Nudeln, egal wie wir es nennen mögen, gibt es mittlerweile in ausgezeichneter Qualität und grosser Vielfalt zu kaufen. Und doch - zwischendrin und zu besonderen Gelegenheiten, müssen es die Selbstgemachten sein. Wenn ich da nur an den Klassiker Pasta Alfredo denke - das funktioniert nicht mit Nudeln aus der Tüte, da muss frau einfach selber ran. Und mit Nudelmaschine und Walze ist das doch auch kein Problem mehr und geht ruck zuck. 



Dann zeige ich euch heute ein Grundrezept für Pastateig, einfach, gelingsicher und schnell (nun ja, nicht ganz so schnell wie Vorratsschrank öffnen und Tüte aufreissen, aber fast so schnell 😏) Es eignet sich für Tagliatelle, Linguine, Spaghetti etc. und stammt vom Pasta-Grossmeister Roberto (dort gibt es auch noch viel Wissenswertes über die Pasta-Zubereitung nachzulesen, unbedingt mal vorbeischauen - klick hier)

Unbedingt zeigen muss ich euch aber noch meine Neuerwerbung, auf der ich nun wunderbar die Nudeln trocknen kann:




So, nun aber zum Rezept:

ich nehme (für 3 Personen):


  • 250 g Weizenmehl (Type 405 oder das italienische 00)
  • 2 ganze Eier
  • 2 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • für später zum Auswalzen: evtl. noch zusätzlich Hartweizengriess


und los gehts:

Eier und Eigelb verrühren, anschliessend 2 - 3 EL aus der Rührschüssel entfernen und aufbewahren (die werden bei Bedarf später evtl. hinzugegeben).

Mehl und Salz hinzugeben und in ca. 5 - 10 min zu einer krümeligen Masse verkneten. Evtl. die zur Seite gestellte Eimasse in Mini-Portionen zugeben, so lange, bis der Teig klumpt.

Im Kühlschrank mit Klarsichtfolie abgedeckt für mindestens 1 Stunde, besser über Nacht, ruhen lassen.

Danach stückweise mehrfach mit der Nudelwalze auswalzen, von grob nach fein, ich gehe bis zur Stufe 8. Das Teigwarenband in ca. 20 cm lange Stücke schneiden, sofort mit Hartweizengriess bemehlen und mit dem Aufsatz zu Nudeln in der gewünschten Breite schneiden.

Nun entweder direkt verarbeiten oder leicht antrocknen lassen. Sie können auch 1 -2 Tage aufbewahrt werden bzw. in getrocknetem Zustand für ca. 4 Wochen eingefroren werden (in einem aufgeblasenen Gefrierbeutel, damit sie nicht auseinanderbrechen).

Voilà! Bon appétit!

Schaut euch auch die wunderbaren Rezepte meiner Mitretterinnen und -retter an:

x umrühren bitte aka kochtopf - Pasta mit warmem Brokkoli-Pesto Anna Antonia - Cannelloni mit Garnelen auchwas - Lasagne klassisch Aus meinem Kochtopf - Käse-Makkaroni - Macaroni and Cheese - Klassiker in jedem Diner Bonjour Alsace - Grundrezept Pasta Brittas Kochbuch - Nudelauflauf Brotwein - Pasta all’arrabbiata – feurig scharf! Cakes Cookies an more - Macaroni and Cheese CorumBlog 2.0 - Asiatisches Spargel-Curry mit Nudeln Dynamite Cakes - Überbackene Bandnudeln mit Spinat-Pesto evchenkocht - Lamm-Lasagne Fliederbaum - Nudelpfanne Jäger-Art German Abendbrot - Bavette mit Spargel, Shrimps und Basilikumöl Karambakarinas Welt - Nudel-Schinken-Gratin Kleines Kuliversum - Fetucchini in cremiger Zitronensauce mit Dill und Spargel Leberkassemmel und mehr - Spaghetti mit Meeresfrüchten Madam Rote Rübe - Spaghetti mit Rucola und schwarzen Oliven magentratzerl - Instantnudel-Gewürzpaste auf Vorrat our food creations - Pasta-Klassiker Pane-Bistecca - Selbstgemachte Spaghetti mit geroestetem Gemuese und Lachs Schönes + Leben - Spaghetti mit Guacamole, Kirschtomaten und Peperoni Summsis Hobbyküche - Tortellini mit Spinat - Ricotta - Füllung The Apricot Lady - Glasnudelsalat Turbohausfrau - Ragù Bolognese

Samstag, 9. Juni 2018

Fenchel-Mango-Salat




Zu diesem köstlichen Salat hat mich der Blog https://www.herrgruenkocht.de inspiriert.

