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Sonntag, 24. Februar 2013

Butterzopf mit Mandeln und Guss

Seit ich vor einiger Zeit diesen Zopf hier im Blog der Wilden Henne gesehen hatte, wollte ich mal wieder mein Back-Glück herausfordern. Gerhard wünscht sich einen Butterzopf allerdings mit einem Mandelguss. Ein Rezept hierfür habe ich auf diesem Blog gefunden und es leicht abgewandelt. Ich war überrascht, wie einfach und schnell sich solch ein Kunstwerk herstellen lässt - das werde ich jetzt häufiger zum Frühstück backen. 


hier das Foto noch ohne Guss, der kam später drüber


ich nehme:
  • 500 g Mehl
  • ½ Würfel Hefe 
  • 1 Ei
  • 100 ml Milch
  • 150 ml Sahne
  • 75 g Zucker
  • 75 g geschmolzene Butter 
  • 1 TL Salz 
  • 100 g Rosinen (moi: weggelassen, waren nicht im Vorrat)
  • 50 g gehackte Mandeln (moi: weggelassen, waren nicht im Vorrat)
für den Guss:

  • 50 g Butter
  • 2 EL Zucker
  • 1 EL Honig 
  • 4 EL Sahne 
  • 50 g Mandelblättchen 




und los gehts:

Mehl in eine Schüssel sieben, Milch und Sahne lauwarm erhitzen,die zerbröselte Hefe und den Zucker darin auflösen, Salz und Ei verrühren und dazu geben. In einem extra Topf die Butter schmelzen und zu der Mehlmischung geben. In der Küchenmaschine mit dem Knethaken ca. 5 min rühren. Rosinen und Mandeln dazugeben und unterkneten. Teig mit einem Handtuch abdecken und an einem warmen Ort so lange gehen lassen bis sich sein Volumen verdoppelt hat (das dauert zw. 1 1/2 und 2 Stunden)

Aus dem Teig drei gleichgroße Stränge formen und zu einem Zopf flechten. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, abdecken und nochmals ca. 30 Min. gehen lassen.

Backofen auf 200° Ober-Unterhitze vorheizen. 

Sobald sich der Zopf deutlich vergrößert hat, ca. 35 - 40 Min. goldbraun backen. Ich habe nach 15 Min. die Temperatur auf 175 ° reduziert, damit der Zopf nicht zu dunkel wird, evtl. mit einem Stück Alufolie abdecken.

In der Zwischenzeit für den Guss Butter mit Zucker und Honig aufkochen, bis der Zucker gelöst ist. Dann die Sahne dazugeben und nochmals kurz aufkochen. Mandeln unterrühren.

Zopf aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 220° erhöhen. Zopf mit der Mandel-Honig-Masse bestreichen und ca. 4-5 Min. weiterbacken, bis die Mandeln leicht gebräunt sind. 



Ich bin sehr stolz auf mich, da mir der Zopf wunderbar gelungen ist. Beim nächsten Mal werde ich versuchen, den Zopf schon am Vorabend vorzubereiten, damit ich ihn morgens nur noch in den Backofen schieben muss. Hat jemand Erfahrung mit der Übernacht-Gare?

Samstag, 23. Februar 2013

Pizza Bianca mit Mozzarella, Mascarpone, Zwiebeln und Lardo



Kürzlich haben wir im Tessin im Ristorante Vecchio Tiglio in Losone in der Nähe von Ascona köstliche Pizzen (klick hier) gegessen. 

Die von Gerhard bestellte Pizza Bianca wollten wir zu Hause nachbacken. Das haben wir heute in die Tat umgesetzt. Sie ist uns ausgesprochen gut gelungen. Den Teig habe ich wieder mit meinem bewährten Pizzateig zubereitet, den man ruhig einige Tage im voraus fertig stellen kann. Er wird mit jedem Tag, den er länger im Kühlschrank verbringen darf, besser.

