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Samstag, 28. März 2015

ofengerösteter Rosenkohl mit dem gewissen Knusper-Etwas





Bevor nun der Frühling sich tatsächlich durchsetzt muss ich euch noch unbedingt dieses Rezept vorstellen. Vielleicht habt ihr ja noch Reste von Rosenkohl im Tiefkühler bzw. vielleicht müssen sogar noch Reste aus dem Garten aufgebraucht werden. Auf jeden Fall lohnt sich das Nachkochen unbedingt, denn es schmeckt einfach genial. Ich habe das Rezept bei Susanne entdeckt und habe gleich noch den Knusper, den ich ebenfalls als Zutat für ein anderes Rezept bei ihr gesehen habe, mit kombiniert.




Da wir nur noch 200 g Rosenkohl im Tiefkühler hatten, Susanne allerdings im Rezept 500 g notierte, habe ich den Rest mit Kastanien ergänzt, was eine wunderbare Komposition ergab.



Bestreut habe ich das Ganze kurz vor dem Servieren mit dieser Knuspermischung, die perfekt dazu gepasst hat.


Ich beginne mal mit der Knuspermischung, die sich auch für Salate bzw. andere Kombinationen eignet:
  • 1 EL Fenchelsaat
  • 1/2 TL Salz
  • 1 1/2 TL Agavensirup oder Honig
  • 40 g Sonnenblumenkerne
  • 25 g gehackte Walnüsse
  • 25 g Sesam
  • 1 EL Olivenöl
Den Backofen auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Fenchelsaat mit Honig und Salz im Mörser zerstoßen. Kernemischung in eine Schüssel geben, die Fenchelmischung hinzufügen. Dann 1 EL Wasser und das Öl unterrühren. Die Mischung auf dem Blech verteilen und im heißen Ofen ca. 6-8 min rösten (ich wollte es besonders knusprig und etwas gebräunter, daher habe ich insgesamt ca. 20 min geröstet). Herausnehmen, abkühlen lassen und in einem Schraubglas aufbewahren.

für den Rosenkohl:

  • 250 g Rosenkohl
  • 200 g Kastanien
  • Saft und Schale einer kleinen Bio-Orange
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Honig
  • Salz, Pfeffer
und los gehts:

Für den Rosenkohl den Ofen auf 200°C vorheizen. Die Röschen waschen, putzen und längs (also von Stielansatz zu Spitze) halbieren. Röschen mit den Kastanien in eine Auflaufform geben. Mit Orangensaft und -schale, Olivenöl und Honig gründlich vermengen, salzen und in den heißen Ofen geben. Ca. 30 min backen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der Kernenmischung bestreut servieren.

Sonntag, 15. März 2015

Blitz-Frühstücksbrötchen für Kurzentschlossene



Diese köstlichen Brötchen sind tatsächlich blitzschnell gebacken. Kein Sauerteig muss aufgefrischt werden, keine Hefe ewig lange gären und heftiges Rühren und Kneten von Hand ist auch nicht erforderlich. Es werden einfach alle Zutaten in die Küchenmaschine geschüttet, kurz auf mittlerer Stufe geknetet und sobald sich ein kompakter Teig (der noch ein wenig klebrig ist) gebildet hat, sind die Vorbereitungen erledigt. 




Mit ihrer weichen Krume haben sie in etwa die Konsistenz von Milchbrötchen und eignen sich sicherlich am besten morgens zum Frühstück. Das Rezept
habe ich bei Coco's Cute Corner entdeckt und etwas abgewandelt. Für unseren Geschmack hätten sie ein wenig mehr Salz vertragen können, beim nächsten mal werde ich das entsprechend berücksichtigen.

ich nehme (für 8 Brötchen):

  • 250 g Vollkornmehl (moi: Weizenmehl Type 1050)
  • 250 g Magerquark (moi: 125 g abgetropfter Joghurt + 125 g saure Sahne)
  • 1/2 TL Salz (moi: evtl. 1 TL Salz)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Ei
  • Sesam, Mohn und Sonnenblumenkerne nach Belieben

und los gehts:


Backofen auf 190° Ober- und Unterhitze vorheizen. Aus sämtlichen Zutaten einen Teig herstellen. Das geht am einfachsten in der Küchenmaschine.