Eine einfach und schnell zubereitete Vorspeise, ein kleines Abendessen oder auch eine Beilage zu Gegrilltem. 


Ein wenig wandelte ich den Salat ab: Vor allem dünstete ich den Fenchel vorm Marinieren etwas an und den Mozzarella liess ich einfach weg.

ich nehme (für 4 Personen):

für die Vinaigrette:

  • 5 EL Olivenöl
  • 5 EL milder Rotweinessig (es darf ruhig soviel sein, der Salat verträgt das)
  • etwas Fenchelkraut
  • Salz, Pfeffer
  • 2 TL Ahornsirup
für den Salat:
  • 300 g Fenchelknolle
  • 1/2 bis 1 ganze Mango, geschält, gewürfelt
  • 12 Walnusshälften, gehackt
  • ca. 20 g getrocknete Cranberries
  • etwas Fenchelkraut zum Dekorieren
  • 4 EL Granatapfelkerne
  • Salz, Pfeffer

und los gehts:

Alle Zutaten für die Vinaigrette vermischen und abschmecken. Wer mag, gibt an dieser Stelle bereits die gehackten Walnüsse und die Cranberries dazu.

An der Fenchelknolle oben die Stiele und unten den Strunk abschneiden. Dann auf dem Gemüsehobel oder mit der Aufschnittmaschine in sehr dünne Scheiben schneiden. Es macht nichts, wenn diese auseinanderfallen. Dickere Streifen zusätzlich nochmals in feine Streifen schneiden.

Wer mag verwendet den Fenchel nun roh und lässt ihn für mindestens 30 Minuten in der Vinaigrette marinieren. Ich habe ihn vorher bissfest gedünstet und ihn dann mit der Marinade übergossen. Mit den Mangowürfeln und den Cranberries mischen und auf Tellern anrichten. Mit den Granatapfelkernen, Walnüssen und dem Fenchelgrün dekorieren.

Dieser Salat lässt sich gut vorbereiten und ist absolut gästetauglich.

Samstag, 2. Juni 2018

Beutetour: Ferme Fitterer und Restaurant à la rose

Wir waren mal wieder bei einer unserer Lieblingsbeschäftigungen für Samstagvormittag: Ein Freund empfahl uns die Ferme Fitterer in Munchhausen in der Nähe von Mothern bzw. Lauterbourg und so machten wir uns heute auf und gingen mit zwei grossen Einkaufskörben ausgestattet auf Beutetour.

(Foto Ferme Fitterer)

Die Ferme Bio Fitterer liegt in der Nähe von Seltz, etwas ausserhalb von Munchhausen. Der Hofverkauf ist Mittwoch und Freitag nachmittags sowie Samstagvormittag geöffnet. 


(Foto Ferme Fitterer)
Wir haben heute etwas vom köstlichen Käse gekauft, wunderbar duftende aromatische Erdbeeren, herrlich saftiges Dinkelbrot aus Hatten von Hélène Faust und diverse Gemüse und Salate - natürlich die extra frischen Eier von den glücklichen Hühnern, die wir bereits bei der Anfahrt in einem riesigen Gelände pickend gesehen haben, diese mussten auch noch mit in den Beute-Korb.

Bei der Anfahrt haben wir uns vorab noch kurz das kleine Dorf Munchhausen angeschaut und dabei im Vorbeifahren ein hübsches kleines Restaurant entdeckt. Wir entschliessen uns spontan, dort später zum Mittagessen einzukehren.