Zutaten für den Teig:  (soviel Teig abnehmen wie man für 2 dünne, runde Pizzaböden braucht, den Rest wieder mit Mehl und Wasser vermischen und zurück in den Kühlschrank stellen)
  •     300     Gramm  Mehl 550 (moi: Type 00)
  •     180     Gramm  Wasser
  •         2     TL Salz
  •         6     Gramm  frische Hefe
  •         3      Teel. Olivenöl
Zutaten für den Belag:  für zwei Pizzen
  • 2 Zwiebeln, geschält, halbiert und in hauchdünne Scheiben geschnitten oder gehobelt
  • 4 EL Mascarpone (moi: Crème Fraîche)
  • 1 Büffelmozzarella
  • Salz, Pfeffer
  • 8 hauchdünne Scheiben Lardo
und los gehts:
Hefe, Salz, ein bisschen vom Wasser miteinander vermischen, gut 10 -
20 Min stehen lassen, dann mit allen anderen Zutaten zusammen (bis auf das Olivenöl) in
die Rührschüssel geben, gut kneten, Olivenöl langsam dazu laufen lassen;
insgesamt ca. 8 - 10 Min kneten.
Den Teig in 2 Teile teilen und zu Kugeln formen. Eine
Plastikschüssel leicht mit Olivenöl einölen, die Teigkugeln hinein
legen und alles mit Folie oder einem Gefrierbeutel abdecken und in
den Kühlschrank stellen; da kann er einige Tage stehen bleiben.(Man
kann also gut mehrere Portionen im voraus zubereiten und dann immer
nur so viele Teigkugeln nehmen, wie man gerade braucht, den Rest
dann wieder in den Kühlschrank stellen)
Falls vorhanden rechtzeitig Backsteine im Backofen 30 bis 60 Minuten
bei 250 Grad aufheizen lassen.
Die benötigten Teigkugeln mit der Hand gut durchkneten und wieder zu
Kugeln formen, diese dann Zimmertemperatur annehmen lassen (30 - 60
Min genügen), nun Pizzen formen, evtl. Backpapier benutzen (moi: auf dem mit Weizengrieß bestreuten Brotschieber), mit je 2 EL Mascarpone bestreichen, die Zwiebelscheiben darauf geben (sie müssen wirklich hauchdünn sein, evtl. auch kurz blanchieren), den gewürfelten oder zerzupften Mozzarella darüber geben und bei 250
Grad 10 Minuten backen. (moi: bei 280 Grad 7 - 8 Minuten). Sofort nach dem Backen mit den   Lardoscheiben belegen und servieren. Wir haben noch etwas Valle Maggia Pfeffer darüber gestreut.


Freitag, 22. Februar 2013

Mein weltbestes Brathähnchen - Darf ich vorstellen? Das Pancetta-Huhn!

Brathähnchen könnte ich morgens, mittags und abends essen - in allen Variationen. Am liebsten knusprig aus dem Backofen, im Sommer auch gerne vom Holzkohlengrill. Mein Lieblings-Hähnchen-Rezept ist  war das Brathähnchen mit Zitronen nach Marcella Hazan, das ich hier (klick) schon mal vorgestellt habe. Ja, das war es, bis ich dieses hier gegessen habe:




Als mir ein schönes großes Biohuhn zuflog, habe ich in diversen Blogs gestöbert. Zorra liebt genau wie ich Brathuhn über alles und ihr Paprika-Poulet hat uns ebenfalls schon sehr gut geschmeckt. Petra hat ein ähnliches Rezept mit Ofenkartoffeln zubereitet - auch sehr schön. Eva brutzelt ein Brathähnchen mit Röstgemüse nach Jamie Oliver - das wird ja immer besser - und dann habe ich auch noch ein neues Kochbuch "Das Familienessen" von Ferran Adrià mit köstlichen Fotos vom Brathähnchen mit Kartoffelsticks, daraus habe ich dann meinen ganz persönlichen Brathähnchen-Favoriten gebastelt, die Würzmischung habe ich mir von Señor Adrià geborgt.

Er serviert als Vorspeise zu seinem Hähnchen Erbsen und Schinken - das inspirierte mich dazu, unser Hähnchen in den letzten 20 min. mit Pancetta zu belegen. Keine Angst, die Haut wird trotzdem knusprig, da sich die Pancetta ja beim Knusprig-Braten zusammenzieht und somit wieder die Hähnchenhaut für die Oberhitze frei gibt. Notfalls kann man auch noch am Ende der Bratzeit für ca. 5 Min. den Grill zuschalten. 