Aus dem Teig 8 Brötchen formen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Brötchen mit etwas Wasser bepinseln und nach Belieben mit Sesam, Mohn oder Sonnenblumenkernen bestreuen. Brötchen für 20 Minuten backen.

Da ich diese Brötchen mit Sauermilchprodukten, nämlich mit Joghurt und saurer Sahne, gebacken habe und zorra ein Blog-Event mit dem Titel Sauer macht lustig ausrichtet, reiche ich die Blitz-Brötchen noch blitzschnell bei ihrem Event ein.


Blog-Event CVI - Sauer macht lustig (Einsendeschluss 15. März 2015)

Samstag, 14. März 2015

mariniertes Tomahawk-Kotelette mit winterlichen Gemüsen



Das Kotelette mit dem langen frei geschabten Knochen, ahmt, wie man unschwer erkennen kann, die Form eines indianischen Tomahawks nach. Es ist ein wenig kompliziert, daraus ein perfekt gebratenes Kotelette mit knuspriger Kruste auf den Teller zu zaubern, doch dazu fiel mir ein passendes Hilfsmittel ein, dass mit ein paar Kniffen tatsächlich ein wunderbar saftiges Fleisch und - zumindest bis auf die Ränder, eine schöne Kruste erzielte:



Da ich nicht die ganze Zeit neben dem Herd stehen wollte, um das Kotelette mit der Schwarte aufliegend in der Pfanne zu befestigen habe ich mir dieses Hilfsmittel (einen Grillkorb) genommen und rückwärts so arretiert, dass es aufrecht in der Grillpfanne stehen blieb.

Belohnt wurden wir mit einer knusprigen Schwarte und einem wunderbar saftigen Fleisch. Dazu gab es Schwarzwurzeln, Maronen und Wirsing.

Zu einem solch köstlichen Essen gehört natürlich auch ein besonders guter Wein, uns hat sehr gut dieser dazu geschmeckt: 
Santenay 1er Cru Les Gravières 2009 (leider ist auf dem Foto nur noch die fast ausgetrunkene Flasche zu sehen)



Montag, 2. März 2015

Der sogenannte italienische Salat oder wenn Männer sich etwas in den Kopf gesetzt haben ....

Kürzlich habe ich mal wieder im Blog meiner Patin gestöbert und eines ihrer älteren Rezepte für den fleischliebenden Monsieur ausgebuddelt. Liebe Petra, was dir vor 10 Jahren so gut gelungen ist, schmeckt auch noch heute! Dein Salzbraten macht wirklich wenig Arbeit und schmeckt sehr gut, auch wenn der Name nicht sehr ansprechend klingt ;-) Ich werde ihn einfach auf 'neu-deutsch' umbennen in 'Schweinenacken im Salzbett'. Einverstanden?
(Leider hat die Fotografin vor lauter Begeisterung über den gelungenen Braten das Fotografieren vergessen). Erwähnt und verlinkt werden muss das Rezept trotzdem, denn den wird es sicherlich noch öfter bei uns geben. Übrig geblieben ist auch noch einiges. Ein paar Bratenreste habe ich in dünne Scheiben geschnitten als Brotzeit mit frisch geriebenem Meerrettich serviert, doch noch immer war ein Stück von ca. 250 g übrig.

Glücklicherweise hat Petra auch gleich noch ein Rezept für die Reste vom Braten parat: Der Italienische Salat nach ihrer Mutter!