Restaurant à la Rose, Ruhetag Montag und Dienstag, Mittwoch bis Donnerstag mittags und abends sowie Samstag und Sonntag durchgehend warme Küche

35, Rue du Rhin, 67470 Munchhausen, Tel. 03 88 86 51 86

Es handelt sich um einen einfachen französischen Gasthof, wie man ihn so häufig in den Dörfern findet. Eine ehrliche, gut gemachte Küche mit den Spezialitäten, die zum Elsass gehören wie Schnecken in Kräuterbutter, Gänseleber oder der Salade Gourmande. Gerhard probiert die Consommé mit Markklöschen und knusprigen Brotscheiben, eine sehr fein und kräftig abgeschmeckte Suppe, die, so wie alles hier, hausgemacht ist.


Ich lasse mir die knusprig gebratenen Froschschenkel mit Knoblauch (Memo für nächstes Mal: mit weniger Knoblauch bestellen) und Petersilie schmecken. Das dazu gereichte Brot hat mich allerdings weniger begeistert.... das können andere französische Bäcker besser.


Unter den Hauptgerichten gibt es ebenfalls eine schöne Auswahl an klassischen elsässischen Gerichten wie z.B. die Königin-Pastetchen, Kalbsnierchen als Tagesempfehlung, eine offensichtlich sehr gute Matelotte, die mich vom Nachbartisch anlacht (bestelle ich beim nächsten Mal). Ich wähle den in Mandeln gebratenen Zander und Gerhard ein Cordon Bleu - fürs Foto war es zu spät....

Getrunken haben wir einen Pinot Noir der Caves de Ribeauvillé, der uns gut gefallen hat.

Fazit: Eine schöne Atmosphäre bei sommerlichem Wetter auf der Terrasse, ein aufmerksamer, freundlicher Service - merci Madame Lehmann! Wir kommen gerne wieder.





Sonntag, 20. Mai 2018

Klassiker: Boeuf Bourguignon

Heute ist leicht regnerisches Wetter angekündigt, das ist die Gelegenheit, euch einen weiteren Klassiker der französischen Küche zu präsentieren: Ein langsam geschmortes Boeuf Bourguignon. Das Rezept hatte ich in der Zeitschrift Essen & Trinken entdeckt und es bereits vor einiger Zeit ausprobiert.

Wichtig ist hier, wie immer, die Qualität der verwendeten Zutaten, d.h. vor allem das Fleisch sollte von excellenter Qualität und möglichst bio sein. Mit einem Billigfleisch aus dem Supermarkt würde das ganze wahrscheinlich eine zähe und faserige Angelegenheit werden....






ich nehme (für 4 - 5 Personen):

1,5 kg Rindfleisch am Stück, Schulter
375 ml Rotwein
2 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
8 Stiele Thymian
300 g Zwiebeln
50 g durchwachsener Speck
40 g Butterschmalz
Salz, Pfeffer
1 EL Tomatenmark
600 ml Rinderfond
evtl. 1 - 2 EL Speisestärke

und los gehts:

Fleisch in 4 cm dicke Stücke schneiden, in eine passende Schale legen und mit kaltem Rotwein übergiessen. Knoblauch, ungeschält, andrücken, und mit Lorbeer und Thymian zum Fleisch in die Marinade geben. Vorsichtig mischen und über Nacht marinieren lassen.

Am nächsten Tag die Zwiebeln schälen, fein würfeln, Speck in dünne Streifen schneiden. Marinierte Fleischstücke über einem Sieb abtropfen lassen - die Marinade auffangen, Knoblauch, Thymian und Lorbeer zur Seite legen. Fleisch gut abtrocknen und in 30 g Butterschmalz in einem grossen Schmortopf bei starker Hitze portionsweise jeweils für 2 - 3 Min. anbraten, salzen, pfeffern, und zur Seite stellen, bis alle Fleischstücke angebraten sind.

Zwiebelwürfel und Speck im restl. Butterschmalz ca. 2 - 3 min. braten, Tomatenmark mit anrösten. Die Marinade dazu geben, ebenfalls den Rinderfond. Die angebratenen Fleischwürfel, Knoblauch, Lorbeer und Thymian in den Schmortopf geben - es sollte alles gut bedeckt sein - ich habe noch mit etwas Rotwein nachgeholfen. Kurz aufkochen lassen und dann zugedeckt im Backofen bei 160 Grad Ober-/Unterhitze auf der 2. Schiene von unten 2 Stunden garen. Dann den Deckel entfernen und offen noch weitere 40 min garen.