Die Erbsen haben wir dann mit der knusprigen, leicht darüber gebröselten Pancetta  als Beilage serviert und somit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn so ein ganzer Vogel ist für uns beide viel zu groß, Reste werden am nächsten Tag in einem Geflügelsalat verarbeitet und dazu gehören unbedingt Erbsen. Na wunderbar, das passt ja.




ich nehme:
  • 1 Bio-Huhn, ca. 1,6 kg
  • ein paar Scheiben Pancetta oder Speck (je nach Geflügelgröße, m: 8 Scheiben)
  • Gewürzmischung aus: 3 g getrockneten Lorbeerblättern, 40 g getrockneter Rosmarin, 15 g getrockneter Thymian, 1/2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 - 2 EL Olivenöl
  • 1 Bio-Zitrone, heiß abgewaschen
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz, 1 EL Piment d'Espelette
  • ein paar Zweige Thymian und Rosmarin, frisch
  • 4 frische Lorbeerblätter
und los gehts:

Das Hähnchen mindestens eine halbe Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Den Backofen auf 220 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Wichtig: die Saftschale (moi: Mulitbräter) benutzen, um den heruntertropfenden Hähnchensaft aufzufangen.

Die Zutaten für die Gewürzmischung in einer Gewürzmühle oder einem kleinen Mixer zu Pulver verarbeiten. Eine Hälfte wird direkt für dieses Rezept benötigt, die andere Hälfte kann man für das nächste Mal aufbewahren. 

Das Hähnchen innen und außen salzen und mit Öl einreiben. Zitronenschale über Brust und Keulen reiben, die Zitrone dann in Stücke schneiden und mit dem ungeschälten Knoblauch und den Kräuterzweigen in das Hähnchen stecken. Dann von außen schön kräftig mit der Kräutermischung einreiben.

Das so vorbereitete Hähnchen mit der Brust nach unten in den vorgeheizten Backofen auf das Gitter legen. Achtung! Ist die Saftpfanne untergeschoben? Gut so, dann also das Hähnchen ab in den Ofen und bei 220 Grad Ober-Unterhitze ca. 35 min. braten. Das Gitter herausnehmen, Hähnchen wenden, so dass die Brust oben ist, mit den Pancetta- oder Speck-Streifen belegen und wieder für ca. 20 bis 30 min in den Ofen. Wird der Speck zu dunkel, vorab herausnehmen und zur Seite stellen.

Ist das Hähnchen nach der angegebenen Zeit noch nicht richtig knusprig, kurz übergrillen, dabei aber nicht aus den Augen lassen. 

Vor dem Tranchieren und Servieren ca. 10 min. ruhen lassen. 

Den knusprigen Speck dazu servieren und/oder über die als Beilage servierten Erbsen geben. Wir haben dazu noch Pommes Frites (fettarm in der Actifry zubereitet) gegessen.






Samstag, 16. Februar 2013

Lewerknepfle à l'alsacienne - Leberknödel mit ofengebratenem Sauerkraut und Kartoffelpüree

Achtung: Dies ist kein Gericht für die Fastenzeit! Es zeichnet sich vielmehr aus durch einen hohen Einsatz von Butter und Sahne - und schmeckt daher soooo köstlich ;-)

Die Menge für die Leberknöpfle ist gut ausreichend für 4 Personen und ein Rest ist ganz bewusst einkalkuliert. Der wird am nächsten Tag in der Pfanne (in etwas Butter - schon wieder!) knusprig gebraten und mit einem kleinen Salat serviert.




ich nehme (für 4 - 5 Personen):

für die Leberknödel: 
  • 800 g Kalbsleber
  • 600 g Kalbfleisch
  • 100 g Paniermehl
  • 2 kleine Zwiebeln, geschält, fein gewürfelt
  • 2 EL Butter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 3 Eier
  • Salz (bei dieser Menge ca. 2 gestrichene EL), Pfeffer, Muskat
für die Sauce zu den Leberknödeln:
  • 250 ml Sahne
  • 1 Handvoll ausgelassene Speckwürfel
  • Salz, Pfeffer, Muskat
für das Sauerkraut:
  • 500 g frisches Sauerkraut
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 250 ml Riesling (moi: selbstgemachter Fond von Choucroute)
  • 4 frische Lorbeerblätter
  • 2 EL Wacholderbeeren, leicht angedrückt
für das Kartoffelpüree:
  • 1 kg Kartoffeln (unbedingt mehligkochend)
  • ca. 400 ml Milch
  • Salz, Pfeffer (moi: mélange blanc von Ingo Holland)
  • soviel Butter, wie man verträgt (moi: Salzbutter von Bordier, 125 g)
und los gehts:

Für das Sauerkraut:

Zwiebel in Butter in einer Kasserole, die später auch mit dem Sauerkraut in den Ofen kann, andünsten, das zerzupfte Sauerkraut hinzu, mit dem Riesling oder dem Fond auffüllen, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren hinzu, evtl. auch ein paar Scheiben Speck für den Geschmack. Ohne Deckel für ca. 1 Stunde bei 180 Grad Ober-Unterhitze in den Ofen, dabei evtl. etwas Flüssigkeit nachgießen  Nach einer Stunde abschmecken, gut umrühren und nochmals  ca. 30 min. im Ofen bei geöffnetem Deckel garen.

Für die Leberknöpfle:

Das Kalbfleisch und die Leber mit dem Knoblauch durch die feine Scheibe des Fleischwolfs drehen (Anmerkung: beim nächsten Mal für eine feinere Masse zweimal durchdrehen). Wer keinen Fleischwolf hat, kann sicherlich auch bei seinem Metzger auf Vorbestellung diese Masse durchgedreht bekommen. 
Die Zwiebelwürfel in der Butter glasig andünsten, Knoblauch dazu pressen. Mit dem Paniermehl, Salz, Pfeffer, Muskat und der gehackten Petersilie mischen, 3 ganze Eier mit der Gabel oder dem Schneebesen schön schaumig schlagen, zu der Masse dazu mischen und ca. 30 min. ruhen lassen. Danach einen kleinen Probekloss im kräftig gesalzenen Wasser 10 min ziehen lassen, probieren und evtl. nachwürzen.Wenn sie für gut befunden, einen großen Topf mit Wasser aufstellen, in dem die Klösse später gar ziehen. 
Speckwürfel in einer Pfanne auslassen. Die Sahne in einer Sauteuse mit den Gewürzen leicht cremig einkochen lassen, abschmecken und die Speckwürfel zugeben, abschmecken und zur Seite stellen. Erst kurz vor dem Servieren wieder erwärmen.



Für das Kartoffelpüree:

Die Kartoffeln schälen, in Spalten schneiden und in Salzwasser ca. 30 min gar kochen. Schön trocken abschütten, sofort durch die Kartoffelpresse drücken, mit der heisse Milch und den Gewürzen mischen, ein gutes Stück Butter in Würfeln mit dem Schneebesen darunter geben und abschmecken.

Zum Anrichten:

Das Wasser für die Leberknödel wieder zum Kochen bringen, kräftig salzen und mit einem Esslöffel Nocken abstechen und ins Wasser gleiten lassen. So lange sieden lassen, bis die Nocken an die Oberfläche steigen - ca. 10 min.

Mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben, gut abtropfen lassen und in eine vorgewärmte Schüssel geben. Mit der Specksauce übergiessen und mit etwas gehackter Petersilie bestreuen.

Mit dem Kartoffelpüree und dem ofengeschmorten Sauerkraut servieren.

                 

Freitag, 15. Februar 2013

Es ist wieder soweit: Pissenlit



Im Januar durfte ich Gastgeberin eines Blog-Events bei Zorra sein. Ich habe mir das Thema Elsass ausgesucht. Zorra hat die wunderbare Idee, ab sofort mit jedem Gastgeber ihrer Events ein kleines Interview zu führen (hier kann man das Interview nachlesen, das sie mit mir führte).  Zorra hat sich sehr interessante, auf Food-Blogger zugeschnittene Fragen ausgedacht. Über die Frage nach meinem Lieblingsgericht musste ich nicht lange überlegen: Löwenzahnsalat - Pissenlit im Elsass genannt! Mein absolutes Lieblingsessen, danach kommt erst mal ganz, ganz lange nichts.