Da habe ich ein wenig gestutzt, denn in der Familie meines Monsieurs gibt es auch einen italienischen Salat... die Geschichte hierzu habe ich schon mal veröffentlicht, aber ich kopiere sie der Einfachheit halber auch noch mal schnell hier rein, denn diese Geschichte gehört zum italienischen Salat unbedingt dazu:
Dieser Salat hat bei uns seine Geschichte: Vor vielen, vielen Jahren, als Monsieur und ich uns kennenlernten, erfuhr ich sehr bald, dass er ein leidenschaftlicher Meister am Grill ist. Dazu gehörte dann unbedingt ein Salat und da insbesondere der "italienische Salat" seiner Mutter. Leider hatte ich nicht mehr das Glück, meine Schwiegermutter noch kennenzulernen. Schade, sie muss eine wunderbare Köchin gewesen zu sein. Umso begeisterter war ich, als mir mein Mann ankündigte zum nächsten Grillfest den "italienischen Salat" seiner Mutter zuzubereiten.
Hach, ich liebe doch die mediterrane Küche - und italienischer Salat muss köstlich schmecken! An dem grossen Abend, ich weiss es noch wie heute, schaute ich mich erwartungsvoll um, doch einen italienischen Salat konnte ich nicht entdecken - nur einen simplen (sorry) Kartoffelsalat mit Fleischwurst. Kluge Frauen kritisieren NIE die Mütter ihrer Männer, Mütter stehen auf einem ganz besonderen Sockel - und das ist auch richtig so! Und daher ist das bis heute UNSER Familien-Kartoffelsalat - nur dass Monsieur ihn als italienischen Salat bezeichnet und ich ihn als Kartoffelsalat. Übrigens, in seinen "Original-ITALIENISCHEN-Salat" gehört noch klein geschnittene Fleischwurst - im Saarland Lyoner genannt, die lasse ich, vor allem wenn es Fleisch auf dem Grill gibt, meistens weg, was von Monsieur auch so akzeptiert wird ;-)

So, was mache ich nun? Ich habe Bratenreste und ein wunderbares Rezept von Petra für diese Bratenreste. Und vor allem: Ich habe Lust, diesen "italienischen" Salat von Petras Mama auszuprobieren. Doch wie bringe ich das Monsieur mit dem italienischen Salat bei? Denn bei ihm ist ein italienischer Salat ein Salat ein Salat ein Salat... ähm... Ich mache es mir einfach und spreche ihm gegenüber in der Vorankündigung vom sogenannten italienischen Salat, das soll weder eine Abwertung für den sogenannten italienischen Salat seiner Mutter, noch eine solche für den sogenannten italienischen Salat von Petras Mutter sein....

... wobei ich bis heute nicht weiss, was an diesen beiden Salaten italienisch sein soll, kann mir da jemand helfen? ;-)




Doch nun endlich zum Rezept, denn davon waren sowohl Monsieur (trotz seiner anfänglichen heftigen Skepsis) als auch ich begeistert und daher wird es diesen Salat hier künftig öfter geben.

Ich habe Petras Rezept leicht abgewandelt, halbiert und nehme (trotzdem ausreichend für 4 - 6 Personen):

  • 250 g Bratenreste, in feine Streifen geschnitten
  • 100 g Kochschinken, in feine Streifen geschnitten
  • 1 gr. fester Apfel, geschält, geraffelt
  • 2 Essiggurken, in feinen Streifen
  • 3 kleine Pellkartoffeln, gekocht, geschält, klein gewürfelt
  • 1 - 2 grosse Möhren, in Julienne geschnitten (moi: 2 min Stufe 1 Dampfgarer)
  • 1 Stück Knollensellerie, in Julienne (moi: ersatzweise 1/2 Lauchstange, blanchiert)
  • 2 Sardellen, kleinst gehackt
  • 1 EL Kapern
  • 1 Schalotte, geschält, feine Würfel
  • 2 EL gehackte Petersilie


  • ca. 6 EL selbstgemachte Mayonnaise
  • ca. 100 g Joghurt
  • Salz, Pfeffer
  • milder Weissweinessig
und los gehts:

Zunächst die Mayonnaise zubereiten, mit Joghurt, Salz, Pfeffer mischen und mit Weissweinessig abschmecken. 
Alle übrigen Zutaten in Julienne bzw. Würfel geschnitten untermischen, abschmecken und servieren. Voilà! Das wars schon!   




Wir haben diesen Salat als Hauptgericht mit Bratkartoffeln gegessen, seeehr gut, wird es wieder geben.