Thymianzweige und Lorbeer entfernen, abschmecken, falls notwendig mit Speisestärke binden.

Dazu schmecken am besten Butter-Nudeln und ein frischer grüner Salat.

Ein weiteres Rezept für Boeuf Bourguignon gibt es hier zu sehen: klick

Sonntag, 8. April 2018

Spargel - ganz klassisch - mit Blitz-Hollandaise

Bei herrlich frühlingshaften Temperaturen eröffnen wir heute die Spargel-Saison. Seit einigen Tagen hat unser Spargel-Bauer die ersten Stangen geerntet - diese muss es bei uns zum Saison-Auftakt immer ganz klassisch geben, das bedeutet für uns mit Kartoffeln, Schinken und einer selbstgemachten Sauce Hollandaise.



Wir haben den Spargel im Dampfgarer bei 100 Grad knapp 15 min. gegart. Das war (für uns) die perfekte Konsistenz, noch ganz leicht al dente, aber auch nicht mehr zu hart.

Das Highlight zum Spargel ist die Sauce Hollandaise, diesmal nicht ganz klassisch zubereitet, sondern in der absolut gelingsicheren und vor allem einfachen und schnellen Variante. Vor der Zubereitung dieser Blitz-Hollandaise braucht niemand Angst zu haben, denn sie gelingt immer. Zum ersten Mal habe ich sie bei Petra entdeckt (klick hier). Auch in meinem Tessin-Blog hat sie schon Einzug gehalten (klick hier), doch es wird Zeit, das Rezept in leicht abgewandelter Form auch hier zu veröffentlichen.



ich nehme (Menge für 4 Personen ausreichend):

2 Eigelb
2 EL Crème fraîche
1 gehäufter TL Dijon-Senf
1 TL Estragon-Essig
1 TL Zitronensaft
Salz, weisser Pfeffer

später:
150 g Butter

und los gehts:

In ein schmales, hohes hitzebeständiges Gefäss (Metallgefäss zum Aufschäumen von Milch z.B.) alle Zutaten bis auf die Butter geben und mit dem Mixstab (Zauberstab) gründlich schaumig aufmixen.

Die Butter in einem extra Topf sprudelnd zum Kochen bringen und sofort zu der Eiermischung geben, dabei auf höchster Stufe weiter mixen. Abschmecken und entweder sofort servieren oder im Wasserbad noch etwas warmhalten.

Montag, 2. April 2018

Esst ihr auch an Gründonnerstag Spinat?

Cremiger Spinat, pochiertes Ei und Kartoffeln


Es ist Ostermontag und ich bin schon ein bisschen spät dran für ein Gründonnerstag-Essen, aber ich bin sicher: der nächste Gründonnerstag kommt bestimmt und dann gibt es, genauso wie in jedem Jahr, wieder Spinat. So hat das meine Mutter schon gemacht und ich führe diese liebgewonnene Familien-Tradition fort. 

Auch wenn ich normalerweise Spinat lieber als Blattspinat in ganzen Blättern auf italienische Art zubereitet mag, gerne auch mit Pinienkernen und Rosinen und vielleicht auch etwas Chili, muss es an diesem Tag der cremige Spinat mit Rahm sein. 

Ich dünste klein geschnittene Schalottenwürfel in etwas Butter an, giesse mit etwas Sahne (oder auch gerne mit Mandel- oder Hafer-Cuisine) auf, lasse es cremig einkochen und gebe den zarten jungen Babyspinat dazu, würze mit Salz, Pfeffer und Muskat, lasse das Ganze zusammenfallen bei starker Hitze und halte dann kurz den Pürierstab rein. Das mache ich tatsächlich nuuuur an Gründonnerstag so! Dazu muss es dann Pellkartoffeln geben und natürlich pochierte Eier. 