Jetzt beginnt die Saison so allmählich. Noch bekommen wir hier im Elsass Pissenlit aus Südfrankreich, doch bald wird auch unser heimischer Pissenlit zu finden sein. Wer Gelegenheit hat, das nördliche Elsass zu besuchen, sollte unbedingt freitags vormittags einen Marktbesuch in Haguenau einplanen. Dort gibt es in der Halle aux Houblons (Hopfenhalle) einen wundervollen Markt mit den typischen elsässischen Spezialitäten der Region. An den Seiten rechts und links außen sind die Stände der eher professionellen Markthändler und in den mittleren Gängen findet man die privaten Anbieter und Kleinbauern. Ältere Damen, die auf kleinen Campingtischen ihre eigenen Produktionen aus ihrem Garten anbieten inklusive der selbstgemachten Erzeugnisse daraus wie Konfitüren, Eingemachtes, Eingelegtes etc. Dort gibt es auch in der Saison den "richtigen" Löwenzahn, nicht zu grün, leicht gelb, aber nicht zu gelb, keine langen Stiele, wie das bei den Zuchtsorten aussieht, ach, einfach DEN perfekten Löwenzahn, wie man ihn ansonsten nur noch selbst stechen kann. SO MUSS er aussehen. (Na gut, wer ihn so nicht bekommen kann, greift halt auf anderen Löwenzahn zurück, das ist immer noch besser, als überhaupt kein Löwenzahn)




Dieser Salat weckt bei mir Kindheitserinnerungen. Im Saarland, wo ich aufgewachsen bin, gehört der dort genannte Bettsächer zu den typischen Frühlingsgerichten. Bei uns zu Hause gab es ihn immer mit Bratkartoffeln, aus rohen Kartoffeln, grobe Würfel mussten es sein, außen eine goldgelbe Kruste und innen weich, genau so mussten sie sein, damit meine Mutter kurz vor dem Servieren welche vorab aus der Pfanne nehmen konnte, sie mit einer Gabel zerdrückte und noch heiss unter die vorbereitete Vinaigrette für den Salat mischte.

Hier nun meine abgewandelte Variante, die ich letztes Jahr schon mal vorgestellt hatte (klick hier):


ich nehme (für 2 Personen):


  • ca. 300 g Löwenzahn
  • 60 g Speck, in Streifen geschnitten (lassen die Veggies einfach weg)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 mittelgroße Kartoffel
  • 2 nicht allzu hart gekochte Eier (ca. 6 - 7 min.)
  • 1 Scheibe Toastbrot

für die Vinaigrette:

  • 1 EL Senf
  • 1 1/2 EL Rotweinessig
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • evtl. etwas selbstgemachte Fleisch- oder Gemüsebrühe

und los gehts:

Die ungeschälte Kartoffel in ca. 25 - 30 min. weich kochen (das kann auch schon vorab erledigt werden bzw. man kann eine Kartoffel vom Vortag nehmen, dann muss sie allerdings vor dem Mischen mit der Vinaigrette kurz in der Pfanne heiss gebraten werden), dann schälen.

Toast in kleine Würfel schneiden und mit etwas Butter zu knusprigen Croûtons rösten.

Aus den angegebenen Zutaten eine Vinaigrette herstellen, die noch heiße Kartoffel mit einer Gabel fein zerdrücken (kleine Stückchen sind durchaus erwünscht) und in eine Salatschüssel geben. Löwenzahn (da dürfen ruhig auch Blüten mit hinzu) hineingeben - noch nicht mischen. Speckstreifen in 1 EL Öl andünsten,  über den Löwenzahn geben. Darüber das geviertelte oder gehackte Ei sowie die Croûtons. 

Wichtig ist, dass die Vinaigrette noch leicht warm mit dem Salat vermischt wird und kräftig abgeschmeckt wird. 


Mittwoch, 6. Februar 2013

blitzschnelle vegetarische Wok-Gemüsepfanne mit Wasabi




Sandra von Snuggs Kitchen ist Gastgeberin des aktuellen Blogevents in Zorras Kochtopf und wünscht sich Wok-Rezepte.

Blog-Event LXXXIV - Ran an den Wok (Einsendeschluss 15. Februar 2013)



Das kommt meinen derzeitigen Essgelüsten sehr entgegen. Ich liebe zurzeit alles mit Reis und viiiel Gemüse. Hier ist eine meiner alltagstauglichen Gemüsepfannen - superschnell, ohne großen Aufwand, ohne viele Zutaten, ideal zum Kühlschrank-Aufräumen, da kann man alles reinpacken, was sich noch so im Gemüsefach tummelt. Gerade an Tagen, an denen der Hunger gross ist, man aber keine Lust hat, lange in der Küche zu stehen und zudem auch noch etwas Gesundes auf den Tisch bringen möchte, ist diese vielseitig variable Gemüsepfanne ideal. Wer mag, packt noch Putenbruststreifen, Garnelen oder Tofu hinein - wie gesagt, ganz nach Lust und Laune. (Pssst: wenn man keinen Wok besitzt, sollte man es daran nicht scheitern lassen, einfach in eine andere Pfanne packen)

Wenn man dann noch über diese Köstlichkeit verfügt, setzt man dem Ganzen noch das berühmte Tüpfelchen auf dem i auf.