Bei meiner Mutter gab es wachsweich gekochte Eier dazu; das Pochieren erschien ihr sicherlich zu aufwändig und auch zu wenig gelingsicher. Kein Wunder, sie kannte ja Roberts Methode, (klick hier) Eier zu pochieren noch nicht:


1. Ei mit dem Eierpiekser pieksen.
2. Das rohe Ei in der Schale mit einem Löffel in einen Topf mit siedendem Wasser und einem grossen Schuss Essig legen.
3. Langsam auf Zehn zählen.
4. Ei herausnehmen, an einer Kante aufschlagen und vorsichtig, aber direkt in den Topf gleiten lassen. Hitze reduzieren.
5. Nach ca. 3 Minuten wieder herausheben.

Die zehn Sekunden vorgaren verfestigen das Eiweiss soweit, dass es, richtig gemacht, immer noch gut aus der Eischale gleitet, im ruhigen Wasser aber kaum mehr zu Fransen führt und das Eigelb gut vom Eiweiss umhüllt ist. Essig beschleunigt das Gerinnen des Eiweisses.
Vielleicht bringe ich aber doch im nächsten Jahr ein wenig Abwechslung in die Geschichte und serviere anstelle der Pellkartoffeln mal Michas gebratene Semmelknödel (klick hier). Und dann könnte ich auch gleich Felix! (klick hier) Art, Eier zu pochieren, nämlich in der Folie, ausprobieren.
Wie dem auch sei, ich hoffe, ihr hattet wunderschöne Ostertage. Bei uns hat sich zumindest heute das Wetter mal von seiner besseren Seite gezeigt.

Sonntag, 18. März 2018

Linsen-Curry mit Auberginen

Linsen-Curry mit Auberginen

Wir sind gerade von einem Besuch bei Sohn und Schwiegertochter in Wien zurück. Wir haben köööstlich gespeist (Bericht folgt noch), doch die nächsten Tage wird es hier nun erstmal wieder leichte Kost geben. Da kommt mir das Rezept für das Linsen-Curry, das ich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Essen & Trinken entdeckt habe, gerade passend.


Essen & Trinken 4/2018

ich nehme (für 2 Personen):

20 g frischer Ingwer, geschält, in Julienne geschnitten
2 Schalotten, geschält, gewürfelt
1 Knoblauchzehe, geschält, feine Scheiben gehobelt
1 Aubergine (ca. 300g), längs geviertelt, in 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten
1 Pfefferschote, in dünne Scheiben geschnitten
1 TL Koriandersaat
1/2 Sternanis
1 Tomate, in grobe Würfel geschnitten
5 EL Öl oder Ghee
150 g rote Linsen
1 TL mildes Currypulver
600 ml Gemüsefond
2 EL Curryblätter (moi: weggelassen)
150 ml Kokosmilch
2 - 3 TL Limettensaft
Salz
Petersilie oder Koriander


und los gehts:

3 EL Öl im Wok erhitzen, Auberginen darin 2 - 3 min anbraten und wieder herausnehmen. Restl. Öl in den Wok geben und erhitzen, darin Ingwer, Schalotten, Knoblauch und Pfefferschote kurz anbraten, Linsen zugeben, mit dem Curry bestäuben, Koriandersaat und Sternanis im Mörser grob zerstossen und ebenfalls in den Wok geben. Gemüsefond angiessen, Tomaten dazu, aufkochen und ca. 15 min weich garen. Kokosmilch dazu, einmal aufkochen und mit Limettensaft und Salz abschmecken. Evtl. mit frisch gehackter Petersilie oder Koriander bestreuen und mit Reis oder wie ich es hier getan habe, mit Gerstenschrot servieren.






Freitag, 16. März 2018

Rückreise Wien, wieder über Aying und Besuch bei den Hermannsdorfer Landwerkstätten

Nach diesen wunderschönen Tagen mit Yannick und Caro in Wien sind wir wieder auf der Rückreise im Brauereigasthof in Aying abgestiegen, wie auch schon bei der Anreise. Das ist einfach für uns praktisch - aber auch irgendwie nach Hause kommen, weil uns da alles vertraut ist und wir unser Lieblingszimmer im Herrenhaus haben. Wir müssen auch beim Frühstücknichts mehr erklären, weil man unsere Gewohnheiten kennt - einfach nur schön!

Eine immer bei uns sehr beliebte Anlaufstelle sind die Herrmannsdorfer Landwerkstätten, wo wir uns mit den dort hergestellten Köstlichkeiten für zu Hause versorgen. Ich habe schon häufiger darüber erzählt und eine Tour nach Aying geht bei uns nur mit Kühltasche, damit sich Monsieur mit den Wurst- und Fleischwaren und ich mit den herrlichen Käsen für zu Hause verwöhnen können.

Ein Novum für dieses Mal war auch der Besuch des direkt auf dem Gelände gelegenen Herrmannsdorfer Schweinsbräu, im Sommer natürlich mit Biergarten, aber dafür war es noch viel zu kalt. Aber auch das Interieur ist sehr ansprechend:




Eigentlich wollte Gerhard nur "Sein-Wie-Immer" bestellen, nämlich Krustenbraten, ich bestellte mir die hier hergestellte Schweinsbratwurst mit Kartoffelsalat. Während wir dann unser Bier tranken und auf unser Essen warteten, schweifte mein Blick zum Nachbartisch...  ein Zeichen zum aufmerksamen Kellner: Bitte für uns auch  vorweg solch eine "kleine" Platte des köstlichen Schinkens, Butter, hausgebackenes Landbrot... jaaaaaa!!!



Die bayerische Seele von Monsieur jubilierte:



Krustenbraten mit einer knusprigen Kruste, einem Kartoffel- und einem Semmelknödel - er war beglückt.



Für mich die Bratwurst auf Kartoffelsalat - und dazu dann das hier gebraute "Schweinsbräu"

Nun warten wir auf die Biergartensaison und dass es bei uns passt: dann müssen wir wieder dahin (vielleicht finde ich dann auch etwas fischiges auf der Karte, weil ich doch nicht so der Karnivore bin...). Aber egal wie, ich gehe da immer gerne hin, notfalls knuspere ich an dem köstlichen Brot.


Donnerstag, 15. März 2018

Wien, Zum weissen Rauchfangkehrer

Zum weissen Rauchfangkehrer, Weihburggasse 4, 1010 Wien,
Tel. 01 512 34 71
täglich mittags und abends geöffnet


Durch Zufall haben wir dieses Restaurant im Slow Food Genussführer entdeckt. Als mein mir angetrauter und selbsternannter Schnapsprofessor beim Betreten des Restaurants gleich rechts diese unglaubliche Digestif-Auswahl und das (wahrscheinlich) komplette Angebot an Rochelt Schnäpsen sah, war er im 7. Himmel. Als ihm dann auch noch ein komplett gebundenes Buch mit der Digestif-Auswahl vorgelegt wurde, war er restlos hin und weg.


Doch wir waren schliesslich zum Essen hierher gekommen - den Digestif gab es dann tatsächlich erst am Schluss.




Wir starteten mit einem Gruss aus der Küche:




















panierte Rindersulz mit Gemüse-Julienne



Rinderkraftsuppe mit kleiner Einlagenvariation für Gerhard


und gebackener Chicorée, Cous cous, Walnüsse, Sellerie für mich

Bei der Getränkeauswahl vertrauten wir wieder dem kompetenten Rat von Mile, der uns äusserst zuvorkommend und freundlich bediente.


Wer uns kennt, weiss, dass es Espresso und Digestif zum Abschluss gibt, manchmal ein Schokoladeneis für Monsieur, aber so ein richtig süsses Dessert? Nein, eher nicht. Diese Fotos zeige ich euch nur, um euch den Mund wässrig zu machen, denn da müsst ihr unbedingt hin, wenn ihr in Wien seid:
Foto: Zum weissen Rauchfangkehrer

Foto: Zum weissen Rauchfangkehrer


Foto: Zum weissen Rauchfangkehrer





Mein Fazit zum Schluss: Sowohl Küche, als auch Wein- (und natürlich) Digestif-Auswahl sind grandios. Ganz besonders beeindruckt hat mich der freundliche, aufmerksame und humorvolle Service des gesamten Teams. Grosses Kompliment! 