Wisst Ihr, was das ist?




Ja, genau! Es handelt sich um eine frische Wasabiwurzel, die ich vor kurzem klick hier entdeckt und mir sofort bestellt habe. Petra hat absolut recht - bei einem solchen Produkt lacht auch mein Foodie-Herz! Die geriebene Wurzel hat nichts mit der penetrant scharf schmeckenden Paste aus der Tube, die man z.B. zu Sushi serviert bekommt zu tun, sie entwickelt eine angenehme, sehr frisch schmeckende Schärfe. Die Wasaby Company sitzt in England, die Bestellabwicklung gestaltet sich problemlos, nach spätestens vier Tagen erhält man sein Päckchen mit der in ein feuchtes Tuch verpackten Wurzel. Diese lässt sich zwar ein paar Tage aufheben, man sollte sie allerdings nicht zu lange im Kühlschrank lagern, sie verliert deutlich an Geschmack und Schärfe.

So, doch nun zum Rezept:

Ich nehme für 2 Personen:

  • 1 Tasse Basmati-Reis, nach Anweisung gegart
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 walnussgrosses Stück Ingwer, frisch gerieben
  • 1 Knoblauchzehen, geschält, fein gehackt
  • 1 Stück Chili, in feine Ringe geschnitten
  • 1 kleine Zwiebel in Spalten geschnitten
  • 1 Möhre, in Scheiben geschnitten
  • 1 Handvoll Chinakohl, in Streifen geschnitten 
  • (ich hatte noch ein paar Kirschtomaten und eine Zucchino, die mussten auch weg und kamen in den Wok)
  • etwas Gemüse- oder Geflügelbrühe zum Auffüllen
  • 3 EL Sojasauce
  • Curry nach Geschmack (moi: Dragon-Curry Ingo Holland: Achtung!!! Höllisch!)


und los gehts:

Öl im Wok erhitzen, Zwiebelspalten darin anschwenken, Möhren, Ingwer, Knoblauch und Chili dazu und ca. 2 Minuten kräftig braten. Dann alle restlichen Zutaten hinzu. Alles sollte nicht mehr als ca. 10 min. braten. Abschmecken, evtl. etwas salzen - Vorsicht, die Sojasauce bringt schon salziges mit..., mit dem in der Zwischenzeit gegarten Reis servieren. Wer hat, darf gerne noch kurz vor dem Servieren frisch gehackte Korianderblätter darüber streuen. Dazu dann die geriebene Wasabi-Wurzel.



Sonntag, 3. Februar 2013

Birnen-Tartelettes mit dem perfekten Knusper-Effekt



Diese Tartelettes waren DAS Ereignis des Tages, ach was, des Jahres, das Jahr ist noch jung, des Jahrzehnts... Seit ich meinen Mann kenne, habe ich ihn noch nie erlebt, dass er sich derart begeistert über ein Dessert geäussert hat. Selbst meine (zugegeben heimtückische) Frage: "Würdest Du dafür mein selbstgemachtes Schokoladeneis stehen lassen" wurde ohne zu zögern mit "JAAA" beantwortet. Und dabei war das einfach nur eine kleine Resteverwertung - ich hatte noch drei kleine Tarteletteförmchen, fertig mit diesem Teig bestückt, eingefroren. Zwei Birnen lagen auch noch herum und Nüsse habe ich ohnehin immer im Vorrat.