Restaurant Steirereck, Wien

Yannick und Caro hatten uns zu Weihnachten einen Besuch im besten Restaurant Österreichs geschenkt. Darüber hinaus steht das Steirereck auch an 10. Stelle der 50 weltbesten Restaurants. Natürlich waren Vorfreude und Erwartungen hochgeschraubt.

Schon bei der Ankunft faszinieren mich die glänzende Fassade und der Eingang. 

Das Entrée bzw. Amuse Bouche, was dann anschliessend als kulinarischer Auftakt auf dem Tisch arrangiert wird - "die Reise durch Österreich und darüberhinaus" - sind nicht weniger spektakular.


Meine Vorspeise: 
Kerbelwurzel mit Périgord-Trüffel, Brokkoli und Sauerspargel
(geröstete Kerbelwurzel-Erdmandel Crême mit Wasserkastanien, mit Trüffeljus marinierte Brokkoli Stiele)


Für die beiden Männer am Tisch: 
Räucheraal mit Winter Karotten, Schwarzkohl und Meyer Zitrone
(mit Winter-Karotten glacierter und geflämmter Neusiedlersee Räucheraal, Schwarzkohl-Meyer-Zitrone-Crême, eingelegte Perlzwiebeln)





Caro wählt als Vorspeise:
Schwarzauer Bergforelle mit Melone, Gurke und gebleichten Erbsen-Sprossen
(mit Limettensaft gewürzte rohe Bergforelle, gedämpfte und rohe Honigmelone mit Zitronenmelisse, mit Verjus, Ginger Ale und Balsamessig gebeizte Gurke)




Ziegenkitz Niere mit gelben Linsen, Goldrübe und Sanddorn als Zwischengericht für Yannick



über Holzkohle gegrillter Stör, Wiener Stör Caviar, in Dirndl (Kornelkirschen)-Mark eingelegter roter Chicorée


mein farbenprächtiges Hauptgericht:
Forono Rübe mit Hanf, Heurigen und Waldmeister
(auf Steinsalz gebackene Forono Rübe mit Nussbutter und Kapernblättern, Hanfsamen-Kochsalat-Gemüse mit Kapern und Waldmeister, Vergorener Forono Rübensaft)


Gerhards Hauptgericht: Zander mit Bohnen, Spitzkraut und Wasserblatt
(Mit Nussbutter gebratener Zander, Bohnengemüse mit fermentierter Meyer-Zitrone und Harissa, geschmortes Spitzkraut, in Kümmelmilch confierte und gegrillte Griselle Schalotten, Weinvierteler Wasserblatt)


Für Yannick und Caro: Duroc Schopf mit Mangoldwurzel, Dinkel und Kohlrabi
(über Holzkohle gegrillter Duroc Schopf, gedämpfte Mangoldwurzeln, Dinkel-Heumilch-Crême, pikantes Schweineohr mit Ananas, Pfefferoni und knusprigem Dinkel, in Pericon-Öl marinierter junger Kohlrabi und Mangold, Schweins Natursaft mit Neusetzer Speck



Yannick ist der einzige am Tisch, der noch ein Dessert schafft (aber Caro bekommt einen zweiten Löffel dazu 😏):
Schokoladen-Preiselbeer Soufflé mit Gin Dirndl und Fenchelpollen-Eis


Meine ganz persönlichen Highlights, die diesen Abend für mich unvergesslich machen:

Der im positivsten Sinne professionelle Service unter der Leitung von Frau Reitbauer hat mich beeindruckt durch besondere Freundlichkeit und Kompetenz. 

Faszinierend ist der Brotwagen, der durch den Brot-Sommelier Andreas Djordjevic, genannt der Brot-Andi, vorgefahren und erklärt wird. Yannick hat es besonders das Blunzen-Brot (Blutwurst-Brot) angetan.

Eine sympathische Geste sind die kleinen Karten, die jedem Gast zu seinem Gericht mit an den Tisch gebracht werden und bis ins kleinste Detail Zutaten, Zubereitung und Erklärungen zu den jeweiligen verwendeten Produkten auflisten.