Ein Teil des unglaublichen Erfolges dieser Tartelettes macht sicherlich die Vanille-Butter von Bordier aus. Doch auch mit normaler Butter sind sie sicher noch die Wucht. Denn diese Knusperkruste mit den Nüssen und Rosinen ist einfach sooo verführerisch. 

ich nehme (für 6 kleine Tarteformen):


für den Teig:

125 g eiskalte Butter (moi: Vanillebutter von Bordier)
125 g Quark 40 %  (moi: Ricotta)
200 g Mehl
1/2 TL Salz
später zum Bestreuen des ausgerollten Teiges 2 EL MuscovadoZucker (moi: weg gelassen)

für den Belag: 

2 Birnen
Saft einer halben Zitrone
ca. 2 EL Rosinen in etwas Birnengeist eingelegt (moi: Tessiner Grappa-Rosinen)
ca. je 1 EL Mandeln, Haselnüsse und Walnüsse, in grobe Stücke gehackt (moi: Tessiner Mandeln und Haselnüsse in Honig, dazu Walnüsse)
2 EL Honig (vorzugsweise Kastanienhonig) 
etwas Puderzucker




und los gehts:

Eiskalte Butter würfeln oder auf einer groben Haushaltsraspel reiben, dann zusammen mit dem Quark, Salz und Mehl in eine große Schüssel geben. Mit der Küchenmaschine oder per Hand rasch zum Teig verarbeiten (kleine sichtbare Butterflecken sind dabei erwünscht, sie sorgen beim Backen dafür, dass der Teig luftig und blättrig wird) und dabei nicht länger als notwendig kneten. In Folie wickeln und 15 bis 30 Minuten kühlen.

In der Zwischenzeit die Birnen vierteln, schälen und in dünne Spalten hobeln. Sofort in eine Schale mit Zitronensaft geben.

Den Teig dünn ausrollen, bei mir bleibt immer ein Teigrest über, den gebe ich dann wieder in kleine Tartes-Formen oder friere ihn als ganzes Stück ein.

Mit der Gabel einstechen und im vorgeheizten Backofen, Ober-Unterhitze 230 Grad, 10 min blind backen. Etwas abkühlen lassen, die abgetropften Birnenspalten darauf anrichten, mit den Rosinen und Nüssen bestreuen, evtl. den restlichen Honig darüber träufeln und für ca. 30 min auf der zweiten Einschubleiste von unten bei 200 Grad backen.

Leicht abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Wir haben dazu diese Köstlichkeit getrunken, die Gerhard am Wochenende von lieben Freunden geschenkt bekam:






Samstag, 2. Februar 2013

eingelegter Munsterkäse mit Pellkartoffeln



Dass ich ein großer Fan dieses kleinen Stinkers bin, ist ja nun schon überall bekannt. Wenn meine Gier nach diesem für das Elsass so typischen Käses unermesslich gross wird, dann muss ich die volle Dröhnung Munster haben und die gibt es nur so:

Eingelegter Munster:

ich nehme:


  • 1 Munster fermier
  • 1 Bund Frühlingszwiebel (notfalls geht auch eine Mischung aus Schalotten und Schnittlauch), in feine Scheiben geschnitten inkl. dem Grünanteil
  • 1 Topf Crème fraîche
  • etwas weisser Pfeffer (moi: Mélange Blanc, Ingo Holland)
  • 1 - 2 EL Kümmel
  • wer mag: ein Schnapsglas Marc de Gewuerztraminer (Calvados ist nicht ganz stilecht, schmeckt aber auch gut)




und los gehts:

Den Munster in der Mitte durchschneiden - am besten geht das mit einem leicht angewärmten grossen Messer. Es macht auch nichts, wenn er dabei etwas auseinander bricht, er wird ja später wieder zusammen gesetzt.

Den Boden einer Schüssel mit einem Drittel der Crème fraîche ausstreichen, ein Drittel der Frühlingszwiebeln dazu, denn eine Hälfte Munster drauf setzen, mit dem Kümmel bestreuen, Crème fraîche und Frühlingszwiebel darüber und die zweite Hälfte Munster darauf setzen, wieder Kümmel, Crème fraîche und Frühlingszwiebel, dann den Marc de Gewuerz darüber gießen und gut mit Klarsichtfolie verpacken. Ab damit in den Kühlschrank. Vorsicht... das duftet!!! Mindestens 2 Tage darin stehen lassen. Ganz Hartgesottene (so wie ich) lassen ihn eine Woche ziehen bzw. so lange, wie es die übrigen Kühlschranktür-Öffner ertragen. Mit Pellkartoffeln servieren, mmmmmhhhhhh.... köstlich.

Übrigens, der wirklich milde Geschmack dieses Gerichts steht in keiner Relation zu seinem wirklich heftigen Geruch ;